Frage zu Schwindel, Übelkeit - Parkinson möglich?

    Hallo


    Ich frage einmal wegen der Mutter meines Partners.

    Diese hat seit Jahren das Problem, das sie immer wieder gestürzt ist mit Aussetzern des Herzens. Das ist mittlerweile behoben (Schrittmacher) und wir dachten alle jetzt ist es soweit gut, aber (!) seit etwas über 12 Monaten hat sie immer mehr Probleme mit dem Gehen bekommen und stürzt immer wieder (aber ohne Ohnmacht und ohne Aussetzer des Hezens). Sie geht immer weniger und macht immer kleinere Schritte. Auch das drehen um die eigene Achse dauert lange und wird mit vielen kleinen Schritten gemacht. Um das zu komplettieren hat sie auch Probleme mit der Blase. Ansonsten aber kein Zittern oder Ähnliches, sie ist nur allgemein langsamer geworden (auch geistig, aber sehr fit und macht viel Literatur, Fotos usw).


    Nun sagt sie, dass sie gerade beim drehen immer wieder Schwindel bekommt und es ihr auch oft mal etwas übel wird. Manchmal übergibt sie sich auch.


    Jetzt stellt sich die Frage was mag das sein?

    Ihr Hausarzt sagt jetzt es passt alles irgendwie auf Parkinson. Es stand auch schon mal der Verdacht von Alzheimer im Raum, aber nach MRTs, Punktion der Wirbelsäule usw wurde das vom Neurologen ausgeschlossen.


    Gerade der Schwindel macht uns mittlerweile etwas Sorgen. Sie kippt selten um, aber sagt immer wieder das ihr so stark schwindelig wird (und damit wohl verbunden auch die Übelkeit).


    Habt Ihr eine Idee wonach man mal schauen kann?

    Die Frau ist Mitte 70 und hat nur etwas (gut eingestellten) Bluthochdruck. Ansonsten in allen Untersuchungen ist sie soweit man das bei 76 sagen kann fit und gesund. Sie nimmt auch keine anderen Medikamente außer dem Blutdruck Medikament.


    Danke euch!

  • 17 Antworten
    Zitat


    Ihr Hausarzt sagt jetzt es passt alles irgendwie auf Parkinson. Es stand auch schon mal der Verdacht von Alzheimer im Raum, aber nach MRTs, Punktion der Wirbelsäule usw wurde das vom Neurologen ausgeschlossen.


    Bei Verdacht auf Parkinson ist es sinnvoll wenn sie zu einem Neurologen geht und wo es dann abgeklärt werden kann.

    Verlangsamte Bewegungen, Kleinschrittiges Gangbild, wenig Mimik, nachlassende Sprache, verminderte kräftige Sprache usw können Hinweise sein.


    Man kann einen Parkinsontest machen und weitere Untersuchungen um herauszufinden ob sie Parkinson hat oder nicht.


    Auch ein Demenztest ( Uhrtest, MMST, Moca, SKT usw) mit Riechtest wäre sinnvoll um zu gucken wie sie vom Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Handlungsplanung ist.

    Wie gesagt der Neurologe schließt ja einfach komplett alles aus und schiebt es auf den Orthopäden. Der wiederum sagt ja Wirbelsäule ist nicht in Ordnung, aber nicht der Grund (hatte ich vergessen zu schreiben).


    Demenz ist auch ausgeschlossen.


    Was uns halt so verunsichert ist die ständige Übelkeit / Schwindel bei Drehungen.
    Irgendwie mache ich mir da mittlerweile richtig Sorgen das da irgendwas schlimmes hintersten könnte und niemand erkennt es.

    Es gibt ja auch ganz einfach sehr krassen Drehschwindel, der kann auch ganz plötzlich erst auftreten. Vielleicht mal einen HNO zu rate ziehen?


    Und ich würde es wichtig finden, wenn ihr euch eine zweite Meinung von einem anderen Neurologen holt.

    sahara199 schrieb:

    Demenz ist auch ausgeschlossen.

    Demenztest gemacht?



    sahara199 schrieb:

    . Der wiederum sagt ja Wirbelsäule ist nicht in Ordnung, aber nicht der Grund

    Jap, sowas machen orthopädische Probleme nicht, sie ist dort verkehrt.


    Sinnvoll ist es wenn die zu einem anderen Neurologen geht

    Deine Mutter kann jederzeit eine zweite ärztliche Meinung bei einem anderen Neurologen einholen. In einem Forum dürfen keine Ferndiagnosen gestellt werden, das ist ein absolutes No-Go. Die Beschwerden Drehschwindel, Übelkeit und die Stürze, in Kombination können auf Morbus Meniere hinweisen. Eine zeitnahe Vorstellung bei einem HNO Arzt wäre sinnvoll.

    Hallo.
    Ich konnte leider nicht mehr antworten da sie gestern ins Krankenhaus gekommen ist (wegen dem Schwindel wieder). Dort geht man jetzt davon aus, dass dies vom Herz kommt (also Übelkeit und Schwindel).

    Was ich nicht wusste ist, dass sie mittlerweile (seit paar Wochen) auch Probleme mit Wasser in den Beinen hat.


    Ist das Herz möglich? Und was kann da Auslöser sein?

    Wie ist bei so was generell die Prognose? Mein Partner macht sich mittlerweile ziemlich Sorgen.


    Demenztest wurde schon x-mal gemacht.

    Man wird jetzt zunächst eine gründliche, kardiologische Diagnostik durchführen. Wasser in den Beinen kann von einer Herzinsuffizienz - Herzschwäche kommen. Beides muß behandelt werden. Patienten mit Herzschwäche leiden des öfteren unter Bluthochdruck, der Arzt verordnet einen ACE Hemmer oder einen Betablocker, je nach Schwere der Herzinsuffizienz. Wichtig ist ein Diuretikum - entwässerndes Medikament, dadurch werden die Wassereinlagerungen im Körper wieder ausgeschwemmt und die Beinoedeme gehen zurück, als Diuretikum käme Lasix etc. in Frage. Unter der richtigen Medikation, vom Arzt verordnet, ist die Prognose einer Herzinsuffizienz gut. Es kommt darauf an, daß die Erkrankung nicht fortschreitet, daher sind regelmäßige EKG Kontrollen erforderlich. Alles Gute für die Mutter!

    Trastevere schrieb:

    Man wird jetzt zunächst eine gründliche, kardiologische Diagnostik durchführen. Wasser in den Beinen kann von einer Herzinsuffizienz - Herzschwäche kommen. Beides muß behandelt werden. Patienten mit Herzschwäche leiden des öfteren unter Bluthochdruck, der Arzt verordnet einen ACE Hemmer oder einen Betablocker, je nach Schwere der Herzinsuffizienz. Wichtig ist ein Diuretikum - entwässerndes Medikament, dadurch werden die Wassereinlagerungen im Körper wieder ausgeschwemmt und die Beinoedeme gehen zurück, als Diuretikum käme Lasix etc. in Frage. Unter der richtigen Medikation, vom Arzt verordnet, ist die Prognose einer Herzinsuffizienz gut. Es kommt darauf an, daß die Erkrankung nicht fortschreitet, daher sind regelmäßige EKG Kontrollen erforderlich. Alles Gute für die Mutter!

    Aber sie hat ja schon einen Schrittmacher (siehe Eingangsbeitrag).

    Ich weiß zwar nicht wie lange sie den schon hat. Mein Freund meint mindestens 3-4 Jahre oder länger) und der wird auch regelmäßig überprüft, funktioniert also.

    Müsste der da nicht helfen?


    Und wieso kommt dann trotzdem Schwindel und Übelkeit (vor allem bei Drehungen) zustande?

    Sorry, daß du den Schrittmacher erwähnt hattest, hatte ich vergessen. Ich vermute die Herzschwäche hat zu einem AV Block geführt, mindestens 3. Grades, bei Herzinsuffizienz Nyha 3, so wird das Stadium der Herzschwäche bezeichnet. Das sind Rhythmusstörungen und eine Herzschrittmacher Implantation ist indiziert. Wenn es unter einem Herzschrittmacher zu einer Bradykardie kommt, d.h. die Herzfrequenz nimmt extrem ab, haben die Patienten mit Schwindel zu kämpfen und auf Grund dessen erhöht sich die Sturzgefahr. Die Kardiologen werden Untersuchungen vornehmen, ob ein Herzschrittmacher weiterhin indiziert ist oder die Dauermedikation eventuell umstellen.

    Ein Herzschrittmacher sollte mindestens halbjährlich bei einem Kardiologen, der über ein spezielles Lesegerät verfügt oder in einer Schrittmacherambulanz kontrolliert werden, damit es nicht zu Komplikationen kommt. Mit dem Lesegerät ist auszulesen, wie der Schrittmacher gearbeitet hat usw. Das ist mit Sicherheit in der Klinik schon erfolgt.

    Trastevere schrieb:

    Ein Herzschrittmacher sollte mindestens halbjährlich bei einem Kardiologen, der über ein spezielles Lesegerät verfügt oder in einer Schrittmacherambulanz kontrolliert werden, damit es nicht zu Komplikationen kommt. Mit dem Lesegerät ist auszulesen, wie der Schrittmacher gearbeitet hat usw. Das ist mit Sicherheit in der Klinik schon erfolgt.

    Ja der Schrittmacher wurde ausgelesen und laut Aussage der Ärzte hat man dort nichts gefunden. Es wäre soweit da alles in Ordnung. Trotzdem bleibt man bei der Aussage das muss das Herz sein.

    Trastevere schrieb:

    Ein Herzschrittmacher sollte mindestens halbjährlich bei einem Kardiologen, der über ein spezielles Lesegerät verfügt oder in einer Schrittmacherambulanz kontrolliert werden, damit es nicht zu Komplikationen kommt. Mit dem Lesegerät ist auszulesen, wie der Schrittmacher gearbeitet hat usw. Das ist mit Sicherheit in der Klinik schon erfolgt.

    Was ich noch vergessen habe ist das ein Ultraschall des Herzens heute ohne Befund war (also wohl in Ordnung). Also mit dem Schrittmacher scheint bisher alles am Herzen in Ordnung zu sein. Ich werde da nicht schlau raus.

    Ist sie beim HNO gewesen? Das klingt mir nach Lagerungsschwindel oder Neuronitis vestibularis.

    Auch an Meniere sollte man denken.


    Parallel fände ich ein Kopf MRT zur Vorsicht angebracht. Nur zum Ausschluss von Raumforderungen.

    HNO Arzt mit Verdacht auf Meniersches Syndrom hatte ich dir ja bereits ausführlich erklärt. Weißt du die Diagnose, warum die Mutter den HS implantiert bekam? Die Ödeme in den Beinen können auf eine Herzinsuffizienz hindeuten. Wurde denn ein Diuretikum gegeben, um das Wasser auszuschwemmen?

    Herzecho und Auslesung des Schrittmachers ohne Befund, ist doch schon einmal sehr gut. Eine Coronarangiografie - Herzkatheter wäre eine Option, da sehen die Ärzte entschieden mehr als in einem Herzecho. Diese Untersuchung ist heutzutage kein Problem.