Für wen ist der Begriff ' SCHLAF ' ein Fremdwort?

    In Bezug auf meinen Faden vom September/2020 möchte ich mich hier nochmals an die User wenden. Verlinkung folgt. Es geht um Schlaflosigkeit auf Grund von einer austherapierten Erkrankung. An 1 - 2 Tagen in der Woche komme ich auf maximal 2 - 3 Stunden Schlaf pro Nacht, aber immer in Intervallen, an den anderen Tagen gibt es für mich keinen Schlaf. Man gewöhnt sich mit den Jahren daran, aber das nächtliche wandern durch das ganze Haus, bzw. die halben Nächte auf der Terrasse, auf dem Rasen zu verbringen, damit es mir eiskalt wird, nerven mich immer mehr. Kälte hilft etwas, für ca. 30 Minuten. Ich habe zusätzlich eine schwere Schlafapnoe, würde die CPAP Therapie gerne nutzen, kann es aber nicht. Hat jemand Tipps? Wie würdet ihr damit umgehen, damit ihr nicht verzweifelt und nächtelang heult, auf Grund der Schlaflosigkeit von austherapiertem RLS. Dieses wurde von der besten RLS Spezialistin, europaweit bestätigt. Ein Schlafmittel kommt für mich nicht in Frage, auf Grund der Abhängigkeitspotenziale und weil diese Medikamente bei Schlafapnoe kontraindiziert sind. Über Ratschläge würde ich mich freuen. Gruß Trastevere!

  • 88 Antworten

    Austherapiert heißt ja nur, dass die Ärzte aktuell nicht weiter wissen. Ich würde an deiner Stelle dran bleiben und hoffen, dass sich doch eine Lösung finden kann.

    Hast du tatsächlich noch keinen Versuch, auch nicht kurzzeitig, mit einem Schlafmittel gemacht? Ich habe auch RLS, allerdings sehr dynamisch. Mal extrem, mal gar nicht. Und ich habe das Gefühl, dass es besonders stark wird, wenn ich müde und stark erschöpft bin. Ich habe zwar Madopar, was aber nur ein bisschen hilft. Wenn ich eine starke RLS Phase habe, hilft es mir, wenn ich für ein paar Nächte "Schlafsterne" nehme, teilweise nur eine viertel Tablette. Alles, was grundsätzlich meinen schlechten Schlaf verbessert, bessert auch das RLS. Mit der Schlafapnoe (ich hatte auch schon den einen oder anderen Aussetzer) ist es natürlich problematisch mit stärkeren Schlafmitteln.


    Ich lese mich gerade ins Thema "Störungen des autonomen Nervensystems" ein, Dysautonomien usw. Das passt irgendwie auch bei dir, gerade in Kombination mit der Schlafapnoe. Es gibt da einen ganzen Syndromkomplex, also verschiedene Syndrome, die sich bedingen und verursachen. Ausgang ist meist eine Autoimmunreaktion oder ein Infekt o.ä. Besserung ist möglich bei Ursachenfindung!

    Die Zusammenhänge sind sehr interessant, aber auch so umfangreich, dass ich noch nicht sehr weit im Thema bin...

    Leichte Anflüge von RLS habe ich wenn ich vegetativ sehr aufgekratzt bin, z.b. bei viel Streß und wenig Schlaf, und/oder schwer verkatert (wobei das schon lange nicht mehr vorgekommen ist). Dann liege ich im Bett und habe das Gefühl, meine Beine verkrampfen und pressen sich von selber gegeneinander, sehr unentspannt, und nur bewegen beendet das. Das geht dann aber auch vorbei und irgendwann schlafe ich ein.


    Passt ja zu "Störung des autononem Nervensystems".


    Ok, aber hilft auch nicht weiter..


    Warum denn die Schlafapnoe? Würde da evtl eine Operation helfen?


    Und wenn möglich, würde ich in der Tat Schlafmittel (Benzos) probieren, bei so einem Leidensdruck. Gegen die Abhängigkeit kann man sie ja ganz diszipliniert nur alle 3 Tage mal nehmen oder so, aber immerhin mal ne ruhige Nacht dann.

    Danke für deine Antwort. Es gibt zur Zeit kein neues Medikament auf dem Markt, leider. Ich leide nicht an einem Infekt, z.b.Borreliose. Das einzige was hilft sind Medikamente, wie L - Dopa und Pramipexol, auf Grund des Dopaminspiegels im Gehirn, ein Botenstoff. Ich befinde mich bei beiden Medikamenten unter der Augmentation, d.h. bei höherer Dosierung werden die Beschwerden noch schlimmer. Schlafmittel wie Zoplicon sind bei Schlafapnoe kontraindiziert und alles pflanzlichen Schlafmittel helfen nicht.

    Barrio schrieb:

    Hast du auch mal Neuraxan ausprobiert?

    Ja, ohne Erfolg. Ich werde wach, nach ca. 1/2 Stunde und alles fängt von vorne an. Kein Alkohol, keine Medikamente, die RLS fördern, wie Trevilor, nichts. Kein Adipositas.

    rr2017 schrieb:
    Trastevere schrieb:

    würde die CPAP Therapie gerne nutzen, kann es aber nicht

    warum eigentlich nicht?

    Weil ich NICHT liegen kann!!!!

    Hmm dann würde ich, da es nicht anders geht, folgendes erwägen:


    in einem Schlaflabor gleichzeitig in einer Nacht dass CPAP Ding ausprobieren UND dazu noch ein Schlafmittel (oder auch mehrere Versuche, Zopiclon aber auch ein Benzo), dieses nicht zu niedrig dosiert, es soll definitiv wirken


    sofern ein Arzt das mitmacht.


    Dann bist Du unter Beobachtung, kannst liegen (Benzo) und auch die Atmung ist sichergestellt.

    Ich beziehe mich auf Deinen Titel, in dem es nur um Schlafmangel geht, RLS habe ich nicht, Schlafapnoe wahrscheinlich nicht, wobei ich nie in einem Schlaflabor war. Aber mich treiben bisher andere Gründe aus dem Bett. Dennoch nutze ich dann die gelegenheit, mich kurz auszuheulen, vielleicht schreiben ja noch mehr wie sie mit Schlafmangel umgehen.


    Ja, man gewöhnt sich dran, aber ich hab ständig das Gefühl, nicht wirklich Leistung erbringen zu können. Wäre ich nicht im Homeoffice, hätte ich wohl jeden morgen Angst, im zombiemodus Auto fahren zu müssen. Aber auch beim starren auf den Bildschirm bekomme ich oft nichts gearbeitet sondern merke, dass 15 oder 30 Minuten vorbei sind in denen ich mehr oder minder nur gestarrt habe.


    Was etwas hilft: Duschen, Kreislauf in Schwung bringen. Eine Zeit lang half mir jeden Tag ein bestimmter Energydrink, das einzige Süßstoffgetränk das mein Darm akzeptiert. Leider habe ich davon ein paar andere Nebenwirkungen bekommen weshalb ich den auch verbannen musste. Kaffee, Tee oder Zucker vertrage ich auch nicht, sonst würde ich mir damit behelfen, die hätten alle bei mir eine aufputschende Wirkung, sind aber auch seit Jahren verbannt. Gegen die Kopfschmerzen die damit einhergehen, hilft was kaltes auf der Stirn, das macht auch etwas fitter / wacher.


    Ich schlafe aufgrund von Problemen im Unterleib wenig. Mal ists der Darm (um von den 5-10 Stuhlgängen pro Tag wegzukommen bleibt nur konsequente Mangelernährung, kein Zucker, Fett oder Eiweiss, was man nur in notfällen mal ein paar Tage machen kann). Mal ists die Harnröhre / Prostata. Ich habe seit Jahren nächtlichen Harndrang. Seit nem halben Jahr zusätzlich immense Schmerzen, insbesondere beim liegen. Mit nur Hanrdrang konnte ich aufstehen, aufs Klo gehen, hinliegen, schlafen, seit den Schmerzen klappt das mit dem Einschlafen schlechter. Ich habe auch Schmerzen von der Wirbelsäule, aber mit denen kann ich schlafen.


    Ich schaffe im besten Fall 3-4 Stunden Schlaf am Stück bevor ich in kürzerwerdenden Intervallen aufwache. Oft wache ich nach knapp 2 Stunden das erste mal auf. Nach dem ersten Aufwachen waren es früher exakt 1-stündige aufwachitnervalle, mittlerweile sind es eher 30-45 Minuten. Seit die Schmerzen dazu kamen, bin ich auch oft 1, 2 Stunden wach und muss im 15-Minuten-Takt aufs Klo damit die Schmerzen kurz aufhören.


    Allerdings laufe ich nicht herum wie Du es beschreibst (wohl auch weil die Erkrankung anders ist), in der Regel bleibe ich liegen solange es geht, bin 8-10 Stunden jede Nacht im Bett, damit ich mich halbwegs ausgeruht fühle auch ohne Schlaf. Komme dabei trotzdem nur auf 2-6 Stunden schlaf (die 6 Stunden passieren, wenn mal ein paar 2-3 Stunden Tage davor waren und ich völlig kaputt bin).


    Ich bin auch austherapiert, mein Urologe hat keine Idee mehr. Urin ist immer unauffällig, die Prostata ist ohne Grund leicht angeschwollen / entzündet aber es sind halt nirgendwo Keime, Erreger oder Blut zu finden.


    Allerdings habe ich noch keine Zweitmeinung eingehlt, mir fehlt auch die Kraft einen Ärztemarathon zu starten, den hatte ich schon wegen meinem Bluthochdruck vor einigen Jahren, daher leide ich lieber. Aber zur Zeit bin ich soweit, dass ich mir den Ärztestress wahrscheinlich doch nochmal antun werde, da ich mich immer unwohler fühle durch den Schlafmangel.

    Ich war bis jetzt 15 Mal in einem Schlaflabor, auch mit Zop + CPAP. Und zu Hause? Ich kann ab ca. 19 Uhr nicht!!!! sitzen und nicht liegen. Bewegung, gehen, stehen. Ich sehe TV im Stehen und bewege dabei die Beine oder stelle diese in eiskaltes Wasser. Wenn ich sitzen muß, wie in einem Restaurant nehme ich L Dopa retard und nicht retardiert. Das ganze kommt nicht von den Beinen, sondern vom Dopamin. Ist dieses in der Norm, ist das RLS weg, ,aber die Medikamente wirken nicht mehr oder fast nicht mehr - Augmentation.

    going schrieb:

    Ich selber habe (zum Gluck) keine Erfahrung mit RLS - aber ich habe mal gehört, dass sogenannte Gewichtsdecken Linderung bringen sollen.

    Die Schwere der Decke wirkt wohl beruhigend auf das Nervensystem und kann so einen positiven Einfluss nehmen.

    Hier mal einen Link zu einer Website, die ich spontan beim googeln gefunden habe:

    https://gewichtsdecken.net/mit…hlafen-mit-therapiedecke/

    Ich kann nicht liegen und mit Decken schon gar nicht. Aber danke dir.