@lupo049

    nein, natürlich ist es nicht schlimm, sich von fachleuten helfen zu lassen. nur denke ich, dass ich einfach eine anleitung brauchen würde, wie ich da wieder rauskomme - da würde mir schon helfen zu erfahren, wie andere es geschafft haben. ich war ja schonmal deswegen bei einer psychiaterin und habe mich sehr lange mit ihr unterhalten. das war schon hilfreich, aber nun auch schon lange her. das resultat des gespächs war damals: alles machen wie bisher. besonders die sachen, wovor man angst hat und viel SPORT! naja, das alles mache ich ja auch, aber gegen dieses gefühl des -ich nenne es mal "basismisstrauen" hilft es nicht. da müsste ich ja was in meinen gedanken ändern. theoretisch weiß ich auch wie, aber praktisch fällt es mir schwer, es anzuwenden. dabei kann mir allerdings ein therapeut doch auch nicht helfen....


    ich habe beschlossen, es mal mit johanniskraut zu versuchen! da gibt es nämlich ganz gute forschungsergebnisse!


    hier der link für alle, die es interessiert:


    http://www.panikattacken.at/


    und dann links in der leiste auf: --> Medikamente--> pflanzliche Mittel


    LG

    hallo cat44

    habe im Stillen mal so mitgelesen, mich aber zurueckgehalten. Lupo hat nicht ganz unrecht, aber er hat auch eine Einstellung die er vermittelt, die mich am Anfang, als ich mich mit dem Schwindelproblem hier eingelogt habe, zum Nachdenken gebracht und sehr verwirrt hat. Ich muss sagen, das es mir nicht gut bekommen ist, und zu viel in der Psyche rumkramen tut auf die Dauer nicht gut.


    Ich kann nur sagen, das hier jeder irgendwo sein Paeckchen zu tragen hat, das man aber nicht wirklich gleich "Hilfe" braucht.


    Das mit dem Johanniskraut ist ein Super Sache. Man kann ganz einfach mal in Ruhe mit dem "Schwindel" umgehen, ohne sich gleich die verruecktesten Sorgen zu machen, weil man einfach auf natuerlicher Basis eine Weile die Seele baumeln lassen kann. Und was ist erholsamer, als "alles nicht so verbissen sehen":)^


    Dauert allerdings ein bisschen, bis es wirklich wirkt. So ungef. 2 Wochen, bis sich die Beruhigung zeigt.


    Aber ich wuerde doch mal einen Ostheopaten fragen, ob er sich mal deinen Ruecken ansehen kann. Denn unter Umstaenden kann Dir wirklich mit ein oder zwei Handgriffen geholfen werden. Erst, wenn das nichts gebracht hat, wuerde ich weiter ueberlegen.


    Ich hatte ja schon geschrieben, das ich frueher regelmaessig zum Einrenken war. Und das ich danach klar Denken konnte. Wenn du Sport betreibst, und dann wirklich deinen Ruecken schulst, wirst Du sicher nicht nochmal hinmuessen und dir kann schnell geholfen werden.


    Ansonsten: Den Humor nicht verlieren!!! Gaaaaanz wichtig.


    8-)


    LG

    hi meggilu,

    schön, auch mal wieder was von dir zu hören:-)


    ich möchte auch gar nicht so viel in meiner psyche rumkramen-ich weiß selbst, was alles in meiner kindheit nicht so gut gelaufen ist. woher die ängste kommen, weiß ich auch-als kind hatte ich einmal ein richtiges schlimmes körperliches traumatisches erlebnis und später mit 18 nochmal (da war es aber etwas anderes) ich denke, dass ich seit dem angst vor schwindel, kontrollverlust etc. habe. denn ich habe es als kind genauso erlebt und habe angst, dass sich das wiederholen könnte...ist zwar jetzt schon 20 jahre her, aber nicht immer "heilt die zeit alle wunden". ich weiß bis heute nicht, was das war...


    es war jedenfalls folgendermaßen: ich war damals vielleicht 10 jahre alt und lag krank mit fieber im bett. das fieber war zwar hoch, aber nicht lebensbedrohlich. jedenfalls habe ich plötzlich gemerkt, dass es mir "komisch" wurde und meine wahrnehmung ganz seltsam wurde. Ich habe natürlich sofort nach meiner Mutter gerufen, sie kam dann und fragte, was los sei und da habe ich gemerkt, dass ich nicht mehr verstand, was sie sagte. ich habe zwar gesprochene worte gehört, konnte aber nicht verstehen, was diese worte bedeuten sollten. als ich dann wiederum etwas sage wollte, habe ich nur wirres zeug geredet, ich wusste nicht, mehr wie man spricht. da habe ich so eine panik bekommen und bin aus dem bett aufgestanden, wollte es aufschreiben, was ich sagen wollte,aber auch das ging nicht. nach ein paar minuten war das ganze wieder vorbei und ich habe meine mutter angebettelt, sie solle einen arzt rufen. hat sie nicht gemacht, weil sie das ganze für viel weniger dramatisch hielt als ich....ich weiß nicht, ob kinder schon schlaganfälle bekommen können, aber irgendwas in dieser richtung muss es ja gewesen sein. eventuell auch vom fieber??? ich weiß es nicht. diese situation war jedenfall sehr bedrohlich für mich!


    dieses ereignis hat mich meine angst in meiner kindheit betreffend allerdings nicht unbedingt eingeschränkt-ich hatte damals angst vor ganz anderen dingen und das auch schon vor diesem komischen ausfall.


    aber dann: mit 18 hatte ich einen koffeinschock. der hat dann dafür gesorgt, dass ich wirklich kurz davor war, die kontrolle über meinen körper zu verlieren....und danach fingen meine ängste an mit allen symptomen, die morschitzky auf seinen seiten so schön beschreibt. zwischenzeitlich war aber alles wieder weg-mir gings super-über 10 jahre lang und jetzt nach diesem urlaub mit dem drehschwindel nach dem alkohol ging es wieder los mit der angst...


    ich werde alles tun, damit es mir wieder besser geht. ich werde auch mal zu einem osteopathen gehen, wenn das hilft. allerdings mache ich sport, bei dem ich eher denke, dass meine nackenmuskulatur sich noch mehr verspannt. immerhin sitzt man auf einem mountainbike ja ziemlich krumm und wenn man noch gerade aus gucken will beim fahren, muss man den kopf immer so schrecklich weit in den nacken legen...weiß nicht, ob das so gut ist...


    LG

    cat: mountainbike fahren ist wohl bei verspannter muskulatur nicht das mittel der wahl. ich würde es eher mit schwimmen versuchen. allerdings solltest du darauf achten, daß du hierbei den kopf nicht über wasser hältst, so wie es einige machen, die die atemtechnik nicht beherrschen. rückenschwimmen ist auf jeden fall gut. und wenn du dabei keinen spaß hast, versuch es mal mit nordic-walking. vielleicht kannst du dich ja sogar einer netten gruppe anschließen. mit anderen zusammen macht sport sowieso viel mehr spaß.


    ich bin auch der meinung, daß einem keiner so richtig sagen kann, wie man sich verhalten soll, damit man wieder aus dieser geschichte rauskommen kann. auch die art und weise der ärzte, wie sie mit der situation umgehen, finde ich nicht in ordnung. der arzt, der nichts finden kann, macht sich nicht die mühe, mal einen kollegen zu befragen, was er davon hält oder ähnliches schon mal gehört hat. damals, als ich meinen neurologen nach einem geeigneten psychotherapeuten gefragt habe, gab er mir zur antwort: gucken sie ins branchenbuch. da stehen genug drin.


    ja, mein gott!!! kennen die denn persönlich keinen, den sie vielleicht empfehlen könnten? gut, sie dürfen es eigentlich nicht, aber wer rennt denn schon zur ärztekammer und schwärzt jemanden an, nur weil er ihm helfen wollte. ich kann mir da ja ganz gut alleine helfen und hab ja auch schließlich jemanden gefunden, aber ich kann mir vorstellen, daß es menschen gibt, die so psychisch angeschlagen sind, daß sie das nicht gebacken kriegen, sich um sowas auch noch zu kümmern. niemand sagt einem, wo es langgeht. und einen guten psychologen zu finden, ist gar nicht einfach. vor allem einen, den man nicht für noch kränker hält, als sich selber ;-D

    @die andere elfe

    Zitat

    und einen guten psychologen zu finden, ist gar nicht einfach. vor allem einen, den man nicht für noch kränker hält, als sich selber

    hehe...ja den eindruck hat man manchmal! hatte an der uni psychologie als nebenfach und die psychologie profs waren alle immer etwas seltsam drauf...die psychiaterin, von der ich weiter oben sprach, hatte auch fingernägel, die waren bis untenhin abgekaut....:-o


    experten haben auch probleme, aber würden es natürlich patienten gegenüber nicht zugeben!

    Zitat

    ich bin auch der meinung, daß einem keiner so richtig sagen kann, wie man sich verhalten soll, damit man wieder aus dieser geschichte rauskommen kann.

    ja! da muss sicher jeder für sich einen weg finden. ich weiß ja, dass ich meine gedanke ändern muss, ich weiß auch wie ich negative gedanken in positive umwandeln kann (z.B. NEG:mir ist total schwindelig, es wird sicher noch schlimmer und wer weiß, was noch alles dazu kommt..." in POS:"in deinem körper laufen wieder viele chemische reaktionen ab, die durch die angst verursacht werden, wenn ich mich nicht mehr damit beschäftige wird es gleich besser" ABER: es erscheint mir dann alles so unrealistisch, als wollte ich mir alles einfach "schönreden" und die realität verdrängen....das glaube ich dann gar nicht wirklich, was ich mir da "einrede" und zack...ist man wieder bei seinen alten gewohnten negativen denkmustern...


    LG

    au waia, Cat,

    das hoert sich alles echt schlimm an.


    Sagen kann man dazu wirklich kaum was. Kann das gut verstehen, wenn man dann Angst hat.


    Da gibt es nur ein Rezept fuer: Bloss nicht den Mut verlieren.


    Aber allein bist du ja nicht. :)* Da hilft einem doch so ein Forum ganz gut, was?!!!;-)


    Wenn ich hier ausnahmslos meinen ganzen Sch.... schreiben wuerde, wuerde ich den Ramen sprengen.


    Ich hatte auch bis vor dem Johanniskraut Angst vor 'ner ganzen Menge Sachen.


    Ein einziges Mal in meinem Leben war ich bei einem Psychater. Ist aber schon etliche Jahre her. Damals dachte ich, es geht nicht mehr weiter, und ich habe mehr oder weniger diesen Termin bei dieser Frau erzwungen, weil ich der Meinung war, nur ein Psychiater kann mir noch helfen mein Leben wieder auf die Reihe zu kriegen.


    Symbolisch habe ich sie aus der Scheune auf einem wackelnden Stuhl mit der Schlinge um den Hals und 200 Schlaftabletten in der Backe angerufen, und gesagt, wenn ich nicht sofort kommen kann...!


    Ich hatte keinen Bock noch ein halbes Jahr auf einen Termin zu warten, wo ich doch jetzt, und nicht in ein paar Monaten dieses "ich dreh durch Gefuehl" hatte.


    Ich kann sehr ueberzeugend sein.


    Ich durfte gleich kommen. :=o


    Ich habe mir wer weiss was gedacht, wie die mir helfen kann. Hauptsache einen Psychiater.


    Nun. Hat mir wirklich gut getan diese Erfahrung.


    Die Tante hatte so was von einen an der Waffel, das ich mir nach einer halben Stunde sicher war, das ich voll Ok bin, um alles in der Welt nie wieder zu einem Psychiater gehe, und besser mal den Hebel an meinem Problem ansetze. Wie sollte "Die" mein Problem loesen?! Ich wusste ja wo mein Problem war.


    Nun, viele Jahre spaeter, weiss ich auch wo meine Probleme sind. Und ich arbeite daran. Wenn was nicht klappt, heul ich 'ne Runde, manchmal vor Zorn, manchmal aus Verzweiflung, aber dann trete ich mich in den Hintern und fange an, den besseren Weg zu suchen.


    Genau wie mit dem Schwindel.


    Wenn man alles ausprobiert hat, und nichts will helfen, dann muss man eben damit leben.


    Man muss sich entscheiden, ob man mit der Angst leben will, die einen auffrisst, oder ob das kleinere Uebel nicht doch eben das ist, wo man Angst vor hat.


    Dann soll es doch passieren. Die Angst macht es doch nicht weg!


    Wenn Du, Cat, wirklich einen Schlaganfall als Kind hattest, wenn Du das meinst, dann ist es doch wieder weg gegangen. Oder?


    Schmeiss doch mal die alten Geister aus deinem Leben.


    So wie Du Dich beschrieben hast, an der Arbeit, bist du doch gar nicht so uncool.


    Wie gehst Du denn mit Menschen um, die Dir tierisch auf den Nerv gehen oder Dich vielleicht sogar bedrohen? Wuerdest Du denen die andere Wange auch noch hinhalten oder die wehren?


    Lass Dir das von deinem eigenen Ich doch nicht bieten, dich einsperren zu lassen in diese Angst.


    Nach mir die Sintflut. Das ist die Deviese, mit der man im Leben durchkommt. Man muss niemanden verletzten und auch niemandem weh tun, der es nicht verdient hat. Aber Dein Leben sollst Du Leben wie Du es moechtest. Und wenn kein anderer dir das Leben schwer macht, dann tu es selbst doch auch nicht.


    Ich moechte auch keinen Schlaganfall, keine schwere Krankheit, kein was noch so Schlimmes haben, was ich hier gar nicht heraufbeschwoeren moechte. Aber das was ich jetzt positives vom Leben habe kann, wo ich ausser dem Schwindel relativ gesund bin, das sollte man auch annehmen.


    Am besten einmal alles aufschreiben was Kacke ist im Leben. So richtig bis in die hintersten Winkel gehen. Wenn alles raus ist, das Papier zusammen knuddeln und demonstrativ verbrennen. Und Tschuess.


    Ich schreibe das nicht nur so. Das habe ich auch getan. Und ich mache regelmaessig imaginaere Lagerfeuer in meinem Hirn, packe Paeckchen mit Muell, der mir auf der Seele liegt, und verbrenn's.


    So wie ein Fruehjahrsputz oder wie, wenn man die Sperrmuellkarte in der Hand haelt, und anfaengt, endlich den alten Dies und das noch aeltere Das rauszuschmeissen. Wenn es dann abgeholt wurde, kraeht kein Hahn mehr nach den alten Sachen. Man muss nur aus'm Knick kommen und Tabularasa machen. Und es befreit so schoen. Durchatmen, gute Mucke anmachen, und sagen: Lets go. Was kann ich jetzt anstellen;-D


    Ich druecke Dir ganz feste die Daumen, das Du Dich aus dieser Angst - Fessel loesen kannst und das Leben bald geniessen kannst.


    LG

    ich werd noch irre! heute war den halben tag meine linke handoberfläche taub. ich merk schon alles auf der haut, aber sie fühlt sich pelzig an. hatte das auch schon mal einer von euch. sonst ist es immer die andere seite, die sich komisch anfühlt (arm, bein). zwischendurch war es dann mal wieder weg. aber jetzt ist es wieder da. was ist denn das nun wieder? sowas macht diese verfluchte seele auch?

    Hallo Elfe

    *:)


    also die Hand, die Lippe, der Fuss, die Pobacke.....alles schon da gewesen;-D


    Ich geb nix mehr drauf. Ich sage nur: Fehler in der Schaltzentrale. Gestoertes Zusammenspiel des Koerpers.


    Mir geht' heut' auch grottenelend. Habe andauernd Piepen im Ohr. Aber nur Sekundenweise. Dann geht's ne halbe Stunde und dann ist es wieder Krass. Wenn's irgendwie geht einfach ignorieren und so tun, als muesste das so sein:=o


    Wuensch noch eine angenehme Nacht. Wenn die Hand schon gut schlaeft, kann der Rest es sicher auch;-)

    @ cat

    Zitat

    aber gegen dieses gefühl des -ich nenne es mal "basismisstrauen" hilft es nicht.

    :-) Netter Ausdruck.... Ich würde mal sagen, ein gewisses Mass an "Basismisstrauen" bleibt immer, wenn man dazu eine "Neigung" hat. Die Frage nach der "Behandlungswürdigkeit" einer Angststörung stellt sich eigentlich ganz einfach. Wie sehr leide ich unter der Krankheit/den Symptomen und wie gross ist die Chance, da selbst und ohne fremde Hilfe wieder rauszukommen ?


    Wie Du selbst erkennst, ist das nicht ganz einfach, obwohl Du sowohl Kenntnisse über die Ursachen als auch Wissen über theoretische Therapiewege hast und damit schon entscheidende Schritte weiter bist als viele in einer ähnlichen Situation.

    Zitat

    da müsste ich ja was in meinen gedanken ändern. theoretisch weiß ich auch wie, aber praktisch fällt es mir schwer, es anzuwenden. dabei kann mir allerdings ein therapeut doch auch nicht helfen...

    Doch, genau dafür sind Verhaltenstherapeuten da. Eben nicht, um in allen Tiefen der Seele herumzukramen und Erkenntnisse zu sammeln (...die Du übrigens eh schon hast...), sondern um zu "trainieren", wie man mit bestimmten "Gedanken" umgehen-, wie man sie evtl. verändern, lenken oder umkonditionieren kann. Auch, wie man konkret mit Angstsituationen-, aber auch mit ganz normalen Alltagsproblemen, mit Angst in der Familie, im Beruf usw. besser und (für sich) gesünder umgehen kann. Nebenbei auch, was man sonst noch gutes für sich tun kann.


    Natürlich ist es super, wenn man es ohne profesionelle Therapie (...und vor allem ohne Medikamente) schafft, wenn das "selbst therapieren" allerdings so einfach wäre, dürften Angststörungen erst gar nicht so verbreitet sein.


    Viele Grüsse


    Lupo

    lupo

    zuerst einmal einen von der sorte hier :)* für dich und deine beiträge hier im forum. ich bin immer wieder neu begeistert, wie sachlich, positiv und gelassen du formulieren kannst, aber trotzdem ein höchstmaß an mut vermittelst und dadurch den menschen das gefühl gibst, DASS es einen ausweg gibt. ich vermute, man könnte diesem ausweg den namen geben: DU SELBST. liege ich da richtig? zumindest denke ich, daß man selber sein größter freund, aber auch sein größter feind sein kann.


    ich bin auch heute noch nicht in der lage zuzustimmen, wenn es um den psychischen aspekt geht bei meinen "störungen". ich empfinde sie eher immer noch als unentdeckte krankheit. und das nach knapp 13 jahren!!! die liste der ärzte bzw. die zahl der arztbesuche bekomme ich mittlerweile nicht mehr zusammen. nur, wenn ich in das branchenverzeichnis sehe, um mir einen neuen neurologen auszusuchen, dann bemerke ich, daß ich fast alle durchhabe. von denen in den krankenhäusern, die ich immer mal wieder an den wochenenden aufgesucht habe, mal ganz zu schweigen. auch der krankenhausaufenthalt samt lumbalpunktion und die vielen mrt's geben mir keine gewissheit, daß ich eigentlich organisch gesund bin. ich verfluche noch heute den zeitungsartikel, der sich mit ms befasst hat, den ich vor einigen jahren mal gelesen habe. seitdem stand für mich fest, daß es nur das sein kann, was ich habe. alles passte haargenau! und das, was ich zu diesem zeitpunkt noch nicht an symptomen hatte, kam schließlich im laufe der zeit noch dazu. meine meinung verfestigte sich immer mehr. selbst die frage des arztes vor der lumbalpunktion, was ich denn tun würde, wenn auch hierbei wieder nichts rauskäme (ich hab sie auf eigenen wunsch machen lassen, obwohl nichts bei dem mrt dafür sprach und auch nicht bei den anderen untersuchungen), brachte mich nicht zur einsicht. ich antwortete zwar, daß ich dann nicht mehr zu den ärzten gehen werde, aber dieser gute vorsatz hielt nur 2 wochen lang an. noch heute jagt es mir jedesmal einen schrecken ein, wenn irgendeine körperstelle taub wird oder der schwindel kommt. ich weiß, daß mir das bisher nie gesundheitlich einen bleibenden schaden zugefügt hat, und doch schellen jedesmal die alarmglocken und lassen mich zum telefon greifen, um erneut einen arzttermin auszumachen. warum bin ich nicht in der lage, meinen zustand einfach zu akzeptieren und mich damit abzufinden, daß es so ist? wie blöd muß man sein, daß man mittlerweile lieber eine schlimme diagnose hinnehmen würde, nur um der sache einen namen zu geben? warum rührt sich meine seele zu manchen zeiten und zu anderen wieder nicht? das sind die fragen, die mich im moment beschäftigen.


    bist du eigentlich vollständig geheilt von deinen beschwerden und wie lange hattest du diese beschwerden vorher?


    liebe grüße!

    also, heute ist es ja wirklich seltsam ruhig hier. liegt ihr alle mit schwindel im bett und könnt nicht aufstehen? ;-) meine taubheitsgefühle sind heute wieder alle weg :)^ dafür fühl ich mich total verspannt. ich frag mich, ob es nicht auch mal einen tag lang ohne was geht. ;-)

    @die andere elfe

    hast du nix zu tun;-)...habe heute den ganzen tag viel gearbeitet...und meine erste johanniskrauttablette eingeschmissen! bin mal soooo gespannt, obs hilft!


    ja, lupo kann das wirklich gut! der ist sicher im richtigen leben psychologe;-D...


    LG

    cat: doch, ich hab jeden tag viel zu tun. ich bin nur schneller als ihr. :-D;-)


    gib dem johanniskraut ein bißchen zeit. es wirkt nicht so schnell, wie man sich das wünschen würde. teilweise kann es sogar bis zu 6 wochen dauern und sogar eine erstverschlimmerung kann eintreten. das ist aber in der regel ein gutes zeichen. dann merkt man, daß das medikament wirkt. wirf also die flinte nicht zu schnell ins korn, weil du denkst, es bringt nichts. johanniskraut ist definitiv das beste pflanzliche mittel, um gegen depressionen und leichte ängste vorzugehen. zahlreiche studien beweisen das. halte also durch, auch wenns dauert. :)^


    also, herr lupo scheint definitiv heute was besseres zu tun zu haben. ich hoffe, er hat dabei wenigstens spaß. ;-) naja, wahrscheinlich ist sowieso alles andere besser, als uns nörgeligen und uneinsichtigen schwindeltanten zu schreiben. :-D:=o dabei bin ich stets bereit zu lernen... :-x


    gut, ich werde mir jetzt noch einen :)D tee kochen und dann schlafen zzz.


    euch allen auch eine gute nacht und einen hoffentlich schönen tag morgen! schlaft gut.

    @ die andere Elfe

    Bin ja schon da...;-)

    Zitat

    bist du eigentlich vollständig geheilt von deinen beschwerden...?

    Ich würde sagen - Ja.


    Natürlich reagiere ich auch heute noch gerne "körperlich", wenn es mir psychisch nicht so gut geht und ich habe immer noch einen gut funktionierenden "Bodyscanner", aber ich habe keine Dauerbeschwerden mehr, keine Symtome, die 24 h am Tag da sind, egal wie man sich sonst gerade fühlt und ich bin überzeugt, körperlich ziemlich gesund zu sein.

    Zitat

    und wie lange hattest du diese beschwerden vorher?

    Ich hatte im Prinzip "nur" ca. 6 Monate akute körperliche Dauer-Symptome, in dieser Zeit habe ich allerdings ziemlich "am Rad gedreht" und die ganzen Erfahrungen der Angstspirale und auch den Diagnostik-Marathon im "Zeitraffer" durchgemacht.

    Zitat

    warum bin ich nicht in der lage, meinen zustand einfach zu akzeptieren und mich damit abzufinden, daß es so ist?

    Weil Du ständig Symptome hast und es Dir dauerhaft schlecht geht - warum sollte man sich mit so etwas abfinden ?. Es ist vielmehr die Frage, wie ich da rauskomme und wofür ich meine Zeit, Kraft und Energie verwende - den 10. Neurologenbesuch kann man sich wirklich sparen.


    Es ist tatsächlich schwer, eine psychische Ursache zu akzeptieren, so lange man immer wieder oder andauernd von Symptomen geplagt ist, auch bei mir hat es erst richtig "klick" gemacht, nachdem es mir (leider erst mit Wirkung von AD) deutlich und spürbar besser ging. Dann konnte ich aber endlich wieder in die richtige Richtung marschieren. Was folgte, waren 4 Monate Arbeitsunfähigkeit, Reha, über 2 Jahre ambulante Verhaltenstherapie und eben viele kleine Schritte raus aus der Angst-Schwindel-Spirale.


    Viele Grüsse erstmal.


    Lupo

    lupo:


    das wurde aber auch zeit. wollte dich schon ausstalken :-D;-)


    insidon und citalopram hab ich bereits hinter mir. beides für jeweils ein knappes 3/4 jahr. anfangs (nach ca. 2-3 wochen) ging es mir mit den medikamenten schlagartig besser, und ich war hocherfreut, endlich hilfe bekommen zu haben. aber nach einiger zeit waren die beschwerden wieder da. ebenso schlagartig und ohne vorwarnung.


    heute weiß ich, daß mir die medikamente nicht geholfen haben, sondern ich mir eine wirkung nur eingebildet habe. sie haben genau dann angefangen zu wirken, als die zeit der vollen entfaltung der wirkung der medikamente gekommen war. bei beiden ca. 2-3 wochen. und genau nach dieser zeit ging es mir plötzlich besser. ich hab dem ablauf dieser 2-3 wochen förmlich entgegengefiebert. und ... es hat funktioniert. ich war der meinung, so ... jetzt ist es soweit... das medikament müßte jetzt anfangen zu wirken und das tat es auch, allerdings in meinem kopf. :-/ leider hat diese einbildung nur ein 3/4 jahr angehalten. danach war alles wieder wie vorher.


    mit dem citalopram sah es genauso aus.


    der neurologe riet mir dann, es abzusetzen.


    ich stand also wieder ganz am anfang.


    eigentlich ist es gar nicht so schwer, herauszufinden, was einen da versucht, so fertigzumachen. ich könnte jetzt aus dem stehgreif -zig gründe aufzählen, warum ich unzufrieden bin. aber das sind alles nur kleinigkeiten, die wohl fast jeden betreffen. nur... die stecken das wohl anders weg.


    ich denke, daß es schon sehr viel mit meinem perfektionismus zu tun hat. ich setz mich selber gerne unnötig unter druck und merke dann deutlich, wie sich unangenehme spannungen in mir aufbauen. wahrscheinlich wird das des rätsels lösung sein, aber wie soll man sich davon befreien? die psychologin meinte damals, dann lassen sie den dreck halt liegen und gehen lieber raus spazieren. das ist ja alles schön und gut, aber wie soll ich einen spaziergang genießen, wenn ich weiß, daß da ein haufen arbeit auf mich wartet. sowas macht mich nicht ausgeglichener, sondern nur noch unzufriedener.

    hallo zusammen

    das mit dem "nichts liegen lassen koennen" und sich dadurch staendig unter Druck setzten kenne ich auch. Das haette ich geschrieben haben koennen.


    Man muss es erst lernen, doch lieber spazieren zu gehen, als die Arbeit zu erledigen, die leider nicht von selbst verschwindet.


    Aber es geht. Ist nur eine Einstelllungssache. Und die Einstellung lautet: Ich muss nicht die Beste sein, ich bin wichtig, ich bin niemandem Rechenschaft schuldig und es passiert nichts Schlimmes, wenn ich so bin ich bin anstatt so zu sein, wie ich mich haben will.


    LG

    meggilu:


    interessant!!! mein mann sagt auch immer, es macht nichts, wenn der fußboden mal nicht wie geleckt aussieht. trotzdem krieg ich es nicht hin. irgendwie hab ich eine fußboden-manie. ;-D der ist mir komischerweise am wichtigsten.


    wir sind sehr modern eingerichtet. alles sehr pflegeintensiv. glas, lackierte oberflächen usw. da merkt man natürlich sofort, wenn was verschmiert ist oder so.


    aber jetzt hab ich die lösung: wir brauchen neue möbel, dann gehts mir besser. ;-D am besten alles aus unbehandeltem holz, da sieht man nicht so schnell was drauf.


    nee, ist schon eine scheiß-spirale!!!

    Elfe

    hoer auf deinen Mann:)^


    Besser gute Laune und kein Stress als ein blitzeblanker Boden.


    Mir hat das mein Freund beigebracht. Irgendwann sagte er, ich mache es ungemuetlich. Ich renne rum wie ein Kreisel und mache es wie der Meisterpropper Wirbelwind. Ich dachte immer: Au waia. Wenn jetzt einer kommt. Schnell noch hier und da..... wischen, aufraeumen. Und mein Staubsauger ist mir schon ans Bein gewachsen. Alles totaler Quatsch. Mit unseren Symptomen ist es wichtiger uns selbst auf Fordermann zu bringen. Gutes Buch lesen, raus gehen usw.

    @Meggilu

    ich unterstütze deine Aussagen sehr - @Meggilu ,denn wir leben nur EINMAL, und die Lebenszeit ist viel zu Schade, sich für jemand anderes oder "Fußböden" etc. krummm und krank zu ackern. es stimmt schon: Perfektionisten stehen sich mit ihren Gedanken selbst im Wege und ackern sich ab, sind unzufrieden, wenn sie ihr Soll nicht schaffen....ich frage mich immer öfter: aber wofür? Will ich am Ende meines Lebens sagen: "Ich habe immer 150% gegeben, für meine Arbeit, für meinen Haushalt, für andere Menschen...aber habe ICH wirklich gelebt und genossen?" Nein, dass will ich nicht sagen, denn dann käme auch die Erkenntnis, nichts nachholen zu können..Ich habe auch oft gesagt: "Genießen kann ich morgen noch, morgen fange ich damit an, was für mich zu tun...morgen...." Als mein Körper mich mit den Symptomen anfing zu warnen, hey, es wird mir alles zuviel, habe ich gedacht:Morgen...weiß ich denn, ob ich morgen noch lebe? Also verschiebe ich nichts mehr und genieße jetzt...trotz der Symptome, die gelegentlich immer mal wieder auftreten....


    in der Hoffnung, noch lange leben und genießen zu können.


    LG, Babse