Gehirntumor. Wie und wann erkennen?

    Hallo,


    mich würde interessieren wie ein Gehirntumor erkannt wird, und ob sich allein durch eine Computertomographie in Zusammenhang mit einer Kopfröntgung sowie Blutabnahme feststellen lässt, ob ein Gehirntumor vorhanden ist, und ob dieser Gut-bzw. Bösartig ist.


    Mit freundlichen Grüßen


    Lothar Lippe

  • 17 Antworten

    Normalerweise hat man bei einem Gehirntumor Symptome. Die können je nach Lage des Tumors sehr unterschiedlich sein. Bei Verdacht werden oft ein EEG und/oder andere neurologische Untersuchungen gemacht, bei Auffälligkeiten in selbigem dann ein MRT mit Kontrastmittel. Anhand der MRT-Bilder kann ein erfahrener (Neuro-)Radiologe eventuell eine Einschätzung abgeben, ob der Tumor gut- oder bösartig ist. Oft ist dies aber erst nach einem mikro-invasiven Eingriff oder nach einer OP mit Sicherheit zu sagen. Sehen müsste man ihn auf den MRT-Bildern auf jeden Fall. Im Blut kann man G.tumoren nicht feststellen. Ob und wie er behandelt werden kann/muss, hängt von der Art und der Lage des Tumors ab.

    Besser als CT ist sicherlich eine Kernspinaufnahme (MRT) mit Kontrastmittel. Es entsteht keine Strahlenbelastung und die Konturen/Strukturen eines Tumors treten so deutlich hervor, daß der Fachmann zumeist am Bild schon erkennen kann, welcher Tumortyp vorliegt. Das reicht in den meisten Fällen aus für die Operationsplanung.

    Bei meiner Enkelin wurde ein Gehirntumor innerhalb 2 Stunden festgestellt, und es wurde sogar gesagt dass er Gutartig ist. Mir kam dies sehr komisch vor, da es sehr schnell ging. Der Arzt sagte dass er diesen durch eine Strahlentherapie behandeln möchte.

    Hallo Lothar,


    Ihr könnt Euch eine Zweitmeinung einholen. Die Bilder habt Ihr sicher auf CD-Rom. Habt Ihr einen guten Neurologen? Dem könntet Ihr auch die Bilder zeigen, wenn er sich damit auskennt. Leider verlassen sich viele Ärzte nur auf die Berichte und sehen sich die Bilder erst gar nicht an.


    Im Krebsforum gibt es ein extra Forum für Hirntumore. Hier findest Du sicher Ansprechpartner für geeignete Kliniken etc., auch was die Strahlentherapie betrifft.


    http://www.krebs-kompass.org/forum/


    Alles Gute für Deine Enkelin.


    VG


    Martina

    Ich weiß ja nicht, wo ihr wohnt, aber die Kopfklinik Heidelberg der Universitätsklinik HD hat eine sehr gute neurologische Ambulanz. Wenn ihr dort über euren Neurologen oder den Hausarzt einen Termin machen lasst und euch eine Überweisung geben lasst, bekommt ihr dort eine sehr kompetente Beratung. Die Bilder vom CT und andere Befunde unbedingt mitnehmen!


    Alles Gute für deine Enkelin! :)*@:)

    Heidelberg kann ich bestätigen. Ich kenne jemanden der dort vor Jahren (und es geht ihm heute noch immer gut) operiert wurde, wg. einem Hirntumor.


    Sucht Euch eine gute Klinik, auch, wenn Ihr weiter fahren müsst. So würde ich es machen. Operiert etc. ist gleich - mit den Folgen aber muss man leben.

    Alien, es gibt Ärzte, die die Bilder gar nicht lesen können (dafür ist nunmal der Radiologe der Fachmann). Diese müssen sich dann auf den (hoffentlich guten) Befundbericht des Radiologen verlassen. Dass das nicht der Optimalfall ist, gestehe ich dir gern zu, aber bei der heutigen Spezialisierung der Fachärzte und den vielfältigen Krankheiten (es gibt allein unzählige Arten von Hirntumoren, und ein Neurologe muss ja noch einiges mehr behandeln können) kann oftmals einer nicht mehr alles können.


    Der Vorteil an Zentren wie z.B. der Kopfklinik Heidelberg ist, dass dort Neuroradiologen, Neurochirurgen, Neurologen, Neuroonkologen und Strahlentherapeuten eng zusammenarbeiten und sich über die Fälle unterhalten und beraten. Deswegen habe ich mich dafür entschieden, die gesamte "Koordination" in meinem Fall in die Hände einer Neuroonkologin dort zu legen, auch wenn das im Falle des Falles (dass ein Kontroll-MRT eine fragwürdige Veränderung ergeben sollte) bedeuten würde, dass ich etliche km fahren müsste. Einen fähigen Neuroradiologen habe ich mittlerweile zum Glück in meinem Wohnort gefunden.

    Alien, ich hab diese Erfahrung leider gemacht. Nicht nur bei einem Facharzt. Einige haben es zugegeben, andere sagten, sie können die CD-ROM nicht einlegen, da ihr PC sonst mit Viren verseucht würde :-/