Hilfe ist es Demenz?

    Hallo, könnte es Demenz sein?


    meine Mutter ist Mitte 60 und seit ca. einem Jahr fängt sie an, sich permanent zu wiederholen, Unsinn zu erzählen und um herzulaufen . Sie erzählt einem gewisse Dinge 3-5mal, z.B. über die Nachbarn, die Katzen usw..


    Wenn man sagt: Jaja, das hast du mir schon dreimal erzählt, reagiert sie verwundert und vor den Kopf gestoßen, aber irgendwie haben wir alle keine Lust, uns die selbe Geschichte jeden Tag fünfmal anzuhören.


    Bücher kann sie nicht lesen, kann sich nicht konzentrieren. Sie folgt in Gesprächen nicht, oder kann es nicht. Auf jeden Fall starrt sie meist apathisch vor sich hin und sagt: Hm. Hm., wenn man was erzählt, spricht man sie dann direkt drauf an, regiert sie aggressiv, verwundert. Sie sitzt ständig rum, isst, in großen mengen, zwanghaft alles was ihr in den Wegkommt, redet wirres Zeug, wiederholt Fernseh,Radio Dialoge etc. und fuchtelt mit den Händen,oder hat extremen Bewegungsdrang der sich in wilden um herlaufen äußert. Sie sammelt von allen Bekannten dämliches Halbwissen, die reden ihr dann z.B. ein, Tabletten würden einen schläfrig machen und ruhig stellen, und meine Mutter erzählt dann: Ich nehme keine Tabletten. Die machen einen schläfrig. Sie glaubt alles was andere ihr erzählen, nur uns glaubt sie nicht. Sie ist wie ein bockiges Kind, redet Unsinn, erzählt immer dasselbe, muss alles wissen, kommt nicht damit klar wenn sich andere in ihrem Beisein unterhalten etc. wir haben langsam das Gefühl, dass sie einen Kontrollzwang bekommt. Sie kann Ihre finanzielle Situation nicht mehr richtig einschätzen, redet ständig von Geldnot etc. obwohl sie genug Geld zur Verfügung hat. Und auch ihre Körperliche Gesundheit lässt nach sie hat ständig Wasser in den Beinen, Luftnot, Schilddrüsen Überfunktion, schlechte Blutwerte etc.


    lG ein nicht weiter wissender bald durchdrehender Silberbär der auf Hilfe/Antworten hofft

  • 4 Antworten

    Und warum kommt man nicht auf die einfachsten Dinge und stellt die Mutter erst mal dem Hausarzt vor und schickt sie anschließend zu einem Neurologen?


    Hier wird keine Diagnose gestellt werden können. Und Hilfe muß nach einer Diagnose ausgerichtet sein...


    Muß auch gar keine Demenz sein, auch Lebererkrankungen können zu so was führen. Also Arzt....

    Beim Arzt, da war sie schon erzählt mir aber nichts und ich kann sie ja nicht zwingen mir etwas zu erzählen. Sie ist ja nicht entmündigt oder so was, weshalb ich auch vom Arzt keine Antwort bekomme

    Dann muß sich der psychosoziale Dienst eben kümmern.


    Und wieso kannst Du nicht erst mal mit dem Hausarzt reden, die Beobachtungen schildern und sie dann zu ihm schicken, zum Beispiel eine Grippeimpfung vorschieben, wo er sie dann untersuchen kann?


    Wenn Sie oft wirr ist,könnte sie ja auch großen Schaden anrichten, am Herd einen Brand verursachen etc.


    Das kannst Du verantworten?

    Zitat

    Und wieso kannst Du nicht erst mal mit dem Hausarzt reden, die Beobachtungen schildern

    Das halte ich auch für wichtig. Vielleicht hat sie sich beim Arzt "zusammengerissen" oder er hat aus anderen Gründen die psychischen / dementiellen Auffälligkeiten nicht richtig mitbekommen.


    Es ist ja auch ein Unterschied, ob man als Arzt eine Patientin für vielleicht 10-20 Minuten sieht, oder als Angehöriger ihr Verhalten für viel längere Zeiträume (und in anderer Umgebung) miterlebt.


    Wenn der Arzt Medikamente verordnet hat (z.B. für's Herz) und man merkt, daß sie diese nicht regelmäßig in der richtigen Dosis einnimmt, ist das auch etwas, das man dem Arzt baldmöglichst mitteilen muß.


    Gerade bei mehr oder weniger verwirrten Menschen ist es für die Behandlung hilfreich, wenn Angehörige da sind, die noch klar im Kopf sind, sich kümmern und als Ansprechpartner fungieren können.