Hirnblutung durch Sturz - Erfahrungsbericht

    Hallo ihr Lieben!


    Möchte euch kurz die Geschichte meiner Hinblutung erzählen:


    Anfang Jänner stürzte ich über eine Wendeltreppe und zog mir eine Rippenprellung und ein blaues Auge zu. Da ich nach dem Sturz bewußtlos war, holte mich die Rettung und ich wurde im Krankenhaus untersucht, sprich geröngt. Es gab keine Anzeichen einer Kopfverletzung und ich wurde unverrichteter Dinge wieder nach Hause geschickt.


    Nächsten Morgen fiel mir auf, dass wenn ich nach links unten sehe ein leichtes Doppelbild wahrnehme. Im Vertrauen auf das Krankenhaus, dachte ich mir das wäre normal für eine Gehirnerschütterung und das Ganze würde sich wieder legen!


    Leider besserte sich diese Doppelsichtigkeit nicht, jedoch die anderen Symptome, wie die Schmerzen der Rippenprellung und der Gehirnerschütterung verschwanden. Mit der Zeit gewöhnte ich mich an die Doppelbilder und es störte mich nicht mehr weiter.


    Ca. 4 Monate! später, bekam ich leichte Kopfschmerzen, die sich Tag um Tag steigerten. Ich nahm einfach eine Schmerztablette und ging normal arbeiten. Doch am 4ten Tag, wurde mir zudem noch übel und ich musste mich in der Früh übergeben. Doch langsam ein Anzeichen zum Arzt zu gehen, was ich dann auch schließlich tat.


    In einer Ambulanz wurde dann ein CT-Röntgen gemacht, und die Diagnose war niederschmetternd. Ich hatte eine massive Hirnblutung (subdurales Hämatom), die Mittellinie des Gehirns war um 1,5 cm verschoben, und die Ärzte wunderten sich warum ich überhaupt noch bei Bewußtsein bin. Ich wurde dann sofort notoperiert, und wachte dann mit einem Kabel aus dem Schädel auf. Es blutete stark nach, und ich durfte nicht aufstehen.


    Normalerweise haben Blutungspatienten eine denkbar schlechte Prognose (Lähmungen, locked-in-symdrom ....), doch ich hatte nichts. Ich dachte mir ich wäre gut davongekommen.


    Drei Tage nach der OP, wurde abermals eine CT gemacht. In den seltensten Fällen kommt es zu Komplikationen, wie zum Beispiel einer weiteren Blutung. Leider trat dieser Fall bei mir ein, und ich hatte eine weitere viel größere Blutung (epidurales Hämatom). Innerhalb der nächsten zwei Stunden lag ich im OP und wurde wieder operiert. Weil jetzt Teile der Schädeldecke entfernt werden mussten, bin ich jetzt stolzer Träger eines Schädeldeckenimplantats aus Titan.


    Wieder zur Verwunderung der Ärzte keine Spätfolgen. Ich hatte immenses Glück.


    Ich erzähle euch das, weil ich jeden ermutigen möchte, wirklich bei den Ärzten lästig zu sein, falls das Gefühl besteht irgendetwas nicht stimmt. Ich habe mich komplett auf die Diagnose des KH nach meinem Sturz verlassen, und wäre um ein Haar daran gestorben.


    Hoffe jemanden wachgerüttelt zu haben, und wünsche euch alles Liebe


    figo

  • 9 Antworten

    Trauriger Engel, vergiß mal den uralten Faden ganz schnell wieder. Das ist meiner Meinung nach erstens nicht wahr und zweitens wurde bei Dir ein CT gemacht und da hätte man eine Blutung garantiert gesehen. Bei der TE wurde ja anfangs KEIN CT gemacht. Also vergiß die Story hier mal ganz schnell wieder.