• Ich brauche jede Nacht drei Stunden zum Einschlafen

    ich bin diesen monat 18 geworden und habe seit vier jahren schlafstörungen von der sorte wo man nicht einschlafen kann und nachts stundenlang wach liegt. morgens komme ich nicht aus dem bett, kann mich den tag über kaum wach halten, nur abends bin ich mit einem mal hellwach und es geht von vorne los. in den letzten monaten habe ich zum ersten mal seit…
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    Wenn man es mit Mitteln nicht versucht hat, weiß man nicht ob sie bei einem wirken oder nicht.

    Was dem entgegensteht ist natürlich der Lärm, aber der wird ohne Wegzug nunmal nicht änderbar sein. Die beiden Fernsehgucker wollen ja nicht leiser sein. Machste nix. Wenn es laut ist kannst du Müdemacher nehmen, wie du willst. Das hilft dann nix, wenn dich Lärm wach hält. Da müssen dann eben die Stöpsel dazu.


    Vielleicht halt eben doch mal einen Arzt ansprechen und nach Hilfe fragen. Vielleicht hat der noch andere Ideen, auf die wir hier nicht kommen.

    Nur: Nix machen ist ja keine Option.

    Simpler, aber fieser Weg:

    Morgens früher aufstehen, auch wenn die Nacht zu kurz war. Du baust damit den sog. Schlafdruck auf und solltest Abends dann so einschlafen wie tagsüber. Was Du beschreibst, sind Schlafprobleme, die z.T. aus einem verschobenen Rhythmus resultieren.

    Oder mach eine Nacht komplett durch. Und bleibe tagsüber wach, bis zu einer vernünftigen Schlafenszeit am Abend.

    Ich schließe mich den meisten Vorrednern an, das was Du beschreibst klingt ganz nach mir in Deinem Alter. Damals gabs noch nicht soviele Informationen im Internet und ich hätte das auch nicht gegoogled, daher hab ich erst viel später von dieser "Lerche" und "Eule" Sache erfahren.


    Bei mir waren es immer 2-3 Stunden bis ich einschlief. Überhaupt bin ich immer erst um 2, 3 eingeschlafen, egal wann ich ins Bett ging, aufstand und wieviel ich geschlafen habe. Am Abend wurde ich fitt und mein Körper hatte keinen Grund ins Bett zu gehen, außer, dass ich wusste, dass der Wecker bald schon wieder klingelt. Ich hatte das Gefühl, dass Tage einfach zu kurz sind um rechtzeitig müde zu werden.


    Ne Berufsausbildung hab ich mit viel Schlafmangel "überlebt". Studium ging gut, obwohl es 8 Uhr Vorlesungen gab. Aber wenns nicht jeden Tag ist und man auch mal flexibel sagen kann "heute ohne mich", kommt man gut klar.


    Bei der Arbeit muss ich spätestens gegen Mittag sein, das klappt super. Ich arbeite mal um 9, um 10 oder um 11, wies grad passt. Solange ich keine Kinder habe kann ich das so gut handhaben. :_D

    unpolar schrieb:

    es sagen immer alle, wenn man einfach jeden tag zur selben zeit aufsteht, gewöhnt man sich irgendwann dran.

    Ich war selbst davon überzeugt und habs versucht, aber es hat nicht geklappt, auch nicht wenn man Monate / Jahre komplett feste Tagesabläufe hat.


    Hier ein paar Tipps aus meinem Eulenleben:

    - hilfreich ist natürlich weniger Zwang aufzustehen, ist während Schulzeit nicht möglich

    - während eines stressigen Semesters bin ich zum Stressabbau skaten gegangen, direkt vorm schlafengehen, eigentlich heißt es Sport sollte nicht direkt vorm schlafengehen sein aber bei mir funktioniert es, ich schlief sofort ein :)^

    - die Zeit verändert viel, mittlerweile schlafe ich wahnsinnig schnell ein, 5-15 Minuten, ich bin auch Abends müder, ich denke das hängt davon ab was/wieviel man an einem Tag so macht, als Arbeiter ist man wesentlich geschaffter als als Schüler und man wird auch älter


    Ich kann beispielse gut einschlafen auch wenn Bildschirmnutzung oder Sport direkt vorm schlafen stattfand. Ich brauche ein Geräusch (Fernseher, Podcasts, Youtube) zum schnellen einschlafen, habs so eingstellt, dass es nach 30-60 Minuten aus ist. Wenn ich nachts wachwerde ist es aber besser wenn alles still ist, damit ich wiedereinschlafe.

    Diese "Schlafhygienetipps", probier sie aus, aber sei nicht frustriert wenn sie bei Dir nicht funktionieren. Wenn Du was anderes findest was funktioniert, ignorier einfach was die "Experten" sagen. Letztendlich passen solche empfehlungen auf "die meisten Menschen", aber nicht auf alle. Die Tipps sind gut und manches geht, aber es ist halt nicht schwarz/weiss.

    Sunflower_73 schrieb:

    Simpler, aber fieser Weg:

    Morgens früher aufstehen, auch wenn die Nacht zu kurz war. Du baust damit den sog. Schlafdruck auf und solltest Abends dann so einschlafen wie tagsüber. Was Du beschreibst, sind Schlafprobleme, die z.T. aus einem verschobenen Rhythmus resultieren.

    Oder mach eine Nacht komplett durch. Und bleibe tagsüber wach, bis zu einer vernünftigen Schlafenszeit am Abend.

    Das zum Beispiel bewirkt bei mir nichts. Um bestimmte Urzeiten werde ich wach, selbst wenn ich 16 Stunden aufgewesen bin.


    Es ist dann sogar eher noch heftiger bzw ich komme dann innerlich gar nicht zur Ruhe.

    Zitat

    wann ich komischerweise gut schlafen kann: nach langen bahnfahrten!

    Vielleicht bist du in der Zeit so gut "runtergekommen", dass dein Körper in den Schlafmodus schaltet.


    Alternativ wäre es möglich, dass du durch das vorangegangene Erlebnis (du musst ja irgendwo hin gefahren sein, um etwas zu tun) so erschöpft bist, dass du gleich schlafen kannst.

    Paritu schrieb:
    Sunflower_73 schrieb:

    Oder mach eine Nacht komplett durch. Und bleibe tagsüber wach, bis zu einer vernünftigen Schlafenszeit am Abend.

    Das zum Beispiel bewirkt bei mir nichts.

    Ich habe das als Schüler auch gemacht und zum Teil funktionierte es. Also wenn ich Ferien hatte oder teilweise schon nach nem Wochenende, hab ich dann auf Montag durchgemacht und bin abends schon um 22 Uhr oder so ins Bett dank Müdigkeit.


    Aber dadurch baut sich wirklich nur Müdigkeit auf die mit einem mal wieder abgebaut ist. Dann ist man etwas besser im "Gesellschaftsrythmus" aber ganz kommt man nicht an. Denn Dienstag Abend ist man schon wieder nicht müde, weil Tage einfach zu kurz sind. Ich wünsch mir manchmal einen Planeten mit längeren Tagen und Nächten. :_D

    Zitat

    Überhaupt bin ich immer erst um 2, 3 eingeschlafen, egal wann ich ins Bett ging, aufstand und wieviel ich geschlafen habe. Am Abend wurde ich fitt und mein Körper hatte keinen Grund ins Bett zu gehen, außer, dass ich wusste, dass der Wecker bald schon wieder klingelt. Ich hatte das Gefühl, dass Tage einfach zu kurz sind um rechtzeitig müde zu werden.

    Ja genau! So geht es mir auch!

    Zitat

    Denn Dienstag Abend ist man schon wieder nicht müde, weil Tage einfach zu kurz sind. Ich wünsch mir manchmal einen Planeten mit längeren Tagen und Nächten.

    Ebenso hier. Es ist echt nicht schön, und es hilft bei mir null und überhaupt nicht, morgens regelmäßig früh aufzustehen.

    Ich bin übrigens erst vor Kurzem drauf gekommen, dass extreme Lerchen es da auch nicht viel besser haben, weil die jeden Abend kämpfen müssen, und wenn sie dann früher ins Bett gehen, sind sie morgens noch früher wach und am nächsten Abend dann noch mehr müde usw.


    Was mir ganz sicher zu frühem Einschlafen verhilft, ist, meinen Sohn ins Bett zu bringen und mich zu ihm zu legen. Schon bei der Gutenachtgeschichte werde ich derart müde, und 2 Minuten später schlafe ich. Ich glaube, der Trick ist, quasi VOR der abendlichen Wachphase schlafen zu gehen, bei mir in dem Fall schon so um 21 Uhr. Ich kann dann locker bis zum nächsten Morgen schlafen. Das mache ich nicht jeden Abend, es wechseln sich lange und kurze Nächte ab, so dass sich nicht so viel Schlafdefizit aufbauen kann.


    Und am WE schlafe ich gern länger, also so bis 9 morgens, dann weckt mich die Familie. Auch das hilft mir, die kurzen Nächte unter der Woche zu verkraften. Was dagegen bei mir überhaupt nix bringt (außer einem WE, an dem ich mich beschissen fühle), ist, am WE ebenfalls früh aufzustehen.

    biene007 schrieb:

    Und am WE schlafe ich gern länger, also so bis 9 morgens, dann weckt mich die Familie. Auch das hilft mir, die kurzen Nächte unter der Woche zu verkraften. Was dagegen bei mir überhaupt nix bringt (außer einem WE, an dem ich mich beschissen fühle), ist, am WE ebenfalls früh aufzustehen.

    Das kann ich ebenfalls bestätigen. :)^


    Es ist bei mir auch besser unter der Woche halt "zuwenig" zu schlafen und am Wochenende "zuviel" als dauerhaft jeden Tag gleich aufzustehen. In extremen Phasen waren das dann utner der Woche 4-6 Stunden und am Wochenende 8-12, mittlerweile gehts nicht mehr so weit auseinander.

    Zitat

    Was mir ganz sicher zu frühem Einschlafen verhilft, ist, meinen Sohn ins Bett zu bringen und mich zu ihm zu legen. Schon bei der Gutenachtgeschichte werde ich derart müde, und 2 Minuten später schlafe ich.

    Ich glaube, deswegen macht man das bei Kindern eben auch so. Abschalten, runterkommen, müde werden, schlafen. Als Erwachsener verlernt man das nur gerne.

    Man muss halt das finden, was einen runterfährt.