Indometacin - Extremes Frieren!(???)

    Liebes Forum,


    ich habe einige Probleme mit mitunter sehr starken Kopfschmerzen. Mein Neurologe hat mir nun Indometacin verschrieben. Ob es was bringt, kann ich noch nicht sagen, glaube aber nicht (deswegen heißt es ja bei mir auch "Indometacin-Test").


    Was mir aber auffällt: Ich _friere_. Ich friere sooooo unglaublich extrem. Hier im Zimmer hat es 21°C, ich habe ein Unterhemd, ein T-Shirt, ein Hemd, zwei Fleecejacken, eine lange Unterhose und eine Jeans an. Und ich fühle mich, als hätte es hier im Raum 8°C.


    Krank bin/werde ich nicht (denke ich, auch wenn ich vor etwa drei bis vier Wochen einen grippalen Infekt hatte).


    Hat jemand von Euch Erfahrung? Das mit dem Frieren steht zumindest nicht bei den Infometacin-Nebenwirkungen.


    Danke und viele Grüße


    screwbrain

  • 3 Antworten

    Grüß Dich,


    bei Indometacin ist mir diese Nebenwirkung nicht bekannt.


    Nimmst Du noch andere Medikamente?


    Ich nehme wegen Cluster-Kopfschmerz Verapamil in recht hoher Dosierung und mir geht es ähnlich wie Dir.


    Krankheitsbedingt sitze ich viel zu Hause herum und denke, daß ich auch deshalb leicht friere. Mir hilft es raus zu gehen und mich zu bewegen oder auch ein heißes Bad zu nehmen.


    Soweit mir bekannt ist, wirkt Indometacin recht zuverlässig bei der


    Hemicrania continua


    http://www.ihs-klassifikation.…teil1/04.07.00_other.html


    und der


    Paroxysmalen Hemikranie


    http://www.ihs-klassifikation.…il1/03.02.00_cluster.html


    Was vermutet denn Dein Arzt bei Dir?


    Wie äußern sich den Deine Kopfschmerzen?

    Hallo H Rupp,


    danke für Deine Antwort!


    Ich nehme derzeit keine weiteren Medikamente (zuvor Arcoxia bei Bedarf; das aber sehr regelmäßig seit einigen Monaten, wobei ich aber nicht wirklich viel Linderung erlebt habe und außerdem etwas Angst wegen der Nebenwirkungen (psychisch) habe).


    Mein Arzt testet derzeit auf "trigemini-autonomen Kopfschmerz". Also ob es vielleicht das ist, oder aber ein Kopfschmerz zervikogenen Ursprungs. (Es wäre bei trigemeni-autonomen Kopfschmerz unter Indometacin eine Besserung zu erwarten.)


    Wegen der Hemikranien habe ich auch schon recherchiert ..... manches passt, manches passt nicht. Vor allem habe ich derzeit irgendwie keine Besserung.


    Meine Kopfschmerzen sind ganz überwiegend rechts, vom Hinterkopf bis hinter das Auge (dort reinstechend), hinter/über der Schläfe; irgendwie allermeistens ein leichter Dauerschmerz, der immer mal wieder durch eben dieses Stechen "übertönt" wird. Außerdem stark im Hinterkopf ausgeprägt.


    Ich habe auch ein Hornersyndrom mit Anhidrose, das aber nicht mit den Schzmerzen gemeinsam "schlimmer wird". Außerdem habe ich immer ein angespanntes Gefühl um das rechte Auge (wie ein Ring, der darauf sitzt) und außerdem ein Gefühl, als würde jemand dauerhaft mit der flachen Hand auf mein Auge drücken.


    Was z. B. wieder passt, ist, dass das rechte Auge manchmal tränt .... aber nicht gemeinsam mit den "Stechattacken".


    Habe jedoch keine verstopfte Nase (mein rechtes Nasenloch ist eher "freier" als das linke).


    Was auch seltsam ist, ist, dass auch meine Schmerzen am Becken (Ileosakralgelenk) mit Indometacin nicht besser werden; davon ging ich eigentlich aus.


    Danke für den Tipp mit der Bewegung .... das hilft bei mir nicht so viel. Lag meinem Hausarzt sogar schon wegen der Schilddrüse in den Ohren, aber er schließt das (ohne Bluttest) aus.


    Ich friere generell leicht, aber seitdem ich Indometacin nehme, ist es wirklich sehr viel "krasser".


    Ich wünsche Dir/Euch einen schönen Abend.

    Es gibt nicht "den" trigemino-autonomen Kopfschmerz sondern eine Gruppe der trigemino-autonomen Kopfschmerzen.


    Die Leitlinien hierzu:


    http://www.dmkg.de/files/dmkg.…linie-Nervenheilkunde.pdf


    Bei der Hemicrania continua und der Paroxysmalen Hemikranie ist das Ansprechen von Indometacin ein Diagnosekriterium.


    Der häufigste trigemino-autonome Kopfschmerz ist der Cluster-Kopfschmerz, bei dem ist Indometacin (bis auf wenige Fälle) nicht wirksam.


    Auch außerhalb der CK-Attacken kann ein leichter bis mittlerer Dauerschmerz bestehen. Ich nenne den Grundschmerz und hab gegen den auch noch kein Mittel gefunden.


    Unterscheidungsmerkmal der TAK ist vor allem die Dauer der Attacken.


    Du schreibst von einem "Stechen". Wie lange dauert dieses Stechen denn?


    Die trigemino-autonomen Begleiterscheinungen müssen bei den TAK nicht alle gleichzeitig auftreten, in seltenen Fällen fehlen diese sogar.


    Die Schmerzen in ISG kenne ich auch. Die habe ich aber mehr so schubweise und nicht ständig.


    Du hast zum Indometacin hoffentlich einen Magenschutz bekommen.


    Infos zu den trigemino-autonomen Kopfschmerzen hier:


    http://www.ck-wissen.de/


    Alles Gute und viel schmerzfreie Zeit


    Harald Rupp