Zitat

    Wenn die sagen, Notwendigkeit für tägliche Physiotherapie sei da, dann würde das auch organisiert werden. Ob es dann wirklich so läuft, weiß ich natürlich noch nicht.

    Das wird nur möglich sein, wenn ihr privat versichert seit. Mit einem Privatrezeot über Physio kann man täglich Therapie belommen.


    Bei einem Kassenrezept bekommt ihr 1-2x die Woche Physio von 10 Behandlungen.

    Ich habe 2x/Woche Doppelbehandlungen. Auf die Verordnung sind das insgesamt 20 Physio Einheiten (bzw. 10x 1 Stunde- da kann man ggf. mit das Datum was machen - wäre dann 4x 30 Minuten, statt 2x 60). Man braucht aber zuerst 3 normale Verordnungen - und sie schlagen auf der Kontigenz des Arztes. Das gleiche gilt für Ergotherapie. Erst danach bekommt man die Verordnungen ausserhalb der Regelfall. Damit muss man keine Zwangspause von 3 Monaten nach 3 Verordnungen einlegen.


    Also täglich wird schwierig. Du kannst aber z.B. Montags und Mittwochs Physio und Dienstags und Donnerstags Ergo machen und tägliche Übungen für zu Hause mitgeben lassen. Ich habe ein Pezzi Ball und Therabände für zuhause gekauft.

    Mal eine andere Frage.


    Wir haben hier seit Eintreffen ein- und dasselbe Zimmer. Nun will man uns verlegen, weil es gebraucht wird. Da sich mein Sohn hier wohl fühlt und auch positive Bindungen zu den Schwestern aufgebaut hat, möchte ich gerne in diesem Zimmer bleiben. Die Ärztin hat es uns als Möglichkeit angeboten, zu wechseln, nicht als Verpflichtung. Daher habe ich erstmal nicht zugestimmt, weil ich keinen Vorteil erkennen kann. Unser Sohn ist hier sehr gut aufgehoben und fühlt sich schon "heimisch". Vorhin kam eine Schwester und meinte, es sei keine Möglichkeit, sondern ich müsse Folge leisten. Das Gespräch verlief nett, aber bestimmt. Sie zeigte mir dann die andere Station, um es uns "schmackhaft" zu machen, aber es hat uns nicht überzeugt. Ich sagte ihr, dass wenn es sozusagen befohlen wird, werden wir wechseln, da werde ich keinen Widerstand geben. Wenn es aber nur eine Option ist, werde ich es ablehnen. Da meinte sie dann eher ausweichend, dass es schon nur eine Möglichkeit sei, es aber darauf hinauslaufen würde.


    Weiß jemand, ob ich ein Recht habe, in dem Zimmer zu bleiben bzw. welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit ein Wechsel ansteht? Ich will hier gewiss nicht streiten, aber ich möchte nicht auf eine andere Station, solange es nicht "offiziell" entschieden ist.

    Das kommt ganz darauf an, welche Unterschiede die Stationen haben.


    Wenn dein aktuelles Zimmer für einen Patienten gebraucht wird, der z.B. überwachungspflichtiger oder unterstützungsbedürftiger ist, als dein Sohn und die andere Station kann dies nicht gewährleisten, dann musst du räumen.


    Und ja, das entscheidet auch der Arzt und die Schwester.


    Es wird Gründe für den Wechsel geben, dass macht man nicht einfach mal so, da zusätzlicher Aufwand. Und eben auch eine gewisse Zumutung für den Patienten.


    Ein Recht auf das Zimmer hast du leider nicht. Aber du bist bei deinem Sohn und er hat daher seine wichtigste Bezugsperson auch im neuen Zimmer..

    In Kreischa hat mein Vater auch gewechselt. Grund war, wie oben geschrieben, der Genesungsfortschritt und damit ein geringerer Betreuungsbedarf, und auf mehr Selbständigkeit eingerichtet - was als Zeichen des Fortschritts von ihm gern akzeptiert wurde. :)z


    Hintergrund ist nicht nur, daß diese Betten für die neu ankommenden, schwereren Fälle benötigt werden, sondern daß der Kostensatz auch ein anderer ist. Die Kasse erstattet natürlich weniger, wenn keine Intensivbetreuung mehr erforderlich ist. Dem muß die Klinik Rechnung tragen, das ist ganz normal. Du hast also keinerlei Anspruch darauf, auf dieser Station bleiben zu können.

    Zitat

    Ergibt sich das nicht aus dem Wissen, dass eine Klinik kein Hotel ist?

    Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, und ich denke, dass man auuch in einem Hotel nicht beliebig Zimmerhobbing betreiben darf.


    Es war lediglich eine Frage, daher sehe ich es als unberechtigt an, mir indirekt einen Vorwurf zu machen, der darin mündet, dass ich mir Privilegien einräumen möchte. Darum geht es mir nicht.


    An alle anderen: Vielen Dank für diese Informationen, die mir helfen, das Ganze besser einzustufen. Wechselt damit auch der zuständige Arzt?

    Ja, der zuständige Arzt wechselt wahrscheinlich, wenn es sich dann um eine andere Station handelt. Handelt es sich um ein anderes Zimmer auf der gleichen Station, dann wechselt der Arzt wahrscheinlich nicht.

    Zitat

    Weiß jemand, ob ich ein Recht habe, in dem Zimmer zu bleiben bzw. welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit ein Wechsel ansteht?

    Zitat

    Wäre eine ganz andere Station.

    Er wird sich auch auf einem anderen Zimmer eingewöhnen, ich sehe da jetzt nicht so wirklich ein Problem.


    Die Zimmerbelegung, wer wo liegt und wer umgeschoben wird, entscheidet die Pflegeleitung meist zusammen mit dem Chefarzt.


    Gründe kann es verschiedene geben, aber ohne Grund wird man nicht in ein anderes Zimmer verlegt.

    Zitat

    Wintersonne1


    Komisch, dass sie dir vor Ort nicht erklären, warum du das Zimmer wechseln sollst. Ich finde das könnte man schon erwarten , damit man es besser einordnen kann

    Das sehe ich auch so; ich kann dir nur empfehlen nachzufragen, welche Gründe es für das Wechseln des Zimmers gibt; ich finde es wichtig, dass man als Patient die Notwendigkeit für einen solchen Wechsel nachvollziehen kann.


    Und ich finde es wünschenswert, wenn wir als Patienten so auftreten, dass die Pflegenden und Ärzte sich eine gewissen Informationshaltung, bzw. wenigstens die Bereitschaft dazu, den Patienten umfassend zu informieren, angewöhnen.


    Die Notwendigkeit eines solchen Wechsels sollte schon nachvollziehbar sein.


    Alles Gute für dich und deinen Sohn, eine schnelle und ganze Heilung wünsche ich ihm.

    In die Reha wo ich war gab es eine gewisse Freiheit aber die Stationen waren nach Indikationen aufgeteilt. Innerhalb diesem 1 Bereich (3 kleine Häuser pro Indikation/Pflegebedarf) könnte man je nach Platz ein Haus aussuchen - über die Belegungsabteilung. Allerdings könnte man nicht in die andere Häuser mit andere Indikationen gehen.


    Auf welche Station man landet, hängt von Indikation und wie viel Pflege man braucht ab. Die Ärzte (wenn ein Umzug intern ist) entscheiden und teilen es die Belegungsabteilung mit. Sie legen dann nach Verfügbarkeit der genauen Zimmer fest.


    Dort wo ich war, war es auch so, dass Leute wenn es ihnen etwas besser gingen, woanders mit weniger Pfleger hinkamen.

    So ..... jetzt habe ich wieder Zeit zum Schreiben. :-DWar sehr viel los. Also seit heute sind wir wieder zuhause. Innerhalb der letzten drei Wochen gab es große Fortschritte. Er kann wieder gut laufen und stehen. Ausdauer ist weg, Kraft auch, aber die Bewegungsprogramme können alle genutzt werden.


    Seit gestern hatte er Fieber, was aber heute zum Mittag wieder weg war. Am Vormittag klagte er darüber, dass er nicht stehen kann und seine Füße wehtun würden. Das ist aber auch wieder weg.


    Als nächsten werden wir ambulant Physiothearpie machen und ggf. noch Ergotherapie. Dann muss nach einem passenden Kindergarten gesucht werden. Das Problem hier ist, dass uns die Reha keine Empfehlung auf einen Inklusionsplatz gegeben hat, unser Sohn aber atuell und in naher Zukunft gar nicht normal behandelt werden kann im Kindergarten. Deshalb wurden wir auch vom alten Kindergarten gebeten, den Platz zu kündigen.


    Ca. 30 km entfernt gibt es einen Kneipp Kindergarten, was ich total gut finde vor dem Hintergrund seiner aktuellen Genesungsphase. Die mache nviele Kneipp Anwendungen. Allerdings können wir nicht über ein Jahr auf einen Platz warten. Waldorf Kindergarten würde uns erst im Mai 2019 aufnehmen. Das ist alles etwas verworren. Weiß jemand, ob man mit einem Inklusionsanspruch schneller zu einem Platz kommen könnte? Die Kinderärztin wäre auch für einen Inklusionsbedarf, weil sie nicht sieht, wie unser Sohn sonst im KITA Alltag zurechtkommen könnte.

    Zitat

    Er kann wieder gut laufen und stehen. Ausdauer ist weg, Kraft auch, aber die Bewegungsprogramme können alle genutzt werden.

    Sehr schön! Wie ist es mit dem Greifen und Halten von Gegenständen, mit der Feinmotorik?

    Zitat

    Das Problem hier ist, dass uns die Reha keine Empfehlung auf einen Inklusionsplatz gegeben hat, unser Sohn aber atuell und in naher Zukunft gar nicht normal behandelt werden kann im Kindergarten. Deshalb wurden wir auch vom alten Kindergarten gebeten, den Platz zu kündigen

    Welche Einschränkungen (außer Kraft und Ausdauer) sprechen denn gegen den weiteren Besuch des (vertrauten) Kindergartens? ":/