Karpaltunnelsyndrom - wie kann ich es lindern?

    Hallo!


    Offensichtlich habe ich ein Karpaltunnelsyndrom - die typischen Beschwerden, die zunehmend schlimmer werden seit einigen Wochen - der Neurologe hat die Nervenleitungen gemessen und das bestätigt. Termin beim Handchirurgen habe ich im Dezember.


    Nun fängt das langsam an, wirklich lästig zu werden ... nicht nur doofes Missempfinden, sondern fiese Schmerzen. Da ich zusäztlich noch Rheuma (Psoriasis Arthritis), auch vor allem in den Händen habe, würde ich sie mir an manchen Tagen am liebsten abhacken ... :-(


    Meine Frage nun:


    Wie kann ich die Zeit bis zum Handchirurgen (der mir hoffentlich helfen wird) überbrücken, wie kann ich mir helfen?


    Kühlen?


    Eine Handschiene trage ich schon - nachts sowieso, und am Tag auch meistens.


    Wer würde mir eine Cortisonspritze geben? Rheumatologe und Neurologen waren eher dagegen.


    Gibt es sonst noch Tricks?


    Abgesehen davon, dass ich mit meinen Händen ja auch irgendwie arbeiten muss, wird das ganze langsam ziemlich quälend! Und natürlich habe ich auch Angst, dass der Nerv Schaden nimmt! Aber was kann ich dazu, wenn die Wartezeiten so lang sind? Als ich beim Handchirurgen nach einem früheren Termin nachfragte (auch schon vor Wochen), da meinte die freundliche Praxismanagerin, wenn es allzu schlimm werden würde, dann müsste ich ins KH in die Notaufnahme. Aber wer geht denn wegen eine KTS in die Ambulanz??? Die lachen einen vermutlich aus .... !?


    Danke für Tipps! @:)

  • 6 Antworten

    Ist das nicht sowas in der Art wie Tennisarm?


    Ich hatte das mal und da ist Ruhigstellung angesagt. Also nicht Schiene, sondern Ruhigstellung wie eingipsen.


    Mit arbeiten und Hand benutzen ist da nichts. Auf keinen Fall greifende Bewegungen machen, so dass die Sehnen sich bewegen.


    Radikal nicht bewegen.

    Hallo Dahliengarten,


    Noch mal vorstellig werden. Denke mal da hilft nur Ruhigstellung mit der Schiene. Bei mir ist es allerdings von alleine weggegangen vielleicht war es bei mit nur die HWS. Das greift schon irgendwie in einander.


    Eine positive Messung hatten sie auch gemacht.


    Gute Besserung *:) @:) :)* :)^

    Hallo! Als Rheumapatient kenne ich jetzt zufällig mehrere Patienten, die wurden am Karpaltunnelsyndrom operiert, ohne dass es ihnen half. Weil in den Armen Deine Nervenleitgeschwindigkeit im EMG als verlangsamt gemessen wurde und Du ja schon bestätigtes Rheuma hast, wäre ich mit einer OP vorsichtig.


    Mit der Kortisonspritze ist das so eine Sache. Nach meiner Erfahrung wird die nur sehr ungern und überängstlich gegeben - von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Ich würde deshalb nicht auf eine Kortisonspritze "drängen", sondern mir einen Rheumatolgen suchen, der bereit ist, sie Dir zu geben um eventuell die OP zu vermeiden. So eine Spritze kann man schon mal zur Vermeidung einer OP einsetzen, um zu sehen, wie Du reagierst. Quasi als Test. Deinem Rheuma hilft sie bestimmt. Ich nehme seit 22 Jahren Kortison. Wenn schon eine Spritze unmöglich ist, könntest Du in der Apotheke Dir eine Hydrokortisonsalbe rezeptfrei kaufen und diese großflächig besonders auf die Innenseite Deiner Unterarme oft einreiben. So zu sagen als Lokaltherapie. Der Apotheker /-in berät Dich gerne.

    Zitat

    Wie kann ich die Zeit bis zum Handchirurgen (der mir hoffentlich helfen wird) überbrücken, wie kann ich mir helfen?

    - Handschiene


    - Krankengymnastik


    - Traktionstechniken zur Erweiterung des Raumes und zur Druckentlastung des Nervus Medianus


    - Elektrotherapie


    - Manuelle Lymphdrainage zur Abschwellung des Gewebes


    - Kinesiotaping

    Danke für eure Antworten!


    Ich kann gerade nicht so gut schreiben wegen Handschiene :=o

    @ Conan:

    Nein, ein "Tennisarm" ist meines Wissens was anderes, da sind die Sehnen entzündet. Beim KTS ist es der Medianus-Nerv, der gereizt wird, wenn der Karpaltunnel, durch den er die Finger erreicht, zu eng wird.

    @ Wildkater:

    Ich dachte, das wäre der Witz an der Nervenleitungsmessung - dass man also weiß, dass die Nerven bis kurz vors Handgelenk eben normal leiten und nach dem Karpaltunnel nicht mehr!?!? Wie kann das dann von der HWS kommen? Darauf wurde ich schon öfters angesprochen. Oder vom Ellenbogen, den ich mir vor ein paar Monaten gebrochen habe (Radiusköpfchen, problemlos verheilt)?

    @ onodisep:

    Tja, das habe ich auch schon gehört - dass es eben mit Rheuma nicht so einfach wäre zu operieren. Mein alter Rheumatologe hat mir vor 2 Jahren in den linken Karpaltunnel Cortison gespritzt, das hat eigentlich auch ganz gut geholfen ... mein jetziger Rheumatologe lehnt das ab, findet aber eine OP eher problemlos. Naja, ich werde mit dem Handchirurgen alles durchsprechen müssen. Danke für den Tipp mit der Hydrocortisonsalbe - ich habe sogar noch eine Tube Ebenol da - das wäre ja der Knaller, wenn das helfen würde ...!

    @ Hyperion:

    Danke für die Tipps - Handschiene habe ich schon an - um den Rest werde ich mich mal kümmern.

    Ich klink mich mal ein, weil bei mir auch evt. ein KTS besteht.


    Die Messung hat folgende Werte ergeben


    Nervus medianus rechts: distalmotorische Latenz 4,6 ms, NLG 53 m/s,


    Nervus ulnaris rechts: distalmotorische Latenz 3,6 ms


    Nervus medinaus links: distalmotorische Latenz 3,9 ms


    Beim Test mit dem Hammer hat's links stark elektrisiert, recht überhaupt nicht.


    Schmerzen hab ich nur rechts, an der Stelle, wo der Nerv liegt (stechen und brennen) und der Daumenballen tut mir auch weh und er ist auch deutl. dünner, als auf der anderen Seite.


    Mir wurd an der Stelle, wo in etwa der Nervus medianus liegt, Mitte Oktober ein Neurom entfernt.


    Trotzdem bestehen weiterhin diese Schmerzen.


    Kann mir jemand sagen, ob ich nach diesen Werten, Symptomen das KTS habe?


    Die Finger kribbeln nur bei bestimmten Tätigkeiten, wie z. B. längere Zeit häkeln (da ist's nur der Daumen) und beim rudern, da sind's dann Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger.