Ich meinte damit auch nicht dass es dich hier in dieser Situation beeinträchtigen würde....aber es ist leichter sich von Jemandem ein Bild zu machen wenn man mehr weiss! *:)


    Mir sind auch miese Sachen passiert, von versuchter Vergewaltigung, Mobbing, prügelnder Vater bis zum Suizid meines Freundes mit knapp 17.


    Aber ich bin halt der Typ Mensch der dann sagt "Na jetzt erst recht!"


    Mir hat die Vergangenheit sogar geholfen als die Sache mit den Buben relevant wurde....denn sie hatte mir bewiesen dass es weitergeht...und vor Allem wie viel Einfluss ich auf dieses "Weitergehen" nehmen kann indem ich mich eben nicht unterkriegen lasse!


    :)* :)* :)*

    Ich weiß langsam wirklich nicht mehr, wie ich das Familienleben noch zusammenhalten soll. Mein Mann entzieht sich dem komplett. Und ust er so wie am Wochenende dabei, hat er die mieseste Laune überhaupt.


    Er hat kein Verständnis dafür, wie es mir geht. Kein Verständnis dafür, dass ich auch mal eine Auszeit brauche oder eben mal auch etwas Schlaf. Von allen Seiten erhalte ich so viel Verständnis. Nur von ihm nicht. Vielleicht fühle ich mich auch nur so. Aber gerade fühle ich mich in dem ganzen gefangen und ziemlich alleine.

    Und ein moderiertes Gespräch wäre gar keine Alternative? Oder kannst du Hilfe von Freunden/Bekannten/Verwandten zu dir nach Hause bekommen damit du nicht so auf ihn angewiesen bist? Ich würde da nichts übers Knie brechen, erstmal eines nach dem anderen sortieren, aber du brauchst Entlastung und wenn er dir gerade nicht liefern kann, dann muss Ersatz ran.

    Die Hilfen sind gerade ja in der Bearbeitung. Aber ich verstehe nicht, warum gerade er mir gegenüber solche Zweifel hat. Er vertraut mir nicht und fordert gleichhzeitig aber, dass ich meinen Job mache und mich 24/7 den Kindern widme, alleine. Sein Job ist ja ein anderer.


    Er kommt am Freitag nicht mit. Bei so einem wichtigen Termin.

    Krisen kehren Seiten an Mensch zu Tage, die man bis dahin nicht kannte. Das Eheversprechen "in guten wie in schlechten Tagen" ist eine hohle Phrase, niemand weiss, wie man in schlechten Tagen so drauf ist. Wie viele Ehen werden geschieden, weil es nicht passt... In schönen Zeiten zusammen zu stehen ist so einfach.


    Dein Mann ist der Situation ganz offenbar nicht gewachsen und er versucht sich in der einfachsten aller Methoden: der Verdrängung des Problems. Das heisst, dass Du und Dein Kind auf Euch allein gestellt seid. Ich glaube, da kann man keine Ratschläge geben, das ist einfach nur ganz grosser Mist. :°(


    :°_

    Ihr wärt nicht das erste Paar, dass durch die Behinderung eines Kindes (die ja noch gar nicht feststeht) in eine Krise gerät. Das ist ganz, ganz häufig. Und leider ist es dann am ehesten so, dass sich die Männer vom Acker machen und die Frauen alleine dastehen mit dem behinderten Kind. :-/

    Ich stimme Ralph da zum großen Teil zu.


    Jeder Mensch ist begrenzt belastbar, im Grunde nur soweit, wie man in der Lage ist, für sich selbst da zu sein und was man sich selbst auch geben kann, um einigermaßen zu funktionieren in der Gesellschaft, was immer davon abhängt, wie man finanziell und geistig seelisch dasteht. Und so wie man für sich selbst da sein kann, so kann man auch für andere da sein. Alles, was dann darüber hinausgeht, das ist wie ein schwarzes Loch. Die meisten umgehen es am liebsten und tun so, als sei es nicht da, weil sie schlichtweg nicht wissen, wie sie es anders machen können. Es fehlen einem die nötigen Ressourcen, ob geistig/seelisch oder finanziell usw. Die beste Möglichkeit ist dann eine Vermeidungstaktik und Ignoranz, weil es einem sonst schlecht geht. Man kann hier einfach nicht über seinen Schatten springen, erst einmal.


    In einer Partnerschaft stößt man öfters an die Grenzen des anderen, gerade in Situationen, wo es dann hart auf hart kommt. Ich kenne einige Ehen, bei denen das der Fall gewesen ist und manch einer fragt sich dann, wen er da zum Partner hat. Ich glaube es ist am Besten denjenigen erst einmal zu lassen und das Nötigste selbst zu machen und sich von außerhalb Hilfe zu holen. Auch ich habe schon einige Situationen gehabt, wo mein Partner einfach nicht mitgehen konnte und wo einfach kein Verständnis möglich gewesen ist, weil er eine ganz andere Strategie gehabt hat, um damit umzugehen. Das Verständnis hat sich dann meist erst später nach einigen Monaten eingestellt, ist ein Lernprozess auf beiden Seiten gewesen.


    Holliwood, ich habe vor einigen Tagen deinen alten Thread fast ganz gelesen. Ich weiß z.B. das geistig-seelische Gefühle (Traumatas) vererbbar sein können. Dazu gibt es mehrere Ansätze und entsprechende Studien.


    http://www.hr-online.de/website/specials/wissen/index.jsp?rubrik=68539&key=standard_document_54129123


    Wenn in deinem alten Thread steht, dass du nichts mehr hast fühlen können und auch wollen, weil der Schmerz unerträglich gewesen ist, du die Nähe deines Peinigers nicht hast ertragen können und du dich innerlich komplett von der Außenwelt hast aussperren können, weil sie dich ohnehin im Stich gelassen haben, dann sind das starke Gefühle und sie können, müssen aber nicht vererbt werden. :)_


    Je nachdem, was bei der Untersuchung am Freitag herauskommt, vielleicht kannst du hier jemanden finden, der auch in dieser Richtung helfen kann.


    Ich habe in meinem Bekanntenkreis selbst eine solche solche Vererbbarkeit von Gefühlen einmal mitbekommen und zwar von einem jungen Mann, der sein eigenes Leben nicht hat leben können, der, als er aus dem Schoße der Familie entlassen und selbstständig hat leben sollen, plötzlich panische Ängste aus heiterem Himmel bekommen hat, die sich irgendwann körperlich in einer von Fachärzten diagnostizierten Polyarthritis und Polyneuropathie gezeigt hat, mit einigen Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Der Mann hat dann über Jahre selbst geforscht und auch seine Familiengeschichte aufgearbeitet. Er ist wieder gesund geworden. Der Vater des jungen Mannes, hat selbst seelischen Missbrauch erfahren, über die Machtansprüche seines Vaters. Er hat in Nachkriegszeiten funktionieren müssen und hat unter Todesangst, die Familie versorgen müssen. Da hieß es friss oder stirb. Unter Gewalt hat er dann funktioniert, innerlich ist er aber auf der Strecke geblieben. Er ist noch sehr jung gewesen. Das Traumata daraus, hat der Enkelsohn dann auch gehabt, als er für sich selbst sorgen wollte und er im Berufsleben, den Machtansprüchen anderer ausgesetzt war. Die Angst vor den Mitmenschen und die Angst sich nicht selbst versorgen zu können, waren lange Zeit seine Begleiter.

    Liebe HolliWood, du tust mir so leid. Es ist das Schlimmste, was einem Ehepartner widerfahren kann, dass der andere Ehepartner in so einer Situation nicht hinter einem steht. Da gibt es auch keine Entschuldigung für.


    Welchen Stanspunkt vertreten seine Eltern, seine Familie? Könnte seine Familie Einfluss auf ihn nehmen?


    Alles Liebe....

    Natürlich seht ihr nur meine Sichtweise. Ich möchte ja auch garnicht, dass mich jemand bemitleidet oder Partei ergreift. Ich will, dass es funktioniert. Ich möchte unsere Partnerschaft zurück, wo uns jeder drum beneidet hat. Diese Symbiose, die Rücksichtnahme und die Gleichberechtigung. Wir wollten eine Familie gründen. Und nun schaffen wir es den Tag über kaum miteinander zu reden jnd wenn, kommt nur Nonsens dabei raus.

    Holliwood


    Ich verstehe dich und wäre wohl ziemlich irritiert bei dieser seltsamen Mischung aus Überforderung in dem er dir alles überlässt, aber der ständigen Kritik und dem Misstrauen. Diese Ambivalenz zeigt dir zwar ziemlich deutlich das es eher um ein Problem seinerseits geht, aber das hilft dir ja gerade auch nicht.


    So wie es gerade läuft bist du am Ende gerade immer die Dumme.


    Wie laufen eure Gespräche denn ab? Also werden mehr Fragen gestellt oder mehr Forderungen oder mehr von eigenen Gefühlen gesprochen?

    Es sind eigentlich am häufigsten die Forderungen. Der Haushalt ist nicht ok, die Wäsche, das Essen, usw usw. Wir haben ab Montag dann jetzt eine Haushaltshilfe, die mir unter die Arme greift. Ich fühle mich zwar schlecht dabei, aber anders geht es ja anscheinend nicht mehr.


    Mein Sohn kam gestern verletzt und vollkommen eingekotet aus dem Kindergarten nach Hause. Ich habe daraufhin gefragt, ob es denn keinem aufgefallen sei, zumal er ja eigentlich mehr Aufsicht benötigt, als andere Kinder. Ne, man hätte nichts gesehen. Er war so konfus, dass ich ihn erst mit nach Hause genommen habe jnd dann erst gesehen habe, dass der kot schon etwas älter war. Man hat ihn einfach blutend und im eigenen dreck im Sandkasten sitzen lassen. Daraufhin bleibt er ab jetzt direkt zuhause. Das ist unmöglich, was da noch auf die letzten Tage läuft!

    :-o >:( Nein, das ist absolut nicht in Ordnung, deinen Sohn so zu behandeln. Ich kann verstehen, dass du ihn dem nicht mehr aussetzen willst. Wie geht's ihm denn?


    Haushaltshilfe ist gut, damit hast du wenigstens ein bisschen weniger Belastung.


    Wie lang müsst ihr noch durchhalten, bis ihr mehr erfahrt?