Dir ist aber derzeit nicht geholfen. Egal ob er die Wäsche wäscht oder sonst was. Sich eine (!) Nacht mal um die Kinder kümmern kann nicht zu viel verlangt sein.


    Pack deinen Kram, warte bis er von der Arbeit kommt und verschwinde bis morgen zu einer Freundin. Schlaf dich aus. Wenn du zusammen brichst und selbst in der Klinik landest, kannst du dich auch nicht um die Kids kümmern. Und zwar für länger.

    Ich finde es jetzt nicht so verwerflich, wenn in manchen Familien die Betreuung der Kinder nicht 1:1 aufgeteilt wird. Ich finde, da muss jede Familie die für sie optimalen Strukturen finden. Dann passt es auch für alle.


    Blöd ist es natürlich jetzt wo ein Kind krank ist und die Mutter entlastet werden muss. Aber auch da muss eine individuelle Möglichkeit gewählt werden. In Hollis Fall würde ich eher zu Hilfe von außen raten. Also Haushaltshilfe, Kinderbetreuung, etc…


    Dieses "der Mann muss aber, du musst ihn dann zwingen" funktioniert eben nicht immer und ist auch nicht unbedingt die optimalste Lösung.


    Bei uns würde das auch nicht funktionieren, vor allem auch deshalb nicht, weil mein Mann dann seinen Job aufgeben müsste.

    Das verlange ich ja auch nicht von ihm. Ich werde mir wohl wirklich Hilfe von außen suchen. Ich werde aber auch alles etwas überdenken müssen.


    Ich gehe zum Arzt, weil es mir nicht gut geht und er fragt nichtmal, ob alles ok ist. dann sage ich, dass der Arzt sagt, ich müsste mehr Ruhe haben, da kommt von ihm "na das ist aber eine Erkenntnis"

    Ich sehe das genauso wie kleine Hexe.


    Meine Bekannte hat auch zwei Kinder, Zwillinge. Am Anfang hat sie sich meist um die Kinder gekümmert. Der Mann hat einen stressigen Job und er hat auch keinen richtigen Zugang zu ihnen gehabt, erst als sie älter gewesen sind, also eher in die Schule gegangen sind. Er hat die Kinder gemocht und auch mal gerne mit ihnen gespielt, wenn die Zeit es erlaubt hat, aber mehr war nicht drin gewesen. Das war kein Grund die Beziehung in Frage zu stellen. Das eine Kind war schwierig, fast cholerisch in seinem Ausdruck, während das andere ruhiger war. Und doch hat meine Bekannte die Situation gemeistert und alle Hürden fast alleine genommen. Dafür hat der Mann dann andere Sachen gemacht, die meine Bekannte nicht gerne gemacht hat.


    Die Lebensgestaltung ist individuell und ich würde mir in dieser Konstellation auch von außerhalb Hilfe nehmen.

    Diese Kälte deines Mannes dir gegenüber finde ich ziemlich erschreckend. :-X Aber ich denke das ist momentan einfach eine Sackgasse. Von ihm ist keine Hilfe zu erwarten und es lohnt sich nicht darauf Kraft zu verwenden.


    Die Hilfe muss von außen kommen. Jugendamt, Caritas, Krankenkasse, Klinik, irgendjemand.

    Ich verstehe seine Kälte auch nicht. Ich hab eben versucht zu schlafen. Meine Kinder sind schon früh müde gewesen und ich hab die hingelegt. Mein großer ist nach einer halben Stunde wieder aufgewacht, weil er sich erschrocken hat und ist nun hellwach

    Hallo Holli,


    ich bin schon lange in diesem Forum und kenne deshalb auch deinen Faden, den du vor mehreren Jahren über deine Kindheit schriebst.


    Da ist es nur natürlich, daß du jetzt, als Erwachsene, deine eigene aber glückliche Familie haben möchtest.


    Wahrscheinlich stehst du auch deshalb immer hinter deinem Mann, auch wenn er nicht richtig handelt. Du scheinst sehr harmoniebedürftig sein.


    Dein Mann arbeitet die ganze Woche hart und ist müde. Vielleicht denkt er auch, das bischen Haushalt, was du zu machen hättest, wäre nicht viel und du würdest übertreiben. Er sieht die Kinder ja nur kurz und bekommt somit wenig von der Erkrankung deines Sohnes mit.


    Außerdem, die ständigen Computerspiele machen abhängig, er entwickelt uU eine Sucht.


    Ich weiß nicht, ob du momentan mit viel Hilfe von deinem Mann rechnen kannst.


    Ich kenne mich mit dem deutschen Krankensystem nicht aus. Du musst da raus.


    Hier hat doch jemand gesagt, bei Pro Familia beraten lassen. Vielleicht gibt es Hilfen über das Sozialamt? Ich weiß es echt nicht, welches Amt dafür zuständig ist erledige es gleich morgen und laß dich diesmal nicht vertrösten.


    Lg

    Zitat

    sagt er das so?


    die Fragezeichen sind berechtigt.... nein er hat nicht mehr Recht Schlaf zu bekommen als du, du braauchst genauso Schlaf um deine Aufgaben meistern zu können.


    Aber weist du an der Stelle: er fragt nicht mal, wie es beim arzt war.. das gibt es oft...man sollt aber nicht darauf warten, da bestätigt sich man immer nur selbst negativ.


    Habe das mal mit einem guten Freund besprochen und der sagte: nee, wäre mir zu kompliziert, wenn meine Frau mir etwas erzählen will, soll sie es doch einfach tun. Männer sind da manchmal anders gestrickt ;-)

    Dass dein Mann Schlaf braucht, damit er für die Arbeit fit ist - ok. Aber man braucht auch Schlaf für den Alltag mit zwei Kindern, selbst wenn sie gesund, unproblematisch und unauffällig sind. Also hast du erst recht ein Anrecht auf Schlaf. Viele Eltern müssen sich da eine Aufteilung überlegen, aber die Variante "mir doch egal, schau, wie du zurecht kommst" ist nicht ok.


    Ich drück dich nochmal :°_:)* :)* :)*