Zitat

    Du warst in den letzten paar Jahren offenbar nie auf Taufen, Hochzeiten und anderen Events, auf denen sich oft auch Menschen mit kleinen Kindern herumtreiben, hm?

    Glaubst Du? Ich habe 15 Nichten und Neffen sowie zwei Großnichten. Und natürlich treiben sich auf unseren Familienfesten, Nachbarschaftsfesten und Treffen bei Freunden jede Menge Kinder herum. Aber nicht eines der Vorschulkinder besitzt ein Smartphone. Sind sie beisammen, spielen sie genauso wie wir früher. Möglicherweise liegt dies an den Eltern bzw. daran, dass wir in einem kleinen Tiroler Nest leben, wo es für Kinder noch jede Menge gefahrlosen "Auslauf" und natürliche Abenteuerspielplätze gibt. Dies heißt aber keineswegs, dass man hier hinter dem Mond lebt (wie Du das oben offenbar andeuten wolltest).


    Vor zwei Monaten hatten wir allerdings Feriengäste aus dem Ruhrpott, deren knapp vier Jahre alter, deutlich übergewichtiger Sohn schon ein eigenes Tablet besaß, mit dem er auch während des Urlaubs fast pausenlos beschäftigt war. Der Bub ging kaum raus, knüpfte keine Kontakte mit den vielen Gleichaltrigen in der Nachbarschaft und war auch ansonsten kaum zu Aktivitäten zu bewegen. Für die Eltern war der Junge pflegeleicht, da ja den größten Teil des Tages intensiv mit seinem Tablet beschäftigt. So etwas finde ich in der Tat besorgniserregend.

    @ Monsti

    :)^


    Ich sehe es genau so.


    Leider scheinen manche Eltern regelrecht stolz darauf zu sein, dass ihr Kleinkind bereits ein Smartphone/Tablet bedienen kann. So als sei dies eine besondere Leistung - ist es aber nicht. Vielmehr eine traurige Entwicklung unserer Gesellschaft, die ohne multimediale Unterhaltung kaum noch leben kann.

    Da ich ja geschrieben habe , dass meine Lütte ganz wunderbar das Smartphone bedient, hier die Ergänzung:


    Es liegt auf dem Tisch, ich bin nicht im Raum. Ich wundere mich über die verdächtige Stille, gehe gucken: Sie hat es sich geangelt, sitzt damit auf dem Sofa und ich beobachte heimlich, wie sie es bedient und staune über die Zielstrebigkeit und den Erfolg ihrer Wischbewegungen


    Die Große (5) darf damit manchmal Fotos machen und hat irgendwelche extra Einstellungen gefunden, die mir völlig fremd waren. Das hat sich ihr einfach so erschossen.


    Das Kinder damit umgehen können heißt also noch lange nicht, dass sie es ständig tun bzw. Zur freien Verfügung haben.


    Das steht hier überhaupt nicht zur Debatte.


    Aber genug OT!


    IN Hollis Situation finde ich es völlig legitim das Tablet zur Bespaßung einzusetzen. Und mich darüber zu freuen, das der Junge das kann!


    Vielleicht bietet hier das Medium sogar eine Möglichkeit zur Kommunikation.

    ich bin da weder stolz drauf, noch nutzt er es oft. Aber, wenn er mal absolut nicht zur Ruhe kommt und mehr als 12 Stunden nur rumwuselt, dann darf er mal für eine halbe Stunde da dran sitzen und sich ein Video anschauen. Bei ihm gibt es nicht viel, dass ihn beruhigt. Dass Kinder da dauerhaft und vorsitzen oder gar selbst besitzen, finde ich auch nicht gut.

    Holiwood, lass dich doch nicht verunsichern. Ich glaube nicht, dass von den Supermüttern wirklich jemand begreift, was du mit einem behinderten Kind durchmachst, das nicht wirklich auf Ansprache reagiert. Sein Leben verläuft total anders als das anderer Kinder. Und natürlich sind dann solch kleinen Tricks erlaubt und sogar sinnvoll.

    Ich finde die Debatte, ob ein Kind ein Tablet bedienen darf, hier an dieser Stelle ehrlich gesagt völlig unangebracht. Wir diskutieren hier seitenlang darüber wie Holi zu mehr Schlaf kommen könnte, um ihren mehr als stressigen Alltag zu wuppen. Ich glaube nicht, dass sich die meisten hier überhaupt vorstellen können, was es bedeutet, an Holis Stelle zu sein. Oder wer von euch steht jede Nacht um 3 oder 4 Uhr auf und rennt ohne Pause einem Kind hinterher, das nicht mal versteht, was es darf und was nicht?


    Ich bin auch kein Fan von Tablets für Kinder. Aber ganz ehrlich finde ich es an dieser Stelle sogar sehr angebracht. Denn damit kann man zwei Fliegen gleichzeitig erledigen: Zum einen findet die Mutter noch etwas Schlaf, zum Anderen wird das Kind nicht so aufgedreht und weckt damit nicht auch noch den kleinen Bruder.

    Holi, du brauchst dich wegen des Tablets nicht zu rechtfertigen. Wie heißt es doch: der Zweck heiligt die Mittel!


    Als mein jüngerer Sohn geboren wurde, war der ältere gerade 3 und kam überhaupt nicht auf die Idee, sich mal 20 Minuten zu beschäftigen, während ich den kleinen gestillt habe. Er hat gerade dann Dummheiten angestellt, denn Mama war ja gerade beschäftigt. Ich habe alles versucht, ihn dazu zu setzen, was vorlesen, aber auch Erklärungen, dass das Baby Hunger hat und ich dann aber gleich mit ihm weiter spiele.


    Funktioniert hat genau gar nichts davon.


    Außer TV schauen. "Thomas, die kleine Lokomotive" und "Bob der Baumeister".


    Also habe ich ihn zu den meisten Stillzeiten einfach schauen lassen. War am wenigsten Stress für uns alle und der kleine konnte endlich in Ruhe trinken.


    Und der große ist weder übergewichtig noch TV süchtig geworden.


    Das beschränkt sich doch auch nur auf eine relativ kurze Zeit, aber genau diese Zeit brauchen alle Beteiligten manchmal einfach!


    Also, mach das , was euch allen in dem Moment hilft, und zwar ohne schlechtes Gewissen!

    ms92

    Ich wollte Holli ganz bestimmt nicht verunsichern, sondern lediglich auf gewisse Auswüchse hinweisen, die diese Medien leider mit sich bringen. Eine dieser "Supermütter" bin ich garantiert nicht, denn ich habe keine Kinder. Allerdings bin ich mit einem wesentlich jüngeren, mental schwer behindertem Bruder aufgewachsen. Insofern weiß ich sehr wohl um die Belastungen, die damit einhergehen - nicht nur für die Eltern, sondern für die gesamte Familie.

    Seit halb vier sind wir in diesem Haus schon wach.


    Aber, da ich ja fast nur von den schlechten Sachen erzähle, wollte ich euch auch mal ein schönes Erlebnis berichten.


    Gestern wollte ich meinen Sohn anziehen, der das nicht ganz so toll findet. Als ich ihm die Hose hochgezogen habe, kam er gaaaaaanz nah, ganz vorsichtig, spitzte seine Lippen und gab mir ganz langsam ein kleines Küsschen auf die Nase. Danach rumpelte er wie immer mit einem lauten "tatütata" davon. Aber dieses kleine Küsschen war Gold wert! x:)

    Das ist schön, hier auch mal was positives zu lesen!


    So kleine, liebe Gesten vom Kind können so viel aufwiegen von dem, was sonst eher anstrengend ist.


    Ich freue mich für dich, dass du diese kleine Geste von deinem Sohn so sehr genossen hast und hoffe, dass es so etwas immer mal zwischendurch gibt, das gibt einem unglaublich viel Kraft für den Alltag!


    Liebe Grüße!

    Seit einigen Tagen lassen wir nun sein Melatonin ausschleichen, um zu sehen, ob es noch wirkt und ob er ohne dem Medikament noch schlechter schläft. Das tut er leider. Wir versuchen das eine Woche auszuhalten um zu gucken, wie es sich verhält.


    Seit gestern schlafe ich nun bei ihm im Zimmer, damit wir etwas mehr ruhe bekommen. geplant ist, dass mein Mann heute Nacht bei ihm schläft, damit ich mal eine Nacht in Ruhe habe. Drückt mir die Daumen ^^

    Zitat

    Seit einigen Tagen lassen wir nun sein Melatonin ausschleichen, um zu sehen, ob es noch wirkt und ob er ohne dem Medikament noch schlechter schläft.

    Ist das so mit dem betreuenden Arzt abgesprochen?