...Und wer sind die User, die beurteilen können/dürfen, was sie im RL unternommen und/oder verändert hat, welche Ratschläge sie umgesetzt hat und welche nicht bzw. welche Schwierigkeiten dabei bestehen, ganz zu schweigen davon, was das "Richtige", und was "sich-im Kreis-Drehen" in ihrer Situation sind, und wie die Situation wirklich ist?


    Wiederum zeigt man sich mitunter sehr verständig, wenn ein User nach zig Jahren mit seiner psychischen Erkrankung und/oder Persönlichkeitsstörung sich immer noch im Kreis dreht und jedwede Hilfe ablehnt, sich ausschließlich im Forum auskotzt, und dieses Verhalten mit der inhärenten Natur der Erkrankung/Störung mglw. noch entschuldigt....Da wird m.E. mit zwei Maß gemessen.


    Ich gestehe, ich sehe die Sache vielleicht ein wenig durch andere Augen, weil ich mich selbst seit Jahren in einer Ausnahmesituation befinde (bedingt durch schwere, progressive, kaum behandelbare Erkrankungen mit zahlreichen Fehldiagnosen und körperlichen wie seelischen Misshandlungen) und ich mir in dieser Zeit immer wieder anhören konnte, was ich in meiner Situation angeblich besser machen könne/solle, was die Gründe für meine Schwierigkeiten mit den deutschen Ärzten und der Diagnosefindung sowie für die Unmöglichkeit adäquate Betreuung oder gar Hilfe zu erhalten seien - und zwar von Menschen, die selbst bisher eher auf der Sonnenseite des Lebens standen, zumindest nie eine echte Krise und schon gar nicht eine permanente Ausnahmesituation haben erleben müssen, aber meinen, Sie hätten das Recht und das Vermögen meine Situation beurteilen zu können, weil sie irgendwelche relativen Lappalien hatten.


    Sofern man nicht einmal ansatzweise in solch einer Situation wie der meinigen oder der von Holly war, der kann zwar gerne versuchen Rat zu geben, aber er sollte sich darüber bewusst sein, dass er weder die Situation noch den Betroffenen kennt noch Selbiges auch nur ansatzweise einschätzen und nachvollziehen kann, und sich dementsprechend verhalten. Er kann allenfalls etwas dazu sagen, wie er sich seiner Meinung nach in dieser Situation verhalten würde, wäre er selbst betroffen, wobei er diese Aussage aus seiner Komfortzone heraus tätigt. Dass man dies bedenkt, ist auch eine Frage des Respekts gegenüber dem Betroffenen, und in diesen Situationen ist Zuhören manchmal das Einzige und das Beste, was ein Außenstehender tun kann.


    Wenn man sich als Außenstehender dem jedoch völlig konträr verhält, dann kann ich nicht umhin zu denken, dass es einem nicht um einen Versuch des Verstehens und der Hilfestellung geht, sondern um eine (freilich unbewusste) Verteidigung des eigenen Weltbildes, damit die eigene kleine Welt heil bleibt, und man sich einreden kann (wie die moderne westliche Gesellschaft auch gerne proklamiert), dass man in absolut jeder erdenklichen Situation im Leben eine bestmögliche Lösung, einen gangbaren Weg finden kann, wenn man nur an sich selbst arbeitet. Sprich: dass man in jeder erdenklichen Situation immer noch eine Rest-Kontrolle über das eigene Leben behalten kann. Wer einmal in einer wirklichen Ausnahmesituation war und wirklich gekämpft hat, der wird wissen, dass das ein Irrtum ist. Eine Illusion, derer sich die anderen nur allzu gerne verschreiben, erfüllt es doch den Wunsch nach Sicherheit.

    edit: Und wer sind die User, DASS sie beurteilen können/dürfen, was sie im RL unternommen und/oder verändert hat, welche Ratschläge sie umgesetzt hat und welche nicht bzw. welche Schwierigkeiten dabei bestehen, ganz zu schweigen davon, was das "Richtige", und was "sich-im Kreis-Drehen" in ihrer Situation sind, und wie die Situation wirklich ist?

    Ich finde die Moderatorenentscheidung nicht gut und auch nicht nachvollziehbar. Warum sollte das Forum nicht auch eine Plattform für Probleme sein, die jemand über Jahre umtreibt? Es kann doch von außen keiner beurteilen, auch keiner vom Moderatorenteam, ob es ihr hilft oder nicht. Wer weiß, was wäre, wenn es das Forum nicht gegeben hätte. Manche Probleme sind nun mal langwierig und das Herumkreisen, Rückschritte, kleine Fortschritte, sind sogar sehr typisch. Ich empfinde diese Entscheidung erzieherisch und anmaßend.

    Zitat

    Warum sollte das Forum nicht auch eine Plattform für Probleme sein, die jemand über Jahre umtreibt?

    Vor allem angesichts der Tatsache, dass es hier durchaus den ein oder anderen gibt, der sich sogar mit Ansage so im Kreis dreht, über Jahre.

    Niemand will hier irgendwem etwas vorschreiben.


    Doch wir vom Forum entscheiden im Einzelfall so, wie wir es hier getan haben. Nach sehr langer Überlegung.


    Monika65


    Das hat überhaupt nichts mit "erzieherisch" oder "anmaßend" zu tun, sondern mit den Grenzen, die wir uns als Forum setzen. Mit den Grenzen, die wir hier als Forum haben. Das habe ich nun die letzten Tage schon mehrfach bezüglich Holiwoods Situation ausgeführt, in diesem, wie auch dem anderen Faden.


    Wir wollen hier eine bestimmte Plattform bieten, im Grundsatz "Hilfe zur Selbsthilfe - von Laien für Laien".


    Du schreibst:

    Zitat

    Manche Probleme sind nun mal langwierig und das Herumkreisen, Rückschritte, kleine Fortschritte, sind sogar sehr typisch. Ich empfinde diese Entscheidung erzieherisch und anmaßend.

    Ja. Manche Probleme sind so langwierig usw... wie Du sagst. Aber hast Du ihre gesamten Fäden gelesen? Auch unter ihren anderen, vorherigen Nicks, die ja recht offen liegen? Hast Du damit Stunden verbracht diese zu recherchieren? Kennst Du das gesamte Ausmaß ihrer Anwesenheit hier? Das Ganze was uns veranlasst hat zu diesem Schritt?


    Ich wiederhole, bzw. zitiere mich selbst:

    Zitat

    Das kommt dem gleich, dass wir Dir nicht verhelfen (positiv) weiterzukommen, sondern damit dazu verhelfen in der Situation zu verharren.

    Wir setzen (und haben!) unsere Grenze(n) genauso wie es auch ein Mensch aus dem RL tun würde - nicht zuletzt auch irgendwann ein Therapeut (wobei wir ja auch diesen Anspruch nicht erheben).


    Pelztier


    Was Deine Ausführungen angeht: Sie gehen viel, viel weiter als das um was es bei unserer Entscheidung (und auch der Entscheidung so mancher User hier) geht. Ebenso sehr viel weiter als das, was dieses Forum bieten kann.


    Wir sind kein professionelles Therapieforum, haben auch niemals den Anspruch dahingehend erhoben, weder wir als Forum an sich, noch die User die hier schreiben - doch das ist es, was Du hier offenbar erwartest ":/, anders kann ich das nicht interpretieren.


    Das hier ist kein Therapieforum, kein Forum welches professionelles Verhalten von wem auch immer erwartet oder gar verlangt. Doch genau deswegen sind wir uns unserer Grenzen auch bewußt.

    akaf

    Zitat

    werden diese ganzen Magersuchtsfäden, in denen sich hier über Jahre öffentlich totgehungert wird, inzwischen auch konsequent geschlossen? Das wäre mal eine wirklich sinnvolle Aktion!

    Die, von denen wir Kenntnis haben und/oder gelangen: Eindeutig, Ja!

    Zitat

    Wir sind kein professionelles Therapieforum, haben auch niemals den Anspruch dahingehend erhoben, weder wir als Forum an sich, noch die User die hier schreiben - doch das ist es, was Du hier offenbar erwartest ":/, anders kann ich das nicht interpretieren.


    Das hier ist kein Therapieforum, kein Forum welches professionelles Verhalten von wem auch immer erwartet oder gar verlangt. Doch genau deswegen sind wir uns unserer Grenzen auch bewußt.

    Dann hast du mich völlig falsch verstanden, um nicht zu sagen: du hast das Gegenteil von dem verstanden, was ich auszudrücken versucht habe (und seltsamerweise scheinen das andere User richtig verstanden zu haben). Aber um es noch einmal ganz klar zu sagen: Ein Forum kann niemals Therapie(ersatz) sein, und das zu verlangen wäre komplett widersinnig. Das habe ich auch mit keinem Wort gemeint; gegenüber einer Therapie von außen bin ich persönlich sowieso sehr kritisch eingestellt.


    Was ich hier in meinen vorigen Beiträgen angeprangert habe, ist etwas, was mir schon oft in der heutigen Gesellschaft im Umgang mit jenen, die in einer anderen, für die Mehrheit der Menschen in der modernen westlichen Gesellschaft offensichtlich nicht mehr existenten oder zumindest ihnen völlig fremd gewordenen Realität (=permanente Ausnahmesituation) leben müssen, aufgefallen und/oder selbst begegnet ist. Der Umgang hier mit Holly ist nur ein weiteres Beispiel dafür. Dieser hat meiner Meinung nach nichts zu tun mit dem notwendigen und sinnvollen Anerkennen und Ziehen von persönlichen Grenzen zu tun, sondern ist imho gerade Ausdruck des Gegenteils davon, nämlich einer Überschreitung der eigenen Grenzen und Kompetenzen sowie der Grenzen des anderen im Sinne einer Projektion der eigenen, aus einer Komfortzone erwachsenen Vorstellungen und des entsprechenden Weltbildes auf die Realität des Betroffenen. Die Realität des Betroffenen ist aber nie die Welt des Außenstehenden, und kann es auch niemals mehr werden. Dieser Tatsache gilt es Rechnung zu tragen, und das passiert ganz gewiss nicht, wenn man den Betroffenen (vermeintlich) "erzieherische" Maßnahmen angedeihen lässt. Hier stellt man sich in eine Position, die einem nicht zusteht, und überschreitet sämtliche Grenzen. Der Betroffene braucht weder Mitleid noch Belehrungen, sondern vor allem Verständnis und Respekt. Andere Meinungen und Ratschläge sind durchaus willkommen, aber nur, wenn sie nicht belehrend und respektlos sind, den Betroffenen nicht in eine Rechtfertigungsposition drängen und keinen Alleinigkeitsanspruch haben, sowie immer im Bewusstsein getätigt werden, dass man sich, so sehr man sich auch bemühen mag, letztlich nicht in die Situation des Betroffenen hineinversetzen kann, sofern man nicht selbst zumindest in einer annähernd ähnlichen Ausnahmesituation gewesen ist. Man kann sich allenfalls, wie bereits geschrieben, vorstellen, was man an der Stelle des Betroffenen in der Situation tun würde, aber auch hier sollte klar sein, dass diese Vorstellung nur eine Vorstellung ist, die ihren Bezug zu der eigenen komfortablen Wirklichkeit nicht verleugnen kann, und sich in der "anderen Realität", sollte sie jemals für einen selbst Wirklichkeit werden, allzu leicht als Trugschluss herausstellen kann.


    Ich habe als Kind und Jugendliche interessiert die Geschichten meiner Oma aus der Kriegszeit verfolgt. Ich habe mich als Jugendliche auch stark für den Holocaust und das, was dahinter gestanden haben mochte, interessiert und viel Literatur zu dem Thema gelesen. Nie wäre mir aber in den Sinn gekommen, dass ich - auch nach all dieser Lektüre und dem Hören von Augenzeugenberichten - nur ansatzweise das nachvollziehen könnte, was damals wirklich passiert, wie die Menschen - auf beiden Seiten - wirklich empfunden haben. Es blieb letztlich unfassbar, nicht vorstellbar.


    Ich maßte mir aus meiner Lage und meiner Kenntnis der Geschichte heraus nicht an zu beurteilen, wie ich mich damals verhalten hätte. Auch wenn ich einen stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn habe - ich weiß nicht, ob der ausgereicht hätte mich moralisch und ethisch richtig zu verhalten - ja ich weiß nicht einmal, ob das, was ich heute als moralisch geboten und ethisch richtig empfinde, dem entsprochen hätte, was ich diesbezüglich gedacht hätte, wenn ich in der damaligen Zeit aufgewachsen wäre. Und: was vielen nicht bekannt ist, ist, dass selbst unter den "ersten" Siedlern (Zionisten) im entstehenden Staat Israel die nach dem Holocaust zahlreich ankommenden europäischen Juden argwöhnisch betrachtet und zum Teil sogar verachtet wurden - dafür, dass sie sich im KZ und in den Ghettos hätten "abschlachten lassen", sich nicht gewehrt hätten.


    Wenn aktuell in der Flüchtlingsfrage Deutsche meinen mit Recht und Kenntnis der Situation behaupten zu können, dass viele Flüchtlinge nur aus wirtschaftlichen Gründen kämen und auch Flüchtlinge aus Kriegsgebieten sehr gut in anderen Ländern verbleiben könnten und deren Versuche nach Deutschland zu kommen dafür sprächen, dass es auch diesen Flüchtlingen nicht primär um den Schutz ihres Lebens gehe - dann ist das genau der gleiche, bereits angesprochene Mechanismus. Es ist Ausdruck eines in der Mediengesellschaft neu aufgetretenen problematischen Verständnisses, das darauf zu basieren scheint, dass ein mediales Erleben gleichbedeutend mit dem realen Erleben ist oder zumindest zu einer kompetenten, zutreffenden Einschätzung der Situation berechtigt und befähigt. Dass eine online-Kommunikation gleichbedeutend ist mit einer persönlichen Auseinandersetzung mit dem Gegenüber und der Wirklichkeit, in der er lebt (- besser gesagt: dem ehrlichen Versuch davon). Für viele User kann sie offensichtlich noch mehr, nämlich eine umfassende und zutreffende Beurteilung der Person, mit der man kommuniziert, ihrer Situation, und dessen, was das Beste und was Schlechteste für sie sei.


    Genauso verhält es sich mit den sozialen Netzwerken und einem Forum wie med1. Was die nicht-betroffenen User hier durch das Erzählen des Betroffenen wirklich verstehen und nachvollziehen können, ist stark begrenzt; das Bewusstsein darüber scheint jedoch bei vielen nur gering ausgeprägt zu sein. Die Wirklichkeit des Betroffenen lässt sich eben nicht online in das Wohnzimmer und von dort ins Bewusstsein des Forenusers übermitteln. Auch wenn die Kommunikation über das Internet eine zuvor nie gekannte Reichweite ermöglicht hat - sie hat imho zumindest bisher grandios darin versagt die Menschen, die in anderen Realitäten leben, einander etwas näher zu bringen, auch wenn sie für viele Menschen etwas anderes zu suggerieren scheint. (Dabei kann es eine vollständige Annäherung aus den bereits erwähnten Gründen nicht geben...)


    Um der Bemerkung zuvorzukommen, dass ich hier wieder viel zu weit gehe:


    Die gemeinsame Frage, die man sich an all diesen Stellen meiner Meinung nach stellen sollte: wer bin ich, dass ich beurteilen könnte und dürfte, was ich anstelle dieser Menschen, in dieser anderen, mir fremden Realität, getan hätte oder täte?


    Bei entsprechender Beantwortung dieser Frage sollte es ein leichtes sein diese Menschen so zu behandeln, wie man selbst an deren Stelle vermutlich behandelt werden wollte.


    Wenn man das nicht leisten kann - in Ordnung...niemand muss sich hier beteiligen. Aber es sollte doch wenigstens in einem Internetforum möglich sein, dass hier jemandem wie Holly ein Platz eingeräumt wird, wo er sich nicht rechtfertigen muss - im RL muss sich dieser Mensch nämlich ständig rechtfertigen, weil Menschen nun einmal dazu tendieren, das, was sie sich nicht vorzustellen vermögen, weil es (glücklicherweise) außerhalb ihrer (bisherigen) Erfahrungswelt liegt, nicht zu glauben und die Schuld dann gerne dem Betroffenen zuschieben, um ihre eigene heile Welt vor Rissen zu schützen.


    ...und nun bin ich raus hier...

    Was mich schlichtweg stört, dass mir vorgeworfen wird, über Jahre in meiner Situation zu verharren. JEDE einzelne Situation bin ich angegangen und habe Veränderungen hervorgerufen. An der Situation mit meinem Sohn kann ich nur das beitragen, was ich im vollem Umfang bereits tue. Da ist niemand, der im RL sagt: "nun bewege deinen Arsch!". Ich mache genau das, was gefordert und angemessen ist in solch einer Situation. Dass es eine langanhaltene Situation ist, kann ich nicht beeinflussen. Das wird wahrscheinlich noch Jahre so gehen, wenn nicht sogar sein ganzes Leben lang. Dass daneben nun Beziehungsstrukturen deutlich werden und sich eine dicke Depression entwickelt, ist auch nicht ungewöhnlich.


    Man sagte mir, ich solle Anschluss finden, damit es einfacher wird damit umzugehen. Ich solle mir einen Therapeuten suchen, um die Vergangenheit aufzuarbeiten und ich solle zur Beratungsstelle um die Beziehungsproblematik von Außen betrachten zu lassen. Das mit dem Therapeuten dauert noch, alleine, weil das Thema heikel ist und sich nicht jeder ran traut. Aber all das mache ich, denn ICH WILL, dass sich das Leben bessert und einfacher wird. Ich gebe alles dafür. Bislang tritt nicht der Effekt auf, dass ich mich besser fühle damit. Und dann ist dieses Forum hier, wo ich etwas gedanklichen Anschluss finde, und werde gebremst, weil ich in meiner Situation verharre.


    Wie auch im echten Leben, lösen sich solche Situationen nicht über Nacht. Aber mir die Möglichkeit zu nehmen, mich über meine größten Sorgen derzeit auszutauschen, treibt mich gefühlt noch mehr in die Ecke. Noch mehr Druck, den ich nicht brauchen kann, weil ich alles so mache, wie es sein sollte.


    Das ist nicht fair und kommt mir falsch vor.

    Ich stimme den Worten der Isabell zu. Sie hat es perfekt geschrieben und auf den Punkt genau erklärt.


    Obwohl ich pelztier86 sehr schätze. Ich lese sie gern und oft. Sie ist eine Bereicherung für das Forum und die User, intelligent, breitgefächert informiert und selbstkritisch.


    Aber dieser Faden hier dreht sich im Kreis, auch wenn Holi einfach nicht mehr tun kann, als sie tut, was ich sehr gut verstehen kann. Ich hätte wohl nichtmal das geschafft, was Holi geschafft hat, bei der Schlaflosigkeit. Da packe ich noch viel weniger. Trotz alledem ist es ein Karussellfaden. Das eine schließt das andere nicht aus.

    Ach, ich sehe jetzt erst, dass der andere Faden -ein Leben zu dritt oder zu viert- geschlossen wurde.


    Hmm...also ja, da grummelt es doch in meinem Bauch. Ich verstehe inhaltlich natürlich schon, was Isabell da schreibt, aber ob es psychologisch wirklich für Holi so ist, dass sie weiterkommt, wenn man ihr die Plattform der Aussprache entzieht, wage ich zu bezweifeln.


    Hier stand doch irgendwo in Sternchen geschrieben, dass Holi sich getrennt hat. Wenn DAS kein Fortschritt ist.


    Ok ja, es sind Karusselfäden, aber in Minischritten geht es ja doch weiter.


    Hmmm...also so richtig kann ich mich da auf keine Seite schlagen.


    Mir fällt da spontan schätzchenef ein, der man auch alle Schotten dicht machte. Aus demselben Grund. Sie durfte sich nichtmehr hier austauschen. Tage später war sie tot und nun gibt es hier nur noch ihren Trauerfaden.


    Wie gesagt, ich weiß nicht, welchen psychologischen Effekt es hat, jemandem alles zu entziehen. Der Schuß könnte nach hinten losgehen. Es ist nicht immer so, dass derjenige dann einen Auftrieb erlebt.


    Bei Alkoholikern sagt man das auch immer: nicht mehr helfen, derjenige muß ganz unten auf dem Boden allein sein, dann erst wird er etwas tun.


    Vielleicht hilft es bei diesen Leuten, aber auch da wird es dann wohl auch manchmal ehr Tote als Genesende geben.


    Und hier bei der Moderation sind ja auch keine studierten Psychologen, die jetzt Holi genau kennen und da Entscheidungen zu treffen können.


    Wir können noch so viel von Holi lesen, wir kennen sie nicht wirklich. Wir kennen nicht ihre gesamten inneren Konflikte, was sie psychisch kann und was nicht, wir kennen nur ihre Worte hier. Von daher, alles sehr vage.... ":/