Kontrastmittel MRT Kopf

    Hallo zusammen,


    wird beim MRT des Kopfes ein Kontrastmittel gespritzt?


    Gibt es Alternativen zu Gadolinium?


    Kann ich darauf bestehen, das MRT ohne Kontrastmittel zu machen?


    Meine Beschwerden kommen 100 pro vom Rücken. Trotzdem soll zum Ausschluss von MS ein MRT gemacht werden. Ich habe in der Vergangenheit extrem auf Kontrastmittel reagiert. Das möchte ich möglichst vermeiden.


    Liebe Grüße!

  • 14 Antworten

    Ob ein Kontrastmittel benötigt wird oder nicht, hängt davon ab was genau untersucht werden soll und selbst dann wird es manchmal noch vom Teilergebnis abhängig gemacht und nur bei Bedarf dann verwendet.


    Ablehnen kannst Du immer, sogar das gesamte MRT, aber Du wirst ja auch wissen wollen ob nun alles in Ordnung ist oder nicht. Das Kontrastmittel wird ja auch nicht einfach nur zum Patienten ärgern verabreicht sondern weil man sich erhofft, irgendwas dadurch besser oder überhaupt erst beurteilen zu können. Es gibt aber viele Fragestellungen ohne Kontrastmittel, ich hatte schon genug MRTs ohne. Ruf doch nochmal bei der Radiologiepraxis an und schildere das, die werden Dir sagen können ob für die Untersuchung ein Kontrastmittel verwendet wird, welches sie verwenden und so weiter.

    Also mir wurde immer gesagt, dass Sie nur Kontrastmittel nutzen, wenn es sein muss. Ich habe schon einmal das Kontrastmittel abgelehnt und das war kein Problem.

    Das kommt, wie Mike schon sagte, auf die Fragestellung an. Bei mir wurde mal ein Kopf MRT gemacht, um ein Akustikusneurinom auszuschließen. Dabei bekam ich kein Kontrastmittel.

    Ich habe immer Kontrastmittel bekommen, egal ob Kopf oder Fuß oder Bauch.

    Irgendwelche Nebenwirkungen bis auf Wärme im Körper für 20 Sekunden habe ich nie gehabt. Man kann sich auch verrückt machen, zumal

    die Anwendung von linearem Gadolinium seit Anfang 2018 vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Deutschland verboten ist.

    Danke für eure Antworten! 😊 Ich hatte Ausschlag am ganzen Körper und extreme Kreislaufprobleme.

    Ich merke einfach, dass meine Beschwerden bewegungsabhängig sind, also sicher von meinem ledierten Rücken kommen.

    Für eine reine Ausschlussdiagnose ist mir das Risiko echt zu groß.

    Im Prinzip ist es ja immer um etwas auszuschließen, damit man eben nichts übersieht.

    Was genau befürchtest du denn? Ich kenne einge Menschen, die Aufnahmen mit Kontrastmittel hatten. Keinem ist irgendwas passiert.

    Ich denke schon, dass bei der Fragestellung "Ausschluss MS" Kontrastmittel verwendet wird.

    Denn nur mit KM kann der Radiologe erkennen, ob es sich um alte oder um aktive Entzündungsherde handelt.

    Vor allen Dingen: wäre etwas unklar, müßte es dann dann doch mit Kontrastmittel wiederholt werden, was für eine unsinnige Ausgabe für ohne..... Ich glaube so ein MRT kostet schlappe 600 €...



    Und ich möchte nicht einen neuen Thread lesen, ich bin so beunruhigt, habe ich nun doch MS, ich bin ja sooooo am Zweifeln.... Was soll ich nur tun?

    Bei Kontrastmitteln werden doch immer erst ohne Kontrastmittel Bilder gemacht und dann das Mittel gespritzt. Ich hatte bisher drei Schädel-MRTs, 2x wegen einer Fragestellung, einmal mit Kontrastmitteln, einmal ohne. Im Endeffekt ging es auch um MS etc. Also wenn sie nichts Auffälliges sehen, geht es vielleicht auch ohne. Außerdem füllt man doch vor Ort einen Bogen aus, da wird auch nach Unverträglichkeiten gefragt. Ich würde das da angeben und dann besprechen.

    Spider92 schrieb:

    Bei Kontrastmitteln werden doch immer erst ohne Kontrastmittel Bilder gemacht und dann das Mittel gespritzt. Ich hatte bisher drei Schädel-MRTs, 2x wegen einer Fragestellung, einmal mit Kontrastmitteln, einmal ohne. Im Endeffekt ging es auch um MS etc. Also wenn sie nichts Auffälliges sehen, geht es vielleicht auch ohne. Außerdem füllt man doch vor Ort einen Bogen aus, da wird auch nach Unverträglichkeiten gefragt. Ich würde das da angeben und dann besprechen.

    So kenne ich es auch. Bei meinen Schädel-MRTs wurde später immer Kontrastmittel gespritzt und daher auch vorab bereits die Nadel gelegt.


    Bei einer anderen Sache war es ohne Kontrastmittel geplant. Zwischendrin wurde aber gestoppt, ich aus der Röhre gefahren und ne Nadel gelegt, um anschließen KM zu spritzen. Das war halt so ein Fall, wo etwas gesehen wurde, was der Abklärung mit KM bedarf.


    Und ja, Schädel-MRTs sind sehr teuer. Ich habe knapp 800 € bezahlt.

    Wenn du zuvor allergisch auf Kontrastmittel reagiert hast, musst du das im Fragebogen vermerken und ein Arzt wird vorher mit dir darüber sprechen.

    Ich bin mir nicht sicher, ob zur Diagnosestellung MS Kontrastmittel benötigt wird. Es ist zwingend, wenn man erkennen will, ob man gerade einen aktiven Schub hat. Doch zur Diagnosestellung genügt meiner Meinung nach das Vorhandensein von Herden plus positive Lumbalpunktion.

    Bei dir wäre das einseitige Kribbeln zwar ein Symptom für MS, jedoch spricht ganz klar dagegen, dass das Kribbeln bei dir lageabhängig ist. Bei MS kribbelt es, es hört auch mal auf und fängt wieder an, aber es hat nichts mit der Lageveränderung zu tun.

    Nur wenn man tatsächlich im MRT einen Herd sieht, wäre dann ein Spritzen von Kontrastmittel sehr sinnvoll.

    BenitaB. schrieb:

    ...nicht immer sitzt ein Arzt dabei während es Verlaufs eines MRT. Sondern er wertet später aus....

    Stimmt,


    aber deshalb hatte ich die Möglichkeit - als bei meinem Sohn ein MRT des Schädels gemacht wurde - einen Termin auszusuchen.

    Entweder mit Anwesenheit der Ärztin (in der Praxis) - dann hätte im Bedarfsfall sofort entschieden werden können anhand der ersten KM-freien Bilder, ob das Kontrastmittel gespritzt werden muss und eine zweite Runde Bilder gemacht werden muss.

    Oder ohne Anwesenheit der Ärztin - die dann nach der Betrachtung der Bilder entschieden hätte, ob noch KM nötig ist. Dann hätten wir aber noch mal einen komplett neuen Termin gebraucht.

    Habe mich natürlich für die erste Möglichkeit entschieden - auch wenn es etwas länger bis zum Termin gedauert hat. Und zum Glück war kein Kontrastmittel nötig.



    @TE

    Es hängt vermutlich auch stark von der Verdachts-/ Ausschlussdiagnose ab.

    Bei meinem Sohn ging es allein um eine Darstellung der Hirnstrukturen - da braucht man wohl normalerweise kein KM

    Anders verhält es sich natürlich bei entzündlichen/Wachstumsprozessen - die sind eher und sicherer unter KM-Gabe erkennbar.