Medikationsberatung Schlafstörung

    Hallo,


    hab schon im Psychologieforum berichtet, dass ich ziemliche Schlafstörungen habe. Hauptsächlich (oder initial) durch Lärm. Umziehen ist leider nicht in absehbarer Zeit.


    Zuletzt habe ich Mirtazapin täglich genommen und Diazepam gelegentlich (letzte 2 Jahre). Da es immer weniger geholfen hat und ich beim Diazepam auch eine gewisse "Abhängigkeit" feststellen konnte, habe ich inzwischen beides abgesetzt.


    Ich bräuchte etwas, dass ich täglich bedenkenlos nehmen kann und was mich müde macht. Bitte keine Antihistaminika oder (Analog-)Benzodiazepine.


    Pflanzliche Mittel habe ich übrigens auch alle durch, ebenso wie den ganzen Kram mit Schlafhygiene.


    Darf ruhig rezeptpflichtig sein, ich habe einen guten Arzt, der sagt allerdings, dass ihm langsam auch nichts mehr einfällt.


    Ich sag mal ein Beispiel, gegen Schmerzen habe ich eine Weile Flupirtin verschrieben bekommen. Nach mehrtägiger Einnahme wurde ich von dem Zeug echt platt und hab wieder länger geschlafen. Das ist aber natürlich nichts auf Dauer, weil es auf die Leber geht.


    Herzliche Grüße,


    Basti.

  • 21 Antworten
    Zitat

    ziemliche Schlafstörungen habe. Hauptsächlich (oder initial) durch Lärm.

    Warum verwendest du keinen Gehörschutz (keine Ohropax) aus Silikon der individuell angefertigt wird und deshalb sehr angenehm zu tragen ist.

     http://www.hoergeraete-seifert…r-gehoerschutz/index.html Das ist auf jeden Fall besser als ständig Medikamente zu nehmen die Nebenwirkungen haben und abhängig machen können.

    Ja, Ohrenstöpsel habe ich komplett durch, also ziemlich alle Produkte. Entweder ist die Dämpfung nicht ausreichen oder ich bekomme entzündete Ohren. Das ist inzwischen so schlimm, dass mir die Ohren direkt jucken wie sau, wenn ich mir Stöpsel reinmache.


    Verkehrslärm wäre schön, damit kam ich früher problemlos klar. Hier knallts und trampelts von früh bis nachts durch ne Nachbarsfamilie, ausserdem ist im Hof vorm Schlafzimmer ein Betrieb, der 1 millionen mal am Tag die Lastertüren knallt, mit Kühlschrängen um sich wirft (kein Witz) usw. Hier wackelt wörtlich der Boden. Diese plötzlichen, lauten Geräusche bekommt man fast garnicht gedämpft, und die wecken mich auch, wenn ich schon eingeschlafen bin.


    Also ja, bitte Chemie, volle Dosis.

    Ich sags ja nicht gern aber wenn du dich nicht gerade sedierst nutzen übliche Schlafmittel da auch nicht viel, von plötzlichen lauten Geräuschen wird man trotzdem noch wach. Die sind eher gegen psychische Schlafstörungen geeignet. Mir viele da noch ein elektronischer Schallkiller ein, die gibts mittlerweile auch als In Ear Modell. Die nehmen die Geräusche auf und erzeugen auf elektronischem Weg Gegengeräusche, die sich dann nahezu aufheben. Der Vorteil ist das wirkt auch gut gegen laute Geräusche, Nachteil man braucht Batterien und man hat halt einen Fremdkörper am ohr.

    Zolpidem oder Zopiclon sind Analogbenzodiazepine, die hatte ich ja schon ausgeschlossen.


    Elektronische Lösung.. das klang für mich auch ne Weile interessant, hat aber zu viele Nachteile. Immer nur auf dem Rücken liegen ist nicht drin mit meinem kaputten Rücken und Nacken. Dazu sind ernsthafte System extrem teuer (~500€), die decken das komplette Ohr ab. Leg dich mal mit sowas in ein Kissen, das ahnt man vorher nicht. In-Ear Kram kann schon konstruktiv nicht funktionieren, das ist ein Werbegag. Bei den Dingern läuft der Anti-Schall auch erst an, wenn man Musik draufgibt (wird in die Musik reinmoduliert):

    Diazepam beruhigt nicht nur, es macht die betreffenden Synapsen empfindlicher für den Schlaf-Botenstoff. Das hat nach einiger Zeit aber den gegenteiligen Effekt, es werden immer weniger Botenstoffe nachproduziert und man schläft schlechter. Deshalb nimmt man es zur Intervalltherapie.


    Und glaubs mir, man schläft mit den Dingern schon prima ;-) Nimm mal eine...