Muskelzuckungen, Gangstörungen, Muskelschwäche in Corona Zeiten

    Hallo zusammen, ich bin 42 Jahre alt und derzeit verzweifelt auf der Suche nach Hilfe, was sich in Corona Zeiten als fast unmöglich darstellt.



    Im Februar/März hat auf einmal mein linker Unterarm angefangen zu zucken. Hatte bisher noch niemals solche beschwerden. Es trat zuerst immer nur im Sitzen auf (habe einen Bürojob in der IT) und sitze sehr viel am Schreibtisch, dadurch habe ich auch eine schlechte Körperhaltung.



    Die Muskelzuckungen sind nun immer schlimmer/häufiger geworden und haben sich auch auf andere Körperregionen ausgebreitet. Am meisten jedoch immer noch die Probleme im Unterarm links. Die letzten Wochen u. Monate habe ich immer mehr Probleme bekommen, wenn ich eine Wanderung gemacht habe oder mit dem Hund Gassi war. Wanderung musste ich abbrechen und spazieren gehen war immer weniger lang möglich. Akutell schaffe ich noch so 15 Minuten dann fühle ich mich total kaputt und meine Beine sind wie Gummi.



    Das Laufen fällt mir schwer, ich bin Gang unsicher und laufe manchmal wie ein betrunkener durch die Gegend. Seit 3 Wochen bin ich nun krank geschrieben.



    An den Händen stelle ich schon länger ein komisches Gefühl fest beim Scrollen u. Schreiben auf dem Handy als wäre der Handballen nicht mehr ganz ok. In letzter Zeit habe ich auch ein tleicht aubes Gefühl in den Händen und Beinen. Das Tippen läuft auch nicht mehr so wie sonst am PC. Die Handgelenke schmerzen leicht und die Feinmotorik wenn ich z.B. mit der Schere etwas schneiden möchte ist auch anders als sonst.



    Vor einer Woche hatte ich jede Nacht Todesangst und bin mit Ganzkörperzittern im Bett gelegen. Gestern Abend und heute Nacht war auf einmal mein ganzer linker Arm wo es auch meistens zuckt gelähmt. Meine Gelenke schmerzen etwas und bei Bewegung knakt es an unterschiedlichsten Stellen. Wenn ich z.B. eine Wasserflasche halte fühlt sich der Daumen komisch an. Bekomme Nachts schlecht Luft bin auch sonst immer schnell außer atem, bin eigentlich sportlich 186 und 76 Kilo und sehr dünn von der Statur.



    Die letzten Tage hatte ich auch ein Ziehen vom Hals in Richtung Schulterknochen, finde auch dass meine Zunge komisch ist beim Sprechen.



    Was ich bisher unternommen habe:



    - Besuch Hausarzt keine wirkliche Meinung zu den Problemen, tut es als Angststörung ab habe ich den Eindruck



    - Besuch Physiotherapeut: Er hat meinen Kopf gedreht und gesehen wie der linke Arm gezuckt hat und mir einen Termin für MRT Kopf und HWS empfohlen



    - Nach den schlimmen Anfällen in der Nacht bin ich selbst ins Krankenhaus in die Notaufnahme gefahren. Dort hat mich dann eine Assistenzärztin untersucht, verschiedene Tests gemacht mit dem Hämmerchen usw. Sie hat festgestellt, dass auf der Linken Seite die Reflexe zu stark reagieren und die Achillessehen schlecht reagiert und hat mich wieder nach Hause geschickt. Eigentlich wollte ich mich stationär aufnehmen lassen, hatte eine Überweisung vom Hausarzt dabei, wegen Corona Situation im Krankenhaus haben die mich aber sofort wieder heimgeschickt.



    - Hausarzt ist wenig hilfreich eigentlich hat er keine wirkliche Meinung. Blutwerte sind bei der ersten Abnahme ok Vitamin B12 war exakt auf dem unteren Grenzwert. Deshalb habe ich eine B12 Spritze bekommen und Magnesium Konzentrat. jetzt ist der Wert wieder ok.



    - Hausarzt schickt mich zum Psychologen, dieser sagt jedoch es ist keine Depression wie der Hausarzt vlt vermutet, er verschreibt mir zur Beruhigung und zum Einschlafen aber ein Antidepressivum



    - Besuch Hausarzt ich soll nun doch ein MRT vom Schädel und der HWS machen. Das MRT vom Schädel hatte ich nun, ohne Befund da wurde nichts gefunden



    - für MRT noch mal großes Blutbild machen lassen, dieses mal waren ein paar Werte nicht ganz in der Skala aber laut Arzt wohl kein Problem



    - MRT HWS ist erst im Januar, Termin beim Neurologen ist auch erst Ende Januar. Ich habe mir die Finger wundtelefoniert und um einen Termin gebettelt, auch der Hausarzt hat es direkt beim Neurologen versucht, jedoch werde ich überall abgewimmelt, das geht nun schon wochenlang so.



    - möchte mir im neuen Jahr dann auch einen Termin für Physiotherapie geben lassen.



    Ich kämpfe nun schon Wochenlang um einen Termin bei einem richtigen Arzt/Neurologen und komme nirgends an auch wegen Corona und nun kommen die Feiertage da ist es überall geschlossen. Bin ziemlich am Ende zur Zeit.



    Hat jemand vlt ähnliche Erfahrungen gemacht und hat einen Rat für mich?



    Kann es vlt ein Bandscheibenvorfall mit einem eingeklemmten Nerv sein? Weshalb habe ich dann aber die Zuckungen auch an anderen Körperstellen?


    Hatte jemand ähnliche Probleme und es lag dann nur an der Psyche? Bisher hatte ich noch nie solche Probleme, ich weiß nicht wie ich weiter machen soll, da mein Zustand auch immer schlimmer wird statt besser.



    viele Grüße Hans

  • 65 Antworten
    HansiesMuellert schrieb:

    Hausarzt schickt mich zum Psychologen, dieser sagt jedoch es ist keine Depression wie der Hausarzt vlt vermutet, er verschreibt mir zur Beruhigung und zum Einschlafen aber ein Antidepressivum

    Dann warst Du bei einem Psychiater oder Facharzt für Psychosomatische Medizin. Denn PSychologen verschreiben keine Medikamente.


    Wenn Du aus D kommst und es so dringlich ist:

    Vom Hausarzt eine Überweisung mit Dringlichkeits-Code geben lassen und über die 116 117 einen Termin beim Neurologen vermitteln lassen. Schneller als das, was Du jetzt hast, geht es da aber auch nicht.


    Ein MRT vom Kopf ohne Befund kann auf jeden Fall schonmal Sicherheit geben, was best. mögl. Diagnosen angeht.

    Ich denke auch, dass das alles bereits im Gange ist. Es war noch nie so, dass man innerhalb von zwei Wochen alle Stationen durch hatte für eine Diagnostik. Der Neurologe scheint mir der richtige Weg zu sein und Januar ist bald.

    Das geht nicht schneller. Die Geduld wirst du haben müssen. Das wäre sicherlich auch ohne Corona nicht schneller gegangen mit der Diagnostik.

    Also Kollege mein Tipp: fang schnellstens mit Gymnastik an...

    Du scheinst schlimme Verspannungen und muskuläre Dysbalancen zu haben... Lass auch mal deine BWS untersuchen... Das mit der Gangunsicherheit kann dort ein Bandscheibenvorfall sein...


    Schaue das Video hier:



    Daher versuche Übungen zu machen... Kämpfe...


    Und gehe mal zum Orthopäden...



    Das wird schon wieder... Braucht halt Zeit...


    Machst du irgendeinen Sport?

    Bei dir hat irgendwie jeder immer irgendwas mit dem Rücken, selbst wenn schon andere Diagnosen gestellt wurden und du empfielst jedes mal das selbe.

    Wenn du kein Arzt oder anderweitig in einem Gesundheitsberuf tätig bist, solltest du dich mal etwas in Zurückhaltung üben.

    Mir scheint, du hast selber ein eher psychisches Problem und versuchst dich hier ein wenig zu "therapieren" indem du irgendwelche Tipps weitergibst, ohne zu wissen, was wirklich für ein Problem vorliegt.



    @TE


    Hattest du in letzter Zeit eine Verletzung, Sturz oder ähnliches auf der linken Seite? Evtl. am Arm, Schulter etc.?

    Ist der Arm taub? Fühlt er sich an, als ob er nicht zum Körper gehören würde?


    Hast du irgendwas gegoogelt und deshalb besondere Angst vor etwas?


    Hattest du eine psychisch herausfordernde Zeit hinter dir? Evtl. auch etwas länger her (Sterbefall, Trennung, Verlust der Arbeitsstelle etc.)?

    die meisten Leute haben aber auch Rückenprobleme... 8-(


    habe einen Bürojob in der IT) und sitze sehr viel am Schreibtisch, dadurch habe ich auch eine schlechte Körperhaltung.


    Und er spricht das Thema ja selbst an... Halte du dich mal etwas zurück bitte... Unhöflich muss man nicht werden ;-)

    Ok.

    Du scheinst ja mehr Ahnung zu haben als alle Anderen. Bin dann mal raus aus der Diskussion.

    :)=

    Nach einer Angstörung sieht das nicht aus. Der Neurologe ist schon die richtige Anlaufstellen. Wurde mal die Schildrüse wegen den Reflex geprüft?

    HerzensAngst schrieb:

    Nach einer Angstörung sieht das nicht aus. Der Neurologe ist schon die richtige Anlaufstellen. Wurde mal die Schildrüse wegen den Reflex geprüft?

    Es gibt noch jemanden ausser mir der an die Schilddrüse denkt. Ich bin positiv überrascht.

    Die Probleme im Unterarm können von einem Tennisam/Ulnarisrinnensyndrom/Karpaltunnelsyndrom kommen und die Probleme in den Beinen durchaus von einem eingeklemmten Nerv bzw. abgenutzten Wirbel herrühren.

    Schwindel oder unsicherer Gang kann auf ein Problem mit der HWS hindeuten.

    Man unterschätzt, wie sehr sich die Psyche auf den Körper auswirken kann. Siehe sog. Angstzitterer im 1. WK.

    Wirf Dir B12 und Magnesium ein (ich verwende Sticks mit Kalium), esse Obst und Gemüse und achte auf den Mineralienhaushalt.


    Der allerwichtigste Tipp, den Dir hier jeder aus leidvoller Erfahrung geben wird : Unterlasse es nach "Muskelzucken" zu googeln!!!

    Das macht einen komplett irre und bringt rein gar nichts.

    Zitat

    Blutwerte sind bei der ersten Abnahme ok

    Zitat


    MRT vom Schädel hatte ich nun, ohne Befund da wurde nichts gefunden

    HansiesMuellert schrieb:

    Akutell schaffe ich noch so 15 Minuten dann fühle ich mich total kaputt und meine Beine sind wie Gummi.

    Das Laufen fällt mir schwer, ich bin Gang unsicher und laufe manchmal wie ein betrunkener durch die Gegend. Seit 3 Wochen bin ich nun krank geschrieben.

    Hypochonder/Angststörung vorhanden?



    Zitat


    Vor einer Woche hatte ich jede Nacht Todesangst und bin mit Ganzkörperzittern im Bett gelegen.

    Hast du mit Panikattacken zu tun?


    Zitat


    und es lag dann nur an der Psyche?

    Das kommt vor v.a. bei Patienten mit Angsttörungen/Hypchonder oder wenn derjenige zB psychisch überlagert ist.

    Vorher sollten immer alle körperlichen Ursachen ausgeschlossen werden. Ein simples Blutbild und ein Schädel MRT sind dafür nicht ausreichend.

    Viel zu früh. Bevor der Neurologe nichts findet, ist es wahrscheinlich etwas neurologisches.

    Hyperion

    Nach einem Hypochonder klingt der TE doch nun wirklich nicht!

    Diese stellen sich ja oft selber eine (meistens sehr schlimme!) Diagnose, wie z.B. Krebs, ALS, Demenz usw.

    Und suchen dann nach Bestätigung für Ihre selbstgestellte Diangnose, ob im Internet oder bei Ärzten...


    Das ist hier doch überhaupt nicht so!

    Der TE hat Symptome, die er nicht wirklich einordnen und verstehen kann, und bisher kam bei den Untersuchungen noch nicht wirklich etwas heraus.

    Daß er sich deshalb Sorgen macht und vielleicht bei längeren Wartezeiten auch mal ungeduldig wird, ist doch wohl völlig normal, oder nicht?


    Ich hatte vor 2 Jahren mal ein taubes Gefühl im Rückenbereich, was mich auch ziemlich erschreckt hat, denn das kannte ich vorher noch nicht.

    Jeder mit unklaren Symptomen oder Schmerzen macht sich Sorgen, und ist froh wenn endlich eine klare Diagnose gestellt werden kann.

    Mit Hypochondrie hat das m.E. nichts zu tun...