• Mutters Weg durch das Tal des Vergessens

    (Urspr. Titel "Altersvergesslichkeit oder schon Demenz?" auf Wunsch der FS geändert.)
    Hallo, ich wollte den Beitrag erst als Alias eröffnen, aber da ich dafür mehr ins Detail gehen muss, wäre ich wohl sowieso erkannt worden. ;-) Es geht um meine 86-jährige Mutter. Im Vorfeld muss ich schon mal sagen, dass unser Verhältnis nicht so dolle ist u. dass…
  • 253 Antworten

    Danke für dein Update, Fix und Foxie. Ich denke, wenn es dich nicht belastet, dann kannst du ruhig zu ihr gehen, so wie du dich dabei gut fühlst.


    Ich finde alles in allem klingt das gut.

    Zitat

    Wohnungskündigung kann nun durchgeführt werden nach Beschluss vom Amtsgericht.

    Dann könnt ihr ja loslegen. Die drei Monate sind (besonders wenn man noch renovieren muss) schneller rum, als man denkt.

    Zitat

    Habe nun herausgefunden, dass es wohl eher die Ebene ist, auf der es meiner Mutter nicht gefällt. Sie meinte, die Leute wären da oft frech und gemein.

    Du, das kann sich recht schnell ändern.


    Meine Mutter hat inzwischen schon die x-te Zimmermitbewohnerin. Ich habe irgendwann aufgehört, zu zählen und mir darüber Gedanken zu machen, wie sie mit der wohl klar kommen wird. Zwischenzeitlich wollte ich auch mal, dass sie in eines der wenigen Einzelzimmer kommt.


    Im Aufenthaltsraum sehe ich fast jede Woche neue Gesichter. Die Bewohner kommen und gehen und jeder bringt so seine Eigenheiten mit, die die aktuelle Stimmung prägen.


    Was die Orientierungshilfen betrifft, sie bringen wenig, wenn sie immer wieder vergessen werden. Einfach an die Hand nehmen und eine klare Ansage, wo es "jetzt" hingeht. Die Angst vor dem Zimmer (ja kenne ich – meine Mutter grüßt auch immer wieder neu) kann man nehmen, indem man vorgeht.


    Erklärungen sind völlig überflüssig. Seltsame Bemerkungen ab besten übergehen, indem man das Thema wechselt.


    Meine Mutter konnte auch recht lange lesen. Den Sinn des Gelesenen hat sie aber nicht mehr verstanden. Nur ihren Namen, den hat sie bis heute verinnerlicht. Wir sind einfache Texte/ Glückwunschkarten trotzdem immer und immer wieder durchgegangen.

    Zitat

    Außerdem hat sie Probleme mit der Toilette.

    Mach dir da keinen Kopf, es bringt nichts. Die Zeit wird kommen, dass deine Mutter zwar merkt, dass sie muss, es aber nicht mehr schafft, den Gedanken in die Tat umzusetzen. Deshalb geht man ja mit den Bewohnern regelmäßig zur Toilette. Meine Mutter hatte recht schnell Einlagen (der Begriff Windeln ist verpönt) zum Schutz der Wäsche. ??Seit ca. 2 Jahren (sie kann die Blase nicht mehr vollständig entleeren) hat sie einen Blasenkatheter. Ist Mist und sie verursacht öfter mal eine Sauerei, indem sie das System auseinandermontiert, aber was soll’s.??

    Zitat

    Ansonsten ist sie recht ruhig geworden. Mir ggü. war sie zumindest die letzten Male nicht aggressiv. Aber natürlich zeigt sie auch keine Freude, wenn ich komme oder umarmt mich gar.

    Ich weiß das ist schwierig, aber Du lebst ruhiger, wenn Du von den Besuchen überhaupt nichts erwartest. ??Ich habe von "verschwinde!" bis zum Abschmatzen und regelrechten Erdrücken (meine Mutter hat mich vor dem Einzug ins Heim nie umarmt) alles durch. Derzeit klammer sie und will mit mir mit. Was mir bei meiner regelrechten Flucht natürlich ein schlechtes Gewissen bereitet.??

    Zitat

    Nach Hause holen zu Feiertagen, Geburtstagen, etc. werden wir sie nicht. Das haben wir nun so entschieden, dass das besser so ist…

    Auch wenn Außenstehende das vielleicht nicht verstehen wollen, es ist eine vernünftige Entscheidung. Dass mit dem schlechten Gewissen kenne ich (wie Du siehst) nur zu gut, da müssen wir wohl beide noch an uns arbeiten.

    Zitat

    doch irgendwie tut sie mir dann wiederum Leid, wenn dann so lange keiner kommt.

    Ich vermute mal, "Zeit" und "lange" werden für deine Mutter nicht mehr allzu viel Bedeutung haben. ??Wenn nichts besonderes anliegt, fahre ich derzeit alle 14 Tage hin. Auch ein Betreuer käme da (außer in der Anfangsphase) nicht öfter??


    Ich pfeife mittlerweile auf Konventionen, z.B. dass man direkt am Feiertag hin muss. Es ist voll, es ist laut und meine Mutter ist nur genervt. Niemand hat etwas davon, wenn ich dann auch noch auftauche. Für meine Mutter haben diese ganzen Ereignisse sowieso keine Bedeutung mehr.


    Und was andere Angehörige denken - ich kenne weder sie, noch sie mich. :=o Dazu bin ich zu lange weg aus dem Kaff.


    Seltsamerweise (oder auch nicht) treffe ich außerhalb von Sonn- oder Feiertagen nie auch nur einen einzigen anderen Besucher.

    @ Caramala:

    Zitat

    Ich denke, wenn es dich nicht belastet, dann kannst du ruhig zu ihr gehen, so wie du dich dabei gut fühlst.

    Genau. Letzte Woche war ich nun nicht bei ihr u. die Tage auch noch nicht, habe da aber auch im Moment keine Lust drauf, nachdem, was meine Tochter mir erzählt hat, wie meine Mutter wieder über mich geredet hat. Natürlich war da tlwse. sehr viel Schwachsinn dabei. Sie erzählte, dass ich den Tag auch dort gewesen bin u. ein gepunktetes Kleid angehabt hätte. Dann kamen ein paar unschöne Sachen, die ich hier nicht erwähnen möchte. Sie wusste nicht mehr so genau, ob ich verheiratet bin, aber denkt es u. sie denkt, dass ich auch ein Kind habe... ;-D (das ist natürlich schon wieder bisschen lustig) Meine Tochter hatte es auf Video aufgenommen, deshalb weiß ich auch, dass das alles so stimmt. Ich wollte mich darüber nicht aufregen - habe ich auch nicht großartig - aber ich merke, dass es mich trotzdem ärgert, zumal ich eben angenommen hatte, da sie die letzte Zeit so ruhig war u. mir ggü. auch nicht aggressiv, dass sich das mit dem Wahn gg. mich gegeben hat. Nun habe ich ehrlich gesagt keine Lust, dahin zu gehen u. mir wieder so einen Mist anhören zu müssen. :|N

    @ Taps:

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    Dann könnt ihr ja loslegen. Die drei Monate sind (besonders wenn man noch renovieren muss) schneller rum, als man denkt.

    Die Wohnung kann erst mal weitere 4 Wochen nicht gekündigt werden, da ja noch jemand gg. die Kündigung Widerspruch einlegen könnte. Das Amtsgericht muss diese 4 Wochen Widerspruchsfrist einhalten und danach kommt dann erst der endgültige Beschluss, dass die Wohnung nun gekündigt werden darf. Was für ein Bürokratenirrsinn! %:| Ich habe ja nun schon so oft dort geräumt, aber ich finde immer noch manche Sachen, die zu persönlich sind, als dass ich möchte, dass sie den Haushaltsauflösern in die Hände fallen. Wir räumen nur die persönlichen Sachen aus/werfen weg/verkaufen (das Geld darf ich lt. Betreuer auch behalten)/behalten sie. Den Rest organisiert dann der Betreuer mit der Haushaltsauflösung. Aber das ist trotzdem immer noch genug Arbeit, da man ja alles nochmal ganz genau angucken muss u. meine Eltern so einiges gehortet/gesammelt haben. %:| Das meiste braucht man ja selbst nicht. Wg. Renovierung muss er da erst nachfragen. Dann wird er sicherlich auch noch jemanden organisieren, denke ich.

    Zitat

    Meine Mutter hat inzwischen schon die x-te Zimmermitbewohnerin. Ich habe irgendwann aufgehört, zu zählen und mir darüber Gedanken zu machen, wie sie mit der wohl klar kommen wird. Zwischenzeitlich wollte ich auch mal, dass sie in eines der wenigen Einzelzimmer kommt.

    Meine Mutter hat von Anfang an schon ein Einzelzimmer. Sie denkt nur immer, dass jemand in ihrem Bett liegt (Männer), da sie wohl ständig in den falschen Zimmern aufkreuzt. Sie findet sich ja in ihrem Zimmer noch nicht mal auf die Toilette u. auch im Schrank ist alles durchwühlt, weil sie keine Sachen findet (sie wird aber jeden Morgen angezogen, was sie auch wiederum ärgert). Ich habe es mittlerweile aufgegeben, da noch aufzuräumen. So sah es ja tlwse. auch zu Hause in ihren Schränken aus (schon 2013, als sie im Kh und Reha war, fanden mein Vater und ich nichts in ihrem Schrank - ist also nichts neues... ;-D :=o)

    Zitat

    Im Aufenthaltsraum sehe ich fast jede Woche neue Gesichter. Die Bewohner kommen und gehen und jeder bringt so seine Eigenheiten mit, die die aktuelle Stimmung prägen.

    Das ist dort nicht der Fall. Ich sehe eigentlich immer nur die gleichen, die im Aufenthaltsraum sitzen. Das ist ja dann für die alteingesessenen Bewohner wie deine Mutter auch immer ganz schön Stress und Umstellung. :)_

    Zitat

    Was die Orientierungshilfen betrifft, sie bringen wenig, wenn sie immer wieder vergessen werden. Einfach an die Hand nehmen und eine klare Ansage, wo es "jetzt" hingeht. Die Angst vor dem Zimmer (ja kenne ich – meine Mutter grüßt auch immer wieder neu) kann man nehmen, indem man vorgeht.

    Na ja, so oft bin ich ja nicht da. Da sie ja immer "draußen" rumspaziert (auf dem Gang) - sie ist praktisch nie in ihrem Zimmer, außer abends vllt. dann irgendwann mal - findet sie sich dann oft auch nicht zurück. Als ich dabei war, bin ich ja vorgegangen u. sie hatte trotzdem Angst. Als ich dann meinte, dass das doch aber ihr Zimmer ist, meinte sie dann so: "Achso, ja."

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    Erklärungen sind völlig überflüssig. Seltsame Bemerkungen ab besten übergehen, indem man das Thema wechselt.

    Ja, das mache ich auch meistens so. Meistens frage ich dann, was es zu essen gab. Da kann man gleich mal wieder übers Essen meckern. Nur komischerweise isst man zumindest nachmittags, wenn ich da bin, ganz gut. Da beklagt sie sich immer, dass das Kuchenstück zu klein ist. Traut sich aber von alleine nicht zu sagen, dass sie noch eins haben möchte. Allerdings hat sie meistens noch was auf dem Teller, wenn sie schon rummosert, dass das Stück zu klein ist. Ich glaube, das ist der typische Futterneid... ]:D

    Zitat

    Meine Mutter konnte auch recht lange lesen. Den Sinn des Gelesenen hat sie aber nicht mehr verstanden. Nur ihren Namen, den hat sie bis heute verinnerlicht. Wir sind einfache Texte/ Glückwunschkarten trotzdem immer und immer wieder durchgegangen.

    Ja, das war ja auch schon zu Hause so, dass sie den Sinn des Gelesenen gar nicht mehr verstanden hat.

    Zitat

    Ich weiß das ist schwierig, aber Du lebst ruhiger, wenn Du von den Besuchen überhaupt nichts erwartest. ??Ich habe von "verschwinde!" bis zum Abschmatzen und regelrechten Erdrücken (meine Mutter hat mich vor dem Einzug ins Heim nie umarmt) alles durch. Derzeit klammer sie und will mit mir mit. Was mir bei meiner regelrechten Flucht natürlich ein schlechtes Gewissen bereitet.??

    Ich erwarte auch gar nichts mehr. Dass sie keine Freude zeigt, ist mir egal u. ganz normal für mich mittlerweile. Womit ich eben eher Probleme habe, wenn sie mich für alles verantwortlich macht u. keinen guten Faden an mir lässt. Deshalb war ich schon froh, dass sie die letzten Male recht ruhig war. Klar, hat sie da auch über dies und das rumgemosert, aber es ging nicht speziell nur um mich u. selbst wenn, so reagiere ich da nicht mehr drauf u. wenn doch, so werde ich jetzt nicht mehr aggressiv. Ich weiß ja jetzt, sie kann mich nicht mehr so schnell erreichen (sie hat zwar Telefon, aber ich glaube, meine Nr. kennt sie nicht mehr u. ihr Telefonbüchlein habe ich ihr nicht mitgegeben, da ich befürchte, dass sie dann die Nummern auch durcheinanderbringt u. sonstwo anruft. Es reicht ja, wenn sie von anderen angerufen werden kann. Ich rufe sie nicht an, ich gehe nur hin, wenn ich mal Lust habe) kann u. ich auch jederzeit gehen kann u. auch zu nichts mehr verpflichtet bin.

    Zitat

    Auch wenn Außenstehende das vielleicht nicht verstehen wollen, es ist eine vernünftige Entscheidung. Dass mit dem schlechten Gewissen kenne ich (wie Du siehst) nur zu gut, da müssen wir wohl beide noch an uns arbeiten.

    :)z

    Zitat

    Ich vermute mal, "Zeit" und "lange" werden für deine Mutter nicht mehr allzu viel Bedeutung haben. ??Wenn nichts besonderes anliegt, fahre ich derzeit alle 14 Tage hin. Auch ein Betreuer käme da (außer in der Anfangsphase) nicht öfter??

    Ja, das sehe ich auch so. :)z

    Zitat

    Ich pfeife mittlerweile auf Konventionen, z.B. dass man direkt am Feiertag hin muss. Es ist voll, es ist laut und meine Mutter ist nur genervt. Niemand hat etwas davon, wenn ich dann auch noch auftauche. Für meine Mutter haben diese ganzen Ereignisse sowieso keine Bedeutung mehr.

    Sie haben im Heim ja schon seit Wochen Osterschmuck. Ich glaube auch nicht, dass sie realisiert, wann es dann wirklich soweit ist. ;-)

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    Und was andere Angehörige denken - ich kenne weder sie, noch sie mich. :=o Dazu bin ich zu lange weg aus dem Kaff.

    Ich bin ja noch immer hier, aber wir planen früher oder später auch, wieder in die alte Heimat zurückzukehren u. jetzt, wo sie im Heim ist, ist das auch einfacher zu realisieren.

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    Seltsamerweise (oder auch nicht) treffe ich außerhalb von Sonn- oder Feiertagen nie auch nur einen einzigen anderen Besucher.

    Ich war jetzt bisher immer an den Samstagen da u. habe da keinen einzigen Besucher angetroffen. Aber es kann natürlich auch sein, dass sich vieles in den Zimmern abspielt, was ich ja nicht beurteilen kann. Denn nicht alle kommen in den Aufenthaltsraum.

    Vorgestern habe ich mich ja auch ein bisschen über den Betreuer geärgert. Ich bin ja eigentlich sehr zufrieden mit ihm, er teilt mir alles mit u. auch sonst funktioniert alles recht gut u. die Chemie zwischen ihm und mir stimmt auch. Er holte mich ab, um den Rollator bei meiner Mutter in der Wohnung abzuholen (sie hat bisher einen geliehenen aus dem Heim). Da meinte er dann auf einmal zu mir, dass die Betreuung ja im August erst mal zu Ende geht, da er ja nur vorläufiger Betreuer ist. Bis dahin wäre ja soweit auch alles erledigt u. ich könnte ja dann mit der Vorsorgevollmacht dann auch wieder alles selbst machen. :-X (ich hatte mich schon gewundert, dass er bei einen der letzten Anrufe die Vorsorgevollmacht in Kopie haben wollte. Da hatte ich ihm aber schon gesagt, dass ich sie nur noch eingescannt habe, da ich sie an das Amtsgericht zurückgegeben habe. Hatte mich da schon gefragt, was er mit der Vollmacht will, aber habe sie ihm dann trotzdem als Datei geschickt) Ich wüsste ja, wie viel er kostet - nein, das weiß ich nicht! ??Er hat dann aber gesagt, dass er dann für die nächsten zwei Jahre nur noch 330 Euro im Quartal bekommt, also, 110 Euro im Monat, da ja da nicht mehr so viel zu tun ist. Das kam mir so vor, als wollte er es dann nicht mehr machen, weil er nun weniger Geld bekommt. Er hat ja nun aber auch noch einige andere Leute, meine Mutter ist ja nicht die Einzige.?? ??Ich habe daraufhin gesagt, dass ich die Vorsorgevollmacht aber beim Amtsgericht abgegeben habe. Er meinte dann, das Amtsgericht hätte damit aber nichts zu tun. Habe dann noch gesagt, dass aber in dem ersten Beschluss stand, dass ich die Vorsorgevollmacht niederlegen will aus gesundheitlichen Gründen, weil ich meinen Pflichten da nicht mehr nachkommen kann u. dass ich das an dem Tag, als meine Mutter nochmal von der Richterin angehört wurde in der Psychiatrie auch nochmal bekräftigt habe. Die haben ja nicht umsonst auch meine Nichte gefragt, ob sie es nicht machen würde.?? ??Daraufhin meinte der Betreuer dann, achso, da verhält es sich dann wahrscheinlich anders u. da meine Mutter ja "Vermögen" besitzt und er nicht vom Staat bezahlt werden muss, wird das Amtsgericht dann wohl eher sein Einverständnis dafür geben, dass er es weiter macht.?? ??Ich habe ihm jedenfalls gesagt, dass ich das auf keinen Fall machen möchte! Er will mich jetzt aber trotzdem nochmal Ende Juni fragen. Er muss da wohl dann auch eine Begründung schreiben.?? ??Ich hoffe ja, dass er es danach auch weitermacht, denn es wäre nicht so toll, wenn das dann wieder ein anderer macht - sowohl für mich nicht, als auch nicht für meine Mutter.?? :-X Die können mich ja auch wohl nicht zwingen, dass ich das mache, wenn ich mich dazu gesundheitlich nicht in der Lage sehe. Ich habe mich gerade so gut erholt u. mir geht es mit der Regelung viel besser. Da kann ich hingehen, wann ich mal will u. nicht, wenn ich muss! Außerdem ginge dann ein Umzug, solange sie lebt (zumindest in die alte Heimat), ja wieder nicht. Ich habe mich schon mein ganzes Leben so viel von ihr abhängig gemacht, damit ist jetzt mal Schluss u. ich habe nach dem Ganzen, was ich mit ihr schon so durch habe, keine Lust, wieder Verantwortung für sie zu übernehmen! :|N

    Achso, noch was vergessen:

    Zitat

    Mach dir da keinen Kopf, es bringt nichts. Die Zeit wird kommen, dass deine Mutter zwar merkt, dass sie muss, es aber nicht mehr schafft, den Gedanken in die Tat umzusetzen. Deshalb geht man ja mit den Bewohnern regelmäßig zur Toilette. Meine Mutter hatte recht schnell Einlagen (der Begriff Windeln ist verpönt) zum Schutz der Wäsche. ??Seit ca. 2 Jahren (sie kann die Blase nicht mehr vollständig entleeren) hat sie einen Blasenkatheter. Ist Mist und sie verursacht öfter mal eine Sauerei, indem sie das System auseinandermontiert, aber was soll’s.??

    Meine Mutter hat auch schon von Anfang an da dicke Einlagen (so ne Riesen-U-Boote, wie ich sie nach der Entbindung hatte... ;-D) und tlwse. Windeln. Blasenkatheter hat sie (noch) keinen. ??Oje, deine Mutter ist da aber auch noch auf "Zack", wenn sie schafft, das Ding auseinanderzubauen. Aber irgendwie müssen sie sich ja beschäftigen...?? 8-) :=o

    Zitat

    Sie erzählte, dass ich den Tag auch dort gewesen bin u. ein gepunktetes Kleid angehabt hätte. Dann kamen ein paar unschöne Sachen, die ich hier nicht erwähnen möchte.

    Ich kenne es auch so, dass jedes unbefriedigte Bedürfnis auf andere übertragen wird, weil man wahrscheinlich auch über andere funktioniert und gelebt hat. Jetzt, mit fortschreitender Demenz und im Erzählfluss muss immer irgendwer herhalten, der so den nötigen psychischen Ausgleich schafft, für das, was man selbst nicht mehr kann, meist die nächsten Angehörigen.


    An deiner Stelle würde ich das nicht persönlich nehmen. Hingehen kannst du weiter, wenn du dir das zutraust. Und wenn sie dir gegenüber friedlicher ist als vorher, dann halte ich das für eine gute Entwicklung, bis jetzt jedenfalls. Was sie anderen dann wiederum erzählt, ist egal. Heute so, morgen so. So kenne ich das auch mit meiner Bekannten.

    Danke, Caramala! @:) Nun ja, ich bin mir eben nicht sicher, ob es dann wieder los geht und sie wieder ständig nur an mir rumnörgelt, mir Dinge unterstellt und auf mir rumhackt. Sie war auch den Kindern ggü. bisher friedlich und hatte da bisher auch nie irgendwas Schlechtes über mich gesagt. Deshalb bin ich mir jetzt nicht so sicher, ob das jetzt wieder los geht. Denn als ich das letzte Mal da war, fing man auch schon wieder an, zu mosern, wo ich denn immer wäre. Da habe ich dann gesagt: "Wieso? Ich bin doch gerade hier?" Da kam dann: "Ja, jetzt gerade, aber sonst...?" Der eine Arzt aus der Psychiatrie hatte mir ja schon gesagt, dass, wenn sie immer was gegen mich hatte, der Wahn gg. mich auch mit Tabletten nicht so richtig weggehen wird, da das immer so in ihr drin sein wird, dass ich die Böse bin. Anfangs hat das mich noch ganz schön umgehauen, aber dann habe ich mich damit arrangiert. Das erste Mal, als ich sie nach knapp 5 Wochen wieder sah, bin ich dann eben erst mal nicht alleine hin, um erst mal zu schauen, wie sie so drauf ist. Da hat sie mich zwar größtenteils ignoriert, war aber ansonsten friedlich. Deshalb bin ich dann das nächste Mal auch alleine dahin. Das Ignorieren und keine Freude zeigen tangiert mich ja nicht weiter, bzw. nicht mehr. Und dass sie jetzt viel Mist erzählt (z. B., dass ich den Tag auch da war u. was ich da alles so gemacht habe), juckt mich auch nicht so. Aber ich ärgere mich darüber, wenn sie dann wieder sehr verletzend wird, vor allen Dingen, weil sie dann sich selbst zugleich fast immer in einem besonders guten Licht darstellt, dass sie die Beste war. Das hat sie früher schon so gerne hervorgehoben u. ich kann es jetzt wirklich bald nicht mehr hören! %:| Wenn es nur das wäre, würde es mich noch nicht mal so stören, aber dieses mich total verachtend darstellen und sich selbst dafür im besonderen Glanz sehen, das kotzt mich einfach nur an! Auch, wenn ich natürlich weiß, dass sie dement ist u. ihre miesen Charakterzüge dann noch mehr zum Vorschein kommen und sie es im nächsten Moment wahrscheinlich eh wieder vergessen hat, was sie da redet.


    Was mich auch nervt: Das Heim hat mich nun mittlerweile schon 3 x angerufen. Das erste Mal an dem Tag, an dem sie ins Heim kam und dabei ging es um Sachen, für die der Betreuer zuständig gewesen wäre. Letzte Woche und auch heute hatten die mich schon wieder angerufen, aber je nur einmal. Ich war aber beide Male nicht da u. habe auch beide Male nicht zurückgerufen. Da sie es nicht für nötig halten, was auf den AB zu sprechen oder nochmal anzurufen, kann es ja nun auch nicht so was Wichtiges sein. Letzte Woche bekam ich dann an dem gleichen Tag eine Mail vom Betreuer, dass er sich mit mir am Montag treffen will, um den Rollator meiner Mutter abzuholen. Ich nehme mal an, da ging es dem Heim auch nur darum, weil der jetzige geliehen ist. Irgendwie habe ich so das Gefühl, dass da bei manchen immer noch nicht angekommen ist, dass meine Mutter einen Betreuer hat u. ich da nichts mehr zu bestimmen habe. Schon aus diesem Grunde möchte ich die Betreuung auch nicht wieder übernehmen, da die dann wg. jedem Pups hier bei mir anrufen u. ich dann ständig parat stehen muss. Sieht man ja jetzt schon: Die denken sich wahrscheinlich: "Ach, die wohnt gleich um die Ecke, da kann die das doch mal machen!" Ich bin mir ziemlich sicher, dass es da nur um belanglosen Mist geht, denn es ist nicht die Nr. der Einrichtungsleitung und auch nicht der Pflegeleitung, ich nehme mal an, dass das die Nummer von der Station ist, auf der meine Mutter ist. (habe die Nr. der Station nicht, aber die der Pflege- und Einrichtungsleitung u. da es hinten nur eine Zahl weiter ist (also, Einrichtungsleitung hat 0 hinten, Pflegeleitung 1 und das ist die 2 hinten), da kann es ja nicht anders sein) Ich habe ja nicht umsonst die Vorsorgevollmacht abgegeben u. meine Pflichten an einen Betreuer gegeben. %-| Außerdem würden die in dringenden Fällen ja nicht nur 1 x hier anrufen u. dann noch nicht mal was auf AB sagen.

    Zitat

    . Aber ich ärgere mich darüber, wenn sie dann wieder sehr verletzend wird, vor allen Dingen, weil sie dann sich selbst zugleich fast immer in einem besonders guten Licht darstellt, dass sie die Beste war. Das hat sie früher schon so gerne hervorgehoben u. ich kann es jetzt wirklich bald nicht mehr hören! %:| Wenn es nur das wäre, würde es mich noch nicht mal so stören, aber dieses mich total verachtend darstellen und sich selbst dafür im besonderen Glanz sehen,

    So kenne ich das auch. Es gibt wohl einen gemeinsamen Demenzhimmel, der je nach vorausgegangenem Leben, sich ähnlich bei den jeweiligen Personen zeigt. ;-D ;-)

    Zitat

    Die Wohnung kann erst mal weitere 4 Wochen nicht gekündigt werden, da ja noch jemand gg. die Kündigung Widerspruch einlegen könnte...

    Ach so, ich hatte das anders verstanden.


    Ich habe damals jeden einzelnen Schrankinhalt und jede Ecke selbst leer geräumt. Viel Brauchbares existierte sowieso nicht mehr. Alle Papiere wurden zum Durchsehen in Kisten in meinem Keller zwischengelagert. Ich habe einige Erinnerungsstücke behalten, die Kinder etwas Geschirr bekommen. Alles andere habe ich in Müllsäcken für die Firma stehen lassen bzw. zur Deponie geschafft.

    Zitat

    Ich habe es mittlerweile aufgegeben, da noch aufzuräumen.

    Hihihi, da habe ich aber ein wenig länger durchgehalten. Nur das die Unordnung in ihren Schrank nicht durch meine Mutter verursacht wird (sie geht da schon lange nicht mehr ran), sondern durch das Personal. Aufräumen tue ich gezwungenermaßen nur noch, wenn angeblich keine Hosen oder Pullover mehr da sind. ??sie trägt wegen des Katheters nur noch Jogginghosen. Apropos, den Katheter hat sie nach ca. 3 Jahren bekommen.??

    Zitat

    Das ist ja dann für die alteingesessenen Bewohner wie deine Mutter auch immer ganz schön Stress und Umstellung.

    Für meine Mutter zum Glück nicht, da sie sich ja sowieso keine Gesichter (auch nach Jahren die der Schwestern nicht) merken kann. Stressig sind für sie nur laute, penetrant nervende Mitbewohner.

    Zitat

    Ich war jetzt bisher immer an den Samstagen da u. habe da keinen einzigen Besucher angetroffen. Aber es kann natürlich auch sein, dass sich vieles in den Zimmern abspielt, was ich ja nicht beurteilen kann.

    Ich auch meistens. Wenn mein Mann es einrichten kann

    ziehe ich aber den Freitag vor. Da habe ich früher Feierabend. Dann ist die Chance größer, noch dieses oder jenes mit dem Personal zu klären.

    Zitat

    Vorgestern habe ich mich ja auch ein bisschen über den Betreuer geärgert…

    Wenn die wichtigen Dinge alle geregelt sind, kann er nicht mehr so viel abrechnen. Das ist dann ja nicht mehr so lukrativ, wie in der Anfangszeit.


    Nein dich kann -soweit ich weiß- niemand zwingen, diese Aufgabe zu übernehmen.

    Zitat

    Aber ich ärgere mich darüber, wenn sie dann wieder sehr verletzend wird, vor allen Dingen, weil sie dann sich selbst zugleich fast immer in einem besonders guten Licht darstellt…

    Trotz Demenz wird sich der Charakter eines Menschen nicht grundlegend ändern.


    Dass mit dem dickeren Fell wurde hier ja schon mehrfach geschrieben. Sage dir, es ist völlig egal, was sie sagt. Es hat KEINEN Einfluss auf dich.

    Zitat

    Was mich auch nervt: Das Heim hat mich nun mittlerweile schon 3 x angerufen. … Irgendwie habe ich so das Gefühl, dass da bei manchen immer noch nicht angekommen ist, dass meine Mutter einen Betreuer hat

    Naja, Du bist trotz allem die Tochter. Und manche Dinge sind in ihren Augen wohl eher bei dir aufgehoben, als bei einem Fremden. Du solltest das dem Personal zwar immer wieder mitteilen, aber sich darüber aufzuregen ist vergebliche Mühe. ??Mich ruft z.B. das Heim regelmäßig wegen Nichtigkeiten vormittags zu Hause an. Jedem normal denkenden Menschen sollte klar sein, dass ich zu dieser Zeit im Büro bin. Ich habe es inzwischen aufgegeben, darauf hinzuweisen, sondern lasse mir stattdessen durch unsere Telefonanlage eine E-Mail zusenden??

    Zitat

    Außerdem würden die in dringenden Fällen ja nicht nur 1 x hier anrufen

    So sieht's aus. Wenn ich zurückrufe, wissen sie oft nicht mal mehr, weshalb überhaupt angerufen wurde.

    @ Caramala:

    Zitat

    So kenne ich das auch. Es gibt wohl einen gemeinsamen Demenzhimmel, der je nach vorausgegangenem Leben, sich ähnlich bei den jeweiligen Personen zeigt. ;-D ;-)

    Wahrscheinlich. ;-D Ich war heute bei ihr und zu mir war sie wieder sehr friedlich und lieb. Ich habe ihr ein kleines Osternest mitgebracht. Außerdem wurden auch gerade kleine Osternester im Heim verteilt, von der Alltagsbegleitung, dich persönlich kenne u. mit der ich auch per du bin. Sie hat von ihr geschwärmt. Meine Mutter ist dort sehr beliebt u. alle lieben sie. Sie hat wohl auch Ostereier bemalt u. da eine sehr große Geduld gezeigt, die eine Frau aus der Verwaltung will es sich mitnehmen. Ja, bei so Sisyphus-Arbeiten hat meine Mutter echt Talent, ich nicht - ich komme da eher nach meinem Vater. Geduld habe ich dafür ansonsten in vielen anderen Bereichen mehr, als meine Mutter es je hatte - wie auch mein Vater sehr viel Geduld hatte... :=o Ich habe ihr dann nochmal gesagt, dass es bei mir aber ganz anders aussieht u. wie sie mir ggü. immer aufgetreten ist. Ja, das kennt sie auch von Anderen u. das ist wohl ganz oft so. Zu Fremden war meine Mutter ja immer lieb und nett. Sie isst auch sehr gut u. immer alles auf. ??Außerdem meinte sie, dass wohl ihre Hosen zu eng werden, denn sie würde sie immer aufmachen. Habe dann gesagt, dass sie das schon ne ganze Weile macht, weil sie immer Bauchschmerzen hat. Auch das ist von anderen Heimbewohnern bekannt. Nächste Woche ist ein Kleidungsbasar, dann werden sie ihr Hosen mit Gummizug kaufen, davon hat sie ja nicht so viel.??

    Zitat

    Ach so, ich hatte das anders verstanden.

    Da bist du nicht die Einzige. Auch ich hatte es so verstanden, dass der Beschluss nun endgültig ist. Erst der Betreuer sagte mir, dass erst die 4 Wochen Widerspruchsfrist abgewartet werden müssen u. dann gibt es nochmal einen neuen und dann endgültigen Beschluss zur Kündigung der Wohnung. Das ist wirklich ein totaler Bürokratenirrsinn! %-|

    @ Taps:

    Zitat

    Ich habe damals jeden einzelnen Schrankinhalt und jede Ecke selbst leer geräumt. Viel Brauchbares existierte sowieso nicht mehr. Alle Papiere wurden zum Durchsehen in Kisten in meinem Keller zwischengelagert. Ich habe einige Erinnerungsstücke behalten, die Kinder etwas Geschirr bekommen. Alles andere habe ich in Müllsäcken für die Firma stehen lassen bzw. zur Deponie geschafft.

    Erinnerungen werden wir uns auch noch mitnehmen. Fotos haben wir nun schon reichlich mitgenommen. Mein Vater hat auch noch zig Dias, die sind ja irgendwann dann auch unbrauchbar u. uns fehlt der Platz. Das ist zwar sehr schade - sind ja auch Kindheitserinnerungen dabei, die schön waren - aber diese werde ich auch noch entsorgen. Muss mal schauen, ob man das mit in die Restmülltonne machen kann. ":/ Ansonsten werde ich die Bekleidungsstücke etc., dann wohl auch in Säcke machen. Das ist ja dann einfacher, wenn sie nicht alles erst ausräumen müssen u. dann auch kostengünstiger.

    Zitat

    Hihihi, da habe ich aber ein wenig länger durchgehalten. Nur das die Unordnung in ihren Schrank nicht durch meine Mutter verursacht wird (sie geht da schon lange nicht mehr ran), sondern durch das Personal. Aufräumen tue ich gezwungenermaßen nur noch, wenn angeblich keine Hosen oder Pullover mehr da sind. ??sie trägt wegen des Katheters nur noch Jogginghosen. Apropos, den Katheter hat sie nach ca. 3 Jahren bekommen.??

    Darauf hat mich die Alltagsbegleitung heute auch angesprochen. Aber bei uns ist es schon meine Mutter, die den Schrank "verwüstet", sie zieht sich wohl am Tag 5 x um und die Pflegekräfte finden dann nichts mehr. :=o Die Alltagsbegleitung hat nun den Schrank aufgeräumt u. sie haben den Schlüssel nun abgesteckt u. an einen Haken neben den Schrank gehangen. Ich denke, dass meine Mutter das nicht realisieren wird, dass er da hängt. Sie zieht sich wohl auch schon immer vorm Abendbrot alles aus... :=o ??Das wird ihr wohl früher oder später auch nicht erspart bleiben. Pippi ist bei ihr ein ganz großes Thema. Sie redet ständig davon, dass es blöd ist, dass man da immer gehen muss. Als ich dann meinte, dass sie doch ein eigenes Klo hat, meinte sie, dass sie dort aber gar nicht war, sie war irgendwo "oben" (nie und nimmer, denn sie geht nicht alleine in den Lift) und war dort u. dort ging das viel besser. Habe dann auch noch gesagt - auch, wenn das absolut keinen Sinn hat - dass doch jeder irgendwann mal Pippi muss...??

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    Für meine Mutter zum Glück nicht, da sie sich ja sowieso keine Gesichter (auch nach Jahren die der Schwestern nicht) merken kann. Stressig sind für sie nur laute, penetrant nervende Mitbewohner.

    Meine Mutter sieht in jedem Gesicht immer Verwandte oder Bekannte. Toll, wenn man mit 80-Jährigen oder älter verwechselt wird... ]:D :=o

    Zitat

    Ich auch meistens. Wenn mein Mann es einrichten kann

    ziehe ich aber den Freitag vor. Da habe ich früher Feierabend. Dann ist die Chance größer, noch dieses oder jenes mit dem Personal zu klären.

    Da ich es nicht weit habe, wäre das ansich für mich kein Problem. ??Mein Mann hätte aber, wenn es weiter weg wäre, auch, wenn er Zeit hätte, wahrscheinlich nur wenig Zeit...?? :=o

    Zitat

    Wenn die wichtigen Dinge alle geregelt sind, kann er nicht mehr so viel abrechnen. Das ist dann ja nicht mehr so lukrativ, wie in der Anfangszeit.

    Genau. So sehr ich auch mit ihm zufrieden bin, aber das hat mich doch schon irgendwie geärgert, weil es so rüber kam, wenn er jetzt nicht mehr so viel Geld bekommt, kann ich das ja wieder machen. Andererseits hat er eben auch Verständnis gezeigt, wenn es mich psychisch dennoch zu sehr belastet. Der Jüngste ist er eben auch nicht mehr, hätte ihn aber mindestens 10 Jahre jünger geschätzt. Und er hat es sich ja nun mal selbst so ausgesucht.

    Zitat

    Nein dich kann -soweit ich weiß- niemand zwingen, diese Aufgabe zu übernehmen.

    Na, das hoffe ich auch nicht. Und wenn doch, so gibt es ja immer noch ärztliche Gutachten...

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    Trotz Demenz wird sich der Charakter eines Menschen nicht grundlegend ändern.

    Das ist mir natürlich klar. Meine Therapeutin meinte ja auch schon zu mir, im Alter verstärken sich dann nochmal die Charakterzüge.

    Zitat

    Dass mit dem dickeren Fell wurde hier ja schon mehrfach geschrieben. Sage dir, es ist völlig egal, was sie sagt. Es hat KEINEN Einfluss auf dich.

    Das sage ich mir auch die meiste Zeit. Heute lief es auch ganz gut. Aber dann gibt es eben wieder Phasen, wo es mich doch wieder mehr verletzt. Im Großen und Ganzen läuft es aber jetzt schon viel besser u. ich komme besser mit der Situation klar. Es macht schon sehr viel aus, dass ich nicht mehr so viel Verantwortung habe.

    Zitat

    Naja, Du bist trotz allem die Tochter. Und manche Dinge sind in ihren Augen wohl eher bei dir aufgehoben, als bei einem Fremden. Du solltest das dem Personal zwar immer wieder mitteilen, aber sich darüber aufzuregen ist vergebliche Mühe. ??Mich ruft z.B. das Heim regelmäßig wegen Nichtigkeiten vormittags zu Hause an. Jedem normal denkenden Menschen sollte klar sein, dass ich zu dieser Zeit im Büro bin. Ich habe es inzwischen aufgegeben, darauf hinzuweisen, sondern lasse mir stattdessen durch unsere Telefonanlage eine E-Mail zusenden??

    Es war die Alltagsbegleitung. Sie wollte nur nochmal was zu der Biographie meiner Mutter wissen. Nicht, dass ich die denen schon umfassend gegeben hätte

    . %-| Nun, jetzt ist das hoffentlich auch geklärt. ??Ob bei unserem Telefon geht, dass man Mails zusendet, weiß ich jetzt gar nicht. Um das Technische, was Internet u. Co. angeht, muss ich mich immer kümmern, auch, wenn mein Mann ansonsten technisch sehr versiert ist, aber von Internet hat er nicht so viel Ahnung. Da habe ich mich jetzt noch nicht so genau mit befasst.?? ;-)

    Meine Mutter denkt übrigens, dass sie in ihrer alten Heimat ist u. meinte heute auch, dass sie von dort schon ganz viele besucht hätten. Ich habe sie in dem Glauben gelassen...

    Zitat

    Toll, wenn man mit 80-Jährigen oder älter verwechselt wird... ]:D :=o

    Mach dir nichts draus. Meine Mutter hat mich am Wochenende zur Abwechslung mal wieder völlig ignoriert. ??Hat sich meinen Mann geschnappt und ist mit ihn losgezogen. Und war dann richtig sauer, als er sich verabschiedet hat. Keine Ahnung, ob sie ihn für ihren Mann oder Vater gehalten hat.??

    Hallo,


    es freut mich, dass sich die Situation halbwegs entspannt hat. Ich würde auch sagen: solange es dir gut damit geht, besuche sie ruhig öfter.


    Ich wollte nur noch kurz etwas dazu sagen, warum immer bei dir angerufen wird, obwohl deine Mutter doch einen Betreuer hat. Ich würde nämlich vermuten, dass das auf vorangegangenen Erfahrungen der Mitarbeiter in den diversen Einrichtungen beruht. Meine Mutter ist Arzthelferin, ihre Chefin betreut unter anderem auch ein kleines Heim hier in der Umgebung. Fast alle dort untergebrachten Personen haben einen gesetzlichen Betreuer. Und während es bei dir so ist, dass ihr offenbar wirklich einen super Betreuer erwischt habt, der sich auch tatsächlich kümmert, ist das zumindest hier leider in 99% der Fälle nicht der Fall. Hier machen das meistens Sachwalter-Vereine (bei uns heißt das Sachwalterschaft) oder Rechtsanwälte / Notare, wobei es z.B. Rechtsanwälte gibt, die parallel zwischen 150 und 200 Betreuungen am Laufen haben! Neben der normalen Kanzleitätigkeit, da kannst du dir also denken, wie viel Zeit für jeden einzelnen bleibt. Viele haben die ihnen anvertrauten Personen gerade ein einziges mal für 5 Minuten gesehen (und nein, das Betreuungsgericht interessiert das überhaupt nicht). Was ich damit sagen will: wenn bekannt ist, dass es noch Familie oder Freunde gibt, versuchen es die Mitarbeiter mit allem, wofür keine Unterschrift benötigt wird, immer zuerst dort, weil das unter Umständen viele Scherereien erspart. Und deshalb fragen auch die Gerichte lieber 10 oder 100 mal nach, ob es nicht doch einen Verwandten gibt, der diese Aufgabe übernehmen kann. Ich verstehe, dass es dich belastet, wenn man dich immer wieder anruft und fragt, ob du dich nicht vielleicht doch um dieses und jener kümmern kannst, aber das tut sicher keiner um dich absichtlich zu verletzen. Ich würde einfach alle Nummern bis auf die der Heim-Leitung / Stationsleitung und des Betreuers blockieren / ignorieren - wenn wirklich was ist, wird man dich schon informieren. Und zwingen, dass du die Betreuung übernimmst, kann dich natürlich niemand.


    alles Liebe,


    katha

    @ Taps:

    Zitat

    Mach dir nichts draus. Meine Mutter hat mich am Wochenende zur Abwechslung mal wieder völlig ignoriert. ??Hat sich meinen Mann geschnappt und ist mit ihn losgezogen. Und war dann richtig sauer, als er sich verabschiedet hat. Keine Ahnung, ob sie ihn für ihren Mann oder Vater gehalten hat.??

    Ich war bisher einmal nicht alleine bei ihr und das war gleich in der ersten Woche, als sie neu im Heim war. Da hat sie mich auch ignoriert. ??Aber in dem Falle kann ich es noch verstehen, meine Nichte mit ihrem Jüngsten (zu der Zeit gerade genau 9 Monate) war mit. Da war ich natürlich abgeschrieben.?? Ob das immer so sein würde, wenn noch jemand anderes dabei ist, kann ich nicht sagen. Mein Mann hat sie seit dem 08.02. nicht mehr gesehen. (1 Tag, nachdem sie so durchgedreht war) Würde sie ihn mal wiedersehen, wäre ich möglicherweise auch abgeschrieben, denn zuletzt war er der Beste, obwohl sie ihn vorher nie sonderlich gemocht hat. ;-D


    Ich war heute dort und muss sagen, dass sie mich heute mal wieder ganz schön genervt hat. Sie war nur am nörgeln u. alles wieder 1000 Mal erzählen... Ihr gefällt es dort in keinster Weise, alle schreien rum ??(ich habe dort noch keinen rumschreien hören u. glaube es auch nicht. Es beschäftigen sich auch immer alle mit ihr u. als ich kam, hat ein Alltagsbegleiter mit ihr gerade Tierbücher angeschaut u. ihr erklärt. Die Alltagsbegleitung, die ich kenne, hat mir auch Mantras gezeigt, die meine Mutter angefangen hat, zu malen, hatte dann aber keine Lust mehr. Und Eier hatte sie vor Ostern auch bemalt u. davon eins einer Frau aus der Verwaltung geschenkt, weil es ihr so gut gefiel u. sie meine Mutter liebt.)??, der Kakao war kalt, der Kuchen schmeckte nicht, die Leute hätten ihren Kuchen geklaut, den meine Tochter und ihr Freund mitgebracht haben ??(da wusste ich aber, dass das nicht stimmt, sie hat 3 Stücken angebissen u. dann alle selbst aufgegessen, das hatte sie mir aber schon das letzte Mal erzählt)??, dann waren heute Männer da, die sie ausgefragt haben und wissen wollten, wie alt sie ist, wo sie geboren ist, was sie in der Stadt macht, etc. und sie hat es total aufgeregt u. sie meinte, sie wäre da sehr böse geworden. So, wie die Alltagsbegleitung meinte, war wohl heute jemand von der KK da. Kann ja nur der MDK gewesen sein, was ich aber nicht so recht verstehe, denn der Betreuer meinte auf meine Anfrage Anfang letzter Woche schon, dass der MDK schon da war u. ihm aber noch kein Ergebnis vorliegt. ":/ Dann hat sie mich dauernd damit genervt, dass ich von ihrem Kuchen kosten soll u. ihrem Kakao. Ich habe tausend Mal nein gesagt... Na ja, sie hat mir das alles in Dauerschleife gesagt, bis ich dann genug hatte u. heim bin... %:| Lustig war aber, dass sie mir erzählte, dass sie dort die ganze Zeit noch nie ein Brötchen bekommen hat (das kann schon gut möglich sein, dass die Bewohner dort eher keine Brötchen bekommen, da die meisten eine Prothese haben, was ich aber nicht weiß. Normalerweise können sie ja auch dort sagen, was sie zu essen haben wollen, es gibt ja jede Woche einen Speiseplan.) und dass sie ja sowieso noch nie dort was zu essen bekommen hat. ]:D Da habe ich mich dann allerdings dazu hinreißen lassen, zu sagen, dass das nicht stimmen kann, da sie sonst schon längst verhungert wäre. Da hat sie mir dann sogar zugestimmt. Auf der anderen Seite hat sie mich schon eingeladen, doch auch mal zu kommen, wenn sie dort so laut Musik machen. ;-) ??Mit Pipi gehen hat sie es auch immer. Da fängt sie jedes Mal wieder damit an, dass man ja immer gehen muss u. dass das blöd ist, genauso mit Stuhlgang, da erzählt sie mir haarklein, wie das ist. Wenn ich dann sage, dass sie doch ein Klo auf dem Zimmer hat u. ja jeder mal gehen muss, kommt dann: "Ja, das weiß ich doch! Es gibt ganz viele Klos hier!" Sie geht aber nie auf ihre Toilette. Na ja, sie ist ja auch ständig auf Achse, kein Wunder, dass sie da ihr Zimmer u. dementsprechend auch die Toilette nicht findet. Sie wollte auch partout nicht auf die Toilette vorher gehen, als wir rausgegangen sind. Obwohl sie da das eine Mal ganz schön musste, wo sie vorher verneint hat.?? :=o

    @ Katha:

    Zitat

    es freut mich, dass sich die Situation halbwegs entspannt hat. Ich würde auch sagen: solange es dir gut damit geht, besuche sie ruhig öfter

    Also, mir reicht das 1 x in der Woche u. ich vermisse da auch nichts. Ich rufe sie auch nie an. Dafür wird sie ja von anderen angerufen. Wenn was ist, habe ich es ja nicht so weit.

    Zitat

    Ich wollte nur noch kurz etwas dazu sagen, warum immer bei dir angerufen wird, obwohl deine Mutter doch einen Betreuer hat. Ich würde nämlich vermuten, dass das auf vorangegangenen Erfahrungen der Mitarbeiter in den diversen Einrichtungen beruht. Meine Mutter ist Arzthelferin, ihre Chefin betreut unter anderem auch ein kleines Heim hier in der Umgebung. Fast alle dort untergebrachten Personen haben einen gesetzlichen Betreuer. Und während es bei dir so ist, dass ihr offenbar wirklich einen super Betreuer erwischt habt, der sich auch tatsächlich kümmert, ist das zumindest hier leider in 99% der Fälle nicht der Fall. Hier machen das meistens Sachwalter-Vereine (bei uns heißt das Sachwalterschaft) oder Rechtsanwälte / Notare, wobei es z.B. Rechtsanwälte gibt, die parallel zwischen 150 und 200 Betreuungen am Laufen haben! Neben der normalen Kanzleitätigkeit, da kannst du dir also denken, wie viel Zeit für jeden einzelnen bleibt. Viele haben die ihnen anvertrauten Personen gerade ein einziges mal für 5 Minuten gesehen (und nein, das Betreuungsgericht interessiert das überhaupt nicht). Was ich damit sagen will: wenn bekannt ist, dass es noch Familie oder Freunde gibt, versuchen es die Mitarbeiter mit allem, wofür keine Unterschrift benötigt wird, immer zuerst dort, weil das unter Umständen viele Scherereien erspart. Und deshalb fragen auch die Gerichte lieber 10 oder 100 mal nach, ob es nicht doch einen Verwandten gibt, der diese Aufgabe übernehmen kann. Ich verstehe, dass es dich belastet, wenn man dich immer wieder anruft und fragt, ob du dich nicht vielleicht doch um dieses und jener kümmern kannst, aber das tut sicher keiner um dich absichtlich zu verletzen. Ich würde einfach alle Nummern bis auf die der Heim-Leitung / Stationsleitung und des Betreuers blockieren / ignorieren - wenn wirklich was ist, wird man dich schon informieren. Und zwingen, dass du die Betreuung übernimmst, kann dich natürlich niemand.

    Danke für deine Erklärung! Das ist ja wirklich krass: 150 - 200 Betreuungen! :-o Da kann man ja niemanden gerecht werden! Ich dachte schon, bei meinem Betreuer, dass er viele zu Betreuende hat. Aber das sind bei ihm dann dagegen ja Peanuts. Das sind bedeutend weniger Leute, die er betreut.


    Die Anrufe waren aber nun eigentlich schon eher wg. Larifari. Die Biographie hatten sie ja nun schon in doppelter Ausführung (einmal persönlich von mir geschrieben u. einmal ausgefüllter Biographiebogen vom Heim). Da hätte es ja genügt, da mal genauer nachzuschauen. %-| Ich meine, wenn irgendwas ist, was sie wirklich nicht wissen können, ist das ja okay. Aber wenn ich alles doppelt und dreifach immer und immer wieder wiederholen muss, nervt mich das nur noch. :-X

    Zitat

    alles Liebe,

    Danke! @:)