Nach Dr. House Odyssee Diagnose Schlafapnoe trotz Therapie neurologische Symptome

    Hallo Ihr,


    nach einer abenteuerlichen fast ein Jahrzehnt dauernden Ärzte Odyssee hat mein Partner die Diagnose mittelschwere Schlafapnoe erhalten. Er hat jetzt ein cpap Gerät mit Maske und die Lebensqualität hat sich sehr verbessert. Dazu nimmt er einen Blutdrucksenker.


    Leider hat er zwischendurch immer noch , heute seltener, neurologische Ausfälle. Die Sprache verändert sich und er läuft unrund. Zum Teil hat er Erinnerungslücken.

    Ständig ist der Blutdruck erhöht und häufig errötet der Kopf.

    Kennt Ihr ähnliche Symptome und was wurde bei Euch festgestellt?

    Bei meinem Partner gibt es diesbezüglich keinen Befund, es ist auch keiner der Fachärzte sonderlich interessiert uns zu helfen. Das hiesige Schlaflabor ist in der Coronaversorgung, der Neurologe überfordert und auch der Kardiologe und Hausarzt wissen keinen Rat.


    Liebe Grüße


    Sunny.

  • 12 Antworten
    Sunnysideup10a schrieb:

    Leider hat er zwischendurch immer noch , heute seltener, neurologische Ausfälle.

    Was sagt denn der Neurologe dazu?


    Gibt es Befundberichte, was seht da drinn?

    Ist der Blutdruck dauerhaft erhöht oder gibt es Blutdruckspitzen in einer Art kurzzeitigem Anfall?

    Wenn ja, wie hoch?

    Hallo zurück,


    der Neurologe ist mit der Sache überfordert. Wir haben rausgefunden, dass er sich hauptsächlich um Demenzpatienten kümmert.

    Ein EEG war ohne Befund und ein MRT ebenfalls. (Zeitweilig wurde ein Hirntumor oder Schlaganfall vermutet, da bei den Ausfällen auch Erinnerungslücken bestanden. ) Der Neurologe hatte uns daraufhin empfohlen, die Ausfälle als stressbedingt zu akzeptieren. Zuvor hatte sie der Hausarzt mit Vitamin B Mangel erklärt.

    Durch den Tipp einer Gastro Enterologin, die auch nichts fand, haben wir in Richtung Schlaflabor geforscht. Dort teilte man uns mit (als das Schlaflabor noch arbeitete), dass eine Schlafapnoe mit massiven Atemaussetzern vorliegt, die die Symptome bedinge.

    Die Lebensqualität ist durch die nächtliche Beatmung sehr verbessert. Leider treten die neurologischen Ausfälle noch gelegentlich auf und machen uns Sorge.

    Der Blutdruck hat Anfallspitzen mit massivem Errötem des Kopfes. Der Blutdruck ist dann bei 140/150 und 80/95 trotz Ramipril.


    Liebe Grüße


    Sunny

    Sunnysideup10a schrieb:

    Ständig ist der Blutdruck erhöht und häufig errötet der Kopf.

    in dem zusammenhang fällt mir histaminintoleranz ein. passiert dieses erröten häufig in Verbindung mit bestimmten histaminhaltigen Lebensmitteln? das können z.b. lange gereifter käse, Rotwein, fermentierte lebensmittel, geräucherte fleischwaren, thunfisch etc. sein - wobei da wohl auch jeder recht individuell reagieren kann.

    Das ist ein Superhinweis. Das Rotwerden tritt häufig nach dem Essen auf und die Sachen, die Du ansprichst, liebt und isst mein Mann.:-) Von Histaminintoleranz hatte ich noch nie gehört.

    dann drücke ich dir die Daumen, dass ihr vielleicht auf der richtigen spur seid.

    da gibt es auch ein mittel, es nennt sich DAOSiN und ist ein nahrungsergänzungsmittel mit einem enzym (DiAminOxidase/DAO) dass den abbau von histamin aus der nahrung im Darm unterstützt. teilweise kann das helfen, soweit ich weiß - zumindest kann man dann auch mal "sündigen" in sachen histaminhaltige lebensmittel.

    Ich dachte gerade an Morbus Cushing. Google mal danach. Vielleicht passt das. Ansprechpartner wäre dann ein Endokrinologe.

    Hallo zurück,


    beim Nephrologen war er. Der hat nichts finden können.

    Der Hausarzt hat jetzt eine Untersuchung der Schilddrüse angeleiert. Die Schilddrüse wurde vor einiger Zeit schon mal untersucht, aber nicht nuklearmedizinisch. Das probiert der Hausarzt jetzt neu.

    Anfänglich stand ein Testosteronmangel im Raum, der hat sich eingependelt. Durch die Substitution und den Normalwert hat sich an der Schlafapnoe natürlich nichts geändert.

    Die obstruktive Schlafapnoe war verschleiert, da er nicht schnarcht und ich die Atemaussetzer nicht mitbekommen habe. Diese Untersuchung war ein totaler Versuchsballon der Endokrinologin, die beim Aufwiedersehen meinte, "vielleicht könnten Sie ja noch ein Schlaflabor aufsuchen". Das haben wir dann aus reiner Verzweiflung getan, ohne viel Hoffnung zu haben. Und der dortige Professor meinte schon nach der Auswertung von dem ambulanten Schlafmesser, das wäre mittelschwere obstruktive Schlafapnoe mit etlichen Atemaussetzern. Viele seiner Patienten würden bei Schlafapnoe erst total falsch behandelt, oft in Richtung Depression/Burnout und dabei hätten sie chronischen Schlafmangel. Diesen Schlafmangel kann man sogar riechen, so ein essigartiger Geruch. Der ist mir aufgefallen und ich habe recherchiert, aber leider keine Schlafapnoe als Ursache gefunden, die Ärzte konnten mir dazu nichts sagen.


    Liebe Grüße und Danke von uns!


    Sunny

    Hallo Ihr Lieben,


    Schilddrüse auch total unauffällig.

    Die Ärztin meinte jetzt, man solle Vitamin D Mangel checken lassen.

    Es ist zum Verzweifeln.


    Liebe Grüße


    Sunny

    Hallo zurück,


    nein, er trinkt überhaupt keinen Alkohol. Vitamin B haben sie vor einem Jahr mal gegeben, das ist jetzt normal.

    Das Ganze könnten auch Nachwirkungen von der schlimmen Schlafapnoe sein, der Körper braucht wohl Monate um sich zu regenerieren. Der Arzt im Schlaflabor meinte, es würde 3 Monate dauern und von alleine gehen :-). Im Netz habe ich einen Patientenbeitrag gefunden, er hat auch ab und zu Rückfälle in Form neurologischer Ausfälle. Ich frage mich, ob der hohe Blutdruck, die Unruhe und die Erschöpfung hinzunehmen oder behandlungsbedürftig sind. Vor Kurzem habe ich mit einer erfahrenen Schwester eines anderen Schlaflabors gesprochen, sie meinte, "ihre" Patienten würden eingestellt, kein Patient würde sich allein durch die Maschinenbeatmung einstellen.

    Wenn wir auf die Ärzte gehört hätten, würde mein Partner seit Sommer die Atemaussetzer als Streßproblem wegmeditieren. Das macht nicht unbedingt Zuversicht in Nichtstun!


    Liebe Grüße


    Sunny