Nerv getroffen bei Akupunktur?

    Hallo,


    es ist jetzt ca. 6 Monate her, dass ich am Bauch und an der Scham akupunktiert wurde. Seitdem spüre ich meine Bauchmuskeln nicht mehr und auch das "Bauchhirn" merke ich irgendwie nicht. Wenn mein Darm verdaut, höre ich das nur, aber merke es nicht mehr.


    An der Scham und innen drin bin ich auch taub.


    Während der Einstiche rund um den Bauchnabel spürte ich an den Einstichstellen starke Schmerzen und anstatt die Nadeln zu lockern (wusste damals noch nicht, dass das gemacht werden muss), meinte die Akupunkteuse nur "Das kann nicht sein" und ließ sie drin. Irgendwann hörte der Schmerz dann ja auch auf, aber nun merke ich eben gar nichts mehr.


    An der Scham tat es nicht so weh und dort verschwanden die Gefühle merkwürdigerweise auch erst ein paar Tage später! ???


    Wenn ich darüber nachdenke, dass sie was in meinem Körper kaputt gemacht haben könnte und da jetzt keine Nerven mehr sind, könnte ich wahnsinnig werden. Meine Stimmung schwingt zwischen Verzweiflung und Wut auf die Akupunkteuse. ]:D


    Meine Fragen: Gibt es nicht irgendeine Möglichkeit, eine Nervenschädigung nachzuweisen??? Die Akupunkteuse und auch mein Neurologe stehen auf dem Standpunkt, dass durch die Nadeln nichts passiert sein kann. Aber ich hab nunmal diese Beschwerden und bin mir sehr sicher, dass da Nerven getroffen wurden. Auch durch Spritzen kann es ja "Unfälle" geben...


    Hat vielleicht irgendjemand so etwas schon mal erlebt und einen Rat für mich? Danke!!!!

  • 18 Antworten

    Da man mit Akupunktur-Behandlung auch Schmerzen lindern kann, in dem die Nerven blockiert werden, kann es durchaus sein, dass Dein Therapeut aus Unwissenheit so eine Stelle getroffen hat.


    Lies mal auf dieser Seite nach, nehme Kontakt auf und schildere Dein Problem:


    http://www.naturheilkunde-anwendungen.de/akupunktur.php

    Zitat

    Seitdem spüre ich meine Bauchmuskeln nicht mehr und auch das "Bauchhirn" merke ich irgendwie nicht. Wenn mein Darm verdaut, höre ich das nur, aber merke es nicht mehr.


    An der Scham und innen drin bin ich auch taub.

    Das kann in der Tat *nicht* sein - die entsprechenden Nerven laufen nicht so oberflächlich, dass man sie mit Akupunkturnadeln erwischen könnte.


    Grüße

    vielleicht liegt die ursache ja ganz woanders und das zusammenauftreten ist rein zufällig. warst du schon mal beim orthopäden? taubheitsgefühlekönnen auch durch einen unbemerkten bandscheibenvorfall/vorwölbung oder einen sonstwie eingeklemmten nerv/blockierten wirbel hervorgerufen werden.

    Ok, ich traue mich mal:


    Ich gebe zu, dass die unterschiedlichen Beiträge euch verwirren müssen. Ich habe die Ereignisse und Erkenntnisse, die sich mittlerweile als "interessant" für den Krankheitsverlauf erwiesen haben und die Symptome mal chronologisch hintereinander aufgereiht. Es begann alles vor 13 Monaten:


    Schlage mit der linken Seite des Kopfes gegen die Wand und stürze auf Rücken und Steiß = Gehirnerschütterung (zweiwöchige Dauerübelkeit etc.) und Verschiebung und Verdrehung des Steißbeins.


    1 Tag später: suche wegen des Unfalls einen unbekannten Hausarzt auf (bin neu in der Stadt), welcher meint, mir den Nacken einrenken zu müssen, einen Tag nachdem mein Hinterkopf gegen die Wand geknallt war (Streckung des Nackens)


    ca. 3 Wochen später: täglich weiter fortschreitende Taubheit des äußeren Intimbereichs.


    in der Zeit danach: Frauenärztin beruhigt ("Stress").


    1 Monat später: Frauenärztin verschreibt östrogenhaltige Salbe, weil sie vielleicht annimmt, ich meine mit "kein Gefühl" keine Libido


    ca. 3 Wochen später: (Meine Scheide ist von der Salbe auf das Doppelte angeschwollen.) Beim Einführen der Salbe passiert es mir eines Tages, dass ein Stück kalte Salbe (ca. 13-15 Grad) ans Ende des Scheidengangs (Gebärmutter?) gelangt. Ich spüre ein Ziehen, danach ist auch IN der Scheide jetzt alles taub = Harngang, "Lust"-Nerv (dorsalis clitoris?), Enddarm.


    in der nächsten Zeit:


    - Gefühl kehrt in rechte Seite der Scham zurück


    - Taubheit breitet sich ins Gesäß aus, bzw. ich lege mir meinen "Hintern" taub: Immer öfter wache ich nachts von einem Gefühl auf, als ob wieder ein Nerv, auf dem ich gelegen hatte, "zerspringt". Jedes mal ist es dann so, dass ich auf irgendeiner Unebenheit gelegen habe (Falte im Bettzeug, Feder in der Matratze etc.) Ein Orthopäde diagnostiziert später eine Hochstellung der Hüfte, die ich mir während der letzten Wochen "zugezogen" haben muss, denn wegen der Beschwerden gehe ich total unnatürlich.


    - Empfindungsstörungen werden schlimmer, wenn ich mich normalschnell bewege. Gehe daher wie auf Eiern und bewege mich extrem vorsichtig. Höre auf zu sitzen, um "die Gegend" zu entlasten.


    ca. 5 Monate nach Ausbruch der Symptome: Werde ernst genommen und stationär aufgenommen (Neurologie: LP, MRT LWS, MRT BS), doch ohne Befund. Ärzte vermuten wieder psychische Ursachen.


    ca. 6 Monate nach Ausbruch der Symptome: Osteopath fragt mich, ob ich vielleicht in der Zeit bevor die Symptome aufgetaucht sind, einmal auf den Rücken oder den Steiß gefallen bin. (Hatte das vorher nicht in Zusammenhang gebracht, weil es ja schon 2-3 Wochen vorher passiert war!) Er diagnostiziert die Steißbeinfehlstellung (s.o.) und bringt das in Zusammenhang mit meinen Beschwerden. Korrigiert das Steißbein, aber die Beschwerden werden nicht besser.


    ca. 8 Monate n.A.d.S.: Akupunkturbehandlung an Bauch und rechte Seite Schambein. (Warum, weiß ich nicht, aber ich habe der Akupunkteuse damals vertraut.) (Seitdem Taubheit in Bauch und ein paar Tage später auch rechte Seite der Scham, und zwar auf irgendeine Art beunruhigender als auf der linken Seite. Dort merke ich irgendwie noch leichte Strukturen, schwer zu erklären. Ich habe wirklich die Befürchtung, dass dort was verletzt wurde, auch weil ich - in Folge einer OP - weiß, wie es sich anfühlt, wenn Nerven nachwachsen. Dieses Gefühl hatte ich dort auch einmal, aber es hörte leider wieder auf. Oder will mich mein Gehirn veräppeln? So etwas geht doch nicht, oder?)


    ca. 10 Monate n.A.d.S.: Anderer Osteopath entdeckt, dass mit oder in meinem Kopf etwas nicht stimmt und fragt mich, ob ich bei meinem Sturz auf den Rücken/Steiß auch auf den Kopf gefallen bin. (Hatte das nicht erwähnt!!) Ich erzähle ihm davon. Er macht "Tasttests" und es ergibt sich, dass meine linke Kopfhälfte irgendwie nicht reagiert. Sie fühlt sich "hohl" an. Ich war vorher immer auf meinen Unterleib fixiert gewesen, weil es wohl dort am allermeisten auffällt, wenn Gefühl "weggeht". Meine ganze linke Körperhälfte ist irgendwie kälter als die rechte. (Das hatte ich sogar zuvor schon einmal einer Ärztin gesagt, aber sie hat mich irgendwie nicht ernst genommen, wen wunderts.) Wenn ich mich mit dem Rücken vor eine Heizung stelle, wärmt sich die rechte Seite stark auf, die linke kaum. Jetzt im Winter, wenn ich Rollkragenpullover trage, fühlt es sich so an, als ob links gar kein Kragen wäre.


    Bin seither mehrere Male in Behandlung bei dem Osteopathen gewesen. Vor ca. 3 Wochen: Beim Kofferpacken machte es eines Abends "Plogg" in meiner linken Kopfhälfte und auf einmal strömte Leben dort hinein. (Was für ein Gefühl!) Auch meine linke Schulter füllte sich auf einmal mit Leben (wie ein Schwall) und wurde ganz warm. Da ich ja nun leider nicht ewig in dieser Stellung verharren konnte, wurde es irgendwann wieder wie vorher. Aber seitdem habe ich Hoffnung, dass zumindest in meinem Hals und meinem Kopf alles wieder gut werden könnte!!! Ich würde gern noch ein MRT der HWS machen lassen.


    So, was haltet ihr von dieser Geschichte? (Bitte denkt daran: Ich leide extrem unter dieser Angelegenheit, und das nun schon über 1 Jahr, und schreibe hier ganz bestimmt nicht aus Langeweile. Ich habe mittlerweile mehrere Tausend Euro für Behandlungen ausgegeben, nur zur Verdeutlichung, dass ich mich ganz gewiss mit diesem Thread nicht einfach nur lächerlich machen möchte.)

    @ H Rupp und LadyLuv:

    Die Kortisonsalbe schließe ich mittlerweile als Ursache aus. Es war nur so, dass ich an dem Tag, als das alles anfing, die Salbe angewandt hatte. Habe mich damit quasi selbst auf die falsche Fährte gelockt.


    Das Untergewicht (3 kg): Es war halt auch nur eine Frage von mir gewesen, ob es vielleicht "Schuld" sein könnte.

    Also ich würde sämtliche Salben, Akupunkturbehandlungen und Untergewicht als Ursache ausschließen. Bei diesem Sturz ist irgendetwas passiert. Wenn etwas bei den Wirbeln wäre, müsste es meines Wissens nach beidseitig sein. Wenn es im Kopf eine gewisse Stelle betrifft, dann ist es oft einseitig. Ich würde eher in diese Richtung weitergehen, nicht mehr an die Behandlungsversuche denken, da es vermutlich nicht daher kommt. Wenn du sagst, dass deine komplette linke Seite irgendwie taub ist, dann würde ich mal die Nerven untersuchen lassen. Falls da alles okay ist, würde ich in Richtung Kopf weitergehen. Kann natürlich auch sein, dass es zufällig zu diesem Zeitpunkt auftritt und eine einseitige Polyneuropathie ist, was ich nicht hoffen will und auch nicht wirklich denke.

    Zitat

    Bei diesem Sturz ist irgendetwas passiert.

    Dem möchte ich mich anschließen.


    Schau mal hier: http://www.trialsightmedia.com/exhibit_store/images/dermatome.jpg


    Du bist rücklings auf dein Kreuzbein und Steißbeingefallen. Hast die dabei einen einseitigen Beckenhochstand, eine Kreuzbeinfehlstellung und eine Subluxation des Steißbeins zugezogen.


    Dabei wurden aber nicht nur die Knochen verschoben sondern auch an den Nerven gezerrt und gequetscht.


    Und genau der Bereich enerviert die Geschlechtsregion. Daher deine Taubheit. Und die hast Du erst bemerkt, als alle anderen Strukturen langsam abheilten und keine Probleme mehr machten.