• Neurogene Blasenentleerungsstörung?

    Hallo, ich habe schon seit Jahren immer wieder Blasenentleerungsstörungen. In den Phasen ist das Wasserlassen schwer möglich, ich muss pressen und oft kommt dann nach dem Aufstehen noch Restharn nach. Wenn das Wasserlassen so erschwert ist, fühlt es sich auch an, als wäre die Harnröhre angeschwollen. Damit konnte mein Urologe aber nichts anfangen.…
  • 47 Antworten

    da Gibt es auch noch in Herne dr Ophoven zwecks Neuromodulation !!


    oder der Neurochirurg denn meine schickte mich sofort ins KH und dann gab es dort das volle Programm !! die nervus Pudendus wurde da auch gemessen und auch Liquorentnahme und etc , alles das Volle Programm

    Hi Drachenblut ich nehme zur Still legung der Blase Detrusitol / Tolterodin 8mg und das

    klappt super mit dem ISK nur da über den schattenspringen das musst du alleine !!!!!!!!

    Zitat

    Ich habe in der gesamten Wirbelsäule schon Befunde, aber lt. Orthopäde nichts, was die Missempfindungen erklären würde (da habe ich aber nur die Kribbelei/Taubheitsgefühle in den Gliedmaßen angesprochen, nicht das Blasenproblem, aber da er die Taubheitsgefühle/Kribbelei nicht ursächlich in den Befunden sieht, dürfte es auch keine Blasenprobleme machen). Zur MRT der LWS war ich erst letztes Jahr im Oktober. Zu meiner chronischen Diskupathie bei LW 4/5 mit leichter Rezessuseinengung und meiner chron. breitbasigen Potrusion BWK 12/LWK 1 sowie Hyperostosis triangularis illii, was ich schon seit ca. 20 Jahren habe, sind noch leichte Vorwölbungen in LW2/3 sowie LW 3/4 und eine Facettenasymmetrie/Hypertrophie LW 5/SW1 dazugekommen. Mit der unteren LWS habe ich auch seit Karfreitag wieder heftige Probleme, v. a. Dingen rechtsseitig. Lt. meiner Physio soll es vom ISG kommen. Zeitgleich fing wieder dieses Kribbeln/Nadelstiche unter den Zehen an, was lt. Orthopäde aber nicht durch die Befunde erklärbar ist. In der HWS hatte ich zuletzt 2012 eine MRT. Da war eine leichte

    Unkovertebralarthrose HWK5/6 mit minimalen Neuroforameneinengungen zu sehen. Zusätzlich hatte ich 2018 auch noch ein Röntgen der HWS, bei dem in diesem Bereich was zu sehen war, aber lt. Orthopäde nicht so schlimm und auch Osteochondrose der HWS. Erst meinte der Orthopäde, dass das Einschlafen des Kopfes, der Hände und der Lippe davon kommen könnte, später hat er es dann plötzlich wieder revidiert, bzw., zumindest das Einschlafen der Lippe. In der BWS war vor ca. 13 Jahren eine

    Skelorisierung sowie beginnende Randkantenanbauten Costovertebralgelenk

    der 10. Rippe links zu sehen, hinzugekommen ist dann 2017 noch eine Skoliose und Spondylose (beides im Röntgen) Außerdem habe ich Knick-Senk-Spreizfüße, Metatarsalgie und ein instabiles Fußgewölbe. Das sind jetzt nur die Befunde von Wirbelsäule und Füßen. Ich habe noch zahlreiche andere Befunde, aber bei EDS nicht wirklich so erstaunlich. Und da bin ich gegenüber manch anderen noch leicht betroffen.

    Du lieber Himmel, "leicht betroffen". Da ist ja so ziemlich alles defekt.


    Ich glaube grundsätzlich, dass der Orthopäde allein für dich nicht der richtige Ansprechpartner ist. Da gehört zumindest ein Neurologe mit ins Boot geholt. Oder eben ein Neurochirurg. Der ist so ein Zwischending, mal ganz platt ausgedrückt. Der kann eigentlich zu beidem etwas sagen.

    Probleme, die von der Wirbelsäule bzw. dem Rückenmark bzw. Spinalkanal kommen, sind vielfältig. Und was der eine kann, muss bei dem anderen nicht der Fall sein. Das kommt auf die Erkrankung, die Lage des Defekts und den Schweregrad der Schädigung an. Ich kann mit meinem Defekt beispielsweise laufen. So viel Glück hat nicht jeder.


    Ich möchte mich bezüglich deiner Diagnosen nicht zu weit vorwagen, aber einiges kommt mir bekannt vor.

    Wenn sich an der Bandscheibe oder auch dem Wirbelkörper etwas abnutzt, dann hilft sich der Körper selbst, indem er knöchernes Gewebe anbaut. Das dient ersatzweise der Stabilisierung. Meint es der Körper aber zu gut mit den Anbauten, dann kann der Spinalkanal eingeengt werden und das Gewebe drückt auf die Nerven. Und das verursacht Missempfindungen bis hin zu Lähmungen. So hat man mir das mal erklärt.

    Da liegt ja bei dir einiges im Argen. Bei mir ist der Defekt auch bei LWK 4/5 und ich habe eben diese Blasenprobleme und die Missempfindungen in den Beinen. Die Lage des Defekts an der HWS habe ich jetzt nicht auf dem Schirm. Aber das wirkt sich auf die Arme und das Genick aus.

    Und Skoliose ist grundsätzlich Mist.


    Was die Physio betrifft. Ich weiß, dass Physiotherapeuten sich uneins sind, ob bei Nervenbeteiligung überhaupt eine Therapie sinnvoll ist. Muskelaufbau keine Frage. Bewegung keine Frage. Wenn das aber zu einer weiteren Abnutzung führt, werden die neurologischen Beschwerden manchmal schlimmer. Das ist sehr kontrovers.


    Knick-Senk-Spreizfüße hab ich auch. Da hat man versucht mit Physio dran herumzudoktern. Gebracht hat das für mein Empfinden nichts. Irgendwie trägt das aber auch neben der Rückensache auch zur schlechten Durchblutung der Füße bei. Daher können die Missempfindungen auch stammen. Zumindest nach meiner Information. Aber Fußprobleme sollte der Orthopäde schon beurteilen können.

    Zitat

    Ich hatte mir damals (ist schon ein paar Jahre her) diese Einmalkatheter schon im Sanitätshaus geholt. Aber da sollte ich mir das im Sanitätshaus zeigen lassen, wie das geht. Und das wollte ich ungerne, da ich dort keinen kenne. Ich hatte eigentlich gedacht, dass mir das in der Praxis meines Urologen gezeigt wird, aber er meinte, sie würden das nicht machen. Hätten sie es mir dort gezeigt, wäre mir das vllt. leichter gefallen, weil ich die Praxis dort schon kenne und dann nicht vor ganz wildfremden Leuten die Hose runterlassen muss. Zudem hatte ich auch ehrlich gesagt Schiss, dass ich dann erst recht Blasenentzündungen bekomme, auch mein HA war der Meinung. Ich hatte einige Zeit mal ständig Blasenentzündungen, ist aber schon ein paar Jahre her.

    Kann ich verstehen, dass du das so nicht wolltest. Denn Tipp, den Weg über den Hersteller der Katheter zu gehen, hast du ja schon bekommen. Die haben geschultes Personal, die dir zeigen, wie das geht. Ich glaube, dass machen auch manchmal mobile Pflegedienste. Aber da müsstest du nachfragen. Ich habe das übrigens schon als Kind gelernt. Da ist die Schamgrenze natürlich nicht so hoch. Ich will nur damit sagen, dass das so schwer nicht ist.

    Mit den Blasenentzündungen hat dein Hausarzt nicht ganz unrecht. Aber bei sachgemäßer Hygiene wird durch intermittierende Selbstkatheterisierung die Häufigkeit von Blasenentzündungen sogar reduziert. Hat bei mir jedenfalls wunderbar funktioniert. Es ist eher der Restharn, der einen idealen Nährboden für Bakterien darstellt und zu Blasenentzündungen führt. Und wie gesagt: Ganz schlecht für die Nieren.

    Zitat

    Vielen Dank nochmal. Ich werde das dann mal abklären lassen, wenn sich die Lage etwas entspannt hat. Jetzt bekommt man auch nicht so einfach Termine bei Fachärzten, insofern es jetzt nichts bedrohliches ist.

    Facharzttermin ist doch immer ein Kunststück. ;-)

    Zitat

    Sorry für den Monstertext. Wollte aber auf alles eingehen, so dass du einen Überblick bekommst.

    Kein Ding. Ich hab das mal auf mehrere Posts verteilt, damit du durchblickst.

    Ist ja klar, dass bei so vielen Diagnosen ein längerer Text rauskommt. :-)

    LP hat mein Neuro bisher nie angesprochen. Ehrlich gesagt, war ich da auch nicht so böse drüber, nachdem ich hier schon öfter gelesen habe, dass man tlwse. wochenlang danach noch fiese Kopfschmerzen hat. Und einige Stunden oder den ganzen Tag dann die ganze Zeit auf dem Rücken im Bett liegen und nicht selbstständig auf die Toilette gehen zu dürfen, finde ich auch nicht so dolle. Mir war es schon bei zwei meiner OP' s ohne Blasenkatheter sehr unangenehm, dass ich wg. dem vielen Wasserlassen so oft klingeln musste. X-\

    Lupus ist ja eine rheumatische Erkrankung, so viel ich weiß. ANAs sind bei mir immer mal grenzwertig gewesen. Normwert war <1:80 und bei mir ist es immer mal 1:80. Also nicht negativ, aber auch nicht sonderlich erhöht, sondern genau auf den Punkt. Ich habe allerdings auch Hashimoto, da können die ANAs wohl auch erhöht sein. War auch mal eine Zeit lang beim Rheumatologen vor Jahren, da aufgrund der Gelenk- und Rückenschmerzen was rheumatisches vermutet wurde, zudem ich auch diese Ölflecken auf den Zehennägeln hatte, was bei Psoriasis gerne auftritt. Aber Blutwerte in diese Richtung und auf Polyarthritis sowie Morbus Bechterew (da die Antikörper), waren alle negativ, was bei rheumatischen Erkrankungen zwar nichts heißen muss, aber Rheumdoc schloss eine rheumatische Erkrankung damit aus. Ja, das Wort mit C kann ich auch langsam nicht mehr hören. Egal, welchen Fernsehsender man anschaltet und welche Zeitung man aufschlägt - das ist Thema Nr. 1. Klar, beschäftigt man sich tlwse. auch damit, aber auch nur, weil man nicht daran vorbeikommt. Blöd, dass du nun auf einen Termin in der Uniklinik länger warten musst. Was sollte dort untersucht werden? Sollte dort die LP gemacht werden? Wenn man im Moment nichts hat, was nun sofort behandelt werden muss, wird man hintan gestellt. Allerdings muss ich sagen, dass ich im Moment Arztbesuche auch - soweit möglich - vermeide. Gerade auch, weil ich seit über 1,5 Jahren sehr infektanfällig bin. Übermorgen habe ich allerdings einen Kontrolltermin beim Kardiologen, den ich auch wahrnehmen wollte. Insofern er nicht vorher noch absagt.

    Wie alt bist du denn? Ich werde in reichlich 4 Monaten 51. Ich habe das Problem schon länger, da wusste ich noch nichts von WJ. Hatte ja deshalb 2010 auch Blasenspiegelung und diese Urodynamikuntersuchung oder wie sich die schimpft. Periode habe ich zur Zeit auch keine, aber ich bin erst an ZT 67, da kann man noch nicht so viel sagen, ob sie für immer weg ist. Schön wäre es. :)z


    Da ich in der gesamten Wirbelsäule öfter auch mal Wirbelblockaden bekomme und auch im ISG, ist ja in dem Sinne dann tatsächlich was eingeklemmt. Die Taubheitsgefühle habe ich, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, noch nicht so lange wie das Blasenproblem. Ich habe diese Blasenprobleme aber auch unabhängig von Rückenschmerzen. Jetzt trifft es nur zufällig gerade mal zusammen. Muss ja aber nicht heißen, dass es nicht trotzdem vom Rücken kommen könnte, denn den BSV und die Vorwölbung in der LWS und im Übergang BWS/LWS habe ich schon seit mindestens 18 Jahren unverändert.


    Balkenblase hört sich auch heftig an. :°_ Wie meine Blase jetzt von innen aussieht, weiß ich nicht. Vom Echo her vor 2 oder 3 Jahren sah sie zumindest normal aus. (allerdings waren die Echos beim Urologen nie nüchtern. Keine Ahnung, ob das bei der Blase auch einen Einfluss auf die Sichtbarkeit hat) Bei einer Spiegelung sieht man aber vermutlich nochmal mehr.


    Im Moment wird es schwer sein, da einen Termin im Kh zu bekommen, wenn man kein Notfall ist. Ich drücke dir ganz feste die Daumen, dass es dennoch klappt. Würde mich freuen, wenn du weiter berichtest. :)*


    Die anderen Nachrichten beantworte ich später. Muss jetzt erst mal meinen Rücken etwas entlasten. Der ärgert mich heute ganz schön. Vom Gefühl her kommt es wohl eher vom ISG, als den Bandscheiben.

    Zitat

    Da ich in der gesamten Wirbelsäule öfter auch mal Wirbelblockaden bekomme und auch im ISG, ist ja in dem Sinne dann tatsächlich was eingeklemmt. Die Taubheitsgefühle habe ich, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, noch nicht so lange wie das Blasenproblem. Ich habe diese Blasenprobleme aber auch unabhängig von Rückenschmerzen. Jetzt trifft es nur zufällig gerade mal zusammen. Muss ja aber nicht heißen, dass es nicht trotzdem vom Rücken kommen könnte, denn den BSV und die Vorwölbung in der LWS und im Übergang BWS/LWS habe ich schon seit mindestens 18 Jahren unverändert.

    Wie gesagt, das Blasenproblem habe ich von Geburt an. Die Taubheitsgefühle seit ca. 10 Jahren. Wenn das tatsächlich von Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule herkommt, die auf die Nerven drücken, entwickelt sich das so Stück für Stück. Das ist nicht ungewöhnlich, dass da mal was dazukommt.

    Über einen so langen Zeitraum wird sich vielleicht doch was verändert haben und du hast ja leider gefühlt tausend Baustellen, die zusammentreffen.

    @ Drachenblut

    Ich werde dir die ganze Story mal senden, wenn ich Zeit habe.

    Meine Blase hat sich über die Jahre verändert bis hin zur Trabekelblase.

    IC Verdacht besteht auch.

    Und nö, die Balkenblase siehst du nur im schlimmen Fall bei einer Sono, am Anfang noch nicht.

    Manchmal fühlt sich das bei mir an als würde ich beim Pinkeln den Wasserhahn nicht richtig aufdrehen.

    Weisste was ich meine?


    LP sollte wegen Verdacht auf Borre gemacht werden.

    Aber wie du schon sagtest:

    Du liegst da mit BE, musst Wasser trinken, darfst nicht aufstehen und musst ständig auf den Pott.

    Geht gar nicht.

    Katheter kommt mir nicht in die Blase, eher gefriert die Hölle, oder wird es wird was an der Blase gemacht.


    Ich denke, dass es etwas mit Hormonen zu tun hat.

    Östrogendominanz, zuviel Histamin, Stress wegen der chronischen Blasengeschichte, Progesteronmangel.

    Ein Teufelskreis, aber die Symptome passen.

    Bei mir jedenfalls.


    ANAs waren 1:160

    Verdacht auf Lupus, deshalb Uniklinik zum Checken.

    Das war mein neuer Neurologe.

    Der hat mir endlich mal zugehört.

    Meine komischen LWS und HWS Probleme, bzw Verkrampfungen, Taubheitsgefühle hatte ich auch vor der Blasensache.

    Zieht sich 5 Jahre bei mir.

    Des Fachgebiet heißt neurourologie und die machen den Pinkel Test wo alles gemessen wird ohne das dich jemand sieht. Dauert halt lohnt sich und meist gibt's eine Zeitlang Tabletten die das ganze entspannen können. Ohne die Untersuchung da kann man nix sagen.

    Danke Fisch701. Da das schon einige Jahre her ist, als der Urologe mir diese Einmalkatheter empfohlen hatte, denke ich, es ist besser, dass ich das erst nochmal mit ihm bespreche, bevor ich da selbst irgendetwas anleiere.

    melb1985 schrieb:

    Ja, das kann zusammenhängen. Das geht alles von der Lendenwirbelsäule aus.

    Ja, das ist nicht so einfach, wenn man mehrere Fachärzte konsultiert. Kennt sich auch nur jeder in seinem Fachgebiet aus. Und die Zusammenhänge muss man sich dann als Laie mühsam selbst erarbeiten. Daher mein Tipp mit dem Zentrum für Rückenmarksverletzte. Da ist das ein bisschen vernetzter.

    Ich erlebe da allerdings oft das Gegenteil. Ich muss jedes Mal meine Krankheitsgeschichte runterbeten. Das nervt auch irgendwann ziemlich. Irgendwie bin ich mit meinen zahlreichen Baustellen doch scheinbar recht interessant.

    Es kann auch andere Ursachen haben als die LWS. Das ich eine Rückenmarksverletzung habe, denke ich nicht. Das hätte man sicher in der MRT gesehen. Danke auch nochmal für deinen Tipp mit Neurochirurg und Neurologen. Ich denke, dass diese Ansprechpartner am ehesten zu den Problemen Rücken/Blase passen. Hatte auch schon daran gedacht, mal das Beckenbodenzentrum hier im Klinikum aufzusuchen. Das ist sicher auch nicht verkehrt.

    melb1985 schrieb:

    Normal ist das aber auch nicht. Klingt nach überaktiver Blase, auch Reizblase genannt. Andere Bezeichnung ist Dranginkontinenz. Da kann man meines Wissens schon was machen. Aber so weit möchte ich mich da nicht aus dem Fenster lehnen. Das besprichst du besser mit deinem Urologen.

    Ich muss nachts in aller Regel überhaupt nicht. Und wenn, dann geht das grundsätzlich daneben. Durch meinen Rückenmarksdefekt spüre ich meine Blase kaum, erst recht nicht nachts. Wenn dich aber auch nachts der Druck aus dem Schlaf holt und auf die Toilette treibt, dann würde ich meinen, dass da keine massive Rückenmarkschädigung vorliegt. Aber ich bin kein Arzt.

    Mein Urologe hat mir 2010 LUTS diagnostiziert und vor 2 Jahren Dysurie. Wie gesagt, an eine Rückenmarksschädigung denke ich auch gar nicht.

    melb1985 schrieb:

    Du lieber Himmel, "leicht betroffen". Da ist ja so ziemlich alles defekt.


    Ich glaube grundsätzlich, dass der Orthopäde allein für dich nicht der richtige Ansprechpartner ist. Da gehört zumindest ein Neurologe mit ins Boot geholt. Oder eben ein Neurochirurg. Der ist so ein Zwischending, mal ganz platt ausgedrückt. Der kann eigentlich zu beidem etwas sagen.

    Probleme, die von der Wirbelsäule bzw. dem Rückenmark bzw. Spinalkanal kommen, sind vielfältig. Und was der eine kann, muss bei dem anderen nicht der Fall sein. Das kommt auf die Erkrankung, die Lage des Defekts und den Schweregrad der Schädigung an. Ich kann mit meinem Defekt beispielsweise laufen. So viel Glück hat nicht jeder.

    Das sehen die Ärzte anders. ;-) Für die Ärzte ist das alles nicht so schlimm. (gut, ich erzähle natürlich auch nicht jedem meine ganze Lebensgeschichte oder bringe gleich meine ganzen Befunde mit, das würde auch zu lange dauern) Es gibt genug Menschen, die schlimmer dran sind. Ich bin bei FB in einer EDS-Gruppe, da bin ich noch eine der Wenigen, die noch ganz gut weg kommt. Einige können nicht mehr laufen und sitzen im Rollstuhl und/oder sind noch mehr gebeutelt als ich und richtig schwer krank. Ich kann laufen und ich habe auch immer mal Phasen, in denen es mir relativ gut geht. Irgendwas ist immer, klar, aber es gibt schlimmeres.


    Lt. Befunden scheint nirgendwo ein Spinalkanal eingeengt zu sein. Die Skoliose ist nicht so stark ausgeprägt.

    melb1985 schrieb:

    Was die Physio betrifft. Ich weiß, dass Physiotherapeuten sich uneins sind, ob bei Nervenbeteiligung überhaupt eine Therapie sinnvoll ist. Muskelaufbau keine Frage. Bewegung keine Frage. Wenn das aber zu einer weiteren Abnutzung führt, werden die neurologischen Beschwerden manchmal schlimmer. Das ist sehr kontrovers.

    Mir geht es mit Physio besser als ohne. :-)

    melb1985 schrieb:

    Knick-Senk-Spreizfüße hab ich auch. Da hat man versucht mit Physio dran herumzudoktern. Gebracht hat das für mein Empfinden nichts. Irgendwie trägt das aber auch neben der Rückensache auch zur schlechten Durchblutung der Füße bei. Daher können die Missempfindungen auch stammen. Zumindest nach meiner Information. Aber Fußprobleme sollte der Orthopäde schon beurteilen können.

    Ich habe Einlagen. Aber die müssten auch wieder mal erneuert werden.

    melb1985 schrieb:

    Kann ich verstehen, dass du das so nicht wolltest. Denn Tipp, den Weg über den Hersteller der Katheter zu gehen, hast du ja schon bekommen. Die haben geschultes Personal, die dir zeigen, wie das geht. Ich glaube, dass machen auch manchmal mobile Pflegedienste. Aber da müsstest du nachfragen. Ich habe das übrigens schon als Kind gelernt. Da ist die Schamgrenze natürlich nicht so hoch. Ich will nur damit sagen, dass das so schwer nicht ist.

    Mit den Blasenentzündungen hat dein Hausarzt nicht ganz unrecht. Aber bei sachgemäßer Hygiene wird durch intermittierende Selbstkatheterisierung die Häufigkeit von Blasenentzündungen sogar reduziert. Hat bei mir jedenfalls wunderbar funktioniert. Es ist eher der Restharn, der einen idealen Nährboden für Bakterien darstellt und zu Blasenentzündungen führt. Und wie gesagt: Ganz schlecht für die Nieren.

    Ich werde das Ganze nochmal mit dem Urologen besprechen.


    Ja, das stimmt, einen Facharzttermin bekommt man auch sonst nicht so schnell.

    melb1985 schrieb:

    Wie gesagt, das Blasenproblem habe ich von Geburt an. Die Taubheitsgefühle seit ca. 10 Jahren. Wenn das tatsächlich von Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule herkommt, die auf die Nerven drücken, entwickelt sich das so Stück für Stück. Das ist nicht ungewöhnlich, dass da mal was dazukommt.

    Über einen so langen Zeitraum wird sich vielleicht doch was verändert haben und du hast ja leider gefühlt tausend Baustellen, die zusammentreffen.

    Ja, klar, es sind ja paar Sachen dazu gekommen. Aber die beiden neu dazugekommen Vorwölbungen in der LWS sind minimal und dürften keine Probleme bereiten. Gut, die Hypertrophie des Facettengelenks in der LWS schon. Das sieht der Orthopäde auch genauso. Die seit 18 Jahren bestehende Vorwölbung im Übergang von BWS/LWS und der Bandscheibenvorfall sind lt. Radiologen unverändert.

    Fisch701 schrieb:

    ja aber auf Termin krank werden geht nicht !!!!!!!!!!!

    Das stimmt. Interessiert aber manche Fachärzte trotzdem nicht, auch vor Corona schon. ;-) Beim Orthopäden wird man da immer an die orthopädische Klinik verwiesen. Da war ich einmal, das hat mir gereicht. Und wenn man jetzt nicht gerade ein Notfall ist, sieht es bei anderen Ärzten auch nicht anders aus, mit Ausnahme des HA' s.

    Da hast du ja auch schon was durch mit deiner Blase. :°_ Ja, den Wasserhahn nicht richtig aufdrehen, das passt bei mir im Moment auch ganz gut. Es plätschert dann so raus ohne dass da der Druck dahinter ist (also, kräftiger Strahl meine ich damit) und ich muss pressen, um es raus zu bekommen. Das habe ich immer mal phasenweise und meine ich mit den Blasenentleerungsstörungen.

    Belaqua schrieb:

    LP sollte wegen Verdacht auf Borre gemacht werden.

    Aber wie du schon sagtest:

    Du liegst da mit BE, musst Wasser trinken, darfst nicht aufstehen und musst ständig auf den Pott.

    Geht gar nicht.

    Katheter kommt mir nicht in die Blase, eher gefriert die Hölle, oder wird es wird was an der Blase gemacht.

    Ich hatte schon Borreliose. Wann das genau war, konnte man nicht so genau sagen. Da ich ständig Zecken habe, wenn ich nur mal bisschen durch den Wald oder über ne Wiese gegangen bin, habe ich mal die Blutwerte checken lassen. Da die IGM AK' s erhöht waren, hat mein damaliger HA gleich mit AB behandelt, weil es lt. den AK' s entweder eine ganz frische Infektion oder eine länger zurückliegende war. Eine frische konnte ich eigentlich ausschließen, zumal ich da zumindest bewusst keine Zecke wahrgenommen habe. An meinen Symptomen hat die AB-Einnahme auch nichts geändert im Endeffekt. Meine IGM AK' s in Bezug auf Borreliose sind immer erhöht. Das hatte ich 2013 auch dem Neuro gesagt (bzw., seinem Kollegen, weil mein Neuro nicht da war), als ich die einseitigen Missempfindungen hatte. Er hat abgewunken und meinte, dass das nichts zu bedeuten hätte. %-| Dann habe ich es bei meinem Neuro gar nicht erst erwähnt.


    Ich hatte nach meiner Darm-OP einige Tage einen Katheter liegen. Das war 2007 und da war auch schon auffällig, dass der Katheter recht schnell voll war, obwohl ich da 3 Tage weder essen noch trinken durfte, nur über Infusionen versorgt wurde. Da meinte einmal eine Krankenschwester auch, dass der Urin ja schon wieder zurück in die Nieren läuft. Ich hatte nach dem Ziehen tagelang fiese Schmerzen in der Harnröhre. Brauche ich auch nicht unbedingt nochmal. Aber so oft klingeln müssen, wg. der Pinkelei, ist mir auch sehr unangenehm.

    Belaqua schrieb:

    Ich denke, dass es etwas mit Hormonen zu tun hat.

    Östrogendominanz, zuviel Histamin, Stress wegen der chronischen Blasengeschichte, Progesteronmangel.

    Ein Teufelskreis, aber die Symptome passen.

    Bei mir jedenfalls.

    Das wäre ja noch eine relativ einfache - wenn auch trotzdem nervende - Erklärung. Ich drücke dir die Daumen, dass deine Symptome eine leicht behandelbare Ursache haben. :)*

    Belaqua schrieb:

    ANAs waren 1:160

    Verdacht auf Lupus, deshalb Uniklinik zum Checken.

    Das war mein neuer Neurologe.

    Der hat mir endlich mal zugehört.

    Ja, das mit dem Zuhören ist immer so eine Sache bei den Ärzten. V. a. Dingen, wenn man schon eine Odyssee durch hat, braucht man auch nicht noch doofe Kommentare und Schulterzucken. Ich drücke dir ganz dolle die Daumen, dass du bald einen Termin in der Uni bekommst. :)*

    Belaqua schrieb:

    Meine komischen LWS und HWS Probleme, bzw Verkrampfungen, Taubheitsgefühle hatte ich auch vor der Blasensache.

    Zieht sich 5 Jahre bei mir.

    Bei mir war es umgekehrt. Das Blasenproblem habe ich schon länger, die Taubheitsgefühle kamen erst später.


    Nitsrek74 schrieb:

    Des Fachgebiet heißt neurourologie und die machen den Pinkel Test wo alles gemessen wird ohne das dich jemand sieht. Dauert halt lohnt sich und meist gibt's eine Zeitlang Tabletten die das ganze entspannen können. Ohne die Untersuchung da kann man nix sagen.

    Vielen Dank Nitsrek74. @:) Hier im Klinikum gibt es ein Beckenbodenzentrum. Vllt. gibt es dann dort auch eine Neurourologie. Da kann ich mich ja schon mal schlau machen.