• Panik- und Anststörung (Kribbeln, Visual Snow, Schwindel)

    Ich habe schon mal einen Thread zu mir gemacht, möchte aber einen neuen starten mit besonderem Augenmerk auf Visual Snow (wie passend): Ich bin 25, Student und seit Ende Nov 03 studiumsmäßig sehr im Streß, da ich eine Prüfung einfach nicht schaffe und nur mehr einen Antritt über habe. Weiters flüchte ich mich in meinen Nebenjob, was dann manchmal…
  • 154 Antworten

    Hi blackpearl

    Ich kenne viele dieser Leider, vorallem die Kinogeschichte...ich glaube deine Neurologin liegt nicht so falsch...das Problem ist nur, daß uns das nicht weiterhilft...


    Ich selbst bin zur Zeit wieder weg von der Psycho-Schiene und gehe jetzt daran alles organische auszuschließen...


    Bei mir sind im Augenblick keine Schwindelanfälle auszumachen, dafür habe ich verstärkte Nachbilder und reagiere seltsam auf grelles Licht. Außerdem kribbelt und zuckt sein Wochen mein linker Unterschenkel (meist die Wade)...seltsame Symptome eben...


    Ich bin auch kein Fan, daß das alles psychisch sein soll...


    Es gibt neue Theorien, daß viele Panikattacken in Wahrheit Migräneanfälle sind und man die Aura einfach nicht mehr loswird...


    http://www.migraine-aura.org/DE/index.html


    bzw wenn du gut Englisch kannst


    http://p210.ezboard.com/bthosewithvisualsnow

    @Darksider

    Ich glaube schon, dass biologische Dispositionen die Anfälligkeit für gewisse Panik-/Angsterkrankungen erhöhen können. Einigen Studien zufolge treten solche Erkrankungen auch gehäuft in Familien auf. Welche Rolle genau (!) dabei aber die Verhaltens- bzw. Erziehungskomponente spielt, liegt wahrscheinlich eher im Dunkeln. Eine 'hypersensible' Wahrnehmung körperlicher Empfindungen beispielsweise mag anlagebedingt sein, was aber nicht heißen soll, dass man sich nicht auch in gewisser Weise selbst konditionieren könnte/sollte...


    Ich selbst litt schon einmal fast 6 Jahre lang an diesem Schwindel. Das ist zwar schon länger her, aber nun ist er wieder da...


    Auch damals eigentlich alle ärztlichen Untersuchungen ohne Befund. Ich dachte auch schon daran, das vielleicht auch erbliche Faktoren eine Rolle spielen könnten, da es in meiner Familie Epilepsie- und Migränepatienten gibt...


    Falls es dich interessiert, hier 2 Links zum Thema Migräne, Stress und Angst (vielleicht hast du's ja schonmal gelesen ;-) ):


    http://www.miginfo.de/molmain/main.php?docid=49


    http://www.miginfo.de/molmain/main.php?docid=278


    Gruß

    Danke!

    Bei mir in der Familie gibt es weder Krebs, noch Migräne oder Epilepsie...insofern wäre ich die Ausnahme...tja...


    Ich leide seit fast 3 Jahren darunter...

    EEG völlig normal...

    ...das heißt ich kann nun einige Dinge ganz oder zumindest fast ausschließen. Keine Epilepsie und keine Herderscheinungen...


    Tja, wenn ich mich jetzt noch zu einem MRT trauen würde...


    Ich hatte vor 2 Tagen eine Attacke, die ich so noch nie erlebte.


    Um ca. 3 Uhr nachts wachte ich auf, fühlte mich merkwürdig und spürte einen Anfall kommen. Plötzlich zitterte ich am ganzen Körper...das ist mir noch nie passiert. Ich mußte eine Stunde spazieren gehen, um meinen Körper wieder unter Kontrolle zu bringen...

    @ Darksider

    EEG ist bei mir auch völlig normal, ebenso CT...


    Ich würde mir diese zusätzlichen Untersuchungen an Deiner Stelle eigentlich ersparen (ich weiß ja nicht, welche Untersuchungen Du schon hinter Dir hast bzw. welche Ursachen man bei Dir schon ausschließen konnte). Meines Wissens kann man mit keiner dieser Methoden Stoffwechselstörungen im Gehirn nachweisen. Ich möchte Dir ja keine Diagnose stellen, aber um ebendiese Störung der Neurotransmitter(-verarbeitung) handelt es sich wohl bei Angst- und Panikerkrankungen. Dagegen sollen ADs bzw. SSRIs (z.B. Paroxetin, zugelassen für ebendiese Erkrankungen) helfen, meist in Kombination mit einer Verhaltenstherapie. Unterstützend bei Schwindelsymptomen gibt es auch physikalische Therapien, d.h. spezielle körperliche Übungen (Broschüren kann man beim Neurologen oder im Internet finden)...


    Wünsche Dir alles Gute,


    Gruß *:)

    Mal sehen...

    Danke für die Links, kenne sie schon, aber immer wieder lesenswert.


    Ich habe das jetzt fast 3 Jahre. Habe mir wegen des Vorfalls von der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag einen Hometrainer gekauft und seit ich damit trainiere, gehts mir besser, mal sehen ob das so bleibt...

    Die Angst vor der Angst

    Panikattacken sind sicherlich einer der unschönsten Erfahrungen die man machen kann, dennoch sind sie sehr gut therapierbar. Ich selbst habe panische Flugangst gehabt. Heute fliege ich ohne Probleme. Ja mir macht es sogar spaß. Das Problem an Panikattacken ist, dass wenn man eine durchlebt hat, bekommt man davor Angst, dass die nächste gleich ins Haus wandert. Dieses Problem nennt man die Angst vor der Angst. Ein ohne Behandlung nie endender Prozess der körpereigenen Folter. Es gibt aber sehr gute Hilfe. Die Psychotherapie ist bei manchen Betroffenen sicherlich eine gute Wahl. Bei mir hat sie leider nicht geholfen. Ich habe mich damals in die Hände eines erfahrenen Neurologen begeben. Die Behandlung erfolgte duch einen Serotoninwiederaufnahmehemmer; bei mir Seroxat. Ich habe in der Zeit der Einnahme vermehrte Panikattacken bekommen. Dies ist aber total normal bei einer medikamentösen Behandlung. Bei Seroxat setzt der Prozess sehr langsam ein. Ich bin persönlich auch kein Freund von chemischen Keulen, aber da ich selbst vom Fach bin, weiß ich dass die Medikamente sich in den letzten Jahren stark verbessert haben. Ich wünsche Euch allen eine gute Besserung. Kämpft nicht gegen die Angst an, und Ihr werdet feststellen, Sie kann euch nichts anhaben. :-)

    Ich möchte allerdings schon festhalten, daß Panik vorm Fliegen und Panikattacken aus heiterem Himmel zwei komplett unterschiedlicbe Probleme darstellen...


    Orts- und auslöserbezogene Panikattacken sind leichter zu bekämpfen als Attacken ohne Trigger...

    @ darksider

    Zitat

    Ich möchte allerdings schon festhalten, daß Panik vorm Fliegen und Panikattacken aus heiterem Himmel zwei komplett unterschiedlicbe Probleme darstellen...

    Das schon, aber die Ursachen sind meistens die gleichen.

    Zitat

    Orts- und auslöserbezogene Panikattacken sind leichter zu bekämpfen als Attacken ohne Trigger...

    Richtig, spezifische Phobien sind einfacher, gezielter ind schneller zu therapieren als ein generalisiertes Angstproblem.


    Viele Grüsse


    Lupo

    Grüner Tee...

    ...scheint bei Nachbildern zu helfen. Nur als Tipp für alle, die darunter leiden.


    Grünen Tee aber eher am Vormittag trinken, ist gesünder für den Körper.

    Depressionen, Angst und Panikstörung

    Hallo Leute,


    ich kenne auch alle eure Symtome, meine begleiten mich phasenweise schon mein ganzes Leben, die Ärzte konnten meistens nichts wirklich bedrohliches finden.


    Irgendwann vor ca. 2 Jahren wurd dies als Depression eingegliedert.


    Hab alle meine Symtome auch mal aufgeschrieben, es war ne ganze Din A4 Seite voll!!


    Nach Psychotherapie (Gruppentherapie) und Psychopharmaka hab ich es mit Reiki ausprobiert, was Anfangs sehr half, (totale Entspannung), doch nun hab ich aufgrund der Verschlechterung meines Zustandes und einer Empfehlung eine Micronährstoff - Blutuntersuchung meines Blutes auf eigene Kosten durchführen lassen.


    Dabei werden alle nervenrelevanten Bestandteile des Blutes analysiert und in Graphen eingeteilt, an denen man ablesen kann ob ein Stoff in zu niedriger (Mangel), ausgewogen (Norm) oder zu hoch (Überschuss) vorhanden ist.


    Diese Blutuntersuchung hat gezeigt, das massive Mangel oder Überschuss erscheinungen vorliegen, speziell für Stoffe die, die psychische Befindlichkeit, zentralnervöse Nervenerregbarkeit und die Hirnleistungsfähigkeit beeinflussen.


    Die Blutuntersuchung wird durch das Diagnostische Centrum für Mineralanalytik durchgeführt und kostet ca. 400€.


    Ich habe eine ausführliche Beratung mit Terapieempfehlung bekommen und probiere das jetzt mal aus.


    Ich glaube das dies vielen helfen kann, denn die Psycho Tabletten helfen nicht wirklich 80).


    Der Link zur Info lautet: www.diagnostisches-centrum@t-online.de


    Ich werde auf jeden Fall weiter über diese Therapie berichten.


    Wenn ihr Fragen haben solltet schreibt einfach.....


    MFG.....


    Shadowknight

    neuling

    hallo ihr lieben,


    hoffe, dieses forum wird noch hin und wieder besucht, bin gestern nacht zufällig auf dieses forum, speziell auf diesen thread gestoßen und habe mich durch die seiten gelesen, ohne auch nur einen eintrag auszulassen.


    der letzte eintrag liegt ja leider schon länger zurück, aber ich hoffe, dass ich von irgendjemandem bei gelegenheit ein feedback bekomme.


    also, ich habe nichts neues, keine neuen erkenntnisse beizusteuern, lediglich, die erfahrungen, die ich in letzter zeit gemacht habe.


    also, ich bin 32 jahre alt, angestellt in unserem kleinen familienunternehmen, 2.00 m groß und habe bis oktober 120 kg gewogen. weiterhin habe ich ein starkes alkoholproblem, trinke (besser trank bis vor zwei wochen) seit über 10 jahren im schnitt 6 flaschen bier am tag (mal mehr, mal weniger, aber JEDEN TAG, ohne einen tag pause!). weiterhin rauche ich seit meinem 18. lebensjahr, mittlerweile seit einigen jahren etwa 30 kippen am tag.


    ich denke, die ersten symptome einer panikstörung sind schon recht früh - vielleicht vor 6, vielleicht aber auch schon vor 10 jahren - aufgetreten. nur empfand ich die symptome stets als harmlos und vernachlässigenswert und betäubte aufkommende ängste gern im alkohol. das half immer! zumindest, abends, während ich trank.


    nun begann ich ende oktober abzunehmen, aß nurmehr einmal am tag (meist spät morgens, spätestens mittags), wobei sich mein alkoholkonsum abends noch steigerte (bier enthält kein fett und macht nicht dick! dick macht nur der hunger am nächsten tag, nachdem man abends viel getrunken hat). dazu begann ich zu joggen.


    bekomme gerade besuch, mache später weiter...

    nachdem ich begonnen hatte zu joggen und indessen 13-15 kg abgespeckt hatte, stellten sich anfang/mitte dezember erste probleme ein. während einer längeren zahnarztbehandlung bekam ich plötzlich einen heftigen schwindelanfall, just während einer kurzen pause, in der der zahnarzt im nebenzimmer einen anderen patienten behandelte und ich im behandlungsstuhl (liegend) wartete. mir wurde schwindelig und ich bekam angst, ohnmächtig zu werden. dieser zustand dauerte an, bis er zurück kam und begann mit mir zu sprechen und zu fragen, was mein problem sei. er öffnete das fenster, es wurde dann besser und wir konnten die behandlung fortsetzen. jedoch überkam es mich zwischendurch immer wieder. alles in allem dauerte diese attacke etwa 15-20 min. lang.


    ich kannte das durchaus von früher, hin und wieder hatte ich zuvor über die jahre speziell beim spazieren gehen leichte schwindelgefühle, die sich jedoch verflüchtigten, je näher ich dem geparkten auto kam. das auto war für mich das signal: "come on, da vorn steht dein auto, du fährst nach hause und alles ist gut." das funktionierte, und kam vielleicht 5 - 10 mal vor in den vergangenen 3 jahren, ich schob das auf meinen kreislauf. aber nach dem zahnarzt-erlebnis mitte dez. war alles anders. ich bekam die eben geschilderten anflüge wieder regelmäßig beim spazierengehen, einmal ganz schlimm, als ich mitten im wald unterwegs war, und die distanz zum am waldrand geparkten auto nach hinten wie nach vorne gleich lang war. ich war mitten im wald und dachte, hoffentlich fliegt's mich nicht gerade hier an. doch dann flog es mich an, und es war ein kampf über (lange) 5, vielleicht 8 minuten. dann ging es wieder besser.


    alles noch harmlos, das passierte den dez. hindurch vielleicht noch weitere 3 mal und dann kam silvester. ich hatte mittlerweile 20 kg abgenommen und hatte meine probleme bis dato ausschließlich auf die tatsache geschoben, dass ich in extrem kurzer zeit (2 monate) 20 kg abgenommen hatte, dabei noch mehr als sonst getrunken und geraucht hatte. das erschien mir im höchsten maße plausibel. doch am neujahrstag passierte es: silvester massenhaft getrunken (ca. 15 - 20 flaschen weißbier) von 18 - 6 uhr morgens, inkl. 6 - 10 uhr morgens zu hause nach der feier. dann kurz geschlafen und um 14 uhr das nächste bier und das fondue angeschmissen. mir ging's gut, ein bißchen betäubt vom alkohol vielleicht, sonst alles in ordnung. am geöffneten bier nuckelte ich 2 stunden herum, es schmeckte nicht, wurde warm und kaum leerer. um 16 uhr ging's dann los: es ging ganz langsam los... leicht taubes fühl im arm und der linken hand, kribbeln im kopf, ich sprang von der couch auf, ging hin und her, machte die seltsamsten dinge... fenster auf, frische luft einatmen, dann auf allen vieren rumkrabbeln, wieder auf die couch gesetzt, fing an vor mich hinzusummen, mich zu räuspern, mit mir selbst zu sprechen... es half alles nichts, meine arme fühlten dich an, als hingen schwere gewichte um die handgelenke, ich konnte mit der linken hand nicht mehr richtig greifen, wurde panisch... vater, mutter gerufen (wohnen im selben haus eine etage über mir) bin nur noch durch die gegend gekrabbelt, wollte nicht normal sitzen, wollte nur zusammen gekauert auf der erde liegen, fühlte mich so irgendwie noch am sichersten. meine gesamte linke körperhälfte war wild am zittern. das ende vom lied: notarzt, krankenhaus, aufnahme, interview, wo die beschwerden liegen.


    ich schilderte so gut ich in der panik, die sich allerdings im krankenhaus wieder leicht legte, meinen fall und verschwieg auch nicht, meine trinkgewohnheiten der letzten 10 jahre zu erwähnen. ich bekam dann zwei graue pillen, die mich extrem beruhigten und tierisch, aber angenehm müde machten. ich blieb eine woche im krankenhaus, bekam täglich meine pille, die wohl entzugserscheinungen unterdrücken sollen und eben auch beruhigen, die dosis wurde bis zum letzten tag auf null reduziert. mein herz-kreislaufsystem wurde eingehend untersucht ohne befund. tenor aller ärzte und eines psychaters: alkoholabhängig, panikstörung, bedarf dringend professioneller, psychologischer hilfe!


    nach sieben tagen hätten sie mich am liebsten direkt von der inneren auf die psychatrische station verlegt, aber ich wollte erstmal nach hause. hatte im übrigen ab dem dritten tag meines stationären aufenthalts hin und wieder leichte anflüge eines schwindelgefühls, wohl, weil die dosis jener pillen allmählich heruntergefahren wurde.


    eins war klar: kein alkohol mehr, was für mich natürlich in dem moment einer art todesurteil gleichkam.


    diese woche montag also entlassung aus dem krankenhaus, dann direkt zum hausarzt und mit ihm weitere vorgehensweise besprochen. er meinte, er würde eher vermuten, ich seine art gewohnheitstrinker, kein echter alkoholiker, aber einerlei; trinke jetzt seit zwei wochen nicht mehr, mein kernproblem ist jedoch nun die panikstörung. habe für montag nun einen ersten (vorstellungs-)termin beim psychologen, aber befürchte, dass ich auf grund der langen wartelisten noch lange warten muss, bis eine therapie starten kann. andererseits möchte ich mich nicht "ohne not", wenn es nicht unbedingt sein muss, in eine psychatrie begeben, weil ich befürchte, dass ich dort noch verrückter gemacht werden könnte (pillen etc.) ...


    habe mir für's erste schlaftabletten besorgt und bin nahezu störungsfrei durch diese woche gekommen. hatte die hoffnung, dass nun, da ich keinen alkohol mehr trinke, die symptome, überhaupt die beschwerden generell verschwinden, und bis jetzt sieht's auch danach aus. allerdings, nach lesen dieses threads scheint eine betreuung kaum abdingbar, und offensichtlich scheint es ja wohl so zu sein, dass man durchaus ein oder zwei jahre nahezu beschwerdefrei ist und dann kommt plötzlich und völlig unvermittelt von irgendwoher doch wieder der mann mit dem hammer.


    oder gibt es hier jemanden, der nach behandlung komplett geheilt ist?


    schöne grüße (und hoffe auf antworten, danke)