• Panik- und Anststörung (Kribbeln, Visual Snow, Schwindel)

    Ich habe schon mal einen Thread zu mir gemacht, möchte aber einen neuen starten mit besonderem Augenmerk auf Visual Snow (wie passend): Ich bin 25, Student und seit Ende Nov 03 studiumsmäßig sehr im Streß, da ich eine Prüfung einfach nicht schaffe und nur mehr einen Antritt über habe. Weiters flüchte ich mich in meinen Nebenjob, was dann manchmal…
  • 154 Antworten

    @ darksider

    hi, du bist ja hier quasi der wortführer im thread. nun wurde hier lange zeit nichts mehr gepostet. wie ging es dir in der zwischenzeit?


    ps... ob bier dick macht oder nicht ist ja hier auch völlig unwichtig, aber offensichtlich hat mein ausufernder bierkonsum starken einfluss auf meine psyche genommen... und ich hätte nie gedacht dass das so plötzlich kommen kann. es kam ja nicht wirklich plötzlich, aber irgendwie hatte ich über die jahre die leisen hilferufe überhört. aber am 1. januar kam alles mit solcher wucht, dass ich nicht mehr weghören konnte...

    es muss nicht immer die Psyche sein...

    Hallo!


    Habe diesen alten Beitrag gelesen und mich mit Darksider sehr gut vergleichen können. Bei mir ist auch schon seit mehreren Jahren eine permanente Symptomatik rund um Kopf, HWS, Schultern, Augen, Herz, Magen/Darm. Ich habe dementsprechend auch schon die üblichen Ärzte "durch", die mir nicht wirklich helfen konnten. Am besten bin ich mit Akupunktur und Homöopathie gefahren, damit war ich wenigstens für ein paar Wochen immer mal fast beschwerdefrei. Bis sich 2005 ein neues Symptom mit meinen Augen + Schwindel dazu gesellte. Ích fühle mich fast ständig wie kurz vor einem Migräne-Anfall: die Augen sind lichtempfindlich und bei hellen Lichtreizen wird mir schwindelig und schlecht. Ebenso bei sehr lauten Geräuschen. Diese Beschwerden konnten auch Nadeln und Globuli nicht lindern. Nachdem ich vor ca. 1 Monat nochmal mein Blut auf bestimmte Krankheiten untersuchen lassen habe (auch Borelia) und da nichts rauskam, habe ich im Netz recherchiert.


    Ich habe über Mouches-Volantes/Floaters gelesen (das sind so störende schwarze Schlieren im Sichtfeld) - die ich immer schon hatte, seit dem Migräne-Zustand gehen die mir aber extrem auf die Nerven - manchmal wird mir davon sogar schwindelig - und bin darüber auf das sog. Augenrauschen (Wiki) = Visual Snow gestoßen. Und siehe da; plötzlich fand ich Symptombeschreibungen, die genau mein Leiden getroffen haben.


    Es stellt sich bei näherem Lesen heraus, dass eine Verletzung während oder kurz nach der Geburt (oder in den ersten paar Lebensjahren) am Kopf oder Wirbelsäule Schädigungen am ersten Halswirbel verursachen können, die entweder gleich oder eben erst Jahre später - manchmal durch körperliches Wachstum bestimmt - diese Symtomatik auslösen können. Man spricht hier vom KISS oder KID-Syndrom, welches auch psychische Probleme hervorrufen kann, weil sich die Kinder oder Jugendlichen durch ihr dauerndes Unwohlsein isolieren und zu Einzelgängern werden mit entsprechender mangelnder sozialer Kompetenz.


    Lösung: allen hier in diesem Thread, die ihre Symptome nur ansatzweise lindern konnten, sei dringend ein Besuch beim Osteopathen angeraten! Ich werde mich in den nächsten Tagen auch um einen Termin bemühen und hoffe damit endlich auf eine Linderung. Derartig eingeschränkt kann man das Leben auch nicht richtig genießen!


    Viel Glück euch allen und berichtet mal, ob es bei euch was gebracht hat!

    auch mal wieder hier bin...

    Hallo an Alle!


    Grund meines Besuches ist mal wieder eine kleine Panik/Angstattacke, die ich heute hatte. Es ging solange gut, aber es überkommt einen anscheinend doch öfters mal. Bin zur zeit auch ziemlich ausgepowert und war heute auch ziemlich schwach auf den Beinen, von den Verspannungen und Blockaden des Rückens/Nacken/Schulter mal abgesehen. seufz

    @Novize74

    Erstaunlich wie offen du über deine Sucht sprichst. Hut ab!


    Du hast deinem Körper ziemlich lange zugesetzt (rauchen, trinken, stress,abnehmen), das rächt sich nun sicher. Irgendwann nimmt der Körper sich, was er braucht und anhand deiner Beschreibungen der Attacken, schreit dein Körper förmlich!!! :-o


    Versuche abzuschalten, lenk dich ab, setz dir ein Ziel. Ich weiß, ich weiß, leicht gesagt. Bin ja selbst ziemlich nachlässig mit mir und meinen Körper (rauchen, wenig Bewegung, Arbeitsstress), aber ich weiß wie es eben besser sein sollte. gg*


    LG


    Wagsch

    Hier mal eine kleine Neuigkeit von meinem Leiden:


    Nun war ich mal beieiner anderen Ärztin (Chirotherapeutin), die sich viel Zeit für mich nahm, sich alles anhörte und mich untersuchte... Ihrer Meinung nach liegt die Ursache meiner Probleme im Kiefergelenk bzw.in deren Muskulatur. Diese sei übermäßig verspannt und meine Kaubewegung sei auch nicht optimal. Durch diese Verspannung der Kiefermuskulatur verspannt sich parallel die Nackenmuskulatur ... und der Kreislauf beginnt: Verspannungen, Blockaden, Schmerzen, Schwindel, Unwohlsein, Angst / Panik!!!


    Nun habe ich eine Überweisung zu einer Zahnärztin die wohl Spezialist auf diesem Gebiet sei. Leider ist diese momentan im Urlaub *seufz*, bin aber gespannt was dabei rauskommt.


    Vielleicht konnte ich eine kleine Hilfestellung bzw. Anregung geben.


    Ich selbst würde gern wissen, wie ich es schaffe meine Kaumuskulatur zu entspannen.Ich erwisch mich jedesmal,wie ich sie verkrampfe (bei Stress, wenn ich friere oder angestrengt überlege).


    Werde "OnkelGoogle"mal befragen.


    Man liest sich.


    Allen eine gute Besserung.


    Mfg


    wagsch

    Mut zum anders sein...

    die ärztlichen Diagnosen:


    mit 20 eine neuronale Distonie


    Panikattacken, Hyperventilation.. bekannte Symtome wie


    Muskelkribbeln, Herzklopfen etc.


    Behandlungen: Kalziumtherapie - in eine Plastiktüte atmen - autogenes Training


    Gesprächstherapie


    mit 35 bekam ich zwei grand-mal Anfälle, das sind epileptische Anfälle mit Krämpfen und längerem Verlust des Bewußtseins. Folge meines zweiten Anfalles war eine kleine Gehirnblutung die sich im Laufe der Zeit wieder aufgelöst hat.. was mir geblieben war..


    Angstzustände und kaum auszuhaltende Schwindelattacken


    Gesucht und untersucht haben die Ärzte mit allen zur Verfügung stehenden Gerätschaften und Methoden - eine eindeutig zu bestimmende U r sache konnte nicht gefunden werden.


    Jeder der mit ähnlichen Symtomen und Beschwerden zu kämpfen hat, kennt das procedere der Ärzte und jeder der als Diagnose keinen Befund erhält kann erleichtert sein und ist doch verunsichert - denn was bleibt, ist das Leiden, die Attacken, der tägliche Kampf um Normalität im Alltagsleben und die Erkenntnis, das dein Körper nicht automatisch funktioniert und dich jederzeit wieder eine Attacke aus dem nichts und unvorbereitet treffen


    Du kannst nur versuchen, dich selbst nicht verrückt zu machen und wie ein Schiff auf hoher See - das Ruder trotzdem nicht aus der Hand zu geben und so gut es geht gegenzusteuern.


    Das heißt sich selbst beruhigen und darauf zu bauen, dass dich diese Zustände auch wieder verlassen.. du zur Normalität zurückkehrst....


    Geholfen hat mir meine Neurologin, mit Gesprächen und mit Medikamenten. Sie verschrieb mir ein AD - fluxetin , das half mir, meine Angstzustände und Schwindelanfälle zu überwinden, ich wurde wieder sicherer und pendelte mich wieder auf ein erträgliches Leben ein.. meine Symtome wurden sozusagen gezügelt und im Zaum gehalten durch das Medikament, damit fiel es mir leichter, wieder Sicherheit im alltäglichen Leben und Erleben zu gewinnen.


    Meine Essenz aus dieser Krankengeschichte:


    Ich bin nicht krank im patologischen Sinne - ich bin nur mit einem Körper ,einem Geist und einer Seele ausgestattet, die stark und sensibel reagiert - auf das Leben und alles was damit verbunden ist... Ich vergleiche mich mit einem hochsensiblen Seismographen, der ausschlägt und reagiert, wenn andere menschliche Instrumente nicht den geringsten Ausschlag zeigen.


    Ich hoffe, mit meinem Beitrag dem einen oder anderen Mut zu machen und sich nicht nur auf ärztliche Diagnosen zu fixieren, sondern eine eigene, persönliche Diagnose zu stellen mit dem Ziel, einen heilsamen Weg der Selbsterkenntnis und nicht derSelbstbeobachtung zu erreichen.:)*:)*