Permanente Übelkeit, Schwindel, Druckgefühl

    Hallo!


    Langsam weiß ich echt nicht mehr weiter. Ich weiß auch nicht, ob das hier das geeignete Unterforum ist.


    Angefangen hat alles vor knapp 3 Wochen, als ich aufgrund einer Bronchitis ein Antibiotikum nehmen musste. Seitdem ist mir permanent schlecht, also wirklich durchgehend. Erbrechen musste ich mich noch nicht, aber manchmal hat nicht mehr viel gefehlt. Ich achte dann halt besonders auf meine Atmung.


    Dazu ist mir ständig schwindelig, es dreht sich einfach alles und ich schwanke.


    Kopfschmerzen habe ich seit vielen Jahren fast täglich, nicht so stechend (das nur manchmal), eher so ein ständiger Druck, entweder auf die Schläfen oder die Stirn vorne. Als ich deshalb mal beim Neurologen war, wurde mir gesagt, dass das von Verspannungen herrühren kann, das wars. Groß untersucht wurde ich nicht.


    Dazu habe ich seit geraumer Zeit am Tag abends Sehstörungen, wie so ein Flimmern, manchmal verdreh ich auch aus heiterem Himmel die Augen. Also so nach oben, dann wird alles schwarz, ich blinzel und dann seh ich wieder was.


    So langsam wird das wirklich anstrengend. Ich kann kaum noch essen und natürlich schränkt mich das sehr im Alltag ein.


    Kennt das jemand von euch? Kann das tatsächlich alles nur vom Antibiotikum kommen oder von Verspannungen?


    Liebe und langsam verzweifelte Grüße, *:)

  • 40 Antworten
    Zitat

    Kopfschmerzen habe ich seit vielen Jahren fast täglich, nicht so stechend (das nur manchmal), eher so ein ständiger Druck, entweder auf die Schläfen oder die Stirn vorne. Als ich deshalb mal beim Neurologen war, wurde mir gesagt, dass das von Verspannungen herrühren kann, das wars. Groß untersucht wurde ich nicht.

    Nimmst Du deswegen regelmäßig Schmerzmittel ein? Schmerzmittel können Spannungskopfschmerzen auslösen.


    Vorbeugend kann man gegen Spannungskopfschmerzen medikamentös kaum etwas machen. Im Gegensatz zur Migräne, wo es ja ein paar Wirkstoffe gibt (Beta Blocker, Amitiptylin z.B.), ist die Auswahl bei Spannungskopfschmerzen sehr gering und dann auch noch teuer. Es gibt Neurologen, die arbeiten mit Botox und da höre ich teilweise auch von Erfolgen, aber das ist alles nicht wissenschaftlich belegt und die Forschungsergebnisse gehen bisher weit auseinander.


    Seitdem mir eine sehr gute Zahnärztin eine Beissschine für die Nacht hergestellt hat und ich diese regelmäßig trage sind die Kopfschmerzen bei mir um 50% zurück gegangen.


    Das wäre mal einen Versuch wert. Zahnärzte können das wohl an den Zähnen erkennen, ob jemand Nachts knirtscht und einen sehr verspannten Kiefer hat.

    Danke für deine Antwort!


    Migräne hab ich auch und da habe ich auch Sumatriptan, aber das hier ist anders. Sowohl die Kopfschmerzen, als auch die Sehstörungen...


    Heute auch wieder den ganzen Tag, ich hangel mich von Häppchen zu Häppchen und dann wird die Übelkeit kurz besser, aber kommt wieder. Den Schmerz kann ich mittlerweile genau lokalisieren. Hinter den Augen, wenn ich leicht meine Augenbraue berühre, schmerzt es sehr.


    Den Verdacht mit den Zähnen hatten wir ja auch schon, aber der Zahnarzt meinte nein. Man würde da nichts sehen, dass ich knirschen würde.


    Die Schmerzen sind in der Ausprägung jetzt seit einem Jahr, bloß nicht so stark. Die Übelkeit ist neu und die Schmerzen sind jetzt häufiger und intensiver...


    Schmerzmittel nehme ich übrigens nicht, weil mir das Phänomen bekannt ist und ich mich damit sowieso dumm und dämlich futtern könnte. Die nehme ich nur ganz ganz im Notfall, wenn ich irgendwas wichtiges mache und keine Schmerzen dabei gebrauchen kann. Also wichtige Termine oder so...


    Ich hab laut Physiotherapeuten ziemlich viele Fehlstellungen, ganz übel halt Atlas..

    Mittlerweile sind jetzt aber auch die Gleichgewichtsstörungen schlimmer geworden. Aus diesem Schwindel wurde so ein Hin-und-Herstolpern. Also auch, wenn ich eigentlich auf der Stelle stehe, kipp ich nach vorne. So wie wenn man im Zug steht und er anfährt, so fühlt sich das an.


    Mir ist richtig richtig heftig schlecht heute, gestern ging es einigermaßen. Auch die Sehstörungen sind heute wieder stärker, aber ich kann sie echt nicht gut beschreiben...

    Zitat

    Migräne hab ich auch und da habe ich auch Sumatriptan, aber das hier ist anders. Sowohl die Kopfschmerzen, als auch die Sehstörungen..

    Kannst Du Migräne und Spannungskopfschmerzen so deutlich von einander abgrenzen? Bei mir sind das meistens Mischformen, Triptane wirken bei mir nicht. Das kann eher ein Anzeichen gegen Migräne sein, aber die wirken ja generell nur bei knapp 50% der Patienten.

    Zitat

    Heute auch wieder den ganzen Tag, ich hangel mich von Häppchen zu Häppchen und dann wird die Übelkeit kurz besser, aber kommt wieder. Den Schmerz kann ich mittlerweile genau lokalisieren. Hinter den Augen, wenn ich leicht meine Augenbraue berühre, schmerzt es sehr.


    [...]


    Ich hab laut Physiotherapeuten ziemlich viele Fehlstellungen, ganz übel halt Atlas..

    Wahrscheinlich kann dir da nur ein Neurologe weiterhelfen. Ich würde trotzdem mal versuchen, den Schmerz einmalig zu durchbrechen, damit das Schmerzgedächtnis gelöscht wird. Von September bis Oktober hatte ich drei Wochen Spannungskopfschmerzen am Stück. Mein Neurologe hat mir dann Aspirin intravenös verabreicht, da gibt es extra eine Mischung für Kopfschmerzen, die sehr gute Erfoglszahlen vorweisen kann. Danach hatte ich eine Zeit lang Ruhe.


    Ansonsten wird er dich weiter behandeln, ein MRT anfertigen usw.

    Zitat

    Mir ist richtig richtig heftig schlecht heute, gestern ging es einigermaßen. Auch die Sehstörungen sind heute wieder stärker, aber ich kann sie echt nicht gut beschreiben..

    Gerade bei Sehstörungen ist es wichtig, einen Neurologen aufzusuchen, das solltest du zeitnah tun. Falls das momentan wegen der Ferien nicht möglich sein sollte, musst du Notfalls in die Notaufnahme eines Krankenhauses.

    Die nehmen mich da leider nicht ernst. Sobald ich irgendwas habe und rauskommt, dass ich psychisch krank bin...


    Ich hatte schon ein Termin für eine Abklärung bei einem Neurologen, es sollte sogar ein MRT gemacht werden, aber wurde dann nicht gemacht, weil alles eben psychisch wäre. Das war, nachdem ich vom Hausarzt mit neurologischen Ausfällen eingewiesen wurde. Die meinten, ich hätte einen Nervenzusammenbruch. Mittlerweile weiß ich wohl, dass das mit meinem damaligen Antidepressivum zusammenhing, aber bevor das klar war (und das habe ich rausgefunden und den Ärzten präsentiert), sollte das MRT gemacht werden und wurde nicht...


    Hier einen Termin zu bekommen dauert Monate.

    .


    Ich wollte morgen mal schauen, ob mein Hausarzt morgen da ist und dem alles schildern. Der nimmt mich immer ernst und überweist mich ja, aber dann prall ich gegen Türen... vielleicht kann man ja mal irgendwie auf ein MRT bestehen.


    *


    Migräne fängt bei mir mit der Aura und besonders Sehstörungen an. Da verkleinert sich mein Blickfeld von innen nach außen, während mein Kopf nur ganz leicht drückt. Wenn ich da sofort Sumatriptan nehme, bricht es nicht komplett aus. Bin ich auch nur ein bisschen zu spät, dann hilft mir auch nichts mehr an Medikamenten.


    Die Sehstörungen, die ich momentan manchmal habe, sind eher so ein Flimmern. Das geht so weit, dass ich mich, wenn ich am PC scrolle fast übergeben muss, weil dann die Übelkeit noch schlimmer wird.


    Am gruseligsten sind mir die Übelkeit, der seit Jahren anhaltende Kopfschmerz und dass ich momentan nicht grade auf der Stelle stehen kann, ohne zu schwanken.

    Zitat

    Die nehmen mich da leider nicht ernst. Sobald ich irgendwas habe und rauskommt, dass ich psychisch krank bin...


    Ich hatte schon ein Termin für eine Abklärung bei einem Neurologen, es sollte sogar ein MRT gemacht werden, aber wurde dann nicht gemacht, weil alles eben psychisch wäre. Das war, nachdem ich vom Hausarzt mit neurologischen Ausfällen eingewiesen wurde. Die meinten, ich hätte einen Nervenzusammenbruch. Mittlerweile weiß ich wohl, dass das mit meinem damaligen Antidepressivum zusammenhing, aber bevor das klar war (und das habe ich rausgefunden und den Ärzten präsentiert), sollte das MRT gemacht werden und wurde nicht...

    Normalerweise ist das so, dass man mindestes alle zwei Jahre ein MRT bei Patienten macht, wenn eine Therarpie mit Psychopharmaka durchgeführt wird. Anscheinend wirst Du nicht vernünftig behandelt. Das hört sich oberflächlich und unprofessionell an.


    Bist Du bei einem Psychiater in Behandlung oder woher bekommst Du deine Bedarfs- und Notfallmedikamente?

    Zitat

    Hier einen Termin zu bekommen dauert Monate.

    Auch wenn es lange dauern sollte, ich würde mir einen neuen Pychiater suchen, der dich mit deinen Problemen ernst nimmt. So einen Arzt findet man manchmal über Mundpropaganda. Vielleicht gibt es im Forum Leute aus deiner Region, die dir jemanden empfehlen können. Mir ist das aus eigener Erfahrung bekannt, dass man bei Ärztin schnell abgestempelt wird, es sind aber nicht alle Ärzte so. Diese Suche ist sehr mühsam, aber es lohnt sich auf jeden Fall.

    Zitat

    Ich wollte morgen mal schauen, ob mein Hausarzt morgen da ist und dem alles schildern. Der nimmt mich immer ernst und überweist mich ja, aber dann prall ich gegen Türen...

    Das ist eine gute Idee. Bei dieser Gelegenheit würde ich ihn auch direkt fragen, ob er einen speziellen Psychiater empfehlen kann.

    Das Problem ist, dass es hier in der Gegend kaum Neurologen gibt. Die Praxen nehmen niemanden mehr auf, wimmeln einen ständig am Telefon schon ab, blabla.


    Ich hab dann letztendlich eine Psychiaterin/Neurologin gefunden (ist eine Gemeinschaftspraxis, ein anderer von den Ärzten da war der Depp, der mich leider nicht ernst genommen hat, aber es war sonst niemand zu kriegen) und hatte auch einen Termin bei ihr wegen meiner Medikation, aber die Kopfschmerzen hatte ich noch nicht angesprochen...

    Zitat

    Das Problem ist, dass es hier in der Gegend kaum Neurologen gibt. Die Praxen nehmen niemanden mehr auf, wimmeln einen ständig am Telefon schon ab, blabla.

    In welchem Bezirk in NRW lebst Du denn?


    Bist Du mit Sehstörungen und Schmerzen hinter dem Auge schon mal als Notfall bei einem Neurologen aufgetaucht? Das wird natürlich nicht gerne gesehen, aber das kann eine Notfallsituation darstellen und dann muss man dich untersuchen. Gerade bei Schmerzen hinter dem Auge in Verbindung mit Sehstörungen muss man das abklären.


    Wie schlimm sind deine Schmerzen auf einer Skala von I bis X?

    Bezirk, keine Ahnung? In Bezug auf die Kassenärztliche Vereinigung, dann Westfalen-Lippe.


    Die Schmerzen und die Sehstörungen sind halt nicht so stark, als dass es ein Notfall wäre. Ich sehe dann halt etwas verschwommen/unklar und mein Kopf drückt, aber alles aushaltbar...


    Die Schmerzen sind vielleicht bei 3, aber halt permanent, weshalb das so anstrengend ist. Manchmal auch höher, aber selten niedriger...

    War eine blöde Idee heute zum Arzt zu gehen. Ich hab erstmal einen auf den Deckel gekriegt, weil Mittwoch ist und ich vormittags kam (da waren die Schmerzen halt erst da). Natürlich kann man da heute nichts mehr machen, war mir klar. Erst hat er beim Augenarzt (wegen Verdacht auf zu hohen Augeninnendruck) angerufen, ging aber niemand dran. Dann bei einem Neurologen und ich hätte Freitag einen Termin haben können, aber ich bin ja nicht da (nochmal einen auf den Deckel, dass er dann ja sowieso nichts machen kann, wenn ich nicht da bin).


    Ich wollte doch nur, dass es zeitnah im Januar abgeklärt werden kann, aber nein, jetzt muss ich im Januar nochmal kommen, damit er DANN Termine machen kann. Wahrscheinlich krieg ich dann wieder einen auf den Deckel, weil ich ab Februar wieder weg bin. War letztes Mal schon so, als der Verdacht Spannungskopfschmerz war, was man denn bitte in so kurzer Zeit machen soll, bevor ich in die Klinik gegangen bin.


    Ich fühl mich richtig mies zusammengetaucht. Ich soll, wenn es akut ist, in die Augenklinik fahren, aber die ist zu weit weg.


    Aber ist ja nicht lebensgefährlich, also werd ich das wohl überleben %-| .

    Zitat

    Bezirk, keine Ahnung? In Bezug auf die Kassenärztliche Vereinigung, dann Westfalen-Lippe.

    Egal, ich meinte eigentlich Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln oder Münster.


    Hast du dir von der KVWL mal eine Liste mit allen Neurologen im Umkreis zuschicken lassen?

    Zitat

    Ich wollte doch nur, dass es zeitnah im Januar abgeklärt werden kann, aber nein, jetzt muss ich im Januar nochmal kommen, damit er DANN Termine machen kann.

    Tut mir echt Leid, dass man dich so nieder gemacht hat. Die Terminvergabe musst du selbst in die Hand nehmen. Die meisten Praxen haben Anfang Jänner wieder geöffnet. Die Wartezeiten auf Termine sind natürlich lang, mit zwei Monaten muss man minimum rechnen. Bei Terminabsagen anderer Patienten kann sich auch mal früher kurzfristig etwas ergeben.


    Ich weiss nicht, wie so ein Klink Alltag abläuft, kann man sich da für Arzttermine frei stellen lassen?