• Permanente Übelkeit, Schwindel, Druckgefühl

    Hallo! Langsam weiß ich echt nicht mehr weiter. Ich weiß auch nicht, ob das hier das geeignete Unterforum ist. Angefangen hat alles vor knapp 3 Wochen, als ich aufgrund einer Bronchitis ein Antibiotikum nehmen musste. Seitdem ist mir permanent schlecht, also wirklich durchgehend. Erbrechen musste ich mich noch nicht, aber manchmal hat nicht mehr viel…
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    Also an Eisenmangel wird es wohl nicht liegen, ich hab ja nur leicht erniedrigtes Eisen. Wir hätten es versuchen können mit Eisentabletten, aber die vertrage ich, wie gesagt, absolut gar nicht.


    Ich gehe jetzt nochmal zu einem Neurologen mit dem Problem und mal sehen, ob da noch Ideen aufkommen oder ob es vielleicht doch an meinen Medikamenten liegt (was eigentlich unwahrscheinlich ist, ich nehme die schon über 6 Monate und hatte nie Probleme, aber wer weiß; wobei es fast egal ist, die kann ich momentan nicht umstellen, das ist ganz schöner Mist).


    Natürlich kam das Thema Psyche auch wieder auf und ich will es nicht komplett ausschließen, aber das kam einfach so plötzlich in einer Zeit, in der ich gar nicht so sehr unter Druck stand.


    Ich nehms wohl einfach so hin, nehm jetzt Medikamente gegen die Übelkeit und ab und an mal Schmerzmittel, damit ich mal irgendwas zustande bringe. Ich bin so fast gar nicht alltagstauglich, Uni muss ich mir auch dreimal überlegen, ob ich das schaffe. Ja, alles Mist.

    Nebenwirkungen können durchaus mit der Zeit auftreten, es kann bereits eine Veränderung innerhalb der Körperchemie ausreichen. Gerade bei Psychopharmaka wird fast nie der aktuelle Serumspiegel im Blut gemessen und es erfolgt keine Dosisausrichtung an den realen Blutwerten (wie bei einer Lithiumtherapie z.B.), sondern es wird immer nur nach Try and Error dosiert.


    Hinzu kommt, dass Tabletten nie so genau zu dosieren sind wie intravenöse Gaben. Da reicht schon ein anderer Mageninhalt oder bereits ein anderes Wasser aus (Calcium), um die Aufnahme zu verändern.


    Wenn Du alle anderen Möglichkeiten abgearbeitet hast, wird man entweder etwas finden oder die Medikamente bleiben am Ende übrig, dann sollte man das testen. Die Bandbreite an Psychopharmaka ist riesig, es gibt sicher Alternativen.


    Was nimmst du gegen die Übelkeit und welches Schmerzmittel? Hat Dir der Arzt mitgeteilt, wie häufig Du diese in der Woche und im Monat konsumieren darfst? Meistens lautet die Faustregel nicht häufiger als an 10 Tagen pro Monat und nicht länger als drei Tage hintereinander.

    Hm, ja...


    Ich nehme gegen die Übelkeit Gastrovegetalin und Schmerzmittel würde ich, wenn es denn sein muss, halt Ibuprofen nehmen.


    Ich würde sowieso beides nur dann nehmen, wenn es wirklich akut ist, also nicht als Dauermedikation. Auch das gegen Übelkeit nicht.


    Der Arzt hatte nur "wie in der Packungsbeilage" gesagt. Da steht allerdings zweimal täglich. Also müsste ich die dann doch immer nehmen und nicht dann, wenn mir akut schlecht ist ":/ .

    Ibuprofen nur bei Bedarf und wenn es mal 3 Tage am Stück oder häufiger hintereinander sein sollte, am besten zusammen mit einem Magenschutz kombinieren, sonst kann deine Magenschleimhaut geschädigt werden.


    Für starke Schmerzen ist Ibuprofen nicht geeignent, sondern nur für leichte bist mäßig starke Schmerzen. Dann besser zum Arzt und ein entsprechend dafür ausgelegtes Medikament verschreiben lassen.


    Denn nur weil Medikamente frei verkäuflich sind, bedeutet dies nicht, dass sie weniger Nebenwirkungen haben.

    Danke für Deine Antworten! @:)


    Die Schmerzen sind zum Glück nicht stark, aber dass sie permanent da sind, das macht mich eben so fertig. Was dagegen nehmen will ich aber nur, wenn es nicht anders geht, weil ich z.B. mal eine Pause von den Schmerzen brauche. Wenn irgendwas wichtiges ansteht...


    Ich bin so gar kein Freund von Schmerzmitteln irgendwie.

    Permanente Schmerzen brennen sich mit der Zeit ins Schmerzgedächtnis ein, deshalb ist es wichtig, den Dauerschmerz zu durchbrechen. Also ruhig ab und zu mal was einnehmen, wenn es hilft. Falls Ibuprofen nicht mehr hinreichend wirken sollte, ab zum Arzt und entweder was stärkeres verschreiben lassen (Metamizol Tropfen z.B.) oder intravenös Aspirin verabreichen lassen. Das hilft in den meisten Fällen sehr gut.


    Wie lange hast du Ruhe nach der Einnahme?


    Hat der Neurologe wegen der Kopfschmerzen eine Migräne denn klar ausgeschlossen? Dafür gibt es nämlich Spezialmedikamente Triptane. Diese sind bei Spannungskopfschmerzen jedoch wirkungslos.

    Ich habs bisher noch nicht genommen. Heute gehts nämlich auch irgendwie ganz gut. Momentan fangen die Probleme aber auch erst nachmittags so richtig an, also das volle Programm.


    Migräne habe ich übrigens seit meiner Jugend. Da fühlen sich die Kopfschmerzen aber ganz anders an und auch die Sehstörungen äußern sich anders. Wenn ich Migräne bekomme, dann nehme ich immer Sumatriptan. Wurde aber auch immer seltener, ich glaube letztes Jahr hatte ich 4mal Migräne.


    Irgendwie sind die Kopfschmerzen einfach ganz andere als letztes Jahr, als bei mir Spannungskopfschmerzen diagnostiziert wurden.


    Und eben auch anders als die Migräne-Kopfschmerzen.


    Zum Neurologen gehe ich ja erst nächste Woche. Also aktuell wegen speziell dieser Kopfschmerzen.


    Was ein Schmerzdurcheinander ;-D %:|

    Puh, ja, was soll ich sagen.


    War zuerst heute morgen bei meiner Neurologin und sie findet es auch eher unwahrscheinlich, dass es Nebenwirkungen sind, wollte dies aber ausschließen und ich soll die Medikamente reduzieren auf die Hälfte. Davon war ich überhaupt nicht begeistert.


    Gleichzeitig hat sie mich zum HNO geschickt und da konnte ich heute auch zum Glück als Akutfall direkt hin (ich falle mittlerweile fast ständig um, also Gleichgewicht, nicht bewusstlos). Er vermutet eine vertikales cochleäre Funktionsstörung rechts.


    Dazu ein noch bestehender Provokationsnystagmus links.


    Ausgelöst werden kann sowas wohl durch Viren (könnte sehr sehr gut sein, weil ich kurz vor Beginn der Symptome eine akute Bronchitis hatte und ein Antibiotikum genommen habe), aber auch Stress (könnte auch sein) und Umweltfaktoren (ich hab extra nachgefragt, ob mein Verhalten oder Medikamente oder Drogen was damit zu tun haben könnten. Nein).


    Behandeln kann man das normalerweise mit Kortison, aber das macht man direkt, wenn es anfängt und jetzt wäre das nicht mehr sinnvoll. Jetzt heißt es also abwarten. Das Innenohr bleibt - soweit ich das verstanden habe - auch beschädigt, aber das Gehirn kann lernen, das wieder auszugleichen und neue Synapsen zu bilden. Darauf muss ich jetzt warten.


    Ich hab ein Medikament gegen den Schwindel bekommen (Arlevert).


    In 6 Wochen sollte das besser bzw. eigentlich weg sein, wenn nicht, muss ich nochmal wiederkommen. Was nicht geht, wenn ich in der Klinik bin, aber deshalb habe ich mir von ihm alles aufschreiben lassen, was ich dort dann abgeben kann und ich geh da zu einem HNO-Arzt.


    Ich werde meine Psychopharmaka jetzt nicht reduzieren, weil das schwachsinnig wäre. Ich sollte ja schauen, ob die Symptome dann weniger werden, aber jetzt bekomme ich etwas gegen die Symptome und das werde ich ab heute Abend nehmen. Ich halte das nicht freiwillig noch ein paar Tage länger aus. Das kann man nochmal in Betracht ziehen, falls es in ein paar Wochen immer noch anhält.

    Also heute morgen und mittags hab ichs schon genommen und jetzt liege ich auf der Couch, aber mir ist trotzdem so schwindelig und schlecht...


    Die meinten, das würde schnell anschlagen.

    Immer noch nicht. Vielleicht miniminmal besser, aber wenn ich meinen Kopf drehe, dreht sich immer noch alles, als wäre ich sturzbetrunken.

    Nochmal ein Update. Mittlerweile ist der Schwindel um einiges besser. Im Auto wird mir noch sehr sehr schnell schlecht, aber ich kann besser sehen.


    Die Medikamente habe ich sehr schnell nicht mehr genommen, weil ich da total durcheinander war und der Schwindel sich nicht gebessert hatte, dazu aber Kaltschweißigkeit und eine Unruhe dazu kam.


    Ja, jetzt bin ich zu 85-90% schwindelfrei. Außer ich stehe zu schnell auf, drehe mich zu schnell und fahre Auto ;-) .


    Ich bin so erleichtert!