Rivotril 0,5 mg, ist das ein Entzug?

    Hallo Leute


    Ich muss aufgrund von massiven Schlafstörungen , seit dreienhalb Monaten das Medikament " Rivotril" nehmen, und zwar 0,5 mg pro Tag soll heißen 2h vor dem Schlafengehen!


    Der Wirkstoff des Medikamentes ist Clonazepam.


    Dadurch mir das ganze einfach zu blöd wird, und ich eine massiven Abneigung gegen Psychopharmaka habe, nehme ich nun das Zeug seit 3 Tagen einfach nicht mehr.


    Heute am dritten Tag geht es mir ziemlich dreckig, ich zittere richtig, bin total unruhig und nervös, und habe richtige starke "Schübe" bzw vl sogar Anfälle, wo plötzlich mein Magen richtig flau wird, und ich irgendwie total benebelt und verwirrt bin. Teilweise sogar richtige Schwindelanfälle und Aussetzer.


    Ich habe soetwas noch nie erlebt.


    Ist das ein sogenannter Entzug?


    Kann man bei diesem Medikament bei einer tagesdosis von 0,5mg überhaupt einen Entzug haben? mir scheint das doch sehr gering.


    Die ersten beiden Tage, wo ichs nicht genommen habe, hatte ich keine Probleme, außer, dass ich am zweiten Tag, also gestern, wiedermal Probleme mit dem schlafen hatte.


    Irgendwie macht mir das alles Angst.


    Mfg

  • 10 Antworten

    Seit Monaten Benzos zum Einnehmen "müssen"?! Wenn das ein Arzt angeordnet hat, solltest Du Dir schleunigst einen kompetenten Behandler suchen. Zum einen sollten Benzos nicht länger als 14 Tage am Stück gegeben werden. Zum anderen beeinträchtigen Benzod die normalen Schlafphasen und machen so vieles, aber heilen garantiert keine Schlafstörungen. Und bei Einschlafstörungen gäbe es auch rein medikamentös deutlich bessere und gefahrlosere Optionen als jemandem MONATELANG Benzos zu verordnen.


    Mit dem Vorgehen (wenn es so angeordnet war), hat der verschreibende Arzt ALLE existierenden Richtlinien mehr als mit Füßen getreten und DIR ein echte Problem eingebrockt. Wie war das Ganze denn langfristig gedacht?


    Und JA, das kann ein Entzug sein. low dose dependency, wie the-caver auch schon schreibt.

    Hey MarlboroMan100!


    Ja, leider kann auch bei einer geringen Dosis Rivotril nach 3 Monaten ein Entzug entstehen. Bei Benzodiazepinen NICHT von einem Tag auf den anderen aufhören, da es gefährlich werden kann. Langsam abdosieren und mit dem Arzt über alternative Medies zum Schlafen sprechen, denn da gibt es genug, die nicht abhängig machen.


    Sauerei, daß Dein Arzt Dir sowas verordnet.


    Als Tipp: In Zukunft immer den Beipackzettel lesen und nicht nur dem Doc vertrauen oder auch die Apotheker mal fragen.


    Hoffe, daß Dein Arzt Dir zugüg hilft, ansonsten würde ich den Arzt wechseln.


    Wenn ich sowas lese, würde ich so Ärzten, die Tabletten am liebsten selber mal ein paar Monate geben und dann wegnehmen... ]:D


    Hoffendlich geht es Dir bald besser! :)*

    Danke für eure Kommentare.


    Ja, der Arzt hat mir, dass verschrieben.


    Mir wurde der Sinn und Zweck so erklärt: Ich soll dieses Rivotril gegen die Schlafstörungen nehmen, dass das eigentliche "Schlafen" kein Thema mehr wird. Der Idealfall wäre, dass ich aufgrund der guten Schlafphasen einmal darauf vergesse und dadurch ohne Medikamente einfach weiter "Schlafe".


    Bevor ich dieses Medikament verschrieben bekommen habe, habe ich jede menge "Natürliches " versucht, wie Baldrian etc.... leider erfolglos.


    Danach habe ich als Einschlafhilfe, eine Bruchrille also 50mg "Trittico" bekommen, die nebenwirkungen waren aber so enorm, dass ichs nur kurze Zeit nahm.


    WIe bereits erwähnt winde und wende ich mich gegen dieses Psychopharmaka Zeugs, aber es war nunmal die letzte Möglickeit.


    :( :(

    Der Entzug wird Dich einige Tage bis Wochen beschäftigen. Bisschen Unruhe ist normal; Deine tägliche Dosis war aber nicht so hoch, dass es kritisch werden könnte. Ein heftigerer Benzo-Entzug gehört ggf. unter Zuhilfenahme anderer Medikamente (z.B. gegen Entzugskrämpfe) stationär gemacht. Aber nicht bei Deiner Dosis.


    Ob du Dir grundsätzlich Sorgen machen muss, wird sich zeigen, wenn der Entzug überstanden ist und wie Du dann ohne Benzos zurechtkommst. Du kennst jetzt die Wirkung (vor der Entzugs-Problematik) und es wird Momente geben, wo es verlockend ist, darauf wieder zurückzugreifen. So fängt häufig die Benzo-Abhängigkeit an: "Ach, das ist jetzt ein Notfall, heute nehme ich noch mal eine Tablette".


    Daher ist es auch so unverantwortlich, dass der Arzt Dir wg. Schlafproblemen Benzos verschreibt. Du kämpfst Dich jetzt erstmal durch den Entzug und an Deinen Schlafproblemen wird sich nix ändern. Bzw. sie werden sich ohne Benzos logischerweise wieder bemerkbar machen. Und Du wieder genauso ratlos sein, was du dagegen machen sollst.