Schlaganfall als "Nebenwirkung" / Risiko erneuten Schlaganfalls?

    Hallo zusammen,


    vor zirka 7 Jahren (Anfang 2010) erlitt ich mit 22 Jahren während einer Untersuchung einen Schlaganfall.


    Hierbei handelte es sich um eine Kathederuntersuchung der Hirngefäße.


    Dazu wurde an der Leiste ein Katheder in die Ader eingeführt und bis zum Kopf/ Hirn geführt um Kontrastmittel zu spritzen um die Hirngefäße genauer untersuchen zu können.


    Grund für die Untersuchung sind die bis heute ungeklärten, unspezifischen Entzündungsherde im Hirn. Bis heute und nach vielen Untersuchungen, auch in verschiedenen Krankenhäusern, wahrscheinlich Multiple Sklerose (jedoch bisher glücklicherweise ohne Symptome).


    Während der Arzt die Katheder einführte merkte ich kurzzeitig im Bauchraum ein "unwohles Gefühlt", welches mich auch kurz aufschrecken lies. Der Arzt frage ob alles ok sei, was ich besätigte, da dies nur kurzzeitig war und ich dann nichts "negatives" mehr spürte. Nach Abschluss der Untersuchung entfernte der Arzt den Katheder und verabschiedete sich. Gerade als er den Raum verlies (ca. 30 Sekunden nachdem der Katheder entfernt wurde) merkte ich plötzlich, wie ein Teil meines Körpers kribbelte (als wenn einem das Bein einschläft). Dies wurde immer stärker und ausschließlich in der rechten Körperhälfte. Ich sagte dies der Schwester, die aber nichts unternahm ("das kann schonmal passieren nach einer Untersuchung..."). Ich kam aufs Zimmer wo die Symtome nicht besser wurden. Mein Kreislauf sackte zusätzlich ab, allgemeine Schwäche und Übelkeit. Ein Arzt kam aufs Zimmer und schaute sich alles an. Am Abend, schätzungsweise 4-5 Stunden nach den ersten Symtomen wurde dann ein MRT gemacht. Dort sah man das Dilemma. Zitat aus dem Bericht:


    "Da jedoch das Liquorzellenbild unspezifisch entzündlich verändert war, erfolgte unter dem Verdacht einer Vaskulitis anderer Genese eine cerebrale digitale Subtraktionsangiographie, die zwar einen unauffälligen Gefäßbefund zeigte, in deren Folge jedoch der Patient mehrere mikroembolische Infarkte erlitt."


    Ich kam wieder aufs Zimmer und man gab mir soviel ich mich erinnere nur eine Infusion für den Kreislauf. Bezüglich des erlittenen Schlaganfalls könne man nichts weiter tun. Selbst am nächsten Tag der Physiotherapeut sagte, dass man einfach schauen müsse ob die Symtome rückläufig werden oder nicht.


    Glücklicherweise erholte ich mich von den Folgen und nach zirka 1,5 Jahren waren zumindest die körperlichen Symptome des Schlaganfalls verschwunden.


    Bezüglich des Schlaganfalls nehme ich keine Medikamente (also z.B. kein ASS). Mein Hausarzt fragte mich zwar mal warum ich diese nicht nehme aber darauf konnte ich nur antworten, dass man mir im Krankenhaus keine verschrieben/ empfohlen hat. Daher bin ich davon ausgegangen, dass diese auch nicht notwendig sind.


    Als Medikament nehme ich nur L-Thyroxin für die Schilddrüse ein.


    "Krankheiten":


    - unklare Enzephalitis (Ausschluss Hashimoto-Enzephalopathie, Sarkoidose, Vaskulitis, CADASIL-Syndrom, Borelliose, "Herpes somplex- oder Varizella soster-assoziierte Enzephalitis", Tumor ("paraneiplastisches Geschehen"). Nach Ausschlussverfahren wahrscheinlich etwas untypische Enzephalitis einer Multiplen Sklerose


    - Hashimoto Thyreoiditis


    - Offenes foramen ovale (kleines Loch zwischen den Herzvorhöfen), nach den negativen Erfahrungen des Schlaganfalls habe ich dieses nicht schließen lassen (würde auch mittels Katheder gemacht). Nach Rücksprache mit vielen Mediziniern wird mir größtenteils davon abgeraten, da dies bei vielen Menschen vorhanden ist (aber nicht so häufig erkannt wird, da meist Zufallsbefund) und ein erhöhtes Risiko z.B. einen Schlaganfall dadurch zu erleiden sehr umstritten ist


    Jetzt zu meiner eigentlichen Frage:


    Man hört ja immer wieder, dass das Risiko eines erneuten Schlaganfalls deutlich erhöht ist, wenn man bereits einen erlitten hat.


    Sämtliche Informationen dazu die ich finde beziehen sich jedoch immer auf einen ursprünglichen Schlaganfall, der aus den Lebensumständen entstanden ist (z.B. Rauchen, schlechte Ernährung, Übergewicht, Bluthochdruck), nicht als Folge/ Nebenwirkung einer ärztlichen Untersuchung.


    Daher gibt es Momente wo ich mich immer wieder Frage ob das Risiko für mich einen erneuten Schlaganfall zu erleiden nun auch deutlich erhöht ist. Ich habe ja keine "Krankheit", die dies bedingt.


    Wenn das Risiko auch bei mir erhöht ist, wie ist dies medizinisch erklärbar?


    Gibt es Werte, die sagen, wie hoch das Risiko eines erneuten Schlaganfalls ist, wenn man bereits einen hatte?


    Vielleicht gibt es hier jemanden, der mir die Fragen beantworten kann. Leider habe ich immer wieder Momente wo ich mich in meinem Leben nicht wirklich entfallten kann vor Angst wieder einen Schlaganfall zu erleiden. Ich plane nur kurzfristig, weil ich häufig die Gedanken habe langfristig wieder einen Schlaganfall zu erleiden, der unter Umständen auch zum Tod führt.


    Vielen Dank

  • 4 Antworten

    Die Chancen sind sehr gering, da der Schlaganfall durch die Komplikationen eine Untersuchung entstanden ist und nicht durch eine Gefässverschluss (Ischämie) oder andere Erkrankung.


    Bei die ischämische Schlaganfälle ist das Risiko deutlich erhöht. Embolische Schlaganfälle sind eher einmaligen Pech wenn keine Gerinnungsstörungen vorliegen.

    Hallo func,


    Das tut mir leid, was dir widerfahren ist. Ich habe noch Entbindung meiner Tochter, eine tia davon getragen und auch Angst vor einem Schlaganfall. Aber wie Lucie geschrieben hat, bei dir war es innerhalb einer Untersuchung. Nicht wegen einer gerinungsstörung, wie bei mir. Bist du denn, noch in Behandlung wegen neurologischer Probleme?


    Lucie eine Frage an dich. Kann man viel tias haben und keinen Schlaganfall,??

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    Ich hatte das nur in der Schwangerschaft, bin aber regelmäßig wenn etwas ansteht beim transfusionmediziner. Ma sagt mir, dass soviele tias nicht sein könnten, da man schon längst einen Schlaganfall gehabt hätte. Ich habe immer nur linksseituge Taubheit und Kribbeln. Kann man tias über 3 Jahre haben und mrt ist unauffällig?? Ausser gliöse marklsgerveränderungen?