@the-caver

    Vielen Dank für deine ausführliche Antwort!


    Ja, der Blutdruck, den habe ich schon, seitdem ich 18 bin, fast alle Medikamente helfen einfach nicht, jetzt ist der Blutdruck auch nicht ok. An manchen Tagen ist er, trotz Medikamenten, 190/110, dies steht, nach meinen Beobachtungen, jedoch nicht im Zusammenhang mit den Kopfschmerzen, worauf mich die Ärzte, wahrscheinlich der Einfachheit halber, immer drauf verweisen.


    Damals konnte man schon im Augenhintergrund erkennen, dass sich die Gefäße verändert haben.


    Ich bin ziemlich eingeschränkt wegen der Kopfschmerzen, man kann nichts planen etc. und ich bin jetzt schon beim 4. Hausarzt, der mich einfach nicht ernst nimmt. EEG war damals ok, Blutbild (bis auf die Leberwerte) auch, MRT ohne Befund usw.


    Was kann denn noch untersucht werden?


    Ich nehme nur im Notfall Schmerzmedikamente ein, d.h. vielleicht 1 Mal im halben Jahr, da sie meist eh nicht helfen und ich nicht zu oft welche nehmen möchte.


    Zum Thema Sport: Ich habe das Gefühl, dass ich dadurch erst recht Schmerzen bekomme, daher meide ich den Sport.


    Ich hätte auch mal eine Frage: Kann die Migräne einen bestimmten Auslöser haben?


    Damals musste ich ja eine Therapie machen. Meine Lebensumstände haben sich damals dramatisch verändert und da war ich etwas depressiv. Man gab mir gegen meinen Willen (quasi mit Erpressung) Antidepressiva. Dann sollte ich so eine Art Wachtherapie machen, wo man eine Nacht auf bleiben muss, da aber kein Arzt zur Stelle war sollte ich vor dieser Nacht meine Schlafmedikamente nehmen. Am nächsten Abend, als man endlich schlafen konnte, hatte ich eine Art Zusammenbruch. Ich konnte nicht schlafen, mir wurde richtig schwindelig und ich bekam Atemnot und Kopfweh. Eine kurze Zeit später (paar Tage) hatte ich zum 1. Mal eine Migräneattacke.


    Kann das der Auslöser gewesen sein?


    Ich werde demnächst mal dieses Petadolex zur Vorbeugung ausprobieren. Ich probiere jetzt auch mal Migräne-Kranit, hoffentlich bringt es was!


    Gibt es eigentlich irgendeine Chance auf "Heilung", bzw. Beschwerdefreiheit? Vielleicht gibt es hier ja jemanden, der schmerzfrei geworden ist.

    @Monika

    Habe gerade erst gesehen, dass Du vor einigen Tagen gefragt hast, ob jemand Leute kennt, die durch Psychotherapie ihre Kopfschmerzen los wurden. Ja, ich kenne sogar eine Menge davon - die sind nicht unbedingt völlig kopfschmerzfrei, aber ganz erheblich gebessert. Allerdings machen wir da nicht auschliesslich Psychotherapie, sondern eine sogenannte multimodale Therapie (also KOmbination von Verhaltenstherapie, Entspannung, Trainingstherapie und Medikamenten).


    In der Psychotherapie (die am besten eine Verhaltenstherapie sein sollte) geht es übrigens bei Kopfschmerzen nicht so sehr um das "akzeptieren" des Schmerzes, sondern um das Verändern der schmerzauslösenden Bedingungen. Gerade bei größeren KOpfschmerzproblemen ist das meistens der erfolgsversprechendste Ansatz.


    Aber das werden Dir die Klagenfurter sicher auch erzählen/erzählt haben. War denn jetzt Dein Termin schon?


    Grüße

    @Maja-Anne

    Wenn Dein Kopfschmerz tatsächlich die Diagnosekriterien für die Migräne erfüllt, gibt es keine weiteren sinnvollen Untersuchungen (schon das MRT und das EEG waren strenggenommen überflüssig). Es gibt bei Migräne nichts zu entdecken, was mit irgendeiner bildgebenden oder anderen technischen UNtersuchung zu finden wäre.


    Ob Dein damaliges Erlebnis der Auslöser war, kann man natürlich schwer sagen - ist letztlich auch egal: Jede Migräne fängt halt irgendwann mal irgendwie an - wenn es das nicht gewesen wäre, dann halt etwas später irgendetwas anderes.


    Viel wichtiger ist, dass Du Deine persönlichen Anfallsauslöser identifizierst (Stress? Nahrungsmittel? Periode? Unregelmäßiger Tagesrhythmus?), denn dadurch kann man oft schon die Anfallshäufigkeit senken.


    Heilen lässt sich MIgräne nach heutigem Kenntnisstand nicht (auch wenn es "Therapeuten" gibt, die das Gegenteil behaupten und Patienten damit größere Summen aus der Tasche ziehen). Eine gute Beschwerdelinderung lässt sich aber fast immer hinbekommen.


    Für die Anfallstherapie wäre es natürlich günstig, wenn vorher der Blutdruck halbwegs im Griff ist, damit Du auch Triptane nehmen kannst. Wenn Du schon Augenveränderungen durch den Hochdruck hast, ist es ohnehin dringend nötog, die Einstellung zu verbessern. Bist Du bei einem Kardiologen deswegen?


    Petadolex ist recht gut - hattest Du denn schon erfolglos Betablocker? Falls ja, wäre auch Topamax (ein Epilepsie-Mittel) eine Möglichkeit zur Vorbeugung.


    Ansonsten gilt nach wie vor: Such Dir einen Kopfschmerz-erfahrenen Arzt oder eine eine entsprechend spezialisierte Ambulanz bzw. Klinik. In welcher Region wohnst Du denn? Ein bisschen kenne ich die Szene...


    Grüße

    Ich muss sagen, ich bin von Petadolex super begeistert!!! :)^


    Wenn man Migräne hat, sollte man als erstes diese Methode wählen, da sind halt doch "harmlos" ist und rein pflanzlich... Dann kann man immer noch mit Betablocker (was halt bei vielen Leuten auch wieder nicht geht, wg. niedrigen Blutdruck ect) versuchen...

    Ja, das versteh ich, aber es wird bestimmt alles gut!:)^


    Vielleicht könnte dir Akupunktur helfen. Wenn es sich bei dir wirklich um chronische Spannungskopfschmerzen handelt kann da auf jeden Fall was machen. Zur Behandlung von diesen Schmerzen gibt es trizyklische (?) Antidepressiva. Ich glaube die schalten auch das Schmerzgedächtnis aus??? Bin mir nicht mehr ganz sicher....


    Sind die Schmerzen bei dir jeden Tag gleich stark oder gibt es da Schwankungen?


    Bei mir schwankt das immer. Heute geht es einigermaßen. Ich habe keine stechenden Scherzen, das ist immer schlimm, wie 1000 Nadelstiche, schrecklich:(v.....