okay...endlich mal einer, der vernünftig diskutieren kann. findet man hier nicht oft ;-)


    wir alle können recht haben. das wird sich auch irgendwann herausstellen, ob die eine meinung gilt oder die andere. ich selber bin betroffen. nicht ganz so schwerwiegend, aber immerhin hab ich lange anhaltenden schwindel zu verzeichnen. fast 2 jahrzehnte!


    mein weg war der gleiche. erstmal abklären, ob was organisches vorliegt. dann erst auf die psychoschiene gehen. gut, hier bin ich irgendwann gelandet. aber ich denke, daß der te ggf. auch dorthin kommen wird. warum sollte man ihm nicht die zeit lassen? ich weiß, wie groß die unsicherheit ist, wenn man von sowas geplagt wird. man braucht den raum und die zeit, sich selber einzugestehen, daß man "anders ist". hab damit auch jahrelang schwierigkeiten gehabt. aber irgendwann ist der punkt gekommen, wo man sich einlässt auf dinge, von denen man denkt, daß sowas nur "die anderen" haben.


    kann das schlecht erklären. auf jeden fall nimmt man erstmal den umweg. wenn es überhaupt einer ist. eine bekannte von mir jahrelang gebraucht, um die richtige diagnose zu bekommen. und die war nicht psychisch bedingt.

    so, wie die ärzte sagen, wohl psychischer natur. phobischer schwankschwindel. ich möchte den faden hier aber nicht für mein problem nutzen. wir können gerne per pn weiterschreiben, wenn du lust hast.

    @ Löckchen; Mister 77:

    Danke Euch nochmal für Eure Mühe, mir auch die Folgen einer psychischen Erkrankung aufzuzeigen. Auch das gehört mit zu der jetzt von mir intensivierten Abklärung.


    Die psychische Störung müsste dann ja von einem Arzt, ich nehme an einem Neurologen, diagnostiziert werden. Ich bin zZ bei einem sehr engagierten Neurologen in Behandlung, der auch durchaus einen sehr kompetenten Eindruck macht.


    Er sagte in unserem letzten Gespräch zu mir, nachdem er den EEG-Befund auswertete: Bei mir läge seiner Ansicht nach ein organisches Problem (neurologischer Natur) vor, welches die Symptome auslöse. Er hat mir das auch sehr detiliert erläutert. Er merkte an, eine psychologische Mitbetreuung sei für mich aber parallel dazu wichtig, weil ich so lange Jahre mit Verzweiflung, Ungewissheit etc. habe leben müssen. Dass bisher die Diagnose und damit verbundene Medikamentengabe noch keine Verbesserung gezeigt hat, steht auf einem anderen Papier, das konnte ich bisher mit ihm auch aufgrund seiner urlaubsbedingten Abwesenheit nicht erläutern. Ausserdem hat er nochmals eine EEG Untersuchung veranlasst.


    Was ich damit sagen will ist Folgendes: Ich muss mich doch auf die Aussagen meiner behandelnden Ärzte verlassen oder? Wenn ich mich auf Deine/Eure Diagnostik verlassen würde, müsste ich mich mehr oder weniger sofort einweisen lassen ohne weitere organische Abklärung. Da würde ich mich völlig entgegengesetzt dem verhalten, was Ärzte sagen. Das kann es ja wohl auch nicht sein.

    Hi Marki, da Du deinen Text an mich gerichtet hast, will ich dir antworten.

    Zitat

    Die psychische Störung müsste dann ja von einem Arzt, ich nehme an einem Neurologen, diagnostiziert werden. Ich bin zZ bei einem sehr engagierten Neurologen in Behandlung, der auch durchaus einen sehr kompetenten Eindruck macht.

    Ich glaube Dir das Dein Neurologe kompetent ist. Das habe ich auch bisher nicht bezweifelt.


    Ein Neurologe ist für die Diagnostik und Behandlung rein körperlicher Schäden des Nervensystems ausgebildet, wie z.B. MS, Morbus Parkinson, ALS, Bandscheibenvorfälle, Parestesien, Lähmungen, Neuralgien usw.


    Ein Psychiater behandelt psychische Störungen wie Depression, Schizophrenie, Angststörungen bis hin zur Prüfungsangst.

    Zitat

    Bei mir läge seiner Ansicht nach ein organisches Problem (neurologischer Natur) vor, welches die Symptome auslöse.

    Frage mal deinen Neurologen, ob er mit dem organischen Problem z.B. das Neurotransmitterungleichgewicht im Synaptischen Spalt von einem Nerv zum anderen meint = Nervenimpulsübertragungsproblem.

    Zitat

    Dass bisher die Diagnose und damit verbundene Medikamentengabe noch keine Verbesserung gezeigt hat, steht auf einem anderen Papier, das konnte ich bisher mit ihm auch aufgrund seiner urlaubsbedingten Abwesenheit nicht erläutern.

    Das willst Du bestimmt noch mit ihm abklären.

    Zitat

    Was ich damit sagen will ist Folgendes: Ich muss mich doch auf die Aussagen meiner behandelnden Ärzte verlassen oder?

    Klar musst Du das.

    Zitat

    Wenn ich mich auf Deine/Eure Diagnostik verlassen würde,...

    Ich betreibe hier keine Diagnostik, sondern weise nur auf Ähnlichkeiten der Symtomlage des Schreibers mit der Symptomlage von Krankheiten hin, die dieser meist noch nicht in Erwägung gezogen hat, oder manchmal von vorherrein grundsätzlich ausschließt.

    Zitat

    Wenn ich mich auf Deine/Eure Diagnostik verlassen würde, müsste ich mich mehr oder weniger sofort einweisen lassen

    Es ist gut, das Du mal zum Ausdruck bringst was Du wirklich denkst. Denn nur so kann ich ich dich wirklich verstehn und schreibt nicht dauert an deinen Empfindungen vorbei.


    Also, einweisen lassen sich Menschen die wissen, das ihnen außerhalb eines Krankenhauses nicht mehrgeholfen werden kann, oder das sie die Kontrolle über sich verlieren. Davon bist Du meilenweit entfernt.

    Zitat

    ... müsste ich mich mehr oder weniger sofort einweisen lassen ohne weitere organische Abklärung.

    Die Abklärung psychischer Problematik durch einen geeigneten Facharzt und körperlicher Problematik durch einen geeigneten Facharzt kann parallel stattfinden. Du brauchst nur deine Krankenkassenkarte vor legen und die Praxisgebühr bezahlen.


    Der Facharzt für die Psyche/ Seele ist der neidergelassene Psychiater in seiner eigenen Praxis. Den gibt es auch in deiner Umgebung. Adressen findest Du im Telefonbuch unter Ärzte.


    Und um selber einschätzen zu können ob ein Psychiatertermin angemessen ist, mach mal diesen Test: http://www.therapie.de/psyche/info/test/depression/

    @ Löckchen

    Sorry, Löckchen, aber ich verstehe das nicht...


    Marki ist auf der Suche nach der Ursache seiner Beschwerden. Er schliesst eine psychogene Ursache nicht vehement aus, aber er will sinnvollerweise ZUERST sicher sein, dass es keine organische Ursache für seine Symptome gibt.


    Die Falle mit der Psychosomatik ist, dass, wenn du einmal in dieser Mühle drin bist, alles auf dein Seelenleben zurückgeführt wird.


    Ich habe meine persönliche Geschichte mit dieser "Falle" neulich schon mal erzählt, aber gern nochmal:


    Ich hatte heftige Trigeminusschmerzen, da ich eh eine Psychodiagnose hatte (Eßstörung, Depression), ist das Ganze ist körperlich nicht gründlich abgeklärt worden und auf die Psyche geschoben worden.


    Die Argumente, mit denen man mir die psychische Ursache meiner Schmerzen erklärt hat, klingen genau so, wie das, was du immer schreibst, Löckchen. Da läuft mir echt ein kalter Schauer den Rücken runter :-o


    Ich habe brav Therapiesitzungen gemacht, Schmerztagebuch geführt und versucht die Attacken mit irgendwelchen Gefühlslagen und Ereignissen in Verbindung zu bringen – Erfolg null :-|


    Irgendwann hatte ein Arzt immerhin soviel Mitleid, dass er mit Carbamazepin verschrieben hat, was neuropathische Schmerzen eingrenzt, was die Therapeuten scharf verurteilt haben, ich sollte mich ja mit dem Thema auseinandersetzen und nicht einfach Pillen schlucken %-| :[] Es hat so dermassen weh getan, wie ein glühender Nagel, der sich durch meinen Kiefer frisst und dass 20, 30 Mal am Tag – aber alles psychisch, die waren sich gaaanz sicher :=o


    Heute weiß ich, dass eine Runde Cortison dem monatelangen Horror wahrscheinlich schnell ein Ende gemacht hätte, weil es sehr wahrscheinlich ein früher MS-Schub war. Bei Trigeminusschmerzen bei jungen Patienten ist eine MS-Diagnostik Standardprocedere – man muß gerade bei jüngeren Menschen eine symptomatische TM ausschließen.


    Aber da ich ja eine Psychoklatsche hatte, haben die Behandler mal eben drauf verzichtet.


    ****


    Damit so etwas nicht passiert, muß man zuerst nach körperlichen Ursachen suchen!


    Natürlich hat es keinen Sinn, Ärztehopping zu betreiben und dieselben Untersuchungen von immer neuen Docs machen zu lassen. Aber einmal ordentlich Abklären muß sein.


    "Psychosomatisch" ist eine Ausschlussdiagnose.

    @ Tatua

    Oh nein, ich habe deine Geschichte nicht gekannt aber es hört sich wirklich schrecklich an was du mitmachen musstest! :°_ Sowas darf einfach nicht passieren! :|N Ich glaube auch dass es mit der Psychoschiene irgendwann weniger wird wenn die Beschwerden über diese Taktik mehr werden. Auch ich habe sowas ähnliches wie du erlebt und habe jetzt tatsächlich ein psychisches Leiden, eine posttraumatische Belastungsstörung. Es dauerte Jahre bis meine körperliche Ursache endlich behandelt wurde und das hat schlimme Spuren in meiner Psyche hinterlassen. Die Ärzte und die Ärztekammer haben sich zwar mehrmals bei mir und meiner Familie entschuldigt aber die 3 Jahre meines Lebens die ich ohne nötige Behandlung mit schlimmsten Symptomen verbracht habe gibt mir keiner mehr zurück.

    Es sollte gar nicht um mich gehen, Haserl |-o


    Ich wollte nur illustrieren, was passieren kann, wenn man zu einseitig alles auf die Psyche schiebt :)z

    Zitat

    Sowas darf einfach nicht passieren!

    Da stimmt ich dir voll zu... das ist mein Anliegen und darum habe ich mich als Beispiel genommen... eigentlich geht hier ja um Marki *:)


    Totzdem danke für dein Mitgefühl... das war eine sehr heftige Zeit und es ist unschön zu denken, dass man mir der Sch*** auch ersparen können hätte.

    Hi Tatua,


    Marki hat aber nicht deine Symptome


    und er befindet sich bereits seit 5 Jahren in der Abklärung seiner körperlichen Symptome.


    Wann wäre den deiner Meinung nach der richtige Zeitpunkt, um auch mal nach der Psyche zu schauen, wenn die Symptomatik diesen Verdacht rechtfertigt.


    Was dir passiert ist tut mir wirklich leid, es hat dich traumatisiert/schwer geschadet. Dein Allgemeinmediziner und dein Neurologe haben damals ganz klar versagt. Aber, all das hat nichts mit Marki zutun.

    Zitat

    Damit so etwas nicht passiert, muß man zuerst nach körperlichen Ursachen suchen!

    Das wurde bei Marki die letzten 5 Jahre gemacht. Und er wird diesen Proßess mit Sicherheit fort führen und das ist auch richtig so.


    Aber die 100% Sicherheit die er (und du auch) gerne möchte, bevor er sich psychischen Ursachen zuwendet, wird er niemals bekommen.

    Zitat

    Wann wäre den deiner Meinung nach der richtige Zeitpunkt, um auch mal nach der Psyche zu schauen, wenn die Symptomatik diesen Verdacht rechtfertigt.

    Wenn eine körperliche Ursache mit einiger Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen wurde.


    100 % Sicherheit gibt es nicht, ich selber bin auch gar nicht so versessen auf absolute Wahrscheinlichkeiten.


    Ich bin eher pragmatisch. Ich fand die Erklärung des Nervenarztes ( er war beides, Neurologe und Psychiater), dass es an der Psyche liegt ja auch absolut glaubwürdig und hab gar nicht auf weitere Abklärung gedrängt


    Ich habe den Eindruck, dass du, Löckchen Usern hier oft schon sehr früh und auch sehr nachdringlich die Idee nahelegst, dass ihre Symptome psychische Ursachen haben und ich wollte auf die Gefahr hinweisen, dass man aus dieser "Psychoecke" kaum wieder herauskommt, wenn man einmal dort gelandet ist. :-/ :|N

    Zitat

    ich wollte auf die Gefahr hinweisen, dass man aus dieser "Psychoecke" kaum wieder herauskommt, wenn man einmal dort gelandet ist. :-/ :|N

    Doch man kommt sehr wohl da wieder raus.


    Und wenn man das Pech haben sollte das der behandelnde Hausarzt dann alles nur noch auf die Psyche schiebt, auch eindeutig nicht psychische Symptome, dann sollte man den Arzt wechseln. Habe ich auch schon gemacht.


    Wichtig ist auch, den Hausarzt mit psychischen Problemen nicht all zu sehr zu belasten, sondern diese beim Psychiater und/oder Psychotherapeuten abzuladen. Die können einfach besser damit umgehen.

    Zitat

    Und wenn man das Pech haben sollte das der behandelnde Hausarzt dann alles nur noch auf die Psyche schiebt, auch eindeutig nicht psychische Symptome

    Da liegt der Hase im Pfeffer. Bei Fieber, Husten und rotem Hals wird dein Arzt sicher nicht mutmaßen, dass es von deiner Angststörung kommt ;-D


    Sie dir mal selber die Listen in den links an, die hier oft postest, Löckchen.


    Da sind irre viele Sypmtome genannt, die psychisch bedingt sein können, aber nicht müssen.


    Meine MS hat sich vor der Diagnose mit Sehstörungen...die dann wieder weggingen... dann mit extremer Müdigkeit und Energielosigkeit und Schwindel, dann mit Kribbeln und Taubheit bemerkbar gemacht.


    Alle diese Symptome sind auf den Listen und könnten von der Psyche herrühren.


    Der damals behandelnde Arzt hätte mir garantiert erzählt, dass wäre alles psychosomatisch und ganz typisch %-|


    Mein jetziger HA kennt meine "Psychokarriere" nicht und ist deshalb nicht auf den Zug aufgesprungen. Gott sei Dank :-q


    Ärzte sind leider oft simpel gestrickt.


    Wenn du eine Diagnose hast, die ganz viele unterschiedliche Beschwerden machen kann und du hast neue Beschwerden, wird das auf die bekannte diagnostizierte Erkrankung geschoben, ohne viel zusätzlicher Diagnostik.


    Das gilt nicht nur für eine Psychodiagnose.


    Jetzt ist es z.B. so, dass alles was ich habe, auf die MS gebucht wird. Ich muß oft massiv drängen, dass andere Ursachen ins Kalkül gezogen und untersucht werden.

    @ Löckchen:

    Du hast geschrieben, ich befände mich seit 5 Jahren in der Abklärung körperlicher Symptome. Das ist formal richtig. Das Verweisen Deinerseits auf ein Zeitparameter ist insofern verkehrt, als dass die Frage ist: Wie war denn die Qualität der Abklärung in meinem Falle? Klare Antwort: Völlig unzureichend!!! Und das nicht aus meinem Munde, sondern aus dem Munde eines mir (Familie) bekannten Arztes.


    Mein Bluthochdruck: Hypertonie ist festgestellt, insbesondere so der damalige Hausarzt, ein sehr ungleichmässiger Bluthochdruck, der "springt". Nach seiner Aussage schlimmer als konstant erhöhter Bluthochdruck. Medikamente bekommen, Verlauf nicht wirklich kontrolliert. Was die Ursachen für den Bluthochdruck anbelangt: Schilddrüse überprüft, Befund ok. Weitere Ursachen überprüft? Fehlanzeige! Auf meine Frage hin, ob meine Nieren Ursache sein könnten: In ihrem Alter hat man noch nichts an den Nieren. Mein Bekannter sagte, bei Bluthochdruck MÜSSE man die Ursache genauestens abklären. Ist bei mir offenkundig nicht geschehen. Zumal wie er sagte, mein Nierenwert für mein Alter viel zu hoch sei, auch wenn er noch im Normbereich liege.


    Auch wenn der Bluthochdruck sicherlich nicht die Ursache allen Übels ist, so wäre ich doch interessiert daran zu erfahren, was dafür die Ursache ist, und vor allem, was der Bluthochdruck bereits alles geschädigt hat (Nieren etc.).

    @ Marki77

    Wenn ich von dir lese, das irgendwelche Diagnosen von den Ärzten nicht kontrolliert werden – hast du sicher schon diverse Ärztewechsel hinter dir?

    Zitat

    Auf meine Frage hin, ob meine Nieren Ursache sein könnten: In ihrem Alter hat man noch nichts an den Nieren.

    Solche Aussagen liebe ich ja und führen bei mir zu sofortigem Wechsel des Arztes.