• Schwindel - Gangunsicherheit und Verspannungen

    Hallo zusammen, ich habe schon seit knapp 10 Jahren mit Schwindelzuständen zu tun. Das fing damals ganz plötzlich bei der Arbeit am Computer an. Ich habe einige Arztgänge wie HNO, Orthopäden, Neurologe, Hausarzt hinter mir. Ich war auch bei mehreren um mir eine andere Meinung einzuholen. Nirgends wurde man ernst genommen und es wurde auf die Psyche…
  • 56 Antworten

    Lieben Dank für den Tipp. Ich habe jetzt eine 100 Km von mir entfernte gefunden. Das ist enorm.. Allerdings gibt es hier in meiner Stadt einen HNO Praxis, die verschiedene Schwindeltests machen und einen ggf. an einen Facharzt überweisen, wenn die Vermutung auf eine bestimmte Ursache zurück zu führen ist. Ich versuche da mal einen Termin zu bekommen.

    Meine Erfahrungen zu dem Thema. 2015 im August fing es plötzlich mit heftigen Schwindel an. Zu einer Zeit, wo ich eigentlich ziemlich ausgeglichen war, viel Radfahren, schwimmen viel Draussen eben. Von einem auf dem anderen Tag konnte ich das alles nicht mehr machen, der Schwindel war zu heftig. Ich habe viele Ärzte durch, wobei immer der selbe Satz fiel. Psychische Ursache!


    Und wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, wurde mir irgendwann auch klar, dass ich schon immer unter Schwindel gelitten habe, meist im Zusammenhang mit Migräne, oder als Nebenwirkung zu Sinupret.


    Ich wollte das mit der psychischen Ursache aber nicht wahrhaben. War beim Augenarzt, neue Brille da beide Augen unterschiedliche Sehstärken haben (kann eine Ursache sein) , war es leider nicht. Dann endlich Termin bei meiner Neurologin. Die hat mir sowas von dem Kopf gewaschen, so unhöflich etc. Aber sie war das Beste was mir passiert ist. Sie meinte zwar, dass Schwindel keine Begleiterscheinung von Migräne ist (wird aber komischerweise unter den Symptomen aufgezählt ??? ) und dass ich SChmerzmittel abhängig bin, weil ich öfters Ibu. eingenommen habe (alle paar Tage mal eines). Sie schlug mir zur Behandlung der Migräne einige Therapien vor, ich entschied mich, für Antidepressiva (ja ist eine Schmerztherapie), weil mir selber mittlerweile auch klar war, das psychisch was nicht stimmt. Schon nach kurzer Zeit hatte ich so gut wie keine Migräne mehr und der Schwindel lies auch nach. Ich habe auch noch das Glück, einen Physiotherapeuten mit Osteophatenausbildung, zu kennen, der mich auf meinem Weg zur Schwindelfreiheit begleitet hat. Durch ihn bin ich noch zum Kieferorthopäden, wegen neuer Bissschiene, weil Kieferfehlstand. Verspannungen entstehen auch durch den Schwindel, bzw. der damit verbundenen Angst. Mittlerweile gehe ich auch in Psychotherapie.


    Im großen und Ganzen bin ich schmerz- und schwindelfrei (beides nur noch sehr selten). Wenn man sich helfen lassen möchte, darf man nur nicht alles abblocken, eine Mischung aus Psycho und Physiotherapie könnte möglicherweise bei den betroffen schon helfen. Und bitte blockt nicht immer alle ab, wenn man euch psychische Ursachen unterstellt, oft realisiert man diese nicht mal, und oft ist da etwas dran

    Zitat

    Und bitte blockt nicht immer alle ab, wenn man euch psychische Ursachen unterstellt, oft realisiert man diese nicht mal, und oft ist da etwas dran

    :)z :)^

    @ Pummeluff

    Ich blocke es ja nicht direkt ab, möchte nur erstmal alles andere probieren.


    Muss ich einen Überweisung zu einem Psychologen haben oder kann ich mir auch selbst dort einen Termin holen? Wie läuft so einen Therapie ungefähr ab?


    Ich schliesse es nicht aus und denke eine Kombination aus Physio- und Psychotherapie kann sicher nicht schaden. Bei mir ist einiges los gewesen und es würde mich nicht wundern, wenn es dafür auch psyichische Ursachen gäbe. Der einzige Wunsch ist, dass es endlich besser wird und mein Leben wieder an Qualität gewinnt. Die Osteopathiebehandlung werde ich auf jeden Fall weiter beanspruchen.

    @ lilasetlur

    Beim Osteopathen hatte ich glaube ich 2x6 Sitzungen ist aber schon etwas her. Bin dann weiter zur manuellen Therapie, das hat mir irgendwie besser geholfen.


    Übrigens von der HWS kommt fast nie Schwindel (außer bei Spinalkanalstenose) wurde mir erklärt, wohl aber von (chronisch) verspannter Muskulatur und Faszien in dem Bereich, da dieses selbst als Teil des Gleichgewichtsorgans fungieren oder auch mal was abdrücken/reizen können. Das haben mir jetzt Orthopäden sowie Physiotherapeuten mehrfach erklärt.


    Ich tu mich auch immer schwer damit was nun zuerst da war oder was welche Sachen verstärkt/auslöst. Aber nachdem ich die Psychotherapie hatte bin ich was das angeht im Prinzip angstfrei - AUßER wenn es mich während ich Auto fahre heimsucht oder irgendwo anders wo es gefährlich oder "sozial" unangenehm enden könnte. Aber das ist mMn eine total normale Reaktion.


    Was mir auch ein wenig die Sicht auf die Dinge verändert hat waren die vielen Erlebnisse bei der Physio, wo Symptome zum Teil direkt ausgelöst werden konnten.


    Wahrscheinlich ist es irgendwo schon ein Teufelskreis: Stress -> Verspannung -> Benommenheit/Schwindel -> mehr Verspannung -> usw... eine Lösung hab ich auch noch nicht...


    Du solltest in jedem Fall auch den Psycho-Bereich abklopfen, aber lass dich nicht abstempeln, so gings mir nämlich am Anfang und das hat mir wirklich nicht gut getan.

    @ Gomez80

    Ohjee, das waren aber einige Behandlungen beim Osteopathen. :-o Ich finde aber man sollte alle Möglichkeiten ausschöpfen, um an einer Besserung/Linderung heranzukommen.


    Ich war heute bei meiner Hausärztin und die sagte mir auch, ich soll nochmal alles abklopfen, da die Untersuchungen ja alle schon Jahre her sind und mein Schwindel ja heute um ein vielfaches schlimmer ist als damals. Ich habe nun eine Überweisung zum Radiologen (Kopf- und HWS MRT), zum Neurologen und HNO erhalten. Zur Blutabnahme soll ich am Mittwoch und bekomme ein Langzeit EKG. Am Freitag ist der HNO Termin und nächste Woche Mittwoch der MRT Termin (bin froh, dass ich einen Radiologen gefunden habe, der mir so schnell einen Termin gegeben hat). Der Termin beim Neurologen ist erst Anfang Februar, aber da bekommt man ja grundsätzlich schwer zeitnahe Termine. :-|


    Am 19.01. habe ich dann meine zweite Osteopatiebehandlung. Ich hoffe immer noch, dass es ein wenig besser wird.


    Meine Ärztin meinte, zum Psychologen würde Sie mich dann überweisen, wenn alles kein Ergebnis bringt. Ich befürchte aber, dass sich bis das alles steht keine große Besserung ergeben wird. Sollte ich mir vielleicht unabängig von allem selbst einen suchen und mir einen Termin geben lassen? Da ist es mit der Terminvergabe doch aber auch alles nicht so schnell oder? :-/


    Wie lange hattest Du psychologische Behandlung?


    Ich drücke Dir fest die Daumen, dass Du auch ganz bald eine Lösung findest und es Dir besser bzw. wieder gut geht. @:)


    LG


    Mina

    Hi Mina,


    danke für die Wünsche :-) die kann ich nur so zurück geben, sowas wünscht man ja echt keinem zu haben.


    Aber klingt doch gut, dass die Hausärztin das ganze Programm nochmal anstößt! Und du hast echt Glück mit den Terminen, ich hatte zuletzt fast 6 Monate auf den Termin beim Neurologen warten müssen :-(


    Für Psychotherapie sind die Wartezeiten auch hoch (hier zumindest), es gibt aber auch Stellen wo man direkt hingehen kann, so ne Art Notfall-Ambulanzen. Musst du in deiner Region mal googeln.


    Ich war über ein Jahr in der Therapie, zum Ende hin allerdings nur alle zwei Wochen weil sie meinte mehr bräuchte ich nicht mehr. Insgesamt hilft sowas natürlich auch nicht sofort sondern braucht seine Zeit, ich denke die tiefgreifenden Erkenntnisse kommen immer erst langsam durch. Daher darfst du, selbst wenn du direkt morgen hingehst, keine sofortige Besserung erwarten!


    Wie es mit Medikamenten (Antidepressiva usw.) ist kann ich allerdings nicht sagen, sowas habe ich bisher nicht genommen.


    Mir geht es heute wieder total schlecht, nachdem ich mal wieder etwas mehr Sport gemacht habe. Es ist mir extrem aufgefallen, dass es mir vegetativ schlechter geht, wenn ich meine linke Schulter mehr belaste (die Schulter tut sowieso chronisch muskulär weh) - schwer zu erklären wie und was da schief läuft aber mir gehts dann einfach dreckig. Aber das interessiert irgendwie auch keinen, die Ärzte haben ja keine Zeit und kümmern sich immer nur so oberflächlich :-( wenn sie nicht auf anhieb was finden wirken sie genervt und schauen einen so an, den Blick kenn ich mittlerweile, dann weiß ich das es mit dem Arzt/Therapeut/Heilpraktiker/usw. keinen Zweck mehr hat.


    LG


    gomez

    Hallo gomez,


    ja ich bin schon sehr froh darüber, dass meine Hausärztin mich da ernst nimmt. Man wird ja sonst eh fast überall nur belächelt und hat das Gefühl man wird als Simulantin abgestempelt. Kenne also die Situation, wenn ein Arzt genervt wirkt und diesen entsprechenden Blick hat. Das ist für die Lage in der man sich eh schon befindet, alles andere als beruhigend. :-(


    Ich telefoniere mich einfach bei den Therapeuten mal durch. Bei dem MRT Termin hatte ich auch erst eine Praxis die mir Ende Februar einen Termin geben konnte, so habe ich dann in einer anderen angerufen und schon für nächste Woche einen bekommen. Vielleicht habe ich da ja auch Glück.


    Am liebsten würde man ja alles ganz gerne schnell geregelt haben, aber da muss ich wohl lernen mich in Geduld zu üben.


    Nach wie vor glaube ich aber, dass ich mir vor 3 Wochen irgendwo was verklemmt habe, da ich ja im Nacken diesen fiesen Druck habe der bis in den Kopf zieht. Drücke ich diese Stelle, dann merke ich den Schwindel intensiver. Naja, letztendlich muss ich alle Untersuchungen abwarten.


    Löst die Belastung an der Schulter denn Schmerzen und/oder Schwindel bei Dir aus?


    Ich drücke die Daumen, dass es Dir schnell besser geht.


    LG


    Mina

    @ lilasetlur

    Natürlich kann man nach 10 Jahren erneut die Diagnostik-Schiene fahren und hoffen dass - bzw. sich freuen wenn - nichts ernsthaft körperliches dabei raus kommt.


    Nur was dann ? Wärst Du dann bereit, evtl. psychische Ursachen in Erwägung zu ziehen und Dich diesbezüglich professionell behandeln zu lassen ? Auch ggflls. langfristig, weil - wie hier schon erwähnt wurde - es in diesem Bereich kaum schnelle "Heilungen" gibt, gerade nach bereits fast 10 Jahren Schwindelsymptomen.


    Diese Fragen solltest Du Dir jetzt schon stellen - und wenn möglich auch ehrlich beantworten ;-)


    Schon jetzt einen Psychiater oder Therapeuten zu kontaktieren und evtl. auszuprobieren ist da schon mal ein guter Ansatz :)^


    Alles Gute :)*

    @ Lupo749

    Ja, ich habe vor mir auch parallel einen Psychiater zu suchen. Ich denke das ich da mit Sicherheit nichts verkehrt machen kann. Ziel ist es natürlich wieder beschwerdefrei zu werden und wenn der Psychiater mir dabei langfristig helfen kann, dann gerne :)z


    Hast Du Erfahrung mit dem Schwindel und selbst auch einen Weg gefunden?

    Hi Mina,


    naja ich hab eher das Gefühl, dass manchmal körperliche Belastung generell Unwohlsein/Schwindel auslöst. Aber bemerkt hab ich es jetzt schon oft, wenn die Schultern stärker belastet werden als gewöhnlich, z.B. im Fitnessstudio oder eben bei so Heimübungen.


    Hab dann auch manchmal richtig das Gefühl mein Kreislauf spinnt bzw. die Durchblutung ist "komisch" oder so. Dabei wurde ich auch komplett durchgecheckt inklusive Schellong-Test (Blutdruck messen im Liegen und dann nach schnellem Aufstehen usw.) und 24h EKG / Belastungs-EKG. Ist wohl alles ok, habe nur einen relativ hohen Puls.


    Eine Vermutung ist bei mir noch chronische Hyperventilation - hoffe das wird bald mal untersucht, habe jetzt einen Termin in einem Schmerzzentrum die auch auf sowas achten. Bei den Symptomen finde ich mich jedenfalls stark wieder.


    LG,


    gomez.

    Hey gomez,


    ich nehme an, dass Du wegen Deiner Beschwerden auch schon sämtliche Ärzte durch hast. Was sagen die Ärzte denn, wenn Du denen sagst, dass bei Belastung der Schulter sich Dein Befinden deutlich verschlechtert? Ich kann es immer nicht fassen, dass Ärzte so ignorant sind. :(v


    Atmest Du denn häufig durch den Mund statt durch die Nase?


    Ich bin eben vom HNO gekommen und er hat mit mir den Drehstuhl-Test gemacht und danach musste ich mit geöffneten Augen durch eine Brille schauen. Da wurde schnell deutlich, dass ich mit den Augen in die verkehrte Richtung schaue, als ich nach dem Stop eigentlich hätte schauen sollen (habe ich zumindest so verstanden). Mein HNO hat damit ganz klar einen psychogenen Schwindel ausgeschlossen. Er hat mir nun Cortison Tabeltten und Vertigoheel verschrieben. Ich soll das mal eine Woche testen. Ich bin ein bisschen erleichtert, denn eigentlich bin ich da schon mit dem Gedanken hingegangen " da ist sowieso wieder nichts".... Mal abwarten, ob es das nun tatsächlich ist. Ich wäre soooo froh..


    LG


    Mina

    Hi Mina,


    na da wünsche ich Dir jetzt erstmal, dass die Tabletten vielleicht Besserung bringen :-) ich hoffe es echt für dich!


    Ja ich hab im Prinzip alle möglichen Ärzte durch: Hausarzt/Innere (mit Rücksprache Kardio), HNO, Auge, diverse Neurologen, MRT Kopf/HWS, diverse Orthopäden, Zahn (CMD/Kiefer)...


    Diese Tatsache mit der Belastung und dem Befinden war mir gar nicht mehr so bewusst, weil ich zuletzt eher auf Sport verzichtet hatte. Das war nämlich damals die Empfehlung nachdem ich das meinem Orthopäden geschildert hatte: mit der Therapeutin sprechen (die stand zufällig in engem Kontakt mit dem Fitnessstudio) und Training anpassen. Diese hat dann bestimmte Übungen rausgenommen was dazu geführt hatte, dass es mir zumindest nicht mehr ganz so scheiße ging nach dem Krafttraining.


    Im Endeffekt habe ich das Fitnesstudio dann aufgegeben weil ich nur noch ein Drittel der Übungen machen durfte - das fand ich dann irgendwie auch bescheuert.


    Manchmal achte ich gar nicht auf den Atem und oft ist es mir dann irgendwann plötzlich komisch und ich weiß dann gar nicht mehr wie ich geatmet habe (was ja auch normal ist). Aber fühle mich dann auch oft mal kurzatmig oder muss viel gähnen oder tief durchschnaufen ohne das es was bringt. Allerdings habe ich keine echte Luftnot wenn ich z.B. zügig gehe oder Jogge, das geht ohne Probleme. Naja mal abwarten was die in dem Schmerzzentrum sagen...


    Vielleicht mache ich auch noch einen neuen Thread wegen diesem Unwohlsein nach Training in nem anderen Bereich hier auf, vielleicht hat da noch jemand ne Idee :-(


    LG!

    Hallo gomez,


    lieben Dank, ich hoffe es auch wirklich...


    Ja, das würde ich mit dem neuen Tread auch empfehlen. Ich bin mir sicher, da gibt es bestimmt einige die auch davon betroffen sind oder eventuell jemanden kennen, der gleiche oder ähnliche Probleme hat. Da muss es doch eine genaue Ursache geben, die es gilt herauszufinden. Ich wünsche Dir von Herzen, dass es Lösungsansätze gibt und schnelle Genesung.


    Ich habe mich ja auch ordentlich durchs Internet geschlichen und bin auf diesen Beitrag gestossen. Da habe ich gleich an Dich gedacht, was die Atmung angeht. Schau Dir den Bericht einfach mal wenn Du Lust und Laune hast an.


    https://www.youtube.com/watch?v=0nm6kb5WwQM


    Ich melde mich die nächsten Tage auf jeden Fall nochmal, um zu berichten was denn nun die Kortisontabletten so für Wirkung zeigen.


    LG


    Mina