Seit 2 Jahren Benommenheits- und Blitzschwindel - Was tun?

    Hallo,


    mein Name ist Johnny (33 Jahre alt), frisch ausgelernter Verwaltungsfachangestellter, momentan aus Krankheitsgründen arbeitslos. Ich leide seit Sommer 2018 an Benommenheitsschwindel, gelegentlich begleitet von Blitzschwindelattacken, und bin (genau wie meine Ärzte) ziemlich ratlos deswegen. Hier die ganze Geschichte (Vorsicht, lang!):


    Seit etwa 2014/15 habe ich starke Schlafprobleme gehabt. Probleme beim Aufstehen (bleierne Müdigkeit, nie ausgeschlafen) und Einschlafstörungen. Deshalb Verschiebung des Tag-Nacht-Rhythmus. Damals zurückgeführt auf psychische Belastung durch abgebrochenes Studium und danach Arbeitslosigkeit.


    Im Frühjahr 2017 über mehrere Wochen eine erste Episode von Benommenheitsschwindel. Welche Untersuchungen der Hausarzt damals genau gemacht hat, weiß ich nicht mehr so genau. Jedenfalls nach Belastungs-EKG ewig lange mit Schwindel auf der Liege gelegen, obwohl Puls und Blutdruck längst wieder im Normalbereich waren. Belastungs-EKG selbst unauffällig, fühlte mich auch nicht überlastet. Fühlte sich an wie Gleichgewichtsstörungen. Damalige HNO-Untersuchungen (u. A. Kalorikprüfung) ohne Befund, Beschwerden verschwanden aber zu dem Zeitpunkt von selbst wieder.


    Im Sommer 2017 Beginn einer Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten in einer kleinen Gemeindeverwaltung mit sehr netten Kollegen. Kein Schwindel, aber ständige Übermüdung, da starke Einschlafschwierigkeiten und sehr unruhiger und kurzer Schlaf.


    Kurz vorher Diagnose Schlafapnoe mit AHI 31. Damals Entscheidung gegen CPAP-Behandlung, da ich mir nicht vorstellen konnte, mit Atemmaske schlafen zu können.


    Im Herbst 2017 Beginn gelegentlich auftretender Blitzschwindelattacken. Aus dem Nichts heraus, oft in entspannter Position (im Sitzen im Büro oder Zuhause), als ob ich wegkippen oder wegrutschen würde, mich aber sofort wieder fangen würde. Trotzdem immer reflexartiges Festhalten am Tisch. Den Rest des Tages dann immer Kopfschmerzen, und am nächsten Tag alles wieder in Ordnung. Zweimal mit Schwindel aus dem Schlaf aufgewacht, der schon beim Aufsetzen so schlimm war, dass ich nur liegenbleiben und weiterschlafen konnte. Danach Beschwerden aber auch wieder besser.


    Seit Sommer 2018 ständiger Benommenheitsschwindel, zu dem gelegentlich noch Blitzschwindelattacken (wie oben beschrieben) hinzukommen, verbunden mit Kopfschmerzen (meist über den Augen oder an den Schläfen, beidseitig), starken Konzentrationsstörungen und ständiger Erschöpfung. Der Schwindel ist tendenziell morgens nach dem Aufstehen am stärksten und bessert sich im Tagesverlauf, wobei es auch schon Zeiten gab, in denen es mir morgens relativ gut ging und der Schwindel erst gegen Mittag einsetzte. Manchmal aber auch Verschlimmerung abends. Leichtes Ohrensausen in beiden Ohren, gelegentlich pulsierendes Rauschen im linken Ohr.


    Bewegung verschlimmert die Beschwerden (nicht nur aktives Gehen, sondern auch Busfahren oder Autofahren als Beifahrer). Dabei sind die Beschwerden überwiegend nicht während der Bewegung schlimm, sondern erst in Ruhe danach, wenn die Bewegung aufhört. In besonders schlimmen Zeiten war Bus- oder Autofahren komplett unmöglich. Ansonsten kein erkennbarer Auslöser. Blitzschwindelattacken aus dem Nichts heraus.


    Der Schwindel ist kein Drehschwindel, sondern fühlt sich an, als ob ich Probleme habe, das Gleichgewicht zu halten, und als ob ich im Sitzen schwanke oder unwillkürlich mit dem Kopf nicke. In besonders schweren Fällen habe ich beim Gehen das Gefühl, dass es mich zur Seite zieht (keine bestimmte Richtung) und dass ich Schlangenlinien laufe. In einem Fall wurde mir abends im Sitzen aus dem Nichts heraus so schwindelig, dass ich weder sitzen noch stehen konnte, sondern mich ins Bett legen musste. Am nächsten Tag war es dann wieder etwas besser. Spazierengehen bei Nacht im Dunkeln ist nicht mehr möglich, da es die Beschwerden verschlimmert.


    Beschwerden verschlimmern und verbessern sich im Rhythmus von mehreren Wochen, wobei in schlimmen Phasen das Schwanken überwiegt und in besseren Phasen das Benommenheitsgefühl (schwummerig, duselig). Anfangs Rückgang der Beschwerden bei längerer Krankschreibung mit langem Schlafen und Ausruhen, seit ca. Jahreswechsel 2019/20 jedoch keine Beschwerdefreiheit mehr.


    Im Frühjahr 2020 auf starkes Anraten der Ärzte Beginn mit CPAP-Therapie. Seitdem keine Atemaussetzer mehr und Schlaf laut Schlaflabor normal. Trotzdem Gefühl von leichtem Schlaf und häufigem Aufwachen und nach dem Schlaf nicht erholt. Langes Schlafen lindert zwar die Müdigkeit, verstärkt aber die Benommenheit (?). Behandlung hatte bislang überhaupt keinen Einfluss auf den Schwindel!


    Folgende Untersuchungen wurden schon durchgeführt:


    Hausarzt (Internist):

    - viele einfache EKGs: ohne Befund

    - Langzeit-EKG: ohne Befund

    - Blutdruck: zu hoch (Behandung mit Candesartan 8 mg/Tag), Schellong-Test ohne Befund

    - Langzeitblutdruckmessung: durchgängig zu hoch, offenbar keine Nachtabsenkung (!)

    - Knöchel-Arm-Index: ohne Befund

    - Lungenfunktionstest: ohne Befund

    - Blutzucker-Belastungstest: ohne Befund

    - Blutuntersuchungen: IGE-Wert deutlich erhöht, leichter Vitamin-D-Mangel (Behandlung brachte keine Änderung der Beschwerden), etwas erhöhte Leberwerte, Nierenwerte in Ordnung, kein Vitamin-B12-Mangel, keine Borreliose, sonst keine Auffälligkeiten


    Schwindelambulanz Uni-Klinik: Komplette HNO-Diagnostik (u. A. Romberg-Test, akustisch-evozierte Potentiale, kalorische Prüfung, Drehstuhltest, Kopfbewegungstests mit Videobrille, Lagerungstests) alles ohne Befund


    HNO-Arzt:

    - Sichtprüfung: ohne Befund, außer verschmutzte Gehörgänge (kommt bei mir regelmäßig vor)

    - Tympanometrie: ohne Befund

    - Hörtest: gut

    - Nebenhöhlen-Röntgen: ohne Befund

    - Kalorikprüfung: ohne Befund


    Neurologe:

    - Reflexprüfungen: ohne Befund

    - EEG: ohne Befund

    - Schädel-MRT: ohne Befund (keine Vestibularisparoxysmie!)

    - Verdacht auf vestibuläre Migräne


    Kardiologe:

    - Ultraschall von Herz und Halsgefäßen: ohne Befund

    - Belastungs-EKG: Musste ich nach ca. 15 Sekunden abbrechen, da ich das Gefühl hatte, vom Ergometer zu fallen. Dabei hatte die körperliche Belastung noch gar nicht angefangen. Ich hatte eher das Gefühl, als ob mein Gehirn oder die Gleichgewichtsorgane durch das Gefühl, Fahrrad zu fahren, ohne sich tatsächlich fortzubewegen, durcheinander geraten.


    Orthopäde:

    - Halswirbelsäule: Verspannungen, keine Änderung nach Injektion von Betäubungsmittel in den Nacken, keine Änderung durch manuelle Therapie (6 Sitzungen)

    - MRT Halswirbelsäule: Halswirbelsäule steht aufrecht (?), leichte Verengung der Arteria vertebralis rechts (laut Radiologen ohne Krankheitswert!)

    - Beweglichkeit des Kopfes in Ordnung, Schwindel ist durch Kopfbewegungen nicht auslösbar


    Schlafmediziner:

    - Schlafapnoe (AHI 31): Behandlung mit CPAP, Druck Anfangs 8 mbar, kürzlich erhöht auf 10 mbar, ohne Verbesserung des Schwindels und Schlaf gefühlt trotzdem nicht erholsam

    - keine Narkolepsie

    - laut Schlafdaten eigentlich guter Schlaf, keine Atemaussetzer mehr

    - Blutgasanalyse (tagsüber): CO2-Wert etwas zu hoch (!). O2-Sättigung normal.


    Folgende Untersuchungen stehen noch aus:

    - Endokrinologe

    - Angiologe

    - Neurologe (um weiteres Vorgehen zu besprechen)


    Folgende Medikamente nehme ich regelmäßig:

    - Loratadin (gegen Allergien, u. A. Heuschnupfen und Hausstaub)

    - Mometason-Nasenspray (gegen allergischen Schnupfen)

    - Xylometazolin-Nasenspray (ebenso)

    - Candesartan 8 mg (Blutdrucksenker)

    - Mirtazapin 7,5 mg (als Einschlafhilfe)


    Habe die Medikamente schon getauscht und bezweifle, dass es davon kommt.


    Folgende Medikamente habe ich gegen den Schwindel ausprobiert:

    - Arlevert: keine Besserung

    - Koffeintabletten: manchmal gefühlte Besserung, manchmal aber auch nicht

    - Vertigoheel: keine Besserung

    - Vomex intravenös: keine Besserung

    - Ibuprofen: Besserung der Kopfschmerzen, aber nicht des Schwindelgefühls


    Vestibularisparoxysmie war meine Idee, da passend zu den Beschwerden. Laut Neurologe jedoch unwahrscheinlich und laut Radiologen nicht vorhanden. Wird aber wohl oft auf MRT-Bildern übersehen... Vestibuläre Migräne kommt mir unwahrscheinlich vor, da es ja mittlerweile andauernde Beschwerden sind.


    Arteria-vertebralis-Syndrom kam ebenfalls von mir. Laut Orthopäden unwahrscheinlich, und Schwindel auch nicht durch Kopfbewegungen auslösbar. Laut Radiologen leichte Verengung der Arteria vertebralis rechts, vermutlich ohne Kranheitswert. Werde noch mit Angiologen darüber sprechen, ebenso wie über evtl. andere Durchblutungsstörungen.


    Über fehlende Nachtabsenkung des Blutdrucks werde ich mit Hausarzt noch sprechen und evtl. Blutdrucksenker anpassen. Könnte das wirklich die Ursache sein? Kardiologe behauptet, dass zu hoher Blutdruck keine merklichen Beschwerden verursacht!


    HNO-Arzt bestreitet vehement, dass Allergien Schwindel auslösen können und weigert sich, Kortison zu versuchen.


    Es fühlt sich für mich so an, als ob irgendetwas mit dem Gleichgewicht nicht stimmt. Muss immer an die Belastungs-EKGs denken: Als ob mein Gehirn durch das Gefühl, Fahrrad zu fahren, ohne mich tatsächlich zu bewegen, verwirrt wird. Das kann aber eigentlich nicht sein, da alle HNO-Untersuchungen nichts ergeben haben. Auch fühlt es sich so an, als ob sich die Beschwerden immer über Nacht verschlimmern oder verbessern, es also irgendetwas mit dem Schlaf zu tun hat. Der Schlaf ist aber laut Labor gut!


    Phobischen Schwindel finde ich unwahrscheinlich, da die Beschwerden nicht in bestimmten Situationen eintreten (zu Hause genauso wie im Büro oder im Supermarkt). Mein Neurologe (der auch Psychiater ist) will aber erst alle körperlichen Ursachen ausschließen.


    An Alternativmedizin glaube ich nicht, könnte ich mir auch gar nicht leisten. Habe sogar Homöopathie ausprobiert - hat natürlich nichts genützt.


    Was kann ich sonst noch machen? Habe meine Ausbildung mit Mühe und Not und vielen Fehltagen erfolgreich abgeschlossen und bin jetzt einfach komplett fertig. Diese Erkrankung ruiniert mir gerade meine komplette Zukunft, und kein Arzt hat bislang wirklich eine heiße Spur gefunden.

  • 6 Antworten
    JohnnyCurlew schrieb:

    Schwindelambulanz Uni-Klinik: Komplette HNO-Diagnostik (u. A. Romberg-Test, akustisch-evozierte Potentiale, kalorische Prüfung, Drehstuhltest, Kopfbewegungstests mit Videobrille, Lagerungstests) alles ohne Befund

    Sehr gut, also laut Fachärzte für Schwindel alles ohne Befund




    JohnnyCurlew schrieb:

    Phobischen Schwindel finde ich unwahrscheinlich, da die Beschwerden nicht in bestimmten Situationen eintreten (zu Hause genauso wie im Büro oder im Supermarkt). Mein Neurologe (der auch Psychiater ist) will aber erst alle körperlichen Ursachen ausschließen.

    Nun, es wurde ja schon alles untersucht was geht und selbst die Schwindelambulanz konnte nix feststellen, daher liegt der Verdacht nahe das es psychisch sein könnte.


    Wenn man sich deine Story durchliest ist das auch durchaus denkbar das es sich um phobischen schwindel handeln könnte.


    Ich schlage vor das du nach der neurologischen Untersuchung ( wenn ohne patholog. Befund) dich an einen Psychologen wendest und dann eine Psychotherapie beginnst.

    Hab ganz genau die selben Probleme wie du, auch seit 2018, hatte einige immunologische Auffälligkeiten und der erhöhte IGE zeigt unter anderem bei dir an, dass das Immunsystem beteiligt sein kann.


    ich glaube du leidest an einer postinfektiösen Symptomatik.


    Der Begriff phobischer Schwindel ist in meinen Augen falsch, was ich aber sagen kann, dass wenn das System einmal so aus dem Gleichgewicht ist, es eine überstimulierung im gefahrenzentrum des Gehirns ist, oft unterbewusst.

    Der Ansatz von Verhaltenstherapie- nicht Psychotherapie ! Ist da garnicht so falsch- oder halt das Gupta Programm für CFS- Patienten, was ganz ähnlich funktioniert.


    Deine Beschwerden sind rein körperlich können aber durchs unterbewusstsein getriggert sein.

    Lass dir trotzdem keine Depression oder angsterkrankung andichten! Dennoch- Dein Gehirn muss Quasi resetet werden- aufgrund der dauernden Beobachtung hat sich das verselbstständigt..


    Aber die Symptome passen perfekt zu postinfektiösen Zuständen wie sie viele - wie auch ich- leider über Jahre haben. Aber fast alle werden wieder gesund ;) was ich so raus fand.


    LG

    Hallo! Ich hatte sowas ähnliches. Trotz Deiner vielen Arztbesuche auch beim HNO Arzt tippe ich auf eine verschleppte Nasennebenhöhlenvereiterung mit verschlossener Stirnhöhle. Wurde da jemals versucht mit einem Antibiotika wie Cefuroxim und eventuell Schleimlösern wie ACC Dir zu helfen? Eigentlich wurde das ja schon untersucht, aber vielleicht nicht richtig vom HNO eingeschätzt.

    Bei deinem Blutdrucksenker fehlt noch ein Entwässerungsmittel wie HCT. Ohne das wirkt Dein Candesartan nämlich nicht.

    Beim Neurologen fehlt noch ein EMG, eine Messung der Nervenleitgeschwindigkeit. Bitte sprich ihn bei Deinem geplanten Besuch drauf an. Sollte die verlangsamt sein (wie bei mir) hilft Glukokortikoid (Kortison). In diese Richtung deutet auch Dein erhöhter IgE Wert.

    Vielen Dank für eure Beteiligung. Mal der Reihe nach...

    Hyperion schrieb:

    Sehr gut, also laut Fachärzte für Schwindel alles ohne Befund

    Leider waren das nur Fachärzte für HNO. Ich hatte mir da mehr interdisziplinäre Zusammenarbeit erhofft. Aber wenigstens weiß ich, dass es eigentlich nichts im HNO-Bereich sein kann.

    Hyperion schrieb:

    Wenn man sich deine Story durchliest ist das auch durchaus denkbar das es sich um phobischen schwindel handeln könnte.

    Daran habe ich natürlich auch schon gedacht. Aber ich würde mir vorstellen, dass der Schwindel dann nur in bestimmten Situationen auftritt, und das ist bei mir nicht so. Andererseits habe ich bei anderen hier im Forum gelesen, dass ihnen eine Therapie (und entsprechende Medikamente wie Tavor) geholfen haben.


    Ich will nur nicht vorschnell auf die "Psycho-Schiene" geschoben werden. Aber wenn sonst nichts hilft, muss ich mir das wirklich überlegen.

    Tobias30 schrieb:

    ich glaube du leidest an einer postinfektiösen Symptomatik.

    Über CFS habe ich natürlich auch schon gelesen und habe auch schon überlegt, ob damals irgendetwas vorgefallen war. Mir fallen aber nur die folgenden Dinge ein:


    - Ca. Ende 2015 bekam ich plötzlich heftigen allergischen Schnupfen mit komplett zugeschwollener Nase, was sich nur mit Mometason in den Griff kriegen ließ. Die Nebenhöhlen waren davon jedoch nicht betroffen, und Schwindel hatte ich dabei auch keinen.


    - Kurz vor Beginn der dauernden Benommenheit im Sommer 2018 hatte ich wegen eines Abszesses Cefuroxim eingenommen (lustig, dass ausgerechnet das hier erwähnt wird). Ich hatte den Schwindel anfangs für eine Nebenwirkungen des Antibiotikums gehalten. Allerdings würde das nicht die erste Schwindelepisode Anfang 2017 erklären und auch nicht die Blitzschwindelattacken, die auch lange vorher schon anfingen.


    - Und dann natürlich das lange Leben mit unbehandelter Schlafapnoe, die ich vermutlich schon viele Jahre vorher gehabt hatte, ohne es zu wissen und daran überhaupt zu denken.

    onodisep schrieb:

    Beim Neurologen fehlt noch ein EMG, eine Messung der Nervenleitgeschwindigkeit.

    Das soll auch noch gemacht werden. Ich muss sowieso mal abwarten, was er als nächstes vorschlägt. Sind leider immer extreme Wartezeiten zwischen den Terminen...

    onodisep schrieb:

    Bei deinem Blutdrucksenker fehlt noch ein Entwässerungsmittel wie HCT. Ohne das wirkt Dein Candesartan nämlich nicht.

    Da müssen wir sowieso nochmal ran, weil der Blutdruck offenbar noch nicht weit genug gesenkt ist und das Medikament auch ziemlich niedrig dosiert ist.

    JohnnyCurlew schrieb:

    Leider waren das nur Fachärzte für HNO.

    Das muss ja nichts negatives bedeuten, auch das können Schwindelexperten sein, sonst würden sie nicht in der Schwindelambulanz arbeiten ;-)


    Der führende deutsche Schwindelexperte Prof. Schmäl in Münster ist auch HNO Facharzt und Experte für Schwindel ;-)

    Hyperion schrieb:

    Das muss ja nichts negatives bedeuten, auch das können Schwindelexperten sein, sonst würden sie nicht in der Schwindelambulanz arbeiten ;-)

    Das nicht. Aber wenn auf der Internetseite der Klinik damit geworben wird, dass Spezialisten anderer Fachrichtungen dazugezogen werden und dass es Beratungsgespräche, Schwindeltraining, Verhaltensmaßnahmen, Selbstübungen usw. gibt, dann hat man da etwas höhere Erwartungen als wie am Fließband durchgeschleust zu werden.


    Ich habe übrigens einen sehr interessanten Thread gefunden:

    Benommen, müde, verwirrt, schlimmer nach Sport


    Denn vieles, was da beschrieben wird, kommt mir extrem bekannt vor. Ich zitiere mal:

    Am interessantesten fand ich das fett Markierte, weil ich diese Beschwerden genauso kenne. Nur konnte sich bislang kein Arzt einen Reim darauf machen.