Pff, der Artikel ist schlecht von Sunflower73

    Zitat

    Termin beim Neurologen


    Das Restless-legs-Syndrom ist ein Nervenproblem, deshalb ist der richtige Ansprechpartner ein Neurologe. Ins Schlaflabor müssen Sie für die Diagnose nicht.

    Ich musste sehr wohl ins Schlaflabor >:(


    Eine Nacht so die andere Nacht mit Medikamenten.

    @ pelztier:

    Dir ist aber schon klar, daß ein gut heilbarer Krebs durchaus zu einem tödlichen Krebsszenario werden kann, wenn man nur lange genug abwartet? Und auch in nicht krebsverdächtigen Fällen wird der Hausarzt selbst zum Telefonhörer greifen und einen eiligen Termin vereinbaren oder direkt den Krankentransport herbeirufen, wenn tatsächlich akute Lebensbedrohlichkeit gegeben ist.


    Außerdem: Sogar ein Krebspatient muß warten, wenn ein Patient im noch lebensbedrohlicheren Status dazwischenkommt. Einmal verzögerte sich das MRT von allem anwesenden Patienten ganz gehörig, weil ein Säugling vom Wickeltisch gefallen war und deswegen anästhesiert und ins MRT gesteckt werden mußte.

    Bei einem Verdacht auf BSV bin ich als Notfallpatient vom Orthopäden zum Neurologen geschickt worden. Der Orthopäde hat mir den Termin am selben Tag besorgt. Ich musste allerdings viel Wartezeit mitbringen.


    Ansonsten sind alle Neurologen und Psychiater hier in der Umgebung auf mindesten 4 Monate ausgebucht, einige nehmen gar keine neuen Pat. an.


    Auch ich muss im Normalfall bei meinem Facharzt, bei dem ich seit 4 Jahren bin, 4 Monate auf einen Termin warten. Sollte ich akut erkranken, bekomme ich aber in 2-3 Wochen einen Termin, so die Absprache mit diesem Facharzt.


    Somit, liebe Marina 48, ist deine Wartezeit als neue Pat. absolut im Ramen des normalen. Und wenn du schon die Gelegenheit hast nach 4 Monaten Wartezeit den Facharzt endlich sprechen zu dürfen, empfehle ich dir dringend, deine Angstsymptomatik nicht zu verschweigen.

    Ich hatte auch einmal das Szenario, dass ich im November mit akuten Problemen beim Hausarzt sass und selbst der bekam Ansagen, dass vor Februar nichts ginge.


    Die Alternative war dann eben die Notaufnahme, weil sich die Symptomatik verschlechterte.


    Wenn es wirklich nicht nur einfach ein Problem ist, was man abklären sollte, sondern eine mehr oder weniger bedrohliche Symptomatik, dann wird man hier auch zeitnah behandelt.


    Ich habe seitdem noch nie den Eindruck gehabt, dass ich nicht schnell genug Termine bekäme.


    Ich kann im Notfall jederzeit ohne Termin zu meiner Neurologin – mit Wartezeit, aber ich würde niemals weggeschickt. Ich habe auch schon mal mittags in der Praxis gesessen und nach Telefonat des Arztes drei Stunden später im MRT.


    Wenn die Situation ein MRT sofort notwendig macht, dann bekommt man auch eins. Dafür haben grosse Radiologiepraxen extra Notfallpuffer.


    Ich mache immer wieder die Erfahrung, die sich auch hier wiederspiegelt. Menschen, die tatsächlich schwer und chronisch erkrankt sind, haben den Eindruck, dass sie gut und angemessen medizinisch betreut werden – auch als Kassenpatienten.


    Menschen mit weniger schweren Erkrankungen sehen dass anders – fühlen sich als Patienten zweiter Klasse, behaupten dass unser Gesundheitssystem nicht funktioniert...


    Vielleicht liegt es daran, dass man erst richtig krank sein muss, um schätzen zu lernen, wie gut wir hier versorgt sind. ":/

    @ Cleo:

    Zitat

    Ich musste sehr wohl ins Schlaflabor

    Dann war man halt besonders gründlich. Der Artikel ist auch schon von 2009. Aber erwähnt zumindest alle alternativen Erklärungen UND den medikamentösen Aspekt.


    Also sooo schlecht ist er nun auch nicht.

    @ tatua:

    Zitat

    Ich mache immer wieder die Erfahrung, die sich auch hier wiederspiegelt. Menschen, die tatsächlich schwer und chronisch erkrankt sind, haben den Eindruck, dass sie gut und angemessen medizinisch betreut werden – auch als Kassenpatienten.


    Menschen mit weniger schweren Erkrankungen sehen dass anders – fühlen sich als Patienten zweiter Klasse, behaupten dass unser Gesundheitssystem nicht funktioniert...


    Vielleicht liegt es daran, dass man erst richtig krank sein muss, um schätzen zu lernen, wie gut wir hier versorgt sind.

    Tja, so kommt es mir auch vor. Ich werde jetzt innerhalb von 3 Wochen 7 Fachärzte abklappen bzw. abgeklappert haben, wg. zwei Baustellen, die eine altbekannt (aber verschlechtert), die andere neu und ziemlich akut. Muss schon richtig strategisch die Termine planen, da bspw. ein Temrin so schnell gegangen wäre, dass das MRT noch nicht fertig ist. Da muss ich schon die Termine verzögern.


    Wie gesagt, nicht in allen Regionen und in allen Fachrichtungen ist es immer unproblematisch. Aber pauschales Zwei-Klassen-Denken habe ich bei 1-2 Orthopäden erlebt. Die mir dann eh zu arrogant und zu sehr auf IGeL fixiert waren.


    Aber vielleicht muss man nicht nur realisieren, wie gut es uns hier geht – sondern auch am eigene Leib erkennen, was ein schwerwiegendes Problem ist und was ein "Wehwehchen", was halt auch nochmal drei Wochen warten kann. Die Haltung ist leider häufig abwarten und überlegen – aber wenn man dann zum Arzt will, soll der bitte sofort Zeit haben. Dass man evtl. schon seit Monaten mit einem Problem rumläuft, was lästig aber nicht bedrohlich ist, vergessen viele dann gerne.


    Achja...

    Na ja bei viele Erkrankungen kann man auch selber erst mal drei Wochen abwarten, denn die Ärzte machen zu Beginn bei vielen Sachen auch nicht viel, außer abwarten. Nur sind viele dann halt sauer, und fühlen sich schlecht behandelt, weil nach zwei Tagen Schmerzen nicht die komplette Palette der teuren Gerätemedizin aufgefahren wird....


    Und man muss ja nicht direkt mit Kanonen auf Spatzen schießen. Gerade bei orthopädischen Sachen ist das ein weit verbreitetes Phänomen. Das Knie tut zwei Tage weh, schon sind viele der Meinung man ist ein Notfall und benötigt ganz dringend einen Termin und noch dringender ein MRT ...


    Viele Sachen beheben sich mit etwas Geduld ja auch ganz von alleine.

    Zitat

    Menschen, die tatsächlich schwer und chronisch erkrankt sind, haben den Eindruck, dass sie gut und angemessen medizinisch betreut werden – auch als Kassenpatienten.

    Das ist total verallgemeinernd und diffamierend gegenueber einer bestimmten Patientengruppe. Eine gute Versorgung ist gegeben bei häufigeren, bekannten Erkrankungen, das stimmt.


    Aber sobald es um nicht häufige, schwer chronische Erkrankungen geht, die nicht allgemein bekannt sind, sieht die Sache schon anders aus.


    Ich habe schon genug mitgemacht, um das beurteilen zu können.


    Das Beispiel mit dem vom Wickeltisch gefallenen Kind geht auch an meiner Aussage vorbei. Ich sprach davon, dass bei unklaren Fällen, wo es keine direkte Verdachtsdiagnose gibt, wo man aber bei genauerer Betrachtung durchaus sehen kann, dass eine schwere Erkrankung mit zunehmend lebensbedrohlichen Ausmass vorliegen muss, oftmals nicht mit angemessener Beachtung und Dringlichkeit gehandelt wird – wenn überhaupt. Denn gerne wird in diesem Fall die laestige Angelegenheit mit einer psychischen Diagnose abgetan, und selbst wenn weitere Untersuchungen zur Abklärung eingeleitet werden, geschieht das bereits unter dem Stempel der psychischen Störung, Essstörung etc und das impliziert dann sich automatisch, dass ein MRT etc ja gerne mal länger warten kann. Und so ist es nicht nur mir so passiert...


    Bei einem vom Wickeltisch gefallenen Kind dagegen ist die Sachlage klar, ebenso wie beI Krebs. Damit kann jeder etwas anfangen und in der Behandlung von Breitenerkrankngen ist unser System auch gut. Aber nicht darüber hinaus. Immer wieder bekommt man zu spüren, dass weder viel Verständnis noch Hilfe für Patienten mit anderen schweren chron. Erkrankungen ausserhalb des" Krebs und Herz/Kreislauf Dings " vorhanden ist. Selbst von Ausland wird das so wahrgenommen, dass Deutschland vor allem führend in der Forschung und Behandlung von Krebs und Herz/Kreislauf Erkrankungen ist. Diese ungleiche Mittel und Kräfteverteilung ist eine Tatsache.


    Also, bevor man hier so Allgemein-Aussagen vom Stammtisch tätigt, sollte man sich schon etwas mehr umgesehen haben. Ich brauche mir jedenfalls hier nicht indirekt sagen zu lassen, dass ich nur einen Pups hätte, weil ich das Gesundheitssystem für eine bestimmte Patientengruppe (und für mich selbst)als mehr als unzureichend empfinde. Aber klar das die Gruppen, die unter die Abdekcung des Systems fallen, nichts an ihm auszusetzen haben. Das ist ja auch ok so, aber umgekehrt daraus einen Schuh draus zu ziehen, geht gar nicht.

    Ach ja: bei schweren chronischen Beschwerden, die evtl. Zu einer akuten lebensbedrohlichen Verschlechterung führen koennten, ist die Notaufnahme auch nicht zwangslaeufig die bessere Alternative. Da heisst es dann, dass man keine chronischen Erkrankungen behandelt. Und es interessiert dann einen Scheißdreck, wie man akut mit der Situation zurechtkommt, im Hoechstfall gibt es eine Infusion, das war's. Eine weitere Abklärung findet da nicht statt. Anders sieht das aus, wenn ein Patient mit ebenso schlechtem oder sogar besserem Allgmeinzustand kommt, bei dem nur eine kleine Möglichkeit bestehen könnte, dass er Krebs hat.


    Als ich einmal mit Sepsis bei ZVneunt parenteraler Ernährung und hohem Fieber in der Notaufnahme war, musste ich 8 Stunden warten. Da war ein Fall mit laut Notfallarzt nicht begründetem Verdacht auf Lungenembolie trotzdem wichtiger, ganz zu schweigen in einem Mann, der sich beklagte, nach dem Urlaub und einer Wanderung im Gras an den Beinen einen schrecklichen Ausschlag zu haben,

    @ Pelztier

    Zunächst mal habe ich hier von meiner persönlichen Erfahrung/Beobachtung geschrieben.


    Wenn du das verallgemeinern möchtest und dir der Schuh passt – bitte!


    Diffamiert habe ich hier niemanden und erst recht keine

    Zitat

    Allgemein-Aussagen vom Stammtisch

    getätigt.


    Ich habe auch niemandem hier unterstellt "Keinen Pups" zu haben, aber jemand der unter Beschwerden leidet, die eventuell RLS sein könnten, stellt keinen Notfall oder keine gravierende schwere Erkrankung dar, die eine Supersonderschnellbehandlung rechtfertigen würde.


    Was das wiederum mit dir zu tun hat oder mit dieser ominösen Patientengruppe, der du dich zuordnest, erschliesst sich mir nicht.


    Ich bin sicherlich nicht verantwortlich dafür dass du mit deiner Erkrankung nicht ernst genommen wirst und bitte dich darum, deinen Frust nicht an mir auszukübeln!


    Die Erfahrungen, über die ich hier schreibe stammen von vielen Krankenhausaufenthalten, Wartezimmergesprächen, ... Ich bin auch weder krebskrank noch habe ich Herz-Kreislaufprobleme, sondern habe eine seltene Unterart von MS.

    Zitat

    lyrica dagegen verschrieben

    Ja Lyrika hat leider sehr viele Nebenwirkungen. Ich habe das auch lange Monate genommen, mir hat das zum Glück nichts gemacht. Aber viele beklagen davon leider unter anderem massive Gewichtszunahme

    Ich glaube, mein Medikament heisst Levodopa und hilft ganz gut. Nebenwirkungen habe ich auch keine feststellen können, ausser das die Beine deutlich ruhiger wurden ;-)


    Aber wie gesagt, ich nehme es nur, wenn gar nichts mehr geht. Normal bekomme ich es ganz gut mit Magnesium in den Griff.