Sollten Leute mit Autoimmunerkrankungen die Corona Impfung nehmen?

    Mein Arzt hat mir gesagt, ich sollte Impfungen vermeiden, weil die das Immunsystem triggern, außer vielleicht Totimpfungen. Und die Pfizer Impfung scheint in manchen Fällen neurologische Nebenwirkungen zu haben und das Immunsystem wird offenbar darauf programmiert, Virusproteine selbst herzustellen, steuert also direkt eine Immunantwort an.

    Sollten Leute mit Autoimmunerkrankungen auf die Impfung verzichten?

  • 21 Antworten

    Wir wissen eh alle nicht, was die Impfung für Nebenwirkungen auslösen kann.

    Die Impfung gegen Schweinegrippe hat für Fälle von Narkolepsie gesorgt,


    Andererseits haben so viele Leute eine Autoimmunerkrankung: Hashimoto, Multiple Sklerose, Rheuma, Lupus, Schuppenflechte, Autoimmungastritis (die Krankheit hat, glaube ich, keinen eigenen Namen) usw.usw.

    Wenn sich von denen keiner impfen lassen wird, dann können wir es vermutlich gleich sein lassen.

    Ich weiß tatsächlich, dass für Menschen mit Autimmunerkrankungen empfohlen wird, mit dem behandelnden Facharzt zu sprechen (beziehe mich dabei jetzt auf den Bereich Rheumatologie). Man solle im Einzelfall, abhängig von Symptomatik, Behandlung, Medikation etc. in Rücksprache mit dem Arzt entscheiden. Aber sich tatsächlich ohne diese Rücksprache nicht sofort impfen lassen.

    Was jetzt keinerlei Zweifel an der Impfung signalisieren soll. Aber es gibt eben Menschen, deren Situation spezieller ist. Ebenso wird ja auch empfohlen, dass starke Allergiker (die, die ein Adrenalin.Notfallset haben) auch erstmal vorsichtig sein sollen, weil es zwei Fälle mit starker allergischer Reaktion gab.

    Persönlich würde ich mich auch wegen einer Autoimmunerkrankung sowie Allergie nicht impfen lassen. Allerdings wird sich die Frage für mich eh bis 2022 oder später nicht stellen, weil ich in die letzte Impfgruppe falle.

    Sunflower_73 schrieb:

    Ich weiß tatsächlich, dass für Menschen mit Autimmunerkrankungen empfohlen wird, mit dem behandelnden Facharzt zu sprechen (beziehe mich dabei jetzt auf den Bereich Rheumatologie). Man solle im Einzelfall, abhängig von Symptomatik, Behandlung, Medikation etc. in Rücksprache mit dem Arzt entscheiden. Aber sich tatsächlich ohne diese Rücksprache nicht sofort impfen lassen.

    Das kann ich so bestätigen (Rheuma, immunsupprimiert) und bedrohliche Allergien auf viele Medikamente. Vor der Impfe wird ein Gespräch geführt, wobei ich alles aufgelistet vorlege.


    Mit der Grippeimpfung funktionierte das bisher noch. Befürchte allerdings, dass mir von dieser Impfung abgeraten wird. Im nächsten Jahr darf und will ich mit meinem früheren HA telefonieren und ein Gespräch in der Praxis mit dem neuen HA - war erst einmal da - führen.


    Vertrauen hätte ich jedenfalls eher zu meinem früheren HA, weil ich dort 10 Jahre in Behandlung war und was mich betrifft, er bestens informiert ist.

    Habt ihr denn vertrauen, dass die Ärzte überhaupt in der Lage sein werden fundiert zu beraten? Ich hege da ja irgendwie so meine Zweifel.

    Ich habe da weniger Zweifel. Okay, bin selber nicht betroffen und würde tendenziell auch dazu raten, mich vom behandelnden Facharzt und nicht Hausarzt beraten zu lassen. und würde auch generell den Impfbeginn abwarten.

    Aber die Ärzte werden irgendwann die Fachinfo erhalten und sich schlau machen; gerade wenn viele Patienten fragen. Aktuell ist das alles noch frisch und es wird ja noch dauern...

    Der Zweifel ist ja schon gerechtfertigt, wenn man so sieht, wie manche Ärzte mit Corona-Symptomen umgehen. NIcht selten habe ich hier im Forum gelesen, dass bei ziemlich darauf hinweisenden Symptomen weder die Notwendigkeit eines Tests noch einer AU geschweigedenn Quarantäne gesehen wird.

    Fachinfo haben die so gesehen auch alle dieselben. Wie sie dann handeln und empfehlen, steht auf einem anderen Blatt Papier. Nicht zuletzt weil zu allem Fachlichen immer auch die persönliche Meinung oben drauf kommt - einfach nur Fachinfos mit Patientenstautus vergleichen könnte ja auch jeder selbst.

    tiramisu01 schrieb:

    Habt ihr denn vertrauen, dass die Ärzte überhaupt in der Lage sein werden fundiert zu beraten? Ich hege da ja irgendwie so meine Zweifel.

    Na ja, Pappnasen gibt es in allen Bereichen und wer kein Vertrauen hat, sollte wechseln.


    Nur wer soll denn überhaupt vernünftig darauf antworten, ausser eben die Ärzte? Wenn ich was wissen will habe ich alle Fragen vorher schon aufgeschrieben und mich informiert. Meine Bedenken kann man auch nur auflösen, wenn ich gut informiert bin und werde. Und ob die bei mir auslösenden Allergien durch meine Medikamente bei einer Impfung eine Rolle spielen, weiss ich nicht. Deshalb ja vorweg die Rücksprache.


    Allergische Reaktionen bei dem einem muss nicht auch beim anderen dazu führen. Ich denke es kommt auch darauf an, worauf man allergisch reagiert.


    Diffuse Ängste, weil........ führen mMn auch nicht zu einer bewussten Entscheidung, bzw. man entscheidet sich grundsätzlich dagegen.


    Zu dieser Impfung wird ja auch niemand gezwungen. Ich wünsche mir jedenfalls, dass ich geimpft werden kann. Sonst bin ich u. U. über weitere Jahre gezwungen, mich weiter strikt an die Regeln zu halten, wenn es mehr nicht Geimpfte als Geimpfte gibt.


    Das ist ein wesentlicher Punkt, über den vllt. viele auch noch nicht nachgedacht haben - denke ich.

    Noch ne Info, mein früherer HA ist auch Internist. Somit hat er schon etwas mehr Ahnung. Aber es ist auch Sache aller HÄ sich selbst die notwendigen Kenntnisse anzueignen, um ihre Pat. auch wirklich gut informieren zu können.

    Ich hab einige Medikamentenallergien, Heuschnupfen, Schuppenflechte und Hashimoto. Ich werde mich keinesfalls impfen lassen.

    mnef schrieb:

    Der Zweifel ist ja schon gerechtfertigt, wenn man so sieht, wie manche Ärzte mit Corona-Symptomen umgehen. NIcht selten habe ich hier im Forum gelesen, dass bei ziemlich darauf hinweisenden Symptomen weder die Notwendigkeit eines Tests noch einer AU geschweigedenn Quarantäne gesehen wird.

    Fachinfo haben die so gesehen auch alle dieselben. Wie sie dann handeln und empfehlen, steht auf einem anderen Blatt Papier. Nicht zuletzt weil zu allem Fachlichen immer auch die persönliche Meinung oben drauf kommt - einfach nur Fachinfos mit Patientenstautus vergleichen könnte ja auch jeder selbst.

    ehrlich gesagt, seh ich das ganz genauso. Und bin deshalb auch wirklich im Zweifel, ob ich die Impfung will oder nicht. Schwieriges Thema für mich. Beschäftigt mich aber sehr:-/

    Ich habe keine Allergien oder Autoimmunkrankheit; habe aber öfters nach Impfungen eher heftige Reaktionen (nichts Wildes, aber einiges Tage krank, Fieber, opfschmerzen, Schwellungen an Einstichstellen. Die Grippeimpfung dieses Jahr hat mich 36 Stunden komplett lahmgelegt) und habe daher bspw. bisher auf die FSME-Impfung verzichtet, weil ich da im Umfeld öfters Probleme mitbekommen habe.


    Ich habe daher auch minimal Bedenken bzgl. der Corona-Impfung. Werde mich aber impfen lassen (bevorzugt Freitags X-\). Für meinen Schutz, aber auch aus beruflichen Gründen zum Schutze der Menschen, mit denen ich zu tun habe- Und zum Schutz meiner Eltern.


    Die Allergie-Warnung gilt ja auch nur für schwere Allergiker mit Adrenalin-Notfallset...

    Eine gute Freundin von mir hat seit über 20 Jahren multiple Sklerose, mittlerweile auch mit deutlichen Beeinträchtigungen. Ihr hat der Facharzt (gleichzeitig ihr Lebenspartner, spezialisierter Neurologe) jetzt geraten, dass er mittels einiger Untersuchungen feststellen möchte, ob gerade wirklich nirgendwo ein akuter Herd ist (= div. Tests und MRT). Wenn da nichts zu finden ist, würde er die Impfung durchführen lassen. Bei Anzeichen eines Schubes empfiehlt er, so lange zu warten, bis der Schub abgeklungen ist.

    100%ige Sicherheit gibt es nicht, aber ich finde das einen Anhaltspunkt, mit dem man arbeiten kann. Was ist AKTUELL in meinem Körper los? Ruhe oder brodelt es irgendwo? Viele Patienten mit Autoimmunerkrankungen haben da ja ein ganz gutes Gespür, v.a. bei den schubweise verlaufenden Erkrankungen.