TIA, Panikattacke oder etwas anderes?

    Hallo

    Ich freue mich über ein paar andere Ansichten zu meiner Situation. Vielleicht hat ja auch jemand einen Tipp was ich machen kann?


    Heute Nacht bin ich aufgewacht und hatte das Gefühl nicht atmen zu können (als wären die Muskeln schlapp). Ich bin in Hetze aufgestanden und hatte Probleme mich auf den Beinen zu halten (wackelig, schwindelig) und musste mich abstützen. Im Wohnzimmer habe ich mich dann hingesetzt und Blutdruck gemessen: 169/100.

    Gleichzeitig ist mir aufgefallen das der eine Arm anfing zu kribbeln und zu jucken und gleichzeitig wie ein nasser Sack runter hin. Das ging aber sehr schnell weg.


    Aus persönlichen Erfahrungen habe ich dann ein paar neurologische Tests gemacht. Finger zur Nase, arme ausstrecken und halten, Handgelenke dabei drehen. Alles ohne Probleme. Auf einem Bein stehen und die andere Ferse über das Schienbein streichen war sehr sehr wackelig. Allerdings hatte ich auch das Gefühl die Oberschenkel waren am zittern. Nach einer halben Stunde ging der Blutdruck runter und ich war ruhiger. Dann ging das auch perfekt mit dem auf einem Bein stehen


    Ich hab dann etwas mit meiner Partnerin gesprochen und sie meinte direkt das sie davon ausgeht das es eine Panikattacke wäre, weil ichvseit zwei Jahr immer wieder mit kribbeln in Arm oder Bein aufwache. Nur hatte ich noch nie diese Atemprobleme und diese Angst. Der Blutdruck war auch noch nie so hoch. Normalerweise ist der bei 110/75 oder ähnliches. Einzig hin und wieder ist der bei 135/90.


    Hinzu kommt aber das ich vor zwei Jahren wegen dem Verdacht auf eine TIA im hospital behandelt worden bin. Damals hat man aber nichts gefunden und mir gesagt das wirklich alles in Ordnung oder frei und altersgerechte ist. Seit dem hab ich dieses Kribbeln und kann die Situationen nicht wirklich unterscheiden.


    Ach ja ich mache seit über einem Jahr Therapie, aber bislang weiß ich nur, dass ich es allen versuche recht zu machen und dadurch unzufrieden bin. Außerdem macht mir die Corona Zeit zu schaffen. Also irgendwo angestaute Wut.


    Habt ihr eine Idee in welche Richtung das geht? Vor allem wegen heute Nacht? Ich mein ich war auch zweimal nur in der Notaufnahme und dort hat man auch nichts gefunden und so wäre es vermutlich heute Nacht auch gewesen.


    Grüße

    Markus M.

  • 27 Antworten

    Das kann man natürlich aus der Ferne schwer beantworten, spontan fällt mir dazu ein dass ich Aufwachen mit Kribbeln in Armen und Beinen nicht für ein Symptom von Panikattacken halte, und man ausserdem auch nicht während man schläft Panikattacken haben kann (allerhöchstens kurz nach dem wach werden).


    Und Schlafapnoe. Vielleicht Sauerstoffmangel im Schlaf, daher die Schwäche und die Kreislaufreaktion?


    Wenn sowas öfter vorkommt, würde ich vorschlagen, mal ins Schlaflabor zu gehen.

    marmai schrieb:

    Ach ja ich mache seit über einem Jahr Therapie, aber bislang weiß ich nur, dass ich es allen versuche recht zu machen und dadurch unzufrieden bin. Außerdem macht mir die Corona Zeit zu schaffen. Also irgendwo angestaute Wut.

    Deine Panikattacken solltest Du dringend in der Therapie ansprechen und daran arbeiten.

    Alle körperlichen Störungen, Empfindungen, Probleme stehen im Zusammenhang mit deiner Psyche. Wie Du selbst geschrieben hast, war bisher jede Untersuchung o.B.


    Deine hinzu gerufenen Notärzte, bzw Aufenthalte in den KH ändern auch nichts daran.


    Du würdest schon einen Schritt in die richtige Richtung machen, wenn Du anfängst es dir recht zu machen, für dich sorgst.

    Nimmst Du ein Antidepressiva? Wenn nicht besprich das mit dem Thera und lass dir ein Mittel nennen, bzw. eine Empfehlung an deinen HA mitgeben. Ein Psychologe darf keine Med. verschreiben.

    Hyperion schrieb:
    marmai schrieb:

    Ach ja ich mache seit über einem Jahr Therapie

    Hypochochonder/Angststörung?

    Darüber haben wir nie so konkret gesprochen. Es ist eher so das mir mittlerweile (seit 2-3 Jahren) langsam alles zu viel wird, obwohl ich nach außen eher den Eindruck erwecke mir geht es blendend und das Leben fliegt mir nur so zu, aber innerlich habe ich das Gefühl mein Leben komplett verpfuscht zu haben und die meisten Entscheidungen einfach falsch gewesen sind.


    Angst vor Krankheiten habe ich nur da, wo ich in Berührung gekommen bin mit entsprechenden Situationen (wie zB das Hospital vor zwei Jahren).

    Fizzlypuzzly schrieb:

    Nimmst Du ein Antidepressiva? Wenn nicht besprich das mit dem Thera und lass dir ein Mittel nennen, bzw. eine Empfehlung an deinen HA mitgeben. Ein Psychologe darf keine Med. verschreiben.

    Das wollte schon mal mein Hausarzt aber ich darf wegen meinem Herz nichts in der Richtung nehmen. Ich weiß das so etwas schnell hilft, aber ich bin auch irgendwie froh mich nicht von Chemie abhängig machen zu können.

    Einerseits bleibt halt diese Sorge das jetzt etwas richtiges passiert sein könnte. Heute Nacht war schon gefühlt sehr bedrohlich und alles lief wie auf Autopilot ab.


    —-


    Es mir recht machen ist leider leichter gesagt als getan. Ich bin Mitte 30 und in einer Beziehung aus der ich so nicht rauskomme. Aus der Beziehung will ich auch nicht raus, ich bin total glücklich, aber meine Freundin kann beruflich nicht umziehen, ich bin als örtlich gegangen. Hinzu kommen meine altersschwachen Eltern, die möchte ich nicht alleine lassen sollte etwas passieren. Beruflich habe ich mich vor einiger Zeit neu aufgestellt (guten Job aufgegeben) und das ist komplett nach hinten losgegangen. Den Rest hat dem dann die Corona Krise gegeben. Somit stehe ich gefühlt vor einem riesigen Haufen Scherben und weiß nicht wie ich das noch vor der Rente wieder in Ordnung bringen soll. Ich müsste im Grunde noch mal bei anfangen (Studium oder Ausbildung, aber mit Corona ist selbst das schwer). Momentan hält mich da nur die Beziehung am laufen.

    marmai schrieb:

    Darüber haben wir nie so konkret gesprochen. Es ist eher so das mir mittlerweile (seit 2-3 Jahren) langsam alles zu viel wird, obwohl ich nach außen eher den Eindruck erwecke mir geht es blendend und das Leben fliegt mir nur so zu, aber innerlich habe ich das Gefühl mein Leben komplett verpfuscht zu haben und die meisten Entscheidungen einfach falsch gewesen sind.


    Angst vor Krankheiten habe ich nur da, wo ich in Berührung gekommen bin mit entsprechenden Situationen (wie zB das Hospital vor zwei Jahren).

    Sprich das mit deinem Therapeuten einmal an, also Panikattacken und wie du damit umgehen kannst wenn sie wieder auftreten.



    marmai schrieb:

    Ich hab dann etwas mit meiner Partnerin gesprochen und sie meinte direkt das sie davon ausgeht das es eine Panikattacke wäre,

    Sehe ich auch so wie deine Partnerin, also das du m.E. eine Panikattacke bekommen hast.

    Wie gesagt, sprich das in der Therapie einmal an.

    Ich möchte darauf hinweisen dass es nicht angeraten ist, hier quasi davon auszugehen, dass das psychosomatisch ist, ohne dass eine Untersuchung im Schlaflabor stattgefunden hat. Es kann gut sein, aber es kann auch was körperliches sein. Man kann nur Mutmaßungen anstellen.


    In der Tat kann auf Dauer zu viel Streß -> Burnout, chronische Erschöpfung, sicherlich solche Dinge auslösen. Aber zu sagen "das ist es mit Sicherheit!" erscheint mir zu gewagt, so aus der Ferne.

    rr2017 schrieb:

    ohne dass eine Untersuchung im Schlaflabor stattgefunden hat.

    Warum soll er sofort in ein Schlaflabor?":/

    marmai schrieb:

    Heute Nacht bin ich aufgewacht und hatte das Gefühl nicht atmen zu können (als wären die Muskeln schlapp). Ich bin in Hetze aufgestanden und hatte Probleme mich auf den Beinen zu halten (wackelig, schwindelig) und musste mich abstützen. Im Wohnzimmer habe ich mich dann hingesetzt und Blutdruck gemessen: 169/100.

    Weil das durchaus auch für Schlafapnoe spricht. Muss untersucht werden.


    Symptome sind da ja Sauerstoffmangel im Schlaf, dadurch erhöhten Puls, Blutdruck usw usf, passt eigentlich ziemlich gut.

    rr2017 schrieb:

    Ich möchte darauf hinweisen dass es nicht angeraten ist, hier quasi davon auszugehen, dass das psychosomatisch ist, ohne dass eine Untersuchung im Schlaflabor stattgefunden hat. Es kann gut sein, aber es kann auch was körperliches sein. Man kann nur Mutmaßungen anstellen.


    In der Tat kann auf Dauer zu viel Streß -> Burnout, chronische Erschöpfung, sicherlich solche Dinge auslösen. Aber zu sagen "das ist es mit Sicherheit!" erscheint mir zu gewagt, so aus der Ferne.

    Also ich kann bedingt durch das Hospital vor zwei Jahren mit ziemlicher Sicherheit ausschließen das es das Herz ist (zwei Kardiologen können nicht irren denke ich), die Arterien sind frei (zweimal überprüft in den zwei Jahren), neurologisch ist auch von MS, Polyneuropathie bis Parkinson alles ausgeschlossen worden. Gehirn MRT wurde auch im Hospital und ein Jahr später zur Kontrolle gemacht. Auch meine Blutwerte sind top.

    Das einzige was bleibt sind Verspannungen die teils sehr punktuell am Nacken sind (laut Therapeut ein Zeichen für unterdrückte Wut) oder auch mal am ganzen Körper unspezifisch vorkommen können (wie heute Nacht die Oberschenkel irgendwie).

    rr2017 schrieb:
    marmai schrieb:

    Heute Nacht bin ich aufgewacht und hatte das Gefühl nicht atmen zu können (als wären die Muskeln schlapp). Ich bin in Hetze aufgestanden und hatte Probleme mich auf den Beinen zu halten (wackelig, schwindelig) und musste mich abstützen. Im Wohnzimmer habe ich mich dann hingesetzt und Blutdruck gemessen: 169/100.

    Weil das durchaus auch für Schlafapnoe spricht. Muss untersucht werden.


    Symptome sind da ja Sauerstoffmangel im Schlaf, dadurch erhöhten Puls, Blutdruck usw usf, passt eigentlich ziemlich gut.

    Meine Apple Watch zeichnet ja auch stündlich nachts den Blutsauerstoff auf. Das ist zwar nicht medizinisch validiert, aber ja trotzdem eine Tendenz und nachts habe ich immer zwischen 98-100%. Tagsüber eher etwas niedriger von 96-99%. Meine Hausärztin meint auch so lange es keine regelmäßigen Ausreißer gibt, sollte ich mir da keine Gedanken machen.

    rr2017 schrieb:
    marmai schrieb:

    Heute Nacht bin ich aufgewacht und hatte das Gefühl nicht atmen zu können (als wären die Muskeln schlapp). Ich bin in Hetze aufgestanden und hatte Probleme mich auf den Beinen zu halten (wackelig, schwindelig) und musste mich abstützen. Im Wohnzimmer habe ich mich dann hingesetzt und Blutdruck gemessen: 169/100.

    Weil das durchaus auch für Schlafapnoe spricht. Muss untersucht werden.


    Symptome sind da ja Sauerstoffmangel im Schlaf, dadurch erhöhten Puls, Blutdruck usw usf, passt eigentlich ziemlich gut.

    Ich kann vielleicht noch ergänzen (habe gerade noch mal auf das Blutdruckmessgerät geschaut), dass der Puls auch trotz des hohen Blutdrucks bei 48-52 lag, was für mich nachts normal ist (laut Apple Watch teils bis 43 runter).