Todesangst durch Muskelzucken

    Hallo. Ich bin etwas verzweifelt. ich weiß, dass es bereits viele Diskussionen über Faszikulation, MS, ALS und so weiter gibt, aber ich hoffe, mir kann jemand mit meinem Symptomen helfen kann.


    Es hat alles damit vor ein paar Wochen angefangen, dass ich Muskelzuckungen am Fußrücken meines linken Fußes bekommen han, die sich bis zum 3. Zeh, also den Mittleren, erstrecken. Manchmal den ganzen Tag lang mit mehr oder weniger langen Pausen von Minuten bis Stunden.Ab und zu hat es auch mal im Arm gezuckt oder so. Ich bin zu meinem Hausarzt, sowie zu meinem Neurologen gegangen. Der Hausarzt hat ein großes Blutbild erstellt und nichts auffälliges gefunden. Da es auch keine Entzündungsstoffe gab würde ich mal MS ausschließen. Der Neurologe hat neben den ganzen Refelx-Tests noch so eine Messung für die Nervenleitgeschwindigkeit oder wie man das nennt gemacht. Er meinte die Nervenleitgeschwindigkeit sei leicht über der Norm, sonst wären die Refelx-Teste in Ordnung und meinte, dass ich wahrscheinlich zu enge Schuhe trage. Dabei hat er aber kein MRT oder EEG oder sonst noch was gemacht. Ich war erst sehr erleichtert und trage seit dem nur offene Birkenstockschuhe und tatsächlich war nach paar Tagen dann nichts mehr da.

    Doch dann hat ein Arbeitskollege von mir, der mal in einer Neurologievorlesung war gemeint, dass dort Patienten eingeladen wurden, die Jahre lang fehldiagnosziziert wurden was mir bereits zu deknen gegeben hat. Ein Woch später, also vor etwa 3 tagen fing alles wieder an, und das obwohl ich die offenen Schuhe trage: Zuckender Zeh und so weiter. Hinzu kommt, dass ich jetzt ständig sonst wo kleine Zuckungen habe, die sich meiner Meinung nach nicht durch enge Schuhe erklären lassen: In beiden Beinen, wie etwa Wade oder Fuß, oder auch am Gesäß, teilweise im Gesicht oder am Arm. Immer nur kurz, aber ständig und vorallem in Ruhephase spürbar.

    Da ich MS ausschließe und auch nicht so ganz von ALS überzeugt bin, befürchte ich, dass ich einen Gehirntumor habe oder sonst wo etwas sitzt, dass meine Nerven abklemmt.

    Es ist leider auch psychisch total stressig und wirkt sich leider auch auf meine Partnerschaft aus. Ich habe meinen nächsten Termin bei Neurologen erst Ende Oktober (da er auch lange im Urlaub ist) und bis dahin befürchte ich durchzudrehen. Kennt sich jemand bezüglich Gehirntumoren aus? Ist Eure Meinung nach ein MRT notwenig? oder hat jemand vielleicht eine weitere Erklärung für meine Beschwerden?


    Vielen Dank für die Hilfe

  • 10 Antworten

    Danke für eine schnelle Antwort,

    Eine Angststörung wurde von meiner Hausärztin verdächtigt. Ich möchte auch morgen noch meine Psychaterin anrufen und einen Termin ausmachen. Aber das körperliche wollte ich dennoch irgendwie abklären, weil ich so eine Angst habe

    Andre S schrieb:

    Danke für eine schnelle Antwort,

    Eine Angststörung wurde von meiner Hausärztin verdächtigt. Ich möchte auch morgen noch meine Psychaterin anrufen und einen Termin ausmachen. Aber das körperliche wollte ich dennoch irgendwie abklären, weil ich so eine Angst habe

    Dein Problem ist die Angst.


    Das kenne ich, von Krebs über Schlaganfälle und aktuell ALS (hat mit Muskelzucken angefangen, ist is gut wie weg) hatte ich alles schon.

    Zitat

    Ich möchte auch morgen noch meine Psychaterin anrufen und einen Termin ausmachen.

    Das ist auf jedenfall sinnvoll. Du wurdest ja untersucht und alles ist ok.

    Ich finde es gut das du dir Psychologische Hilfe holst.

    Ohne Hilfe wird die Angst dich immer weiter gefangen nehmen und dein Leben beherrschen. Je früher du eine Therapie beginnst, desto besser.

    Ich hatte einen Hirntumor und Kopfschmerzen war das letzte Symptom, das dazu kam. Die ersten waren Hörverlust, Schwindelanfälle, Spasmus Hemifazialis, trigeminus neuralgie, dauerhafte Kraftverlust im Arm, Gesicht und Bein und Bewusstseinsverluste.


    Keine Muskelzuckungen. Spasmus Hemifazialis ist nervbedingt und keine normale Muskelzuckung. Sieht ganz anders aus.

    Vielen Dank für die Fülle an Antworten. Meine Psychaterin habe ich zwar noch nicht erreicht, hoffe aber dass ich es bald tue.

    Eine Frage hätte ich aber noch an Luci32:

    Luci32 schrieb:

    Ich hatte einen Hirntumor und Kopfschmerzen war das letzte Symptom, das dazu kam. Die ersten waren Hörverlust, Schwindelanfälle, Spasmus Hemifazialis, trigeminus neuralgie, dauerhafte Kraftverlust im Arm, Gesicht und Bein und Bewusstseinsverluste.


    Keine Muskelzuckungen. Spasmus Hemifazialis ist nervbedingt und keine normale Muskelzuckung. Sieht ganz anders aus.

    Wie genau sahen diese Schwindelanfälle genau aus? Weil sich hin und wieder bei mir der Kopf dreht, aber eigentlich hauptsächlich wenn ich an heißen Tagen (also wenn ich vielleicht wenig trinke) von der Hocke aufstehe. Gelegentlich gerate ich ins Straucheln, aber ich bin mir nicht sicher ob das nur EInbildung ist. Danke.