Warum gibt es keine Gesamtbehandlung der autoimmunen neurodegenerativen Krankheiten?

    Moin! Habe mich schlicht aus Interesse aktuell viel mit neurodegenerativen autoimmunen Krankheiten beschäftigt. Bloß eines Frage ich mich weiter, wozu ich keine Informationen finden kann: Warum gibt es keine Mischungen aus Neuroregeneration und Deantigenisierung? Es ist so, dass man die autoimmunen Zellen bekämpfen kann, die Neuronen regenerieren und dann auch noch remyelinisieren kann. Doch ich kann einfach nichts dazu im Zusammenhang finden. Ich hoffe ihr könnt mir helfen! LG Hans-Peter Beneken

  • 15 Antworten
    Hans-Peter Beneken schrieb:

    Ich hoffe ihr könnt mir helfen!

    Is`n Laienforum hier. Deine letzte ähnlich spezifische Fragestellung habe ich noch im Ohr.

    Da konnten wir dir leider auch nicht weiterhelfen.

    Die Frage ist doch eher, wie willst du das machen? Bzw. welche Substanzen willst du verabreichen. Meistens richten sich die eigenen Körperzellen gegen den Körper. Gehst du da zentral ran, hat das einen riesen Einfluss auf den Körper. Regeneration von Neuronen ist nicht so einfach möglich.

    Das hört sich in der Theorie einfach an, ist es aber bei weitem nicht. Wie möchtest du denn genau remyelenisieren? Nicht jeder neurodegenerative Erkrankung liegt ein myelinisierungs Defekt zu Grunde.

    Erzähl doch mal genauer etwas zu deinen Theorien.

    Also ich habe zu den auftrenden Beschwerden folgendes Wissen/Theorien zur Behandlung:

    Neuronenregeneration: 1. Geschieht Neuroregeneration schon im Hippocampus, ich sehe keinen Grund, weshalb das nicht kopierbar ist. 2. Gibt es Versuche mit Neurostammzellen, die funktioniert haben.


    Behandlung der plaques: NK-Zellen wie bei der Fibrose angewandt oder wie eine Passive Impfung/wie beim Krebs mit monoklanen Antikörpern.


    Remyelinisierung: Kurzzeitige Nutzung eines Genblockers (geringe Gefahr aber vermutlich enorm effektiv) oder eine Veränderung der Gliazellen mit einem Austausch der disfunktionalen Mitochondrien


    Angriff der autoimmunen Zellen:

    Das einzige was benötigt wird ist eine Struktur zur einzigartigen Identifizierung. Diese ist mit den Rezeptoren möglich. Es werden also Rezeptoren auf Rezeptoren gebildet.


    Außerdem bin ich eindeutig gegen eine Nutzung von Substanzen und für eine Nutzung der körpereigenen Funktionen für die Therapie.

    LG

    Das hört sich in der theorie toll an, aber es ist in wirklichkeit 100 mal komplizierter. Kommst du aus dem wiss. Bereich.


    noch sind wir nicht soweit

    Was daran ist denn soviel komplizierter? :) Nein, komme nicht aus dem medizinischen Bereich, verstehe aufgrund von sehr viel autodidaktischer Beschäftigung jetzt recht viel davon.

    Zudem sind Stammzellen zwar eine vielversprechende Sache, aber der Gedanke: Stammzellen rein und - poof- alles wird gut, ist leider nicht die Realität. Es gibt in der Therapie einen Bystander-Effekt, wodurch Zellerneuerungen durch Stammzellinjektion angeregt wurde. Allerdings nur sekundär (deshalb Bystander). Die Detektion körpereigener Rezeptoren an Zellen als therapeutische Targets ist schwierig da diese meist ubiquitär an diesem Zelltyp oder auch andern expremiert werden. In der personalisierten Tumor-Behandlung wird dies als Ansatz genutzt.

    Die Autoimmunreaktion ist eine Fehlleitung des körpereigenen Immumsystems. Die "Programmierung" stimmt nicht und körpereigene Stoffe werden nicht als diese erkannt. Deshalb verstehe ich dein Rezeptor auf Rezeptor Gedanke hier nicht.

    Hans-Peter Beneken schrieb:

    Was daran ist denn soviel komplizierter? :) Nein, komme nicht aus dem medizinischen Bereich, verstehe aufgrund von sehr viel autodidaktischer Beschäftigung jetzt recht viel davon.

    Das ist halt der Trugschluss. Autodidaktische Beschäftigung ist eine gute Sache, aber ersetzt weder das Curriculum eines relevanten Studiums respektive einer Ausbildung im laboratorischen Bereich.

    Ein Verwandter von mir forscht in der Molekularbiologie an Nanorobotern, gemeinsam mit Mediziner und anderen Naturwissenschaftlern. Ihr Projekt ist seit sieben Jahren im Gange und das sehr erfolgreich nach wissenschaftlicgen Maßstäben. Theoretisch passt alles, international präsentiert und geprüft. Dauer bis die Ergebnisse anwendbar werden können: ~ 10-15 Jahre. Und das ist komplett normal.

    Medizinischer Fortschritt ist kein Kokosmakronenrezept.

    Fiorentina2017 schrieb:
    Hans-Peter Beneken schrieb:

    Was daran ist denn soviel komplizierter? :) Nein, komme nicht aus dem medizinischen Bereich, verstehe aufgrund von sehr viel autodidaktischer Beschäftigung jetzt recht viel davon.

    Das ist halt der Trugschluss. Autodidaktische Beschäftigung ist eine gute Sache, aber ersetzt weder das Curriculum eines relevanten Studiums respektive einer Ausbildung im laboratorischen Bereich.

    Ein Verwandter von mir forscht in der Molekularbiologie an Nanorobotern, gemeinsam mit Mediziner und anderen Naturwissenschaftlern. Ihr Projekt ist seit sieben Jahren im Gange und das sehr erfolgreich nach wissenschaftlicgen Maßstäben. Theoretisch passt alles, international präsentiert und geprüft. Dauer bis die Ergebnisse anwendbar werden können: ~ 10-15 Jahre. Und das ist komplett normal.

    Medizinischer Fortschritt ist kein Kokosmakronenrezept.

    Stimmt, abgesehen vom "Erfolg" gibt es zusätzlich strenge Regularien bezüglich Medikamenten, Therapieformen etc. Diese Hürde muss, zum Glück, auch genommen werden.

    Wombats schrieb:
    Fiorentina2017 schrieb:
    Hans-Peter Beneken schrieb:

    Was daran ist denn soviel komplizierter? :) Nein, komme nicht aus dem medizinischen Bereich, verstehe aufgrund von sehr viel autodidaktischer Beschäftigung jetzt recht viel davon.

    Das ist halt der Trugschluss. Autodidaktische Beschäftigung ist eine gute Sache, aber ersetzt weder das Curriculum eines relevanten Studiums respektive einer Ausbildung im laboratorischen Bereich.

    Ein Verwandter von mir forscht in der Molekularbiologie an Nanorobotern, gemeinsam mit Mediziner und anderen Naturwissenschaftlern. Ihr Projekt ist seit sieben Jahren im Gange und das sehr erfolgreich nach wissenschaftlicgen Maßstäben. Theoretisch passt alles, international präsentiert und geprüft. Dauer bis die Ergebnisse anwendbar werden können: ~ 10-15 Jahre. Und das ist komplett normal.

    Medizinischer Fortschritt ist kein Kokosmakronenrezept.

    Stimmt, abgesehen vom "Erfolg" gibt es zusätzlich strenge Regularien bezüglich Medikamenten, Therapieformen etc. Diese Hürde muss, zum Glück, auch genommen werden.

    Ja und es sind all die Bausteine die im Mosaik zusammenkommen. Manchmal fehlt Grundlagenforschung,manchmal funkioniert es nur jedes fünfte Mal usw.. Dann gehen Gelder aus, Projekte werden umgesiedelt. Was allein Brexit für manche Forschungsprojekte bedeutet...

    Wombats schrieb:

    Jap, der Brexit hat einige Branchen vor Probleme gestellt.

    Gut erfasst. Hat genau was mit der Fragestellung zu tun?