Wir bekamen mal einen jungen Mann im Wachkoma auf unsere Intensiv (neurol Reha). Therapieziel war Kreislaufstabilität und zustandserhaltende Pflege.


    Mehr wäre wohl laut Ärzten anhand der CT-Bilder und sonstigen Untersuchungsergebnissen nicht drin gewesen.


    Tjo, dieser junge Mann brauchte viel Zeit, aber heute arbeitet er wieder als Bankkaufmann.

    Danke für diesen Bericht. Mir laufen Tränen der Freude über die Wangen. Mir ist klar, dass es auch anders kommen kann. Doch Hoffnung ist immer ein Trost, um weiterzumachen und zu kämpfen. Als ich angefangen habe, deinen Beitrag zu lesen, hätte ich niemals damit gerechnet, dass er sogar wieder arbeiten kann. Da sieht man wieder, was alles möglich ist.

    gerne, ich denke so ein paar positive Berichte helfen Dir, Geduld zu haben. Besteht denn für Dich die Möglichkeit, sie mal zu besuchen?


    Sie bekommt gerade warscheinlich auch viel mehr mit, als ihr alle denkt. Nur kann sie es halt nicht so geziehlt zeigen.


    Es kommt halt auch stark drauf an, welcher Bereich des Gehirns geschädigt ist.

    Es gibt ein Buch, wo eine Hirmforscherin berichtet, dass sie selbst mit Mitte 30 glaube ich schweren Schlaganfall hatte, Gehirn beeinträchtigt...


    Anfangs ging wohl kaum etwas bei ihr, sie hat 10 Jahre gebraucht, sich alles wieder beizubringen, in ganz kleinen Schritten... Jetzt arbeitet sie wieder im beruf und hat eben dieses Buch geschrieben, wo man sehr viel erfährt, wie langsam es eben gehen kann und wieviel geduld man braucht.

    Mein Papa lag ein paar Tage nach seinem Herzinfarkt in einer Art Koma (die Augen waren auf, aber die Pupillen haben z.B. gar nicht reagiert. Er hatte Reflexe, aber es kam keine bewusste Reaktion. Er war nicht hirntot aber er wäre nie wieder "wach" geworden)


    Nach ein paar Tagen hat dann seine Patientenverfügung gegriffen und es wurde alles abgestellt, nach 3 Tagen ist er dann gestorben.


    Bei deiner Freundin klingt es schon viel besser! Sie hat Reaktion! Sie nimmt etwa wahr! Darauf kann man aufbauen! :)_