Hallo Ihr Lieben,


    war bisher immer nur regelmäßiger Leser des Forums hier. Jetzt muss ich euch gleich mit einem MegaText antexten :-o


    Ich gehöre leider zu dem Angst-Personenkreis bei dem es täglich und überall zuckt - allerdings nicht schon seit Jahren! Bei mir Begann es im April 2016 nach einer stressigen Situation (Umzug, familiär) mit einem schmerzenden Zeigefinger der linken begann, der sich dann schnell auf das Daumengelenk ausdehnte. Außerdem zitterte ich grundlos ganz fein... Kurze Zeit später war auch die andere HandSeite betroffen. Nach dem googlen bzgl. des Daumengelenkes - kam ich auf Erfahrungsberichte von ALS-Betroffenen. Ich weiß leider nicht mehr, ob das Muskelzucken da auch schon anfing oder ob es erst mit der Befragung von Dr. Google begann! .. Jedenfalls war statt des Zittern das Muskelzucken recht präsent... und auch nicht nur in einer Region sondern auf den ganzen Körper verteilt (Beine/Waden, Oberarme, Bauch, Rücken, Schulter, Po...). Erwähnen sollte ich evtl. noch, dass ich bereits zu Beginn des Jahres 2016 massive Brustwirbelbeschwerden bekam (behandelt mit Tens und Massage - ohne durchschlagenden Erfolg!).


    Jedenfalls begann dann mein Ärztemarathon - angefangen beim Hausarzt - Blutwerte / Schilddrüse ohne Befund (CRP war mit 0,6 minimal erhöht) und Vitame E und B: Mangel war vorhanden - Vitamin E mit Dekristol - Vitamin B Ampullen und Magnesium. Das half schon mal nicht. Keine auffälligen Schilddrüsenwerte... 1. Neurologe meinte, evtl. beginnendes Karpaltunnelsyndrum und bei klinischen Tests keine Auffälligkeiten - ebenso bei EMG an der Hand... es zuckte munter weiter und mittlerweile hatte ich nicht nur Daumenschmerzen sondern auch der Großzeh tat mir irgendwie weh. Anfang Juni 2016 für 1 1/2 Stunden Zucken in der rechten Flanke/Rückseitig :-( Untersuchung ALS Ambulanz rechts der Isar: EMG / NLG / körperliche Untersuchung unauffällig - kein Anhalt für ALS. Weiter zum Internisten: erneut Blutwerte getestet - (CRP war bei 0,5) kein Hinweis auf Rheuma / Borrelliose (normale Blutuntersuchung) lediglich EBV muss aktiv gewesen sein, ohne dass ich es gemerkt hätte! Weiterer Arzt war dann Orthopäde: keine Arthrose der Hand, lediglich minimaler Bandscheibenvorfall der HWS (nach MRT) - ohne Beeinträchtigung der Nerven / Beckenschiefstand, muskuläre Verspannungen. Ich muss dazu sagen, dass ich auch Muskelschmerzen (zu BEeginn erst an den Armen) nun in den Waden habe, die sich auch bei sportlicher Betätigung nicht wirklich ändern. Es ist ein Stechen aber keine Krämpfe - auch nachts nicht! - Dann folgte der Besuch bei einer Psychologin (gleichzeitig Neurologin) - sie meinte es handele sich um Angststörungen und verschrieb mir Opipramol. Das Zucken blieb mir weiterhin erhalten - neu war jedoch das Gefühl, dass es sich beim Aufwachen früh morgens anfühlte, als würden Würmer durch meine Waden kriechen.. und alles immer schön in Begleitung des Muskelzuckens - mal hier mal da, täglich!


    Ab Mitte August hatte ich dann zusätzlich eine angebliche Kehlkopfentzündung (diagnostiziert durch HNO) , ich war sehr heiser, hatte super zähen Schleim im Hals und gleichzeitig auch total trocken im Rachen... (dieser trockene Hals und meiner Meinung nach eine veränderte Stimme sowie manchmal zäher Schleim ist mir bis jetzt treu geblieben ( Lungenfunktion laut Lungenarzt einwandfrei)


    kein Verschlucken, keine Sprachveränderung, keine Zuckungen der Zunge - (was zum Teufel ist das ???)


    Am 19.08. dann erneut Vorstellung beim ALS - Arzt Prof Dr. Hecht. - eingehende körperliche Untersuchung mit anschließendem EMG/NLG - ohne Befund. Zwar war vereinzelt im rechten Oberarm Faszikulation zu sehen, aber diese seien aufgrund der Auswertung ohne Krankheitswert. Ich bekam die Diagnose Crampi Faszikulations Syndrom und mir wurde gesagt, dass ene erneute Vorstellung erst in 1/2 Jahr Sinn machen würde, wenn dann das Zucken noch da wäre (klar ist das noch da!! :-( ) Ich bekam Pregabalin, was evtl. das Zucken lindern könnte...Außerdem sollte ich mal hochdosiertes Vitamin E (1000er nehmen)


    Bisserl halfs in den 1-2 Wochen, aber jetzt ist es wieder da... nur hab ich durch das Pregabalin nicht gar so große Angst.


    Allerdings, wenn es zuckt, erschrecke ich mich so, dass ich sofort wieder an die *** denke. Und es zuckt täglich. Mein Handschmerzen/Zehenschmerzen sind irgendwie bisserl besser - entweder durch Vitamin E oder Pregabalin!???


    Nun hab ich Ende nächster Woche einen Termin im Endokrinologikum.. vlt. kommen die da noch weiter!?


    Wie sicher ist es Eurer Meinung nach, dass ich kein A** habe. trotz der blöden Symptome? Ich kann auch ganz klar reflektieren, dass meine Angst das Ganze nicht besser macht - aber ihr wisst ja selbst wie sich der Scheiss anfühlt!! :-( Und ich möchte sicherlich kein Arzthopping machen, aber ich will auch "Geholfen werden" :-(


    Sorry für den langen Text! :-( LG

    Hallo zusammen,


    Bei mir begann es schleichend, vor 2 halb Jahren, erstmals lidzucken über Jahre davor, dann verteilt, und dann an den Waden ein seltsam kribbelndes Gefühl in beiden Waden. Mir fiel deshalb mein Blick in Richtung Wade und ich wunderte mich über das seltsame Schattenspiel - bis ich feststellte, das das keine Schatten, sondern die Bewegungen meiner Muskeln waren. Ich versuche einmal zu beschreiben, wie das aussieht: In schneller Folge entstehen kleine Dellen, die sofort wieder verschwinden. Dadurch sieht es teilweise so aus, als würde sich die Wadenmuskulatur wellenförmig bewegen (deshalb meinte ich zunächst, das seien Schatten.)


    Danach verbreitete sich dieses problem überall. Habe kein zucken sondern richtige Faszikulationen, so genannte hotspots......war ambulant mehrmals in der klink, auch der niedergelassene neurologe hatte emg, tms, und nlg alles ohne befund gemacht, neulich wurde auch nochmal eine TMS durchgeführt, normale geschwindigkeit von kopf bis lws und non lws bis fuss, normale werte... Dennoch kribbelt es und es zuckt ständig überall durchgehend.....


    Bin mit meinen Latein am ende, es klickt bzw. Zuckt auchnoch mein zugenbein...ich wünsche dieses noch nichtmal den schlimmsten feind. Der ketzte neurologe meinte wenn ich ALS gehabt hätte, wäre ich jetzt schonlängst im rollstuhl.... Nach 2 1/2 Jahren...hätte sich diese aufjedenfall bemerkbar gemacht.....so wie es ausschaut ist BFS am wahrscheinlichsten.


    Aber so wie ich mal gelesen hatte gibt es auch innerhalb der ALS auch langsame verlaufe...meistens kündigt sich dann sowas bereits Jahre zuvor an. Bis der Körper nicht mehr standhalten kann und eine gewisse zahl an zellen unwiderruflich untergegangen sind.


    Ausserdem gibt es weit über 800 muskelerkrankungen...wieso muss es gleich ALS sein?


    In der medizin gibt es auch keine eindeutige Sicherheit und es gibt immer ein Bruchteil von möglichen Faktoren die als Auslöser oder als Krankheit im ersten schritt eine gewisse Tendenz erkennen lassen und die Wahrscheinlichkeit schinden lässt dass was bösartiges im Gange ist, dennoch kann die Medizin diese nicht als ganz unmöglich einstufen, da es immer eine gewisse Unsicherheit gibt, mit dem man leben muss, aber in den meisten Fälle entpuppt sich diese als völlig harmlos.


    VG

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