Wie lange Nachwirkungen nach Lumbalpunktion?

    Hallo,


    ich hatte am Montagnachmittag eine Lumbalpunktion. Der Assistenzarzt hat beim ersten Versuch nicht getroffen und dann noch 10 Minuten versucht zu korrigieren. Dabei wurden immer wieder Nerven gereizt, so dass ein Schmerz ins linke Bein ausstrahlte. Der Oberarzt hat es dann versucht und sofort getroffen.


    Insgesamt war das Prozedere deutlich weniger schlimm, als ich es mir vorgestellt hatte (nicht schmerzhafter als eine Blutabnahme). Nun hatte der Arzt aber die Befürchtung, dass ich davon starke Kopfschmerzen bekomme könnte, weil ich jung, weiblich und sehr schlank bin. Daher sollte ich länger als gewöhnlich liegen und er hat mir zusätzlich zum viel Trinken noch eine Infusion verordnet. Ich hatte keine Probleme mit Kopfschmerzen, allerdings am nächsten Tag ungewöhnlich starken Schwindel (wegen Schwindel war ich überhaupt im Krankenhaus) und auf dem Weg zu einer Untersuchung das Gefühl, dass ich gleich umkippe. Ich habe das auch dem Arzt gesagt, da mir aber POTS diagnostiziert wurde, meinte er, es könnte auch davon kommen und ich wurde Dienstagnachmittag entlassen. Zusätzlich hatte ich auch eine Art Muskelkater an der Einstichstelle, der mittlerweile aber weg ist. Es strahlt nur öfter mal ein Schmerz ins linke Bein aus, wenn ich stehe, aber das werden wohl die gereizten Nerven sein. Das größere Problem ist, dass ich weiterhin diesen starken Schwindel habe. Unter der Dusche hatte ich das Gefühl, dass ich umkippe, auch länger Sitzen geht nicht. Selbst im Liegen denke ich manchmal, dass mich jemand in den Boden drückt. Nach einer kurzen Zeit baut sich ein Druckgefühl im Kopf auf, wie der Vorbote von Kopfschmerzen. Das Druckgefühl habe ich auch in der Brust. Wenn ich viel trinke und liege geht es. Ich könnte momentan die ganze Zeit schlafen.


    Meine Frage ist nun, wie lange solche Nachwirkungen normal sind, ob sie überhaupt von der LP kommen können und wann ich ggf. nochmal zum Arzt sollte? Meine Familie sagt mir, dass ich trotzdem mal rausgehen und eine Runde um den Block gehen soll. Ist es empfehlenswert, die Symptome zu ignorieren und das zu tun? Ich bin grundsätzlich für Bewegung, fühle mich im Augenblick aber nicht danach. Vielleicht mag jemand von seinen Erfahrungen berichten?


    Schonmal danke!

  • 3 Antworten

    Ich schreibe dir Mal meine kurze Erfahrung:

    Bei mir wurde vor zwei Jahren auch eine Lumbalpunktion gemacht in der Uni Klinik, der Arzt hatte zwei Mal nicht getroffen und leider erst beim dritten Mal die richtige Stelle erwischt.


    Die beiden Male die daneben gingen, ist mein rechtes Bein reflexartig nach vorne geschossen und ich hatte echt ziemlich dolle Schmerzen, ich war schon fast den Tränen nahe, beim dritten Mal wo der Arzt die richtige Stelle getroffen hatte, ging es einigermaßen mit dem Schmerzen.


    Der Tag direkt wo die Lumbalpunktion gemacht wurde, ging es mir ganz okay, bloss die beiden Tage danach hatte ich verdammt dolle Kopfschmerzen, die aber am dritten Tag wieder weg gingen.


    Deine Erfahrung klingt aber nicht normal,

    Versuche Mal sehr sehr viel zu trinken, das soll man ja eh nach der Behandlung machen.


    Da ja bei dir sehr wahrscheinlich POTS die Ursache für alles sein könnte, ist es wohl um so wichtiger sehr viel Wasser zu dir zu nehmen, aber wenn es dir nicht morgen besser geht, würde ich auf jeden Fall noch Mal zum Arzt.

    Hallo! Das sind die sogenannten postpunktionellen Kopfschmerzen, die häufigste Nebenwirkung nach einer Lumbalpunktion. Die Schmerzen und der Druck im Kopf beginnen im Normfall ca. 2 Tage nach der Punktion und bessern sich im Liegen und wenn du viel trinkst. Diese Beschwerden halten einige Tage an, leider des öfteren eine Woche. Du solltest so oft wie möglich liegen und viel trinken, nicht um den Block gehen. Hat man dir kein Schmerzmittel mitgegeben? Wende dich bitte zunächst telefonisch an deinen Arzt. Hilft das Schmerzmittel dir nicht, gibt es als Alternative Theophyllin, das entscheidet dein Arzt. Ich wünsche dir gute Besserung!

    Danke für eure Antworten! Also Schmerzmittel habe ich nicht bekommen, allerdings habe ich in dem Sinne ja auch keine Kopfschmerzen. Dem Druck im Kopf kann ich entgehen, wenn ich liege, das geht dann schon. Schlimmer ist der Schwindel in Kombination mit dem Druckgefühl in der Brust, aber wenn das noch der normale Zeitrahmen ist, dann liege ich erstmal weiterhin und ich versuche jetzt sowieso die 3 Liter am Tag zu trinken, die bei POTS empfohlen werden.