• Wirkung Antidepressiva bei sehr geringer Dosierung

    Hi, ich war gerade beim Arzt weil ich überhaupt nicht mehr runterkomme, seit Jahren Schlafstörungen habe und meine Stimmung nicht gut ist und mir halt einfach alles irgendwie egal ist inzwischen und jetzt hat er mir ein Antidepressivum verschrieben, was grundsätzlich auch der Grund war, warum ich den Termin gemacht habe. Aber mein Problem sozusagen ist…
  • 33 Antworten

    Vielleicht wollte der Arzt erstmal nur das "Schlafproblem" damit lösen.


    Zur schlaffördernden Wirkung braucht man keine große Dosis und die tritt auch sehr schnell ein.


    Und falls Du das gerade erst verschrieben bekommen hast: Man fängt oft mit ner kleinen Dosis an und dosiert dann hoch. Also das Gegenteil vom Ausschleichen.

    Also bei trizyklischen Antidepressiva ist es meines Wissens nach so, dass sie in geringer Dosis beruhigend wirken und in hoher dann erst wirklich antidepressiv. Man kann sie also auf zwei verschiedenen Arten verschreiben. Bei mir hat es die angstlösende Wirkung auch schon direkt nach der ersten Einnahme eingesetzt, dafür muss sich der Spiegel wohl nicht aufbauen.... Wieso versuchst du nicht einfach erstmal ob es in der Dosis wirkt, bevor du dir von Internetseiten und Laien alles schlecht reden lässt? Alles Gute!

    Bei mir hat es sofort geholfen, ich war weder irgendwie benebelt noch hatte ich andere Nebenwirkungen. Un ich kenne einige, die wegen Schlafproblemen niederdosiert, auch unregelmäßig trizyklische Antidepressiva verschrieben bekommen haben und es hat geholfen. Sie machen im Gegensatz zu anderen Medikamenten oder Alkohol nicht süchtig. Dieses Katastrophisieren, bevor man es überhaupt ausprobiert hat, halte ich für völlig unangebracht. Wenn es nicht gut ist, kann man doch einfach wieder absetzen und mit dem Arzt reden? Und aktiv zu Alkoholmissbrauch zu raten, obwohl man keine Ahnung hast, ob das verschriebene Medikament in der Dosis wirksam wäre... ohne Worte. :-X

    Also ich hab es jetzt gestern Abend um neun Uhr genommen und hab absolut nichts gemerkt. War bis nach ein Uhr wach und dann nochmal von fünf bis sieben. Hab mich genauso gefühlt wie immer.

    Ich würde [...] beim nächsten Termin halt mit dem Arzt sprechen. Der wird dann schon sagen "ok höher dosieren" oder "dann eher anderes Medikament".


    Vielleicht kommt nach ein paar Tagen ja eine Schlafbesserung, dafür braucht es wirklich keine hohen Dosen.

    Ich schlafe schon von 25mg wie eine Tote.

    Das man Antidepressiva ev auch sporadisch zur Beruhigung einsetzt kommt durchaus vor und ist eine Einzelfallentscheidung des Arztes.

    Jeder reagiert auf die verschiedenen Antidepressiva unterschiedlich. Da muss man gegebenenfalls ausprobieren.

    Wie man hier ernsthaft jemanden empfehlen kann seine Probleme mit Alkohol zu lösen ist mir schleierhaft.

    Hyperion schrieb:

    1 Beitrag gelöscht

    Sorry, das war wohl schlecht formuliert, ich meinte es so, dass ich die Arztempfehlung erstmal probieren würde bevor ich sie als Laie gleich schlecht rede.

    Dein HA hat absolut korrekt gehandelt.


    Es ist zu unterscheiden zwischen Schlafstörungen und Depressionen. Bei beiden Störungen können dieselben Medikamente zur Anwendung kommen, z.B. trizyklische AD, aber tetrazyklische AD.


    Bei Depressionen nimmt man das verordnete Medikament in viel höheren Dosen und morgens + allenfalls zusätzlich abends.


    Bei Schlafstörungen nimmt man das Medikament in viel geringerer Dosis, nur abends und nur bei Bedarf! Man nutzt sozusagen Off-Label die Nebenwirkung des Medikaments. Trizyklische AD sind hier absolut korrekt. Nur weil alt, heisst nicht gleich schlecht.


    (Citalopram ist übrigens auf keinen Fall das Mittel der Wahl bei Schlafstörungen.)

    Ich hab letztlich fast genau die Dinge, um die es hier geht, selber auch mitgemacht. Da hat auch nix an Medikamenten geholfen, auch wenn es theoretisch gesehen die korrekte Medikation war, weil einfach der Streß und Druck, dem man ständig ausgesetzt war (dies dazu noch in einem nervlich arg dünnhäuigen Zustand, weil das ja schon geraume Zeit so geht) viel zu groß ist.


    Das einzige was hilft, ist der Situation zu entfliehen, damit der Druck aufhört. Bis dahin muss man irgendwie durchhalten.


    Bei mir persönlich waren die Neben- und Überhangwirkungen sämtlicher Medikamenten-Versuche belastender als die Schlafprobleme an sich.

    bisher hab ich jedenfalls nicht das gefühl, dass es irgendwas bringt. eigentlich müsste ich doch sofort eine wirkung spüren, weil doch kein spiegel aufgebaut werden muss wenn man es nur zum schlafen nimmt. richtig? ich merke halt echt überhaupt nichts...

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    hallo nochmal


    Hier mal ein Update bzw eine Frage: ich hatte es ein paar Tage lang mit der verschriebenen Dosis probiert und hatte leider überhaupt keine Wirkung und habe dann in Eigenregie rumexperimentiert (immer noch eindeutig im Rahmen der empfohlenen Dosis laut Beipackzettel) und habe festgestellt, dass ich bei 100 mg schlafen kann. Das Problem ist nur dass ich dann Probleme habe aufzuwachen bzw wachzubleiben. Ich muss mir dann mehrere Wecker stellen und kriege es trotzdem ewig nicht hin wach zu bleiben.

    Bin nochmal zum doc gegangen und der meint jetzt, 50 mg sind ok aber mehr soll ich nicht nehmen zum schlafen. Zusätzlich aber jetzt morgens 20 mg Citalopram weil meine Stimmung so beschissen ist.

    Jetzt weiß ich nicht was ich machen soll weil ich einerseits denke vielleicht stimmt in meinem Gehirn gerade wirklich was nicht und man muss das medikamentös angehen, aber andererseits habe ich kein gutes Gefühl dabei. Könnte auch einfach sein weil ich sonst eigentlich nie Medikamente nehme und es deshalb für mich komisch ist "Fremdstoffe" im Körper zu haben. Ich kann jetzt seit Monaten schon ohne Alkohol oder Opipramol nicht schlafen und ich jetzt soll ich noch ein Medikament dazunehmen und ich hab irgendwie Angst dass ich irgendwann ohne gar nicht mehr klarkomme wenn ich das jetzt auch noch nehme. Die Frage ist daher eigentlich, das neue jetzt auch noch nehmen oder alles in den Müll werfen und gar nichts mehr nehmen. Ich fühle mich halt so schon total weggetreten und weiß nicht ob das ein Symptom (von Depressionen oder was auch immer) ist oder eine Folge der Behandlungsprobleme.

    Außerdem bin ich skeptisch weil ich mich frage warum ich überhaupt zwei verschiedene Antidepressiva nehmen soll und nicht einfach eine höhere Dosis vom ersten. Ich blicke hier einfach nicht mehr richtig durch

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    Erschließt sich mir ehrlich gesagt auch nicht, aber ich bin kein Arzt. Meine Hausärztin hatte jedenfalls überhaupt kein Problem damit, mich monatelang noch mit deutlich mehr als 100mg rumlaufen zu lassen, was ich dann selbst reduziert habe, weil ich den ganzen Tag hätte schlafen können. Ich würde an deiner Stelle versuchen, einen Termin bei einem Psychiater zu bekommen, der kennt sich definitiv mit den Medikamenten aus und kann dir sicher was verschreiben und ggf auch eine Psychotherapie empfehlen. Alles Gute und berichte doch mal @:)

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    Naja, wieso hast du diese Fragen nicht an den Doc gestellt? Wieso suchst du keinen Spezialisten auf? Ich persönlich würde lieber Citalopram nehmen statt Opipramol. Aber bitte, wenn du nicht durchblickst, frag den Profi. Morgens nicht mehr rauskommen und "weggetreten sein" kenne ich auch von diesen Mitteln, auf Dauer könnte ich sowas nie nehmen. Mir hat der Beginn meines Studiums übrigens sehr geholfen mit den Depressionen, vor allem die tägliche Routine. Alles gute dir.