Wirkung Antidepressiva bei sehr geringer Dosierung

    Hi, ich war gerade beim Arzt weil ich überhaupt nicht mehr runterkomme, seit Jahren Schlafstörungen habe und meine Stimmung nicht gut ist und mir halt einfach alles irgendwie egal ist inzwischen und jetzt hat er mir ein Antidepressivum verschrieben, was grundsätzlich auch der Grund war, warum ich den Termin gemacht habe. Aber mein Problem sozusagen ist jetzt dass ich das Medikament gerade mal gegoogelt habe und die angegebene Dosierung stimmt einfach überhaupt nicht mit dem überein, die mein Arzt mir gesagt hat. Im Internet steht erstens, man solle das dreimal täglich nehmen und zweitens jeweils 50 bis 100 mg. Mein Arzt hat mir gesagt, ich soll eine halbe Tablette abends nehmen, das wären gerade mal 25 mg. Und er meinte, das müsse auch nicht unbedingt täglich sein sondern nur wenn ich nicht schlafen kann (was eigentlich trotzdem täglich bedeutet).

    Ist diese Dosis nicht eigentlich viel zu niedrig um irgendetwas zu bewirken und ist es nicht eigentlich so dass man das täglich nehmen MUSS damit ein Wirkstoffspiegel aufgebaut wird?

    Ich habe den ganz starken Verdacht, dass mein Arzt mich nicht komplett ernst nimmt und mir das sozusagen als Placebo verschrieben hat. Und dann kann ich mir die Rezeptgebühr dafür auch sparen.

  • 33 Antworten

    Das habe ich vor Ewigkeiten mal genommen und das auch nur 1 x abends. Allerdings weiß ich die Dosis nicht mehr.
    Aber dass man‘s täglich nehmen sollte/müsste, meine ich auch

    Was sagt denn der Beipackzettel?


    Nimm es doch einfach täglich abends und schau, ob es dir damit nicht doch besser geht? Und wenn du nach der Packung keine Veränderung gemerkt hast, gehst du eben wieder zum Hausarzt, dann kann die Dosierung immer noch erhöht werden.


    Ich finde den Gedanken „so wenig wie möglich und soviel wie nötig“ gar nicht so verkehrt.

    Hallo, mit Opipramol selber habe ich keine Erfahrung, aber mit einem anderen trizyklischen Antidepressiva von dem ich täglich 25mg eingenommen habe. Ich glaube die Höchstdosis war 100 oder sogar mehr, aber schon allein die 25mg haben mich am Anfang echt umgehauen (extreme Müdigkeit, Wahrnehmungsstörungen und leider auch andere Nebenwirkungen). Dass man erst mit einer niedrigen Dosis anfängt und diese dann bei Bedarf steigert, finde ich nicht ungewöhnlich.

    Täglich einnehmen, ja eigentlich schon. Ich glaube auch nicht, dass dein Arzt dich nicht ernst nimmt, sonst hätte er dir vermutlich gar nichts verschrieben. Wenn du das Gefühl hast, dass es nichts bringt (2 Wochen+), kannst du ja nochmal nachfragen.

    Opipramol bzw. Insidon bei Schlafstörungen?
    Also ich weiß ja nicht...":/

    Bei Psychopharmaka ist der Psychiater der Ansprechpartner - nicht der Hausarzt. :)^

    Opripramol macht richtig müde, deswegen auf jeden Fall abends nehmen. Ich würde das mit 25 mg erstmal probieren, das reicht oftmals tatsächlich schon aus. Wenn nicht kann man immer noch erhöhen. Ich habe über viele Jahre Opipramol genommen, anfangs deutlich höher dosiert, später auch nur noch 25-50 mg. Bei der höheren Dosierung war zwar meine Angst weg, aber ich war auch irgendwie dauerhaft wie betäubt. Achtung, trizyklische Antidepressiva gehen gern aufs Gewicht. Grundsätzlich würde ich an deiner Stelle versuchen, einen Termin bei einem Psychiater zu bekommen, der kennt sich besser aus mit solchen Problematiken und kann dir ggf auch eine Psychotherapie empfehlen, die im Idealfall dazu führt, dass man auch ohne Medikamente wieder schlafen kann und nicht mehr "nicht gut drauf" ist.

    Alles Gute für dich @:)

    "Normalerweise" verschreiben die Ärzte heutzutage auch eher die moderneren SSRI.. weniger Nebenwirkungen und so. Citalopram etc.


    Es gibt leider nicht die Happy-Pille, mit der man "einfach wieder gut drauf ist". Die Medikamente dienen zur Stabilisierung in sehr desolaten Zuständen, könne da aber auch für viele Leute essentiell wichtig sein. Ich kann mich dem Rat nur anschließen dass Du in fundierte Behandlung gehörst. Deine Geschichte ist schlimm genug.

    geh zum psychiater und lass dich ordentlich einstellen.


    opipramol ist nicht das erste Mittel zur Wahl.


    das verschreiben hausärzte, mehr nicht.


    Medikamente müssen eingeschlichen werden und werden nicht hochdosiert genommen. sonst ist das wie eine dampfwalze für den körper.


    sei vernünftig und such einen Fachmann auf

    ich weiß dass ich eigentlich mit sowas zum Psychiater sollte, meinte mein Hausarzt auch aber ich ziehe eh bald um und suche mir da lieber da wen als hier zu dem in der stadt zu gehen der außerdem noch richtig schlechte Bewertungen online hat. Ich bin jetzt nach einigem Nachdenken auch der Meinung dass es vielleicht nicht so schlecht ist dass er mir was verschrieben hat was man nicht zwingend täglich nehmen muss weil ich eh nicht glaube dass ich sowas dauerhaft brauche da ich ja nicht grundsätzlich depressiv bin sondern einfach wegen der Situation aktuell irgendwie in ein Loch gefallen bin.

    Hm da liegt ein Missverständnis vor.. Antidepressiva muss man täglich nehmen. Es baut sich langsam die Wirkung auf.


    Die ersten paar Wochen werden ziemlich ätzend, die meisten Leute sind von den alten trizyklischen Antidepressiva dauermüde und schlafen zwei Wochen lang sehr viel. Dann stellt sich die eigentliche antidepressive Wirkung ein.


    Ich würde das Zeug eher nicht nehmen. Einen Psychiater bzw am besten eine kompetente Klinik mit ambulanten Sprechstunden am neuen Wohnort zu suchen ist sicherlich die beste Idee.


    Du könntest es mal mit Johanniskraut probieren. Einigermaßen hoch dosiert und regelmässig genommen wirkt es Studien zufolge genauso gut bei leichten bis mittleren Depressionen wie Medikamente, und ist deutlich nebenwirkungsärmer. Oder einfach durchhalten bis nach dem Umzug und die Sache dann fundiert anpacken.


    Ich hab mich in ähnlichen Situationen tatsächlich punktuell mit Alkohol über Wasser gehalten. Auch nicht toll, aber war für mich von der Wirkung her immer noch besser als die alten Antidepressiva.

    ja alk war bisher halt auch meine Lösung aber aber ich dachte eigentlich genau anders als du nämlich dass Tabletten nach ärztlicher Absprache immer noch besser sind als mich mit Alkohol zu betäuben damit ich iwie runterkomme