Hatte denn dein Bruder irgendwelche Ausfallercheinungen?


    Unkoordiniert,gelallt,herabhängende Mundwinkel etc?


    Würd mich mal interessieren, weil dass ist ja sehr eigenartig, wenn wochenlang da etwas im Gehirn vor sich hin blutet und man hat nur kopfschmerzen und aufeinmal klappt man zusammen

    O.k., dann scheint das ja so gut zu sein. Es tut mir sehr leid, dass dein Bruder so eine schwere Erkrankung hat und dass es für euch auch so schwierig ist. Vor allem das Aushalten der Ungewissheit ist sicher schlimm.

    Hallo, hab jetzt auch mal die Tage mitgelesen, auch von mir alles Gute für den Patienten und toitoitoi, dann alles glatt geht.


    Sie mussten wohl den Schädelknochen abheben, um dem Hirn mehr Raum für die Schwellung zu lassen, ansonsten könnte es sich selbst abquetschen und Schaden nehmen. Mit Titannetz und flexiblem Kunsstoff schafft man nun einen flexiblen Schädelverschluss, der entsprechend dem Hirndruck nachgeben kann. Offen kann mans ja nicht lassen. Wenn die Schwellung wieder zurückgegangen ist setzt man dann eine harte Kunststoffplatte ein, die auch drinbleibt.

    Zitat

    Würd mich mal interessieren, weil dass ist ja sehr eigenartig, wenn wochenlang da etwas im Gehirn vor sich hin blutet und man hat nur kopfschmerzen und aufeinmal klappt man zusammen

    Doch, das gibt es. Ein Bekannter hat vor ca. 1 Jahr eine Subduralblutung nach einem Sturz erlitten...es sickerte 7 Wochen hinein, bis es zu Ausfallerscheinungen kam und man im CT die Blutung sehen konnte.

    Wenn es nur dein Bruder hat und sonst niemand aus deiner Familie oder Verwandtschaft, ist das Risiko sehr gering, dass es auch deine Mutter oder jemand anders haben könnte. Es tritt auch oft schon in jungen Jahren auf und da eine Mutter ja sicher auch schon etwas älter ist, hat sie es mit ziemlicher Sicherheit nicht. Aber sie könnte eine Kernspinnuntersuchung machen lassen (du auch) und dann sieht man so etwas ganz genau.

    Lies mal hier das:

    Zitat

    Welche Bedeutung hat die Vererbung dieser Erkrankung?


    Genetische Faktoren können eine große Rolle bei der Bildung von Aneurysmen spielen. Bei 10% der Patienten gibt es in ihrer Familie weitere Betroffene. In der medizinischen Literatur sind Stammbäume mit bis zu 7 Patienten bekannt geworden. Erbliche Aneurysmen finden sich oft an typischen Stellen des Hirngefässbaums und führen zur Blutung in jüngerem Alter. Innerhalb von Aneurysmafamilien findet sich die Erkrankung mit einer Häufigkeit von bis zu 8%, d.h. viermal so häufig wie in der Bevölkerung (2%).

    Was ich von dir gehört habe, seid ihr aber KEINE Familie mit gehäuften Aneurysmen, also ist das Risiko für deine Mutter äußerst gering, a) weil ihr eben keine familiäre Belastung habt und b) weil deine Mutter schon älter ist. Ausnahmen gibt es immer, aber ich würde mich an deiner Stelle nicht verrückt machen, du drehst ja sonst noch durch. Es gibt KEINE Anzeichen, dass deine Mutter belastet ist.