Chronisches Nierenleiden und Arbeitsfähigkeit

    Eine Arbeitskollegin, 60 Jahre alt, hat angeborene Zystennieren. Sie möchte natürlich so lange wie möglich im Erwerbsleben bleiben:


    Sie ist als Kollegin eher schwierig. Ich frage daher: Könnte es sein, dass es ihr manchmal nicht gut geht. ":/


    Wie wirkt sich die eingeschränkte Nierenfunktion auf die Leistungsfähigkeit im Arbeitsleben aus?


    Hat wer eigene Erfahrungen gemacht?


    hilda

  • 7 Antworten

    Hallo


    leider weiss ich das nicht.Die Beziehung ist nicht so, dass ich fragen will. Die Werte sind aber sicher nicht in Ordnung, das weiss ich und das können sie bei der angeborenen Krankheit auch nicht mehr sein. Mich interessiert das, weil ich ja zusammenarbeiten muss und oft nicht weiss, ob die andere nicht will oder nicht kann.


    Vieles an der Person ist ungewöhnlich. Da ist einmal eine hohe Intelligenz, dann aber wieder spricht sie total wirres Zeug.


    Man findet im Netz wenig zu dem Thema. Einmal schrieb jemand, er sei fit wie ein Turnschuh gewesen , als er von seinem dialysepflichtigen Nierenversagen erfuhr .


    hilda

    Ich kenne nur die Diagnose, sonst nichts. Sehr viele personen, die diese krankheit habe, kommen zwischen 60 und 70 Jahren an die Dialyse. Das Leiden verschlechtert sich fortwährend , bis es eben so weit ist.


    Bis jetzt fragst Du nur nach. Ich rätsle leider selbst über so manches. Der Blutdruck ist schwer einzustellen gewesen und der Bauch ist sehr groß. Sie kleidet sich geschickt, so dass der Bauch überdeckt wird. du brauchst nichts weiter zu fragen, ich weiss weiter nichts und suche Antworten.


    hilda

    Die Nierenfunktion verschlechtert sich laufend bei Zystennieren. Im fortgeschrittenen Stadium kann es zur Schwäche und Abgeschlagenheit führen. Es kommt auch auf die medikamentöse Einstellung an.

    Kann Dir sagen wie es bei mir ist. Bin noch nicht Dia-pflichtig, stehe aber kurz davor.


    Die meiste Zeit geht es mir ganz gut. Nachmittags hab ich aber oft Müdigkeitsphasen. Ab und an auch Tage, da könnte ich nur schlafen. Und von Zeit zu Zeit ist mir auch schwindelig (so ähnlich als hätte man es mit dem Kreislauf). Wenn ich anstrengenden Tätigkeiten nachgehe, dann komm ich schnell an mein Energieloch (ich kann auf ebener Fläche relativ lange laufen, aber ne Steigung kann mich ziemlich schnell fertig machen). Ich würde behaupten, dass es meine Intelligenz nun nicht direkt beeinflusst ;-) aber wenn ich müde bin, und nichts wirklich aktives ansteht, dass ich machen kann, dann fällt es mir schwer mich zu konzentrieren und bin mehr damit beschäftigt mich selber wach zu halten.


    Noch was, was man als Unbeteiligter nicht umbedingt mitbekommt, als Nierenpatient hat man meist auch ein Kaliumproblem, dadurch hab ich nachts – vorallem wenn es tagsüber sehr heiß war (längerfristig – Sauna ist für mich kein problem – im Gegenteil) öfter mal Krämpfe und damit schläft es sich schlecht, somit kann man den darauffolgenden Tag auch mal richtig müde sein (und wenn es nen übler Krampf war bleiben gelegendlich auch dicke blaue Flecken die dann noch ne Weile schmerzen.


    Je nach dem wie es sie psychisch belastet, hat das natürlich auf ihr Verhalten auch Auswirkung.