Gestaute Niere, unklare Diagnose

    Hallo zusammen. Ich habe seit Oktober Schmerzen im Oberkörper, besonders am Morgen nach der ersten Blasenentleerung. Meine Ärztin hat nach langer Sucherei im Ultraschall eine gestaute Niere entdeckt, zudem waren Leukozyten und Protein im Urin. Zuvor hatte sie aufgrund der Blutwerte bloss eine virale Infektion vermutet. Da ich zu diesem Zeitpunkt (mittlerweile nicht mehr der Fall) auch das Gefühl hatte, nicht mehr wie gewöhnlich urinieren zu können, würde ich nach dem Ultraschall bei ihr allerdings noch am gleichen Tag für ein CT angemeldet. In der Klinik war der Urin komischerweise wieder normal, auch im CT wurde ausser Flüssigkeit im Douglas nichts gefunden. Die Nieren seien trotz sichtbarer Stauung im Ultraschall in Ordnung. Man verwies mich an die Gynäkoligie (Verdacht auf Eileiterentzündung), doch auch dort konnte man nichts finden. Meine Ärztin hat mir danach einen Termin bei einer Urologin gegeben, diese hat ebenfalls eine gestaute Niere erkannt und will nun, dass ich eine Nierenfunktionsszintigraphie mache. Nun stellt sich mir die Frage, ob diese denn nötig ist und falls ja, warum dies denn im Spital nicht weiterverfolgt wurde. Und natürlich auch, was ein einseitiger Nierenstau zu bedeuten hat.

  • 3 Antworten
    lilli300 schrieb:

    Die Nieren seien trotz sichtbarer Stauung im Ultraschall in Ordnung. Man verwies mich an die Gynäkoligie (Verdacht auf Eileiterentzündung), doch auch dort konnte man nichts finden. Meine Ärztin hat mir danach einen Termin bei einer Urologin gegeben, diese hat ebenfalls eine gestaute Niere erkannt und will nun, dass ich eine Nierenfunktionsszintigraphie mache. Nun stellt sich mir die Frage, ob diese denn nötig ist und falls ja, warum dies denn im Spital nicht weiterverfolgt wurde. Und natürlich auch, was ein einseitiger Nierenstau zu bedeuten hat.

    Die Nieren mögen in Ordnung sein, aber es muss einen Grund für die Stauung geben. Grundlos gibt es keinen Harnrückstau in die Niere. Auf Dauer kann die Niere einen Schaden davontragen. Deshalb halte ich die Nierenszintigraphie mit seitengetrennter Clearance auf jeden Fall für sinnvoll.

    Weshalb das im Spital nicht weiterverfolgt wurde, wird hier kaum jemand beantworten können. Das müsste im Spital erfragt werden.


    Was wurde denn genau gesagt außer „in Ordnung“? Wurden Nierensteine sowie Harnleiterverengungen demnach ausgeschlossen?

    Vielen Dank für die Antwort. Nierensteine wurden ausgeschlossen, von einer Harnleiterverengung war nie die Rede, daher weiss ich leider nicht, ob diese ausgeschlossen wurde oder garnie ein Thema war. Mir wurde einfach etwas in die Richtung gesagt "Die Niere sieht zwar so aus, aber es ist alles in Ordnung. Wohl angeboren/das ist einfach so". Als ich um die 14 Jahre alt war, wurde bei mir schon einmal im Rahmen eines Verdachts auf Lupus (hat sich nicht bestätigt) die Niere per Ultraschall/CT untersucht. Soweit ich mich erinnern kann, sah damals schon eine Niere etwas anders aus, als die andere. Falls ich mich richtig erinnere, fielen damals die Worte Nierenbecken und Senkung. Auch damals wurde allerdings nicht darauf reagiert/keine Behandlung vorgenommen. Der Klinik, in der ich im Oktober war, war dieser Befund bekannt. Von dem her finde ich das Ganze schon sehr schräg. Ich möchte natürlich gesund werden/bleiben. Aber gleichzeitig auch unnötige Untersuchungen vermeiden. Eine Blasenspiegelung wurde übrigens auch gemacht, die aber ebenfalls unauffällig war. Bei mir war auch nie Restharn in der Blase.

    lilli300 schrieb:

    Wohl angeboren/das ist einfach so". Als ich um die 14 Jahre alt war, wurde bei mir schon einmal im Rahmen eines Verdachts auf Lupus (hat sich nicht bestätigt) die Niere per Ultraschall/CT untersucht. Soweit ich mich erinnern kann, sah damals schon eine Niere etwas anders aus, als die andere. Falls ich mich richtig erinnere, fielen damals die Worte Nierenbecken und Senkung.

    Es könnte natürlich sein, dass schon im Teenageralter bzw. bereits seit Geburt ein leicht erweitertes Nierenbeckenkelchsystem vorlag. Was so weit ich informiert bin, nicht schlimm ist. Manche haben das einfach (angeboren). Aber ich möchte hier nicht rumspekulieren, da die damals genannten Begrifflichkeiten nicht gesichert sind.


    Die Schmerzen sind aber ja jetzt erst aktuell, oder? Da ist es wahrscheinlich, dass sie vom Harnrückstau kommen (können). Eine Nierenszintigraphie hatte ich selbst schon. Sie hat keine hohe Strahlenbelastung. Im Netz fand ich vor Jahren Angaben zwischen ca. 0,4-0,8 mSv (also sehr viel weniger als ein CT) und solange die Schilddrüse in Ordnung ist und man nicht allergisch auf Jod reagiert und, ist sie völlig unproblematisch. Man weiß aber hinterher, woran man ist; wie viel Leistung die Einzelnieren jeweils bringen.


    Die Blutwerte (Kreatinin, GFR) waren unauffällig, oder?