• Können Wassereinlagerungen psychisch bedingt sein?

    Hallo :) Vielleicht klingt das jetzt komplett bescheuert, aber können Wassereinlagerungen psychisch bedingt sein? Ich kämpfe damit extrem, nicht nur jetzt bei der Hitze. 2012 hatte ich ziemlich schlechte Nierenwerte aufgrund von langanhaltender Dehydration im Zuge einer Essstörung. Auf dem Ultraschall war auch erkennbar, dass eine Niere angeschlagen…
  • 103 Antworten

    Ich kann mir vorstellen, das dein Stoffwechsel nach so vielen Jahren der Essstörung einfach "im Eimer" ist.


    Vermutlich kannst du da aktuell gar net wirklich viel dran machen, also, ich würde zumindest jetzt nicht aufgrund der Wassereinlagerungen noch an der Ernährung drehen, denn das feuert die Essstörung doch nur zusätzlich an, oder?


    Erlaube dir in deinem Rahmen bitte auch weiterhin außer Haus zu essen.


    Denn vom Verstand her weißt du ja, dass die Wassereinlagerungen kommen, aber auch wieder gehen.


    Ich wünsche dir von Herzen ganz viel Kraft für deinen Weg. Und vor allem, dass du irgendwann wirklich L-E-B-E-N kannst, dich lebendig fühlst und net bloß nur am überleben bist.


    Schicke dir viele :)*

    Der TSH-Wert sieht gut aus - und ist wenn schon näher an einer etwaigen Über- als an einer Unterfunktion. Aussagekräftiger wären allerdings deine freien Werte ft3 und ft4.


    Nahrungsmittelunverträglichkeiten hast du nicht zufällig? Oder eine Herzschwäche? Davon können auch Wassereinlagerungen kommen (sry hatte ich vorhin nicht dran gedacht). ... Andererseits werden die Ärzte das bei deinen Klinikaufenthalten abgeklopft haben (hoffe ich mal).


    Je nachdem wie oft und lange du dich vorher erbrochen hast, kann das ein paar Monate dauern bis dein Körper sich wieder erholt hat. Dass du deine Periode nicht hast, deutet immerhin auch darauf hin, dass dein Körper alles andere als im Gleichgewicht ist. Entscheidend ist auch weniger, ob du leichtes UG hast oder Normalgewicht, wichtiger ist, dass du dich konstant ausreichend ernährst und trinkst. Gerade ein gewisser Mindesfettanteil in der Ernährung ist sehr wichtig für die Periode. Ich habe da 30 g/Tag im Kopf, weiß aber nicht, ob ich mich da richtig erinnere. Essgestörte Menschen essen idR zu wenig Fett, weil sie das als Dickmacher sehen. Das stimmt so aber nicht. Fette sind auch wichtig für viele Stoffwechselvorgänge generell und für die Gehirnfunktionen. Vielleicht hilft dir das, da einen anderen Blick drauf einzunehmen und u. a. Fette eher als Verbündete denn als Feinde zu sehen.


    Wenn dir das so schwer fällt mit Zunehmen und der Ernährung, würde ich es erstmal mit dem Halten von (wenigstens) leichtem Untergewicht, d. h. BMI über 17,5 versuchen und dann lieber auf eine ausgewogene Ernährung plus Trinken setzen. 1,5 - 2l/Tag reichen auch völlig. Und dir einen Weg suchen, wie du dich selbst annehmen kannst anstatt dich zu bestrafen/schlecht mit dir umzugehen und wie du auf konstruktive Weise mehr Kontrolle über dein Leben bekommst und mehr Autonomie - ich habe mal deine anderen Threads überflogen.

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    @ Dé.liée:

    Die einzigen Kontrollmechanismen, die du für deinen Körper hast, sind dein Durstgefühl und dein Hungergefühl. Sofern du auf beide achtest, wird sich alles zum Guten wenden und von selbst einpendeln.


    Die daraus resultierende "Qualligkeit" ist ungewohnt. Lerne sie zu akzeptieren. Hör auf, deinen Körper kontrollieren zu wollen und fange an, ihn zu gern zu haben; so wie er ist. Höre auch auf, dich in ein Gerüst von Messwerten zu zwängen, nur um nachzuweisen, dass du normal bist. Du bist mehr als das, du bist einzigartig. Diese Einzigartigkeit, auch bedingt durch deine einzigartige Geschichte, macht es uns anderen schwer, dir Ratschläge zu geben, die auf dich passen. Du musst die Lösungen selbst finden.


    P.S.: Lass den Brennnesseltee weg. Er ist Teil der Essstörung.

    Du kannst gar nichts machen, glaube ich. Das gehört einfach dazu, so doof das ist. Und vielleicht ist es einfach ein wichtiger wenn auch tonnenschwerer Schritt anzunehmen, dass du niemals die totale Kontrolle über deinen Körper wirst ausüben können. Und wenn du tausendmal "Das geht von alleine wieder weg" sagst und ich meine laut, egal. Und ich denke es kommt nicht darauf an wie die Leute salzen sondern wie sie im Vergleich zu DIR salzen.

    Polarfuchs


    Nahrungsmittelunverträglichkeiten, hmmm. Ich bin gegen Geflügelfleisch allergisch und manchmal, wenn ich zu viel Laktose zu mir nehme, dann gibts da Bauchkrämpfe. Bin ich einfach nicht mehr gewohnt, weil ich mich lange vegan ernährt habe.


    Herzschwäche auch nicht. Ich habe phasenweise einen sehr hohen Ruhepuls und habe auch eine Weile mal Betablocker dagegen bekommen, aber das ist angeblich psychisch. Die Ärzte machen nie so wirklich viel, weil immer alles entweder auf die Psyche oder die Essstörung geschoben wird.


    Durch die Gewichtszunahme habe ich auch lange keinen BMI knapp über 17,5. Deshalb fällt es mir auch gerade sehr schwer, Anregungen anzunehmen, die was mit meiner Ernährung zu tun haben und das tut mir auch sehr leid...

    Zitat

    Und dir einen Weg suchen, wie du dich selbst annehmen kannst anstatt dich zu bestrafen/schlecht mit dir umzugehen und wie du auf konstruktive Weise mehr Kontrolle über dein Leben bekommst und mehr Autonomie - ich habe mal deine anderen Threads überflogen.

    Bin ich ja irgendwie gerade bzw. seit über einem Jahr dabei, aber das scheint gerade so unerreichbar, dass das irgendwie alles gut werden kann...


    luomaren

    Zitat

    Die einzigen Kontrollmechanismen, die du für deinen Körper hast, sind dein Durstgefühl und dein Hungergefühl. Sofern du auf beide achtest, wird sich alles zum Guten wenden und von selbst einpendeln.

    Hungergefühl ist schwer, das ist nicht so wirklich präsent, weil ich es so lange unterdrückt habe. Durst, joa. Wenn ich Durst habe, dann trinke ich, das schon.

    Zitat

    Die daraus resultierende "Qualligkeit" ist ungewohnt. Lerne sie zu akzeptieren. Hör auf, deinen Körper kontrollieren zu wollen und fange an, ihn zu gern zu haben; so wie er ist.

    Das ist ein utopisches Ziel, ich versuche schon seit Jahren meinen Körper zu akzeptieren und es geht einfach nicht.

    Zitat

    Diese Einzigartigkeit, auch bedingt durch deine einzigartige Geschichte, macht es uns anderen schwer, dir Ratschläge zu geben, die auf dich passen. Du musst die Lösungen selbst finden.

    Ich verstehe nicht so ganz, was du damit meinst? Wie soll ich denn Lösungen dafür finden, dass mein Körper ständig macht, was er will? Es kann nicht nur an meinem Essverhalten liegen, das war auch da, als ich mich in der Klinik letztes Jahr normal ernährt habe bzw. sogar zu viel gegessen habe. ??Das ist gerade auch keine Option, ich stehe hier mit meinem jetzigen Körpergefühl vor ganz anderen Hürden, da esse ich nicht noch mehr, was ich zwingend tun müsste, um in den Augen Außenstehender normal zu essen und riskiere, noch mehr zuzunehmen??


    Danae


    Nichtstun funktioniert nicht. Ich kann das nicht so laufen lassen. Ich will gar nicht die totale Kontrolle, ich will nur einfach einen Körper, den ich zumindest nicht abstoßend finde. Es liest sich gerade aber so, als würde ich das nur haben können, wenn ich so weitermache wie bisher, aber dann muss ich eben auf vieles verzichten. Das will ich eigentlich auch ungern, aber gut, das ist dann wahrscheinlich das "Lebe mit den Konsequenzen". Wie gesagt, ich riskiere gerade keine weitere Gewichtszunahme.

    Zitat

    Und ich denke es kommt nicht darauf an wie die Leute salzen sondern wie sie im Vergleich zu DIR salzen.

    Das ist mir klar. Ich salze ja gar nicht und nehme nur dann Salz zu mir, wenn es irgendwo schon drin ist. Da achte ich aber halt auch drauf.


    Ich frage mich nur, ob das sein kann, dass ich sofort anfange, Wasser einzulagern, wenn ich nur ein bisschen mehr Salz zu mir nehme. Wie kann das denn sein? Soll ich jetzt mein Leben lang Salz meiden so wie bisher? Selbst, wenn ich dann vielleicht psychisch mal weniger Probleme mit dem Essen haben werde, wer weiß, werde ich trotzdem auf eine Art immer essgestört bleiben, weil ich niemals auswärts essen kann.

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    Ich finde das übrigens ungut, in welche Richtung der Thread schon wieder geht. Es geht wieder nur um die Essstörung und da will mir nochmal einer sagen, dass die Essstörung nicht zu mir gehört. Man muss anscheinend nur meinen Namen lesen und schon ist alles klar. Anders erschließt sich mir nicht, wie pieplant direkt so losschießen kann.


    Ich will nicht ausschließen, dass die Essstörung was damit zu tun hat, deshalb habe ich auch erwähnt, dass ich aufgrund der Essstörung mal ganz schlimm dehydriert war, aber sie spielt gerade einfach nicht die Hauptrolle.


    Ich bin euch auch dankbar für die Tipps, aber an meinem Essverhalten kann ich gerade nichts ändern. Das mag stur klingen, aber so ist das nicht gemeint. Das gehört hier in den Thread nicht weiter rein, deshalb erwähne ich ja auch nur kurz, dass eine weitere Gewichtszunahme absolut nicht drin ist, da kann ich nicht Risiko spielen und einfach mal plötzlich "normal" drauf losessen. Ich hab Angst, dabei draufzugehen und die Angst ist gerade auch absolut nicht unbegründet, weil ganz viele andere Faktoren schon ihren Teil dazu beitragen, dass es mir psychisch um einiges schlechter geht als vor der Klinik.

    Ganz generell können Wassereinlagerungen von


    - Niereninsuffizienz


    - Herzinsuffizienz


    - Proteinmangel (zu niedriges Albumin)


    - SD-Unterfunktion (ein niedriger TSH schließt eine SD-UF nicht aus, zumindest nicht eine latente zentrale SD-Unterfunktion, bei der zu wenig TSH von der Hypophyse gebildet wird, was durchaus bei langjährigen Essstörungen vorkommen kann)


    - autonome Dysfunktion (dysregulierter Tonus der Gefäßmuskulatur)


    - venöse Insuffizienz


    kommen.

    Und natürlich die häufigeren bzw. harmloseren Gründe wie starke Schwankungen in der Nährstoff- und Flüssigkeitsaufnahme, Wassereinlagerungen im Rahmen des weiblichen Zyklus, PCOS, zu hohe Salzaufnahme...

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    Zitat

    Das will ich eigentlich auch ungern, aber gut, das ist dann wahrscheinlich das "Lebe mit den Konsequenzen".

    Exakt.


    Und ja, natürlich lagert dein Körper bei so einem nicht-Salzkonsum bei etwas Salz sofort ein. Denn dein Körper dürfte sich auf das Salz stürzen, braucht er ja dringend. Mit dem eingelagerten Salz wird aber natürlich auch sofort Wasser eingelagert.


    Du könntest also versuchen ob du deinen Salzkonsum zu hause ganz sachte steigern könntest damit die Schwankungen nicht so krass ausfallen und du nicht regelmäßig einlagerst, wenn dein Körper mal wieder irgendwo an Salz gekommen ist.

    Ich werde jetzt darauf verzichten mich in medizinischen Ergüssen zu erklären oder auf Punkte eingehen die hier genannt wurden und definitiv nicht korrekt sind ( und ich habe die nötige Kompetenz um das beurteilen zu können )


    Da ich nicht mit dem wünschenswerten Effekt einer Veränderung deines Verhaltens rechne bin ich hier raus


    Bitte glaub mir wenn meine harten Worte nicht als persönlicher Angriff verstanden werden sollten


    Es macht mich nur mehr als traurig wenn jemand mit deiner Krankengeschichte immer noch in Erwägung zieht das eine derartige Symptomatik psychisch bedingt sein könnte


    Ich wünsche dir das du deinen Weg noch finden wirst und das ist ernst gemeint, denn das was du durchmachst wünscht man seinem ärgsten Feind nicht


    Alles gute

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    Auch auf die Gefahr hin hier evtl. gesteinigt zu werden, möchte ich versuchen dir aufgrund meiner eigenen psychosomatischen Erkrankungen einen Einblick in die Abläufe zu geben, die immer individuell sind.


    Es ist sehr wohl möglich, dass auch Wassereinlagerungen psychisch bedingt sein können. Dazu bedarf es keine organische Einschränkungen oder sonstige Mängel. Das es zu dem kommen kann ist ohne weiteres möglich, jedoch ohne gravierende und langanhaltende körperliche Problematik - die sich nicht eindeutig nachweisen lässt - sollte man auch die psychische Seite nicht so ohne weiteres ausser acht lassen.


    Denn eins ist mir ganz klar geworden über meine lange Leidenszeit und deren Auswirkung - Körper, Geist und Seele sollten immer als Einheit betrachtet werden. In deinem Fall nehme ich an, dass Du seelisch aus dem Gleichgewicht geraten bist. Ob und wann Du für dich ein Trauma erlitten hast, weiss ich nicht und ist im Moment auch nicht relevant. Und ich will hier jetzt auch nicht über Unterbewusstsein und Muster sprechen die für viele Menschen notwendig sind, weil sie sonst u. U. nicht in der Lage sind das Leben überhaupt noch meistern zu können. Ich gehe hier jetzt nur auf deinen Körper ein, den Du versuchst zu kontrollieren? - wenn ich das so richtig verstanden habe. Wenn das so sein sollte, dann kontrollierst Du nicht deinen Körper sondern deine Psyche/Seele. Und eine geschundene Seele kann sich nur über den Körper ausdrücken - psychosomatisch. In deinem Fall kann sich das über Wassereinlagerungen körperlich zeigen.


    Wenn Du das Element Wasser betrachtest, so hat es die Eigenschaft zu fließen, zu reinigen. Wenn Du Wasser unter Kontrolle bringen willst, musst Du es eindämmen oder kanalisieren. Schau in die Natur, wo trotz vieler Versuche immer wieder Dämme brechen bzw. aus einem einstmals wilden Wasser ein kleines Rinnsal wurde.


    Auf dich bezogen: Lass dich mal auf das Thema Wasser ein und was es für dich bedeutet, evtl. hast Du schon lange nicht mehr geweint oder kannst es vllt nicht mehr?


    Ich möchte mich hierzu jetzt nicht weiter äussern, weil ich mit meiner Antwort ja auch total daneben liegen kann. Ich wünsche dir auf jeden Fall das Beste.

    Ja, vielleicht sollte ich anfangen, zumindest ein bisschen Salz zu mir zu nehmen...


    Ich erwarte eigentlich nicht viel, keine Ahnung.


    pieplant


    Danke für Deine Wünsche.

    Zitat

    Es macht mich nur mehr als traurig wenn jemand mit deiner Krankengeschichte immer noch in Erwägung zieht das eine derartige Symptomatik psychisch bedingt sein könnte

    Naja, wenn Dir das ständig gesagt wird ;-) . Ich habe in der Klinik eine Woche lang nichts gegessen (dass das ungesund ist, weiß ich, da ging es mir richtig schlecht und ich war verzweifelt; ich weiß jetzt besser, dass Nichtsessen auch nicht die Lösung ist) und habe nicht abgenommen, da hat mir ein Arzt tatsächlich geraten, dass ich mal mit meinen Therapeuten darüber sprechen sollte, warum das so ist. Das kann physiologisch eigentlich gar nicht möglich sein, aber war es. Anscheinend sollte mir damit nahe gelegt werden, ob das nicht psychisch bedingt sein könnte, frag mich nicht ;-D .


    Verstopfungen können ja auch irgendwie psychisch sein, ich finde meine Frage daher nur bedingt abwegig.


    Fizzlypuzzly


    Danke auch für Deine Antwort!


    Hm, ich weine mittlerweile eigentlich schon. Ich unterdrücke es sehr oft, weil ich nicht will, aber ich könnte es ganz schön oft. Das war letztes Jahr noch unmöglich, da konnte ich das gar nicht.


    Google brachte mich hierhin:

    Hm. Ich frage mich, wie seriös das jetzt ist, aber gut. Wobei, wenn man sich die Erklärungen dazu durchliest, wäre es nicht einmal so abwegig. Bloß weiß ich jetzt auch nicht, was ich damit anfangen soll, deshalb habe ich ja hier gefragt.

    Es einordnen und hinnehmen. Du kannst nicht mehr tun als zu versuchen ein wenig mehr Salz zu dir zunehmen und damit den Effekt eventuell abzumildern und weiter tapfer Therapie zu machen.

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