Nebenniereninsuffizienz/ -schwäche?

    Liebe Forenmitglieder,


    ich versuche mich kurzzufassen. Schon seit einem Jahr Burnout, aber (dummerweise) nix unternommen. Immer wieder Schwächeanfälle und alles was dazu gehört, seit circa einem halben Jahr merke ich aber, dass da noch eine organische Komponente dazukommt. Ich habe so ein gutes Gefühl zu meinem Körper, dass ich spüre, da entgleist innerlich etwas (will jetzt hier nicht alle Symptome aufzählen, aber es ist eine Mischung aus SD und Nierenproblemen, beides kann ja auch Folge langanhaltenden Stresses sein, oder?)Meine Recherchen gehen also in die Richtung Schilddrüse oder/und Nebenniere. Ich bin absolut kein Hypochonder, war ansonsten nie krank oder auf der Suche nach Krankheiten, aber jetzt spüre ich eben, da stimmt was nicht!Mein Hausarzt nimmt mich diesbezüglich leider nicht richtig ernst. Das Burnout insgesamt schon, weil er das wohl selber durchgemacht hat, aber nicht, dass da was Organisches nun mit rein spielt. Er sagt, die Blutwerte seien okay, Schilddrüse lediglich im "Graubereich", über Ultraschall nis zu erkennen, Urin hat er nicht abgenommen. Er ist der Meinung, ich mus an meinem Burnout arbeiten (was natürlich stimmt, aber meinem Gefühl nach gerade nicht mehr alleine ausreicht), und sagt, das wäre alles psychsich. Das ich in immer häufigeren Abständen fast umkippe, und mich über zwei bis drei tage schwerkrank fühle, eine starke Pigmentbildung habe, usw.usw. ist für ihn kein Anlass, dass mal ein Internist oder Endokrinologe alles genauer untersucht. Er winkt ab, sagt ich bin körperlich kerngesund und gibt mir keine Überweisung. ich komme mir so blöd vor, bin sehr am Verzweifeln, und hoffe natürlich auch, dass alles in Ordnung ist, aber ich will es sicher WISSEN. Morgen muss ich noch einmal hin, weil er ein großes Blutbild macht (das letzte war klein, und nur ein paar Tropfen...), und dann wird er mir wieder genervt sagen, dass alles okay ist.


    So viel erstmal,


    liebe Grüße


    Wildkätzchen %:|

  • 10 Antworten

    Hallo Wildkätzchen,


    mit Burnout ist natürlich nicht zu spaßen. Natürlich kann er eine Reihe von körperlichen Störungen nach sich ziehen, die dann auf organische Ursachen zurückgeführt werden. Angesichts der jahrelang anhaltenden Symptome kann sich dies natürlich auch manifestieren, wenn nicht gegengesteuert wird.


    Sie sollten daher auf folgendes achten:


    Entspannungsrituale (Atmung, Dehnung), Bäder, Magnesium, bestimmte Lebensmittel (Avocados, Bananen, Erbeeren, grünes Gemüse, Haferflocken, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Nüsse, evtl. Sojaprod., Kiwis).


    Nicht zuletzt versteht es sich natürlich von selbst, daß Stress als solcher weitgehend vermieden oder minimiert werden sollte.


    Frdl. Gruß


    Kurt Schmidt

    Zitat

    Er winkt ab, sagt ich bin körperlich kerngesund und gibt mir keine Überweisung.

    Du kannst auch ohne Überweisung gehen. Allerdings bezweifle ich, das dort eine körperliche Ursache gefunden wird.

    Zitat

    Er ist der Meinung, ich muss an meinem Burnout arbeiten (was natürlich stimmt, aber meinem Gefühl nach gerade nicht mehr alleine ausreicht), und sagt, das wäre alles psychsich.

    Was glaubst du, was die Psyche alles "anrichten" kann? Ich denke dein Hausarzt hat da nicht so ganz unrecht.

    Zitat

    Urin hat er nicht abgenommen

    Zitat

    Bei normalen Routineblutwerten besteht keine Niereninsuffizienz.

    Aber die Nebenniere hat doch gar nichts mit der Nierentätigkeit zu tun und wird auch nicht via Urin und normalem Blutbild untersucht.


    Die Schwächeanfälle (niedriger Blutdruck? Unterzuckerung?) und die neue Pigmentbildung können auf eine Nebennierenrindeninsuffizienz deuten und sollten von einem Endokrinologen abgeklärt werden. Geh einfach ohne Überweisung zu einem und lass dein Blut daraufhin untersuchen, dann weisste mehr.

    Hallo,


    lieben Dank zunächst für Eure Antworten:

    @ agnes:

    ich schrieb nicht von nierenstörungen, sondern von der nebennieren(-rinde). Das ist ein ziemlich großer Unterschied.


    ich habe heute Labotwerte bekommen, gibt es denn da einen Anhaltspunkt bezüglich Adrenal Fatigue (NNR-Schwäche) bzw. NNRInsuffizienz?


    ich habe gelesen, dass inbesondere Adrenal Fatigue über Blut nicht diagnostiziert werden kenn? Wie dann, durch wen? Mein Arzt kennt das, befürchte ich, gar nicht.


    Ich schreibe parallel im SD-Forum (SD hängt ja sehr oft mit NNR-Störungen zusammen), dort mehr zum Thema Psyche. Es ist bezüglich SD übrigens eine Abweichung festegestellt worden.


    Bin für Hilfe dankbar. LG WK

    Die Nebennierentätigkeit wird von der Hirnanhangsdrüse und dem Hypothalamus gesteuert. Da es sich hier um Hormonausschüttungen dreht wäre dafür ein Endokrinologe zuständig. Da es sich aber auch um das Gehirn handelt wäre eventuell auch ein Neurochirurg hilfreich. Ich bin mir nicht sicher welcher besser wäre, wahrscheinlich der Endo. Er wird die Blutwerte von Natrium, Kalium, Cortisol u.a. bestimmen. Geh halt ohne Überweisung zu einem.


    Was für Laborwerte wurden denn gemacht?

    Hatte "Neben" übersehen, da es "Nieren" weiterging.


    Natrium und Kalium, die bei einer Mineralocorticoidstörung verändert sind, werden routinemäßig gemessen.


    Bei einer Insuffizienz der Glucocorticoidachse sieht man oft eine Eosinophilie im Blutbild, ansosten läßt sie sich ziemlich einfach direkt testen.


    Adrenal fatigue scheint eine Internetdiagnose zu sein.

    Zitat

    Da es sich hier um Hormonausschüttungen dreht wäre dafür ein Endokrinologe zuständig. Da es sich aber auch um das Gehirn handelt wäre eventuell auch ein Neurochirurg hilfreich. Ich bin mir nicht sicher welcher besser wäre, wahrscheinlich der Endo.

    Ich würde auch dem Endokrinologen den Vorzug geben.

    Zitat

    Adrenal fatigue scheint eine Internetdiagnose zu sein.

    Seh ich genauso, den Begriff würd ich beim Arzt nicht benutzen. Weißt doch, wie die sind: "Aaach, schon wieder so'n Patient der irgendwas auf Wikipedia nachgelesen hat", und dann sind sie schon von vornherein genervt. Man tut sich damit meist ja keinen Gefallen.

    Die Nebennieren haben mit der Niere nichts zu tun. Bei Überfunktion entsteht Morbus Cushing (zu viel Cortisol) , kann auch von der Hypophyse kommen, bei


    Unterfunktion starke Pigmentierung und Untergewicht .Zumindest verstehe ich das so, oder?

    Hallo Wildkätzchen,


    mein Beitrag kommt sehr spät, da ich erst heute auf dieses Forum aufmerksam gemacht worden bin. Ich bin kein Fachmann bezüglich Nebennierenrinde, aber Deine Symptome wie Schilddrüse, Nebenniere, Burnout, Schwächeanfälle können auch durch Umweltgifte wie Weichmacher usw. verursacht werden. Hast Du kurz vor Deinen ersten Symptomen den Arbeitsplatz gewechselt oder bist umgezogen? Solche Gifte sind teilweise im Blut nicht nachweisbar, da sich diese ins Fettgewebe anlagern. Normale Ärtzte haben davon überhaupt keine Ahnung. Wenn, dann eher ein Umweltmediziner, aber die sind meist sehr teuer. Wenn dies alles nicht zutreffen sollte, dann auf jeden Fall die Schilddrüse von einem Fachartzt untersuchen lassen, da selbst eine kleine Unterfunktion Burnout, Depressionen, Schwächeanfälle usw. verursachen kann.


    Mit freundlichen Grüßen