Nierenkrank und Coronavirus?

    Hallo,


    kann mir jemand von euch sagen, wie es euch mit Nierenkrankheit/Niereninsuffizienzin dieser Zeit geht?

    Sind Menschen mit Nierenproblemen Hochrisikopatienten?? Rechnet ihr damit, dass es euch schwer treffen wird?? Was ist euer Plan?


    Würde mich gerne mit Betroffenen und Erfahrenen austauschen.


    Danke!

  • 10 Antworten

    https://www.cathlabdigest.com/…argeted-novel-coronavirus

    https://www.researchgate.net/p…2019_Epidemic_and_Kidneys

    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15673319/


    Wenn du dich umsiehst, wirst du sicher noch mehr Infos finden,vor allem weil du selbst weisst, welche Nierenerkrankung du hast. Da das Virus neu ist, gibt es leider nur begrenzt Studien.

    Das was du am Besten tust, ist nicht krank werden. Mehr tun kann man im Vorfeld kaum (außer vl. noch Impfungen nachholen, damit es zu keiner zusätzlichen Infektion mit impfbaren Krankheiten kommt)

    Ist man auch gefährdet, wenn man nur noch eine funktionierende Niere hat? Gibt es auch deutsche Quellen zu dem Thema?

    Wegen der Quellen:Wirst du leider etwas suchen müssen, aber unwahrscheinlich weil auch deutsche Forscher fast nur auf englisch veröffentlichen um zu gewährleisten, dass die Information international benutzt werden kann.

    Wenn dann findest du sie in Artikeln verarbeitet, aber Studienübersetzungen sind grad nicht Priorität.

    Also, wenn ich es richtig verstanden habe, kann SARS halt auch die Nieren angreifen. Wenn man schon vorerkrankt ist, könnte sich eine Nierenbeteiligung bei SARS unter Umständen besonders schnell negativ auswirken. Deswegen sind, vermute ich, Menschen mit Bluthochdruck auch tendenziell gefährdeter, an SARS zu sterben, weil hier auch die Belastung der Nieren erhöht ist. Wenn man nur noch eine Niere hat, könnte sich eine Nierennekrose durch SARS auch schneller tödlich auswirken. Allerdings ist eine Nierenbeteiligung bei SARS nur in 5 - 15 % der Fälle beobachtet worden und geht meist "sowieso" mit einem Multi-Organversagen einher. Das wiederum bedeutet, dass man bei einer Nierenbeteiligung bei SARS eine höhere Sterbewahrscheinlichkeit hat, egal ob vorerkrankt oder nicht. Es kommt eben generell darauf an, wie effektiv der Organismus SARS bekämpft. Deswegen sind wohl vor allem Immunsupprimierte und Lungenkranke gefährdet sowie eher alte Menschen, an SARS zu sterben.


    Nicht hervor ging für mich, was für eine Rolle evtl. auch die Gabe von Medikamenten zur Behandlung von SARS spielt. Ist jemand schwer an SARS erkrankt, werden ja aktuell einige Medikamente experimentell angewandt, die ggf. auch die Nieren schädigen könnten. Aber auch dann sind wohl eher generell schwer erkrankte Patienten betroffen, da leicht von Covid-19 Betroffene gar nicht erst im Krankenhaus mit Medikamenten behandelt werden.

    cleasan-teine

    Vielen Dank für deine Zusammenfassung. @:)



    Annalena36 schrieb:

    Würde mich gerne mit Betroffenen und Erfahrenen austauschen.

    Du schreibst, du würdest dich gerne austauschen.

    Hm. ":/ Irgendwie sehe ich nur nichts von Aus-tausch. Du reagierst überhaupt nicht auf die dir gegebenen Antworten und beteiligst dich auch nicht weiter an dem von dir geöffneten Faden.


    Bitte verstehe das jetzt nicht falsch. Ich meine das keineswegs vorwurfsvoll. Nur wundert es mich immer wieder, wenn Personen einen Faden eröffnen und der Eingangsbeitrag dann der einzige von ihnen im Faden bleibt. Da verstehe ich die Motivation dahinter einfach nicht. :|N

    Tut mir leid, dass ich nicht geantwortet habe!


    Also es geht dabei nicht um mich selbst. Daher habe ich auch keine ganz konkreten Informationen und Daten. Vor allem, weil sich derjenige selbst nicht so genau mit seiner Krankheit beschäftigen WILL.. (nehme an, aus Angst).


    Die Sache ist eben die, dass er unter chronischer Niereninsuffizienz leidet. Er hat beide Nieren noch. Die Nierenwerte werden regelmäßig etwas schlechter, aber im Großen und Ganzen geht es ihm sehr gut. Man würde es nicht wissen oder merken, wenn man es nicht wüsste.


    Mich interessiert eben in erster Linie, ob er Risikopatient ist (weiß er zb selbst nicht) und wie es Betroffenen damit geht.


    Danke für eure Antworten!

    Annalena36 schrieb:

    ...

    Die Sache ist eben die, dass er unter chronischer Niereninsuffizienz leidet. Er hat beide Nieren noch. Die Nierenwerte werden regelmäßig etwas schlechter, aber im Großen und Ganzen geht es ihm sehr gut. Man würde es nicht wissen oder merken, wenn man es nicht wüsste.


    Mich interessiert eben in erster Linie, ob er Risikopatient ist ...

    Wenn man so gar nicht weiß, in welchem Stadium der chronischen Niereninsuffizienz die Person momentan steht, kann man schlecht eine diesbezügliche Aussage treffen. Das Tempo der Verschlechterung der Nierenwerte ist hier von entscheidender Bedeutung.


    Gemäß Robert-Koch-Institut zählt u. a. eine Grunderkrankung der Niere zu den Risikofaktoren für einen schweren Verlauf von CoVid-19:

    Zitat

    "Auch verschiedene Grunderkrankungen wie z.B. Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Erkrankungen des Atmungssystems, der Leber und der Niere sowie Krebserkrankungen scheinen unabhängig vom Alter das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu erhöhen."

    Quelle: RKI zu Risikogruppen/Coronavirus


    Das sollte dich zunächst aber nicht beunruhigen.


    Weißt du denn, ob die Person schon blutdrucksenkende Mittel einnehmen muss? Beispielsweise ACE-Hemmer (Renin-Angiotensin-Aldosteron-System-Hemmer)?

    DHL: Nicht aus Angst vor Corona leichtfertig die Blutdruckmedikation absetzen

    Oder ist dir denn zumindest bekannt, ob die Person regelmäßig nephrologisch betreut wird oder lediglich zum Hausarzt geht wegen der Nierenerkrankung? Falls die Person regelmäßig zum Nephrologen geht, in welchen zeitlichen Abständen geschieht das?


    Das alles wären Merkmale, um die Krankheitssituation abzuschätzen. Besser wäre aber, du würdest einfach mal mit der Person darüber reden, die dir so am Herzen liegt.


    Mach dir bitte nicht zu viele Sorgen, Annalena36

    Danke!

    :-)


    Also leider ist es nach wie vor so, dass ich es ihm relativ aus der Nase ziehen muss bzw er es selber nicht so genau weiß alles :/ Sagt er zumindest so.


    Blutdruckmittel nimmt er auf jeden Fall! Gegen hohen Blutdruck.


    Nierenwerte (Leistung) bei ca. 28 %. Und es wird eben immer etwas schlechter.

    Vor 10 Jahren war der Wert bei 70 %.


    Sagt das irgendwas aus?


    Aber ganz genau ins Detail geht er leider nicht.

    bzw er will selber nicht so viel nachdenken und sich selbst nicht so viele Sorgen machen.


    Er geht davon aus, dass Dialyse dann eben gemacht wird - ca. wie ein Aspirin einwerfen und dann geht schon alles wieder.

    Und zur Not eben mal eine neue Niere.

    Ich denke, ich sehe das Ganze viel ernster als er selbst.


    Ich will natürlich nicht unnötig Unruhe verbreiten und ihn verängstigen! Das bringt niemandem was.

    Aber alles sooo abzutun, ich weiß nicht?

    Ich bin jemand, der bei Krankheit und Co. sofort das Internet durchforstet und Bücher wälzt.

    Er eher im Gegenteil. Bloß nicht zu viel wissen. Höchstens was die Ärzte sagen.

    Annalena36 schrieb:

    Ich bin jemand, der bei Krankheit und Co. sofort das Internet durchforstet und Bücher wälzt.

    Er eher im Gegenteil. Bloß nicht zu viel wissen. Höchstens was die Ärzte sagen.

    Da ticken wir ähnlich. Mein Mann wollte bei einer schweren Erkrankung auch nichts wissen oder lesen, war später aber froh, dass ich in den Arztgesprächen wusste, wovon die Rede war, eben weil ich mich vorab belesen hatte.


    Wenn man sich nicht informiert, kann man schlecht passende oder wichtige Fragen stellen. Und ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man keine gezielten Fragen an die Ärzte richtet, sprechen sie auch viel weniger mit einem über die jeweilige Erkrankung. Sie sehen dann wohl einfach den Bedarf dazu nicht.


    Ich habe dir übrigens eine PN geschrieben.