• Sauer oder basisch: Nieren spielen manchmal verrückt

    Seit Jahren habe ich ein Problem wo ich plötzlich mitten in der Nacht nicht mehr aufhöre mit Pinkeln und dabei Bicarbonat, Kalium, Magnesium und Eiweiss verliere. Dieses wird durch im Grunde sehr leichten Sport verursacht. Oft passiert wochen- oder monatelang nichts, und dann habe ich wieder einen Anfall. Wenn dieses passiert fühle ich mich ein paar…
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    Zitat

    Kurzer, sehr intensiver Sport (Intensitaet ist vorher nicht ersichtlich):in der Nacht niedriger Blutdruck, K, HCO3-, Mg niedrig, NaCl wird nicht ausgeschieden, Austrockung, Blutwerte zeigen moeglicherweise leichte Azidose. Eigentlich sollte der Blutdruck hoch sein. Ist er aber nicht.

    Ich denke mal die Austrocknung sorgt für den niedrigen Blutdurck. Der Termin ist glücklicherweise zeitnah. Dann werden wir mal sehen. Paradoxe Reaktionen gibt es immer wieder bei Erkrankungen. Warten wir jetzt mal die Ergebnisse beim Internisten ab.

    Ja sicher. Mal schauen was der Doc davon macht. Das bloede ist halt dass dieses immer in der Nacht passiert - und mitten in der Nacht wird nichts untersucht ausser es ist ein Notfall. Scheinbar ist dieses kein Notfall. Wenn ich in den letzten 2 Jahren mal einen Notarzt gerufen habe dann macht der ein EKG, misst Blutdruck - und geht wieder nach weg. Ja klar, ich ueberlebe die Nacht natuerlich, trotz seltsamer Atmung und ewigen Besuchen auf dem Klo. Aber so finde ich auch nicht raus was los ist.

    HerzensAngst schrieb:

    Ich denke mal die Austrocknung sorgt für den niedrigen Blutdurck.

    Das verstehe ich jetzt gerade nicht. Könntest du das bitte mal kurz erläutern?


    Weshalb sagt mir mein Nephrologe dann immer das Gegenteil? Also, dass der Blutdruck steigt, wenn man zu wenig trinkt?

    Herbstwolke schrieb:

    Ja sicher. Mal schauen was der Doc davon macht. Das bloede ist halt dass dieses immer in der Nacht passiert - und mitten in der Nacht wird nichts untersucht ausser es ist ein Notfall. Scheinbar ist dieses kein Notfall. Wenn ich in den letzten 2 Jahren mal einen Notarzt gerufen habe dann macht der ein EKG, misst Blutdruck - und geht wieder nach weg. Ja klar, ich ueberlebe die Nacht natuerlich, trotz seltsamer Atmung und ewigen Besuchen auf dem Klo. Aber so finde ich auch nicht raus was los ist.

    Wenn du ihm es so erklärst, nimmt er dich vielleicht Stationär auf? Vielleicht macht er auch 24h sammelurin. Dann würde man es eher sehen. Aus interesse, waren die EKGs immer Gut? Störungen der Elektroylyte könnte man auch im EKG sehen.

    Myrmidone schrieb:
    HerzensAngst schrieb:

    Ich denke mal die Austrocknung sorgt für den niedrigen Blutdurck.

    Das verstehe ich jetzt gerade nicht. Könntest du das bitte mal kurz erläutern?


    Weshalb sagt mir mein Nephrologe dann immer das Gegenteil? Also, dass der Blutdruck steigt, wenn man zu wenig trinkt?

    Kommt drauf an. Ein Volumenmangel macht primär einen niedrigen Blutdruck. Daraufhin aktiviert sich das RAAS wegen der minderdurchblutung der Niere. Nun wird der Blutdruck erhöht. Was am Ende "gewinnt", ist immer abhängig, was gerade stärker ist, welche Erkrankung man hat und welche Medikamente genommen werden.

    Myrmidone schrieb:
    HerzensAngst schrieb:

    Ich denke mal die Austrocknung sorgt für den niedrigen Blutdurck.

    Das verstehe ich jetzt gerade nicht. Könntest du das bitte mal kurz erläutern?


    Weshalb sagt mir mein Nephrologe dann immer das Gegenteil? Also, dass der Blutdruck steigt, wenn man zu wenig trinkt?

    HerzensAngst hat in meinem Fall denke ich etwas recht. Wenn der Fluessigkeitsspiegel niedrig ist und und man schlechtes Bindegewebe hat dann kann es passieren dass man regelrecht mit dem Blut in den Fuessen rumlaeuft. Naja, mir passiert das dann zumindest sehr schnell.

    HerzensAngst schrieb:
    Herbstwolke schrieb:

    Ja sicher. Mal schauen was der Doc davon macht. Das bloede ist halt dass dieses immer in der Nacht passiert - und mitten in der Nacht wird nichts untersucht ausser es ist ein Notfall. Scheinbar ist dieses kein Notfall. Wenn ich in den letzten 2 Jahren mal einen Notarzt gerufen habe dann macht der ein EKG, misst Blutdruck - und geht wieder nach weg. Ja klar, ich ueberlebe die Nacht natuerlich, trotz seltsamer Atmung und ewigen Besuchen auf dem Klo. Aber so finde ich auch nicht raus was los ist.

    Wenn du ihm es so erklärst, nimmt er dich vielleicht Stationär auf? Vielleicht macht er auch 24h sammelurin. Dann würde man es eher sehen. Aus interesse, waren die EKGs immer Gut? Störungen der Elektroylyte könnte man auch im EKG sehen.

    Ich muss sagen dass EKG Auswertung nicht so ganz mein Spezialgebiet ist. Ich kann da also nur dem Sani glauben der ein 10 Sekunden-EKG macht.

    Ja, ich kriege Probleme! aber die sind sobald der Sani eingetroffen ist wieder weg. Wenn ich einen neuen Anfall kriege wache ich immer auf mit ganz schnell schlimmer werdender Atemnot. Ich kann zwar atmen, aber das Blut scheint vor den Lungenblaeschen so gut wie still zu stehen - ich kann meinen Herzschlag nicht hoeren/fuehlen aber anstelle dessen nur ein ganz langsames... grummeln? Als ob mein Herz probiert was zu tun, aber so ganz klappt es nicht. Ich setze mich im Bett auf, oder springe aus dem Bett, und ganz langsam kommt mein Herz wieder auf Gang: ein schwacher, normaler Schlag, kurze Pause, dann noch einer, und dann schlaegt mein Herz langsam wieder schneller und kraeftiger, und die Puste kommt zurueck. Wenn ich denke dass dieses nur ein bloeder Alptraum war und weiterschlafe passiert das ganze gleich nochmal. Erst wenn ich ein paarmal durch die Wohnung springe und richtig wach werde funzt wieder alles wie normal und dieses Problem kommt, jedenfalls in der Nacht nicht zurueck. Aber wenn ich keinen Anfall habe, oder schon durch die Wohnung gehuepft bin ist scheinbar alles normal, ebenso wie Lunge und Blutgefaesse in der Naehe. Und da man nicht weiss ob der naechste Anfall in 10 Naechten kommt, oder in 208 ist auch ein Langzeit-EKG sinnlos. So eines hatte ich uebrigens schonmal, durfte aber waehrenddessen keinen Sport treiben. Seuftz!

    Herbstwolke schrieb:
    HerzensAngst schrieb:
    Herbstwolke schrieb:

    Ja sicher. Mal schauen was der Doc davon macht. Das bloede ist halt dass dieses immer in der Nacht passiert - und mitten in der Nacht wird nichts untersucht ausser es ist ein Notfall. Scheinbar ist dieses kein Notfall. Wenn ich in den letzten 2 Jahren mal einen Notarzt gerufen habe dann macht der ein EKG, misst Blutdruck - und geht wieder nach weg. Ja klar, ich ueberlebe die Nacht natuerlich, trotz seltsamer Atmung und ewigen Besuchen auf dem Klo. Aber so finde ich auch nicht raus was los ist.

    Wenn du ihm es so erklärst, nimmt er dich vielleicht Stationär auf? Vielleicht macht er auch 24h sammelurin. Dann würde man es eher sehen. Aus interesse, waren die EKGs immer Gut? Störungen der Elektroylyte könnte man auch im EKG sehen.

    Ich muss sagen dass EKG Auswertung nicht so ganz mein Spezialgebiet ist. Ich kann da also nur dem Sani glauben der ein 10 Sekunden-EKG macht.

    Ja, ich kriege Probleme! aber die sind sobald der Sani eingetroffen ist wieder weg. Wenn ich einen neuen Anfall kriege wache ich immer auf mit ganz schnell schlimmer werdender Atemnot. Ich kann zwar atmen, aber das Blut scheint vor den Lungenblaeschen so gut wie still zu stehen - ich kann meinen Herzschlag nicht hoeren/fuehlen aber anstelle dessen nur ein ganz langsames... grummeln? Als ob mein Herz probiert was zu tun, aber so ganz klappt es nicht. Ich setze mich im Bett auf, oder springe aus dem Bett, und ganz langsam kommt mein Herz wieder auf Gang: ein schwacher, normaler Schlag, kurze Pause, dann noch einer, und dann schlaegt mein Herz langsam wieder schneller und kraeftiger, und die Puste kommt zurueck. Wenn ich denke dass dieses nur ein bloeder Alptraum war und weiterschlafe passiert das ganze gleich nochmal. Erst wenn ich ein paarmal durch die Wohnung springe und richtig wach werde funzt wieder alles wie normal und dieses Problem kommt, jedenfalls in der Nacht nicht zurueck. Aber wenn ich keinen Anfall habe, oder schon durch die Wohnung gehuepft bin ist scheinbar alles normal, ebenso wie Lunge und Blutgefaesse in der Naehe. Und da man nicht weiss ob der naechste Anfall in 10 Naechten kommt, oder in 208 ist auch ein Langzeit-EKG sinnlos. So eines hatte ich uebrigens schonmal, durfte aber waehrenddessen keinen Sport treiben. Seuftz!

    Das mit dem Sport ist natürlich misst. Normaler weise sollte man ja seinem normalen Alltag nachgehen. So kriegt man ja schlecht ein Ergebnis. Es kann sein, dass dein Herz in der Nacht sehr langsam schlägt und sich das Blut etwas staut. Der Stress beim rausspringen aus dem Bett treibt dein Herz wieder in die Höhe. Vielleicht kannst du dein Internisten auch auf ein Belastungs-EKG ansprechen und ihm sagen danach vielleicht ein Langzeit-EKG anzuhängen. Dann haben wir den Sport davor.

    Puh...:_D:-D


    Ganz ehrlich? Hier geben sich (ganz offensichtlich für jeden der nicht selbst betroffen ist) zwei Hypochonder die Klinke in die Hand.

    Herbstwolke

    Was Du hier beschreibst, diese übersteigerte Selbstbeobachtung inklusive Selbsttests und das „Suchen“ nach einer Erkrankung klingt nach einer ganz klassischen Hypochondrie!
    Dass Dein Hausarzt da die Augen rollt ist nicht okay.
    Du solltest Dich um eine Psychotherapie bemühen. Denn dort ist die Antwort auf Dein Problem zu finden.


    Alles Gute! @:)

    Gern geschehen, Verbena1.

    Kann ich dich was fragen? Was tust du wenn du mitten in der Nacht im Krankenhaus landest, du wist aufgepaeppelt und nach Hause geschickt? Irgendwann wirst du zum Facharzt gehen und schauen was los ist, oder? Was wuerdest du tun wenn du nicht einfach so zum Facharzt gehen kannst weil das Gesundheitssystem so kaputtgespart ist dass man mit einem einmaligem Etwas eben nicht ueberwiesen wird? Was, wenn dasselbe ueber 6 Jahre immer wieder passiert, aber zu unregelmaessig als dass der HA endlich eine Ueberweisung ausstellen wuerde, oder der Facharzt die Ueberweisung abweisst, eben weil dieses Problem eben nur ein paarmal im Jahr auftritt? Sagst du dann: "naja, ist halt so. Lass ma. Ich lebe noch" oder faengst du dann auch irgendwann an nachzudenken was es sein koennte und schaust ob dein beruflich genutztes Homelab irgendwie genutzt werden kann?

    Herbstwolke : Ich will den Thread nicht mit Diskussionen füllen. Wäre gut wenn wir den Beitrag einfach Überlesen. Sonst wird das ganze hier nur Seiten lang und wir verlieren das Ganze aus dem Auge.

    Ab gesehen davon sind Psychosomatische Erkrankungen fast immer eine Ausschlus-Diagnose. Erst wenn der Internist drüber geschaut hat, kann man weiter schauen woher die Beschwerden kommen. Erst mal die Grunduntersuchungen durchführen.