Wer kann mir meine Nierenwerte erklären ?

    Hallo liebe Mitglieder :)z


    aufgrund anhaltender Müdigkeit und Schwächegefühl seit längerer Zeit war ich beim Hausarzt Blutwerte bestimmen. Folgende Werte kamen raus die mir Sorgen machen und schon seit läneger Zeit bei anderen Blutabnahmen erhöt bzw. erniedrigt waren:


    Kreatinin – 93 umol/l (Norm 53-88) schon länger schwankt der Wert zwischen 88 u. 96


    GFR – 63 (( Norm 64-149 ) schon länger schwankt der Wert zwischen 61 u. 75


    Eventuell relevant


    Harnsäure – 315 ( Norm 135- 360)


    Kalium – 4,35 (Norm 3,50 – 5,50 )


    Natrium – 139 ( Norm 135 – 152 )


    Wegen der Nierenwerte war ich beim Nephrologen und habe ein 24 h Sammelurin sowie Blutabgegeben mit folgenden werten . (leider wurde ich nicht groß aufgeklärt ob die Werte ok sind, ob sie in der norm sind usw. mir wurde nur gesagt alles ok , nicht nierenkrank )


    Werte bei Nepro. (andere Normwerte? )


    Blut :


    Kreatinin 77 (Norm 58-96/74-110)


    GFR nach MDRD 78 ( Norm 94 – 140 )


    Cystatin C 0,71 ( Norm 0,63 – 1,44 )


    Urin:


    Kreatinin 12236 ( Norm 13300 – 22100 )


    Creatinin Clearance 110,4 (steht kein Normwert )


    Hämöglobin des Retikulozyten 34 ( Norm 28 – 35 )


    eGFRCys absolut 121 (kein Normwort)


    Es sind einige Abweichungen und diese machen mir Sorgen ?


    Hat jemand ein Erklärung und Ahnung ob wirklich alles okay ist so wie der Arzt es sagt?


    Das wäre klasse , Dankeschön

  • 9 Antworten

    Die Referenzbereiche ("Normwerte") sind grundsätzlich nicht so zu verstehen, daß man automatisch "krank" ist, wenn der eine oder andere Wert mal etwas außerhalb liegt.


    Müdigkeit und Schwächegefühl kann zahlreiche Ursachen haben. Viele Menschen haben z.B. einen chronischen – oftmals aber nicht festgestellten – Vitamin-D-Mangel, um nur mal eine Möglichkeit zu nennen.


    Wenn der Nephrologe sagt, die Nierenfunktion ist o.k., scheint mir das zunächst mal ziemlich glaubhaft... ;-)

    Liebe Agnes,


    ich bin 37 und ca. 163 groß und wiege ca. 80 kg.


    Hm ich habe öfter mal niedrigen Blutdruckwerte aber nie hohen.


    Beschwerde mit einer Venenschwäche welche hier wohl nicht relevant ist.


    Mein Vitamin D sowie Eisenwert sind ziemlich niedrig.


    Ich war auch beim Belastungs EKG wo raus kam das das Herz in Ordnung sei aber ich total untrainiert bin und mein Puls wohl ständig oder zumindestens meist erhöht ist.

    Musicus – ich würde gerne mehr Vitamin D zu mir nehmen ( ich weis das auch Sonne hilft aber ich arbeite viel drinnen) aber wegen der Werte weis ich nicht ob ich mir bei Nahrungsergänzung eher schade.


    Nehme aber zur Zeit B12 und VitaminC+Zink.

    eGFR ist über 60 nicht aussagekräftig, bei Übergewicht schon gar nicht.


    Deine Beschwerden haben nichts mit Deiner Nierenfunktion zu tun, die ist ok.


    Laß Deinen Ferritinwert bestimmen. Bei jungen Frauen ist Eisenmangel mit oder ohne Anämie oft die Ursache von Müdigkeit und reduzierter Leistungsfähigkeit. Wie ernährst Du Dich?


    Ist die Schilddrüse ok?


    Wenn Du untrainiert bist, ist der hohe Puls zu erwarten. Um das zu verbessern, mußt Du nicht rennen oder Gewichte stemmen, sondern erstmal straff spazierengehen. Hast Du einen Schrittzähler? Wenn nicht würde ich einen empfehlen. Man/frau kann sich dann graduell auf die empfohlenen 10000 Schritte am Tag steigern. Wohnst Du auf dem flachen Land oder habt Ihr Hügel? Wohnst oder arbeitest Du in Gebäuden mit Treppen?

    Zitat

    ich würde gerne mehr Vitamin D zu mir nehmen (ich weis das auch Sonne hilft aber ich arbeite viel drinnen) aber wegen der Werte weiß ich nicht ob ich mir bei Nahrungsergänzung eher schade.

    Hallo Regenbogenstern,


    ich sehe zur Zeit nicht, inwiefern eine vernünftig dosierte Vitamin-D-Zufuhr Dir schaden könnte.


    Angaben zur Dosierung finden sich unter anderem in Büchern (z.B. bei Dr. von Helden) oder hier:


    www.ht-mb.de/forum/vbglossar.php?do=showentry&id=81


    (IU und IE ist das gleiche: "Internationale Einheiten")


    Die Endocrine Society empfiehlt bei nachgewiesenem Vitamin-D-Mangel (bei Erwachsenen) die Einnahme einer Wochendosis von 50.000 IE – oder Tagesdosis 6.000 IE – für 8 Wochen, siehe


    https://www.endocrine.org/~/media/endosociety/Files/Publications/Clinical%20Practice%20Guidelines/FINAL-Standalone-Vitamin-D-Guideline.pdf


    Jetzt also nicht die Vitamin-D-Pillen aus dem nächsten Drogeriemarkt kaufen – da sind bestenfalls 800 IE drin, damit wirst Du (bei 80 kg Gewicht) den Blutspiegel kaum auf ein gutes Niveau bringen können.

    Liebe Agnes,


    vielen Dank für Deine Antwort.


    Was heißt genau bei Übergewicht nicht aussagekräftig?


    Ja ich weis ich habe etwas davon :) Kann es denn sein wenn ich Gewicht reduziere das die Nierenwerte besser werden.


    Ich fahre öfter Fahrad und das spazieren gehen habe ich gestern gerade mit 3 Stunden angefangen :) (ich möchte definitiv etwas ändern)


    Einige Treppen gibt es schon aber ich wohne nicht in den Bergen :)


    Ich hatte auch schon gelesen das der höhere Puls auch müde machen kann.


    Zwecks Schiddrüsen und Eisen hier ein paar werte die aktuell sind.


    Eisen – 7,4 ( 5,83-34,5 Norm)


    Ferritin – 55,2 ( 13-150/30-400)


    Transferrin – 2,4 ( 2,0 – 3,4 )


    Tranf. Sätt. – 12,3 ( 16 – 45 )


    TSH – 2,00 ( 0,30 – 4,00 )


    LG *:)

    Lieber Musicus,


    ich habe ein Vit D Präparat aus der Apo mit 1000 I.E.


    Es steht drinnen das man bei Nierenproblemen diese wohl nicht nehmen sollte , das hat mich verunsichert.


    Mein Vit D Wert aktuell von März 14 .


    25- OHG -Vit-D ng/ ml – 3,7 ( 15-50 Norm)


    LG :)z

    Hallo,


    der Wert 3,7 ng/ml entspricht einem schweren, gesundheitsschädlichen Vitamin-D-Mangel. Dagegen sollte man wirklich was tun.


    Der vom Labor genannte Referenzbereich 15-50 ist etwas fragwürdig. Nach neueren Erkenntnissen ist ein Spiegel von über 30 ng/ml zu empfehlen. (Für die Nieren ist dieser keineswegs schädlich.)

    Zitat

    ich habe ein Vit D Präparat aus der Apo mit 1000 I.E.

    Ist im Prinzip o.k., aber eine Tablette am Tag wird nicht reichen. Mit 2 1/2 bis 7 Tabletten täglich – mehrere Wochen lang – sollte der Mangel behoben werden können. Der Blutwert sollte (anfangs) etwa 2- bis 3-mal pro Jahr kontrolliert werden.


    Alternativ kann man ein höher dosiertes Präparat benutzen. Einige davon sind in Deutschland aber rezeptpflichtig, etwa Dekristol 20000. Da wäre also der Arzt zu fragen.


    Parallel bitte auf gute Mg-Versorgung achten:


    www.hp-intensiv.de/heilpraktikerschule-frankfurt-hanau-offenbach_028.htm