Wie sicher ist ein Ultraschall?

    Ich hatte heute meine zweite Ultraschall-Untersuchung der Nieren. Bei der ersten hat die Ärztin nichts gefunden. Ich solle aber trotzdem noch zur Sicherheit ins CT, da minimal Blut im Urin war. So wenig, dass man es mit normalen Teststreifen beim Gynäkologen nicht erkennen konnte. Also bis fünf rote Blutkörperchen sind wohl normal und ich hatte 6.

    Um nächste Woche im CT nicht ganz so aufgeregt zu sein, bin ich heute nochmal zum Ultraschall bei einem anderen Urologen gegangen. Blasenspiegelung wurde schon vor zwei Wochen gemacht; alles in Ordnung.

    Der Urologe hat gesagt, ich hätte typische Frauennieren. Die linke sei bei fast allen Frauen immer in Ordnung. Bei meiner rechten Niere fanden sich ein paar Ablagerungen; könnte Gries sein. Und ein etwas größeres Körnchen. Er meinte, das könne ein kleiner Stein, oder eine Zyste sein.

    Im Urin letzte Woche fand er wohl auch Kristalle. Wir sind aber nicht weiter darauf eingegangen.

    Ich befinde mich in den Wechseljahren und er meinte, da hätten viele Frauen trockene Schleimhäute und dadurch Probleme auch mit der Blase. Außerdem habe ich immer sehr wenig getrunken.

    Ich habe jetzt trotzdem Angst, dass der etwas größere Knubbel ein Tumor ist. Er meinte, das könne man unterscheiden. Aber der Arzt ist erst Ende Dreißig. Vielleicht hat er noch nicht so viel Erfahrung.

    Und warum die andere Ärztin mir das nicht gesagt hat, keine Ahnung. Ob sie das gar nicht gesehen hat mit den Ablagerungen?

    Sie ist schon erfahrener, weil ca. 10 Jahre älter.

    Vielleicht hat sie es auch nicht erwähnt, weil es -wie er sagt- keinen krankheitswert hat.


    Kann man definitiv sowas im Ultraschall gut unterscheiden?


    Wer kennt sich damit ein wenig aus? Würde mich etwas beruhigen.X-\X-\

  • 54 Antworten

    Nun komm doch endlich mal runter.


    Und halte Ärzte nicht für Idioten, die Nierengries und ein Steinchen nicht von einem Tumor unterscheiden können.


    Können sie nämlich. Und bei jedem Tumor kommen die auch im Wallung, da biste so schnell in einer Klinik, so schnell kannst du gar nicht gucken....


    Du zerbrichst dir den Kopf mit Ängsten.


    Wo bleibt denn da die Angst wegen des geringen Trinkens. Da komm mal in die Hufe.

    Wie ich in meinem ersten Beitrag hier schon erklärte, sind Nierengries und mleine Steinchen i m m e r auch Auslöser für Blutpartikel im Urin. Die scheuern eben an den Schleimhäuten.


    Kristalle im Urin sind auch erst mal ohne jeglichen Krankheitswert. Iss Rhabarber oder Spinat- und du hast Kristalle im Urin. Besonders hübsch sind Oxalate.


    Findest du schon bei Babys, die Spinat gegessen haben.



    Noch einmal: Du bist wahrscheinlich kerngesund - aber mit überschäumender Fantasie, der ab und an wegen mangelndem Trinkens ein Grieskorn abgeht, was am Gewebe schleift.


    Das CT wird genau das bestätigen .
    Du machst dich komplett selbst verrückt!

    Ich hoffe Du hast Recht.

    Hätte er gesagt, das ist kein Tumor, sondern eine Zyste, wäre ich beruhigt. Habe seit Jahren eine Zyste in meiner Brust und nie daran gezweifelt, ob die Frauenärztin das nur nicht erkennt. Zyste schallt ganz anders zurück, da mit einer Flüssigkeit gefüllt, als ein Tumor.

    Aber wie soll man einen Stein von einem Tumor unterscheiden? Sind doch beide fest.

    Und wie kann er sagen, könnte auch eine Zyste sein? Zysten kann man doch wohl eindeutig von einem Stein unterscheiden.


    Also das ist mir eben unerklärlich und macht mir daher Angst.


    Ich will ihm nichts unterstellen, die Blasenspiegelung hat er super gemacht.

    Aber vielleicht ist er nicht besonders gut beim Ultraschall.

    Woher soll ich das wissen?

    Noch mal. Du sagst nichts anderes , als das der Arzt zu doof ist. Der hat eine Ausbildung bis zum Facharzt bis zu 10 Jahren hinter sich.


    Blut du an den 3 Dröppelken Blut im Urin hattest, mal da, mal nicht , ist typisch für Nierengries-Steinchen.

    Ein Tumor hört auch nicht zwischendurch auf zu bluten.... Der wächst und macht zunehmend Probleme. Wird auch erkannt.


    Trink mehr, spül den Gries aus. Ein Steinchen kann sogar ab und an bemerkt werden, wenn er sich abseilt Richtung Blase. Und genau dann dat man sogar etwas mehr Blut im Urin.

    Ds verheilt schnell wieder.

    Vielen Dank für Deine Antwort.


    Blut, mal da, mal nicht, stimmt leider nicht. Vielleicht habe ich mich unklar ausgedrückt.

    Blut war da bei der 1. Urologin, die den Urin zentrifugiert hat und ein Sediment erstellt hat.

    Blut war da bei dem 2. Urologen, der unter dem Mikroskop gezählt hat, also eine Zythologie erstellt hat.

    Blut war nicht da, dreimal hinterheinander bei der Gynäkologin im Teststreifen. Und heute beim Urologen -ebenfalls im Teststreifen-.

    Vielleicht sind die Dinger auch nicht sensitiv genug -obwohl ich überall das Gegenteil gelesen habe-.


    Keine Ahnung.

    Also Deine Entwarnung würde ich allzugern aufgreifen, aber leider passt sie nicht zu dem, was ich bisher an Ergebnissen habe.

    Wenn eben mal gerade kein Nierengries abgeht, blutet es auch nicht. Da kann man weder mit dem Mikroskop noch mit einem Teststreifen etwas nachweisen.


    So etwas kann 3 Tage später schon wieder anders sein. Genau wie du das erlebt hast.


    Vermutlich wirst du mal 3 Dröppelken Blut im Urin haben, dann wieder nicht. Es paßt wie die Faust aufs Auge. Und du wirst 90 damit. Glaun mit.


    Ist das Kopfzerbrechen nicht wert.

    Emh, das Problem ist, dass das Blut beim Urologen erkannt wurde und danach direkt am gleichen Tag im Teststreifen bei der Gynäkologin nicht.

    Überhaupt hat der Teststreifen noch NIE Blut angezeigt.

    Überall lese ich aber, dass der so sensitiv ist, dass er sogar anzeigt, wenn man nur Rote Beete gegessen hat.

    Spielt aber keine Rolle. Blut wurde nachgewiesen und der Grund dafür muss lt. Urologen überprüft werden.

    Und ich stelle mir weiterhin die Frage, warum er gleichzeitig einen Stein UND eine Zyste für möglich hält.

    Daher zweifle ich nun an seinen Fähigkeiten, ja leider.

    Jojopodenco schrieb:

    Ich will ihm nichts unterstellen, die Blasenspiegelung hat er super gemacht.

    Aber vielleicht ist er nicht besonders gut beim Ultraschall.

    Woher soll ich das wissen?

    Einen Stein von einer Tumor im Ultraschall zu unterscheiden kann man als Student schon, das ist eine grundlegende Fähigkeit. Genau genommen unterschieden sich Tumore von Steinen so sehr in Form, Echogenität und Lage, dass man da gar nichts verwechseln kann. Das ist in etwas so als würdest du vermuten, dass der Arzt versehentlich Niere mit Leber verwechselt weil er nicht besonders gut in Ultraschall ist.


    Und ein Facharzt der Urologie, der in einer urologischen Praxis arbeitet, hat eine umfangreich Ausbildung im Bereich Ultraschall der Harnorgane bekommen, der weiß was er tut.

    Danke für Deine Antwort. Das ist endlich mal was, was mich ein wenig aufbaut.

    Du scheinst Dich damit ein wenig auszukennen, oder kommst selbst aus dem medizinischen Bereich.

    Ich als Laie kann mir nicht vorstellen, dass man eine Zyste nicht von einem Stein unterscheiden kann. Er meinte, das Ding sei nur ganz klein, könnte ein Steinchen sein, oder eine Zyste-. Scheinbar kann er es nicht erkennen. Das macht mir hinsichtlich Tumor Angst.

    Auch, dass er erwähnt hat, dass ich ja vor ein paar Wochen ein Blutbild beim Hausarzt hätte machen lassen und da hätte man auch Abweichungen bei einigen Parametern sehen können, wenn es ein Tumor wäre.

    Anscheinend verlässt er sich doch nicht genau darauf, was er sieht.

    Du musst doch zugeben, dass das etwas unglück ist, so zu argumentieren, oder? Erst recht, wenn man als Patient so viel Wissen hat, dass man eben nicht unbedingt am Blut etwas erkennt, erst Recht nicht in frühen Stadien.

    Er hat von Steinen oder Zysten gesprochen und Tumore mit keinem Wort erwähnt. Und Nierentumore können durchaus Auffälligkeiten im Blutbild machen.


    Ich sehe hier weniger eine schlechte Argumentation seitens des Arztes sondern eher einen Klassiker in der Arzt-Patienten-Kommunikation: der Patient hört nur das, was er hören will und interpretiert sich das vom Arzt Gesagt so um, dass es zu den eigenen Ängsten passt. Und statt den Arzt direkt drauf anzusprechen, was er jetzt genau meint.

    Und gleichzeit erzählt der Arzt ein bisschen gedankenlos vor sich hin ohne sich im Klaren darüber zu sein, dass viele Dinge, die für ein und seine Arztkollegen logisch und selbstverständlich sind, für einen Patienten ohne abgeschlossenes Medizinstudium nicht völlig offensichtlich sind.

    Vielleicht traue ich auch Ärzten nicht mehr viel zu, weil ich schon so viel erlebt habe -auch bei meinem Vater, der letztes Jahr verstorben ist-.

    Ein Internist hat letztes Jahr bei mir wegen Unterbauchbeschwerden ein Ultraschall gemacht und gesagt, er sieht da etwas, ca. 12 Zentimeter groß. Das müsse nichts heißen, aber er wäre sehr beunruhigt. Ich solle das so schnell wie möglich abklären lassen.

    Ich sofort meine Freundin angerufen, die mit mir in die Notfallambulanz gefahren ist. Es war einen Tag vor Ostern und ich wäre kaputt gegangen.

    Die in der Gynäkologie suchten sich einen Wolf. Holten noch eine zweite Ärztin und eine dritte dazu und alle meinten, das einzige, das ca. zwölf Zentimeter ist und sich ungefähr dort befindet, wo er gezeigt hat, sei die Gebärmutter.

    Soviel dazu.

    Man kann in normalen Blutbildern keine Tumoren nachweisen. Nur mit Tumormarkern, die man explizit untersucht. Erythrozyten können in Schleimzylindern verborgen sein. Sind manchmal deshalb nur mikroskopisch nachweisbar.


    Und oft zeigt ein Stix das dann nicht an, man zentrifugiert den Urin dann auch nicht, weil man ja nichts nachweisen kann . Zumindest in Arztpraxen wird das oft so gehandhabt.


    Nichtsdestotrotz steigerst du dich da rein. Gries geht ab, macht


    M i k r o b l u t u n g e n .

    Etwas Bösartiges wäre bereits entdeckt worden. Dein Versteifen darauf, es müsse da was Dramatisches im Gange sein ist allein deiner Fantasie geschuldet.

    Liverpool schrieb:

    Er hat von Steinen oder Zysten gesprochen und Tumore mit keinem Wort erwähnt. Und Nierentumore können durchaus Auffälligkeiten im Blutbild machen.


    Ich sehe hier weniger eine schlechte Argumentation seitens des Arztes sondern eher einen Klassiker in der Arzt-Patienten-Kommunikation: der Patient hört nur das, was er hören will und interpretiert sich das vom Arzt Gesagt so um, dass es zu den eigenen Ängsten passt. Und statt den Arzt direkt drauf anzusprechen, was er jetzt genau meint.

    Und gleichzeit erzählt der Arzt ein bisschen gedankenlos vor sich hin ohne sich im Klaren darüber zu sein, dass viele Dinge, die für ein und seine Arztkollegen logisch und selbstverständlich sind, für einen Patienten ohne abgeschlossenes Medizinstudium nicht völlig offensichtlich sind.

    Ja genau, so war es auch. Er brabbelte da was vor sich hin und ich hing an seinen Lippen, um endlich Erlösung zu erfahren. Er erzählt aber nur medizinischen Kram.

    Trotzdem nochmal gefragt. Kann Zyste und Stein gleichzeitig in Betracht kommen? Die unterscheiden sich doch noch viel mehr voneinander. Und die hat er beide in Betracht gezogen.

    Ist mir erst heute Abend zu Hause klar geworden. Daher jetzt die Unsicherheit.


    Im Urin wurden bei dem zweiten Urologen Kristalle gefunden. Darauf ist er nicht näher eingegangen, hat das nur in einem Nebensatz erwähnt. Sind Kristalle denn Gries? Können sich Kristalle von Verkalkungen, die er ja auch gesehen hat, lösen? Das mit den Mikroblutungen leuchtet ein.

    Übrigens wollte er heute nochmal eine Zytologie machen und mich abends wegen dem Ergebnis anrufen.

    Hat er nicht gemacht, jetzt habe ich schon wieder Angst, er hätte was Gravierendes entdeckt und will es mir lieber tagsüber sagen. :-(